Lippstadt-Blog: Das Weblog von Lippstadtern für Lippstadter

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Mai 2012
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Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Fr
27
Apr '12

Schon wieder Pest und Cholera…

Am 13. Mai ist Muttertag und Landtagswahl. Also zwei freudige Ereignisse: Erst einmal kann man dem Matriarchat huldigen, dann der parlamentarischen Demokratie,
Da der Wahltermin diesmal überraschend kam, hatten die Parteien nicht so viel Zeit, einen substantiierten Wahlkampf vorzubereiten. Sonst ist da wesentlich mehr Pfiff und Elan drin, diesmal insgesamt recht wenig Gehirnschmalz. Beispiele:

Herr Röttgen von der CDU meint, Politik müsse “aus den Augen unserer Kinder” gemacht werden. Vermutlich meint er “aus dem Blickwinkel der Kinder” oder “mit den Augen der Kinder”. Das kommt davon, wenn man zu viele Phrasen drischt, da beisst die Maus glatt den Besenstiel ab. Das Röttgen sich selbst wie ein Kind benimmt, weiß man ja: wenn es nicht zum Ministerposten reicht, will er zurück in die Schmollecke im Umweltministerium in Berlin. So sehen gute Verlierer aus!

“Currywurst ist SPD” lautet einer der weitgehend sinnfreien Sprüche der amtierenden Ministerpräsidentin. Man hätte ja auch “Kraft macht Freude” schreiben können, schließlich ist man ja Powered by Emotion (weniger von Sachverstand), eine andere Spielart des alten NS- Mottos nutzt die SPD aber tatsächlich: “Jede Kraft braucht ihren Antrieb”. Würg!

Die Linke skandiert in üblicher Manier “Millionärsteuer als Schuldenbremse”; nicht ganz falsch, aber ein bisschen wenig Programm für eine ganze Legislaturperiode. Die Sprüche der Linken sind sowieso irgendwie immer gleich (populistisch).

Den Grünen liegt die Photovoltaik am Herzen: “Lieber Solar als so lala”. Der Spruch ist Anwärter auf den Titel “Blödsinn des Jahres”, weiß man doch, dass dieses Thema weniger mit Umweltschutz, dafür mehr mit Wirtschaftsförderung und Geldverschwendung zu tun hat. Lustig ist auch anders, ich hatte die Grünen anders in Erinnerung, ich werde aber auch bald 40 Jahre alt.

Die Piraten meinen “Für dieses System ist ein Update verfügbar”, hoffentlich bezieht sich das auch auf die Schwachsinnsidee mit der Abschaffung des Urheberrechts, die der Abgeordnete Lauer so inhaltsleer gegen Jan Delay verteidigen wollte. Besagter Bauchklatscher ist im Spiegel 16 enthalten (lesenswert!), der lustige Haufen derzeit noch nicht wählbar, weil zu wenig Sachverstand.

Und wo wie schon bei Sachverstand sind: Der FDP- Phönix Christian Lindner, nicht verwandt mit dem Volksmusiker Patrik Lindner, aber genau so versiert in Wirtschaft und Politik skandiert “Lieber Neuwahlen als neue Schulden”. Schulden hat die nordrhein-westfälische FDP bei den Banken: Die 800.000,00 € für den aktuellen Wahlkampf hat sie sich überwiegend in bester kapitalistischer Manier von genau diesen geliehen. Fragt sich, wohin das Geld geflossen ist, der Spruch ist jedenfalls keine 80 Cent wert: Allein Lippstadt kostet die Wahl rund 40.000,00 €, insgesamt werden landesweit 2.7000.000,00 € fällig; das Geld hätte man für Sinnvolleres ausgeben können, wenn die FDP die Minderheitsregierung nicht nachträglich hätte platzen lassen.

Und was wählen wir nun? Die Plakate helfen ja nun nicht wirklich weiter. Vielleicht hilft bei der Wahl zwischen Pest und Cholera aber der bewährte Wahl-O-Mat… die Ausgabe für die NRW- Wahl 2012 gibt es hier…

Und nicht vergessen: Die Zweitstimme ist die Wichtigere!

Do
26
Apr '12

Ich bin doch nicht geil. Geiz ist blöd.

In Lippstadt lernen wir gerade, wie gewaltig 6.000 m² in natura aussehen. Die gefühlten 2% der Bürger mit einer eigenen Meinung bekommen nun offensichtlich doch Angst, die Stadt würde im Schatten der beiden Kisten südlich der Bahn wegsterben. Warten wir mal ab, wie die Fassade von dem Ding wird. Ich habe zwar keine große Hoffnung, aber ich warte mit dem Spott dieses Mal bis zum Schluss.

Lustig fand ich den Geseker, der meint, wegen der zukünftig kostenpflichtigen Parkplätze am Bahnhof würde er nun lieber nach Paderborn fahren. Mach doch! Aber lies dir folgendes vorher durch:

- Mit der Bahn kostet es nach Lippstadt 3,25 €, nach Paderborn 5,70 €
- Mit dem Auto kostet es nach Lippstadt 4,20 € (14 km à 0,30 €), nach Paderborn 6,60 € (22 km).
- In Paderborn kostet das Parken ungefähr das gleiche, wie in Lippstadt.

So, jetzt noch mal, Schlaumeier! Warum willst Du nicht mehr nach Lippstadt fahren? Weil es zu teuer ist? Denk das nochmal zu Ende.

Dabei fällt ja das Totschlagargument aller Paderbornreisenden zukünftig sogar weg, wenn die Parkplätze kostenpflichtig werden: Wir bekommen ja einen Media Markt!

Ja, Lippstadt ist dann auch nicht mehr blöd. Ein MediaMarkt ist schon was Tolles. Da kann ich mir auch mal einen Kommputa kaufen. Ging bisher ja in Lippstadt nur bei Sommer, Schumacher, MediMax, PC Spezialist, HMC+, dem komischen Laden an der Cappelstraße, und gefühlten anderen 100 Anbietern. Deshalb hatte ich ja auch bisher keinen…

Und bei MediaMarkt ist günstiger, mehr Auswahl und die Beartung besser? Nur weil der Mediamarkt es behauptet? Im Schnitt ist das Gespann MediaMarkt/Saturn tatsächlich am Teuersten: Weniger bekannte Ketten wie Expert oder EP sind schon 3% günstiger. Und bei Fachhändlern bekommt man auch noch eine gute Beratung.

Die sogenannten Retailer (oder auch “Kistenschieber” genannt) sind ein aussterbendes Ladenmodell: zu teuer und zu wenig Know- How. Dabei ist die Gigahertz- Epoche längst beendet und selbst beim größten Computerhändler Deutschlands (Aldi) locken Knallerangebote keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor. Dagegen sind Fachhändler für die wachsende Zahl der Senioren mit Beratungsbedarf eher zukunftsweisend. Wenn ich etwas nur kaufen will, mache ich das eh im Internet.

Das weiß auch der MediaMarkt. Erst hat er eine Kampagne im Sommer 2011 gestartet, man könne den günstigsten Preis bekommen, wenn man ein Angebot im Internet findet, dass günstiger ist. Danach behauptete man im Herbst 2011 mit “Schwi Schwa Schweinepreise”, der Kunde müsse nicht mehr im Netz gucken, im MediaMarkt sei sowieso alles billiger, weil man jetzt selbst vergleicht, und nachdem Weihnachten unterm Baum entschieden war, eröffnete man Anfang 2012 selbst einen Onlineshop mit den gleichen Preisen, wie im Laden und wenig Auswahl.

Also erst ist der Kunde angeschmiert, wenn er nicht vergleicht, dann soll er glauben, vergleichen sei nicht nötig um dann im Internet endlich teuer einkaufen zu können. Und das alles ohne Beratung! Toll, die kommen jetzt nach Lippstadt? Was freu ich mir einen Ast…

Wenigstens kann ich jetzt mal Küchengeräte kaufen. Das ging bisher nur bei Krüers, Schumacher, dem niedlichen Laden in der Hellen Halle, MediMax, Geier und gefühlten anderen 100 Anbietern…

Aber die Schnäppchenjäger werden bei der Eröffnung auf den gleichen Trick hereinfallen, wie überall und ehedem: ein billiges Lockangebot und im Konsumrausch dann dummerweise noch was Überteuertes dazugekauft.

Ich denke, wir werden unseren sympathischen Vollhorst aus der Nachbarstadt dann auch wiedersehen…

Do
15
Mrz '12

Soetwasbrauchtkeinertum

Darf man nun als Homosexueller Schützenkönig seinen gleichgeschlechtlichen Partner als Königin erwählen? Die Spaßvögel aus den heimischen Schützenbrüderschaften denken in ihrem natürlichen Innovationsdrang zwar nicht so laut über das Thema nach, betroffen sind sie aber doch: In den Nachbarkreisen erhitzt es die Gemüter und demnächst beschäftigen sich auch die Gerichte mit dem Thema.

In Geseke wäre eine Schwester als Königin dem schwulen Freund vorzuziehen. Also Inzest contra Homosexualität? Igitt, Igitt, Igitt.
“Glaube, Sitte, Heimat” heißt es im Kreis Gütersloh; nicht etwa “Verstand, Wahrheit, Gemeinschaft”. In Interviews äußern sich Saufbrüder besorgt über das Verlottern des Anstands, während Sohnemann mit seinem Freund händchenhaltend durchs Leben geht; der Gipfel der Bigotterie!

Und zeitgleich zur Debatte über die Intoleranz gegenüber Homosexuellen diskutiert man dann gleich auch mal über den Ausschluss des Muselmanns von der christlich gesegneten Mützenpest. Willkommen in der Parallelgesellschaft!

Kotz! Würg! So etwas als Brauchtum zu bezeichnen ist einfach ekelhaft. Das kollektive Saufen ist mir ja egal, aber die Art und Weise, wie hier Intoleranz und Hass auf alles Andersartige kultiviert werden, gehört verboten. Fremdenfeindlichkeit und Hass haben in diesem Land zwar Tradition, besser wäre aber, diese Eigenschaften wären längst Geschichte!

Übrigens: Längst akzeptabel ist offensichtlich, dass Menschen mit Migrationshintergrund Schützenkönig werden können, sofern sie freiwillig eine Schützenkönigin hinterm Zelt auf Chlamydien untersuchen. Kommt offensichtlich nur drauf an, wer wem an den Pimmel packt.

Mo
20
Feb '12

2.Frauennetzwerkmesse im März

Am 18.03.2012 ist es wieder soweit. Das Frauennetzwerk Lippstadt präsentiert sich mit insgesamt 29 Ausstellerinnen in der Brennerei Cosacks. Folgende Branchen werden abgedeckt:

• Vernetzungsberatung,
• Bildung ,
• Gesundheit & Ernährung,
• Fitness & Wellness,
• Finanzen & Versicherungen,
• Wohnraumgestaltung & Sanierung,
• Mitmachen, sich engagieren,
• ; Handwerk,
• Werbung & Marketing,
• Management,
• Malerei & Fotografie,
• Mode,
• Schmuck & Assessoires,
• Kosmetik.

Zusätzlich erwarten Sie interessante halbstündliche Vorträge sowie die Möglichkeit zum Informationsaustausch mit Gleichgesinnten, vielleicht bei einem Getränk oder einer Kleinigkeit zu Essen… Der Eintritt ist frei.

Mehr unter http://bit.ly/ymzY69

Do
9
Feb '12

Mit Vollgas in den Abgrund

Da rege ich mich tatsächlich über 340.000,00 € auf, da kommt es knüppeldick: mit unglaublichen 66.000.000,00 € haben Sommer und Strotmeier herumgezockt – und verloren.

Ein erwiesenermaßen absolut unfähiger Bürgermeister, der sich vor den Karren einer noch unfähigeren, dafür aber mittlerweile selbstverselbständigten Verwaltung spannen lässt, den, ebenfalls unfähigen Rat umschifft, dabei noch mal eine Verbeugung vor den Finanzmärkten exerziert um sodann an der Küste der Haushaltsanierung zu zerschellen. Bravo! Ein Husarenstück!

Herr Sommer! Der Rat hat eine Kontrollfunktion. Warum wohl? Damit so etwas nicht passiert. Das was Sie getan haben, ist kriminell!

Seit 2007 war schon klar, was da für Ungemach droht. Anstatt Transparenz zu schaffen, wird auch weiterhin hinter verschlossenen Türen gemauschelt. Lippstadt droht nun Haushaltssicherung; sozusagen die Insolvenz.

Angesichts solcher Zustände sollten die Abwahl des Herrn Sommers und die Wahl eines neuen (möglichst parteilosen) Bürgermeisters ernsthaft angegangen werden. Lippstadt benötigt dringend mehr Transparenz und die Rückkehr zu einem demokratischen Amtsverständnis, eine scharfe Kontrolle der Verwaltung und vor allen Dingen Sachverstand und eine Mindestloyalität zur Stadt, ihrer Historie und ihrer Zukunft.

Nach § 66 GO NRW(Gesetz) – Landesrecht Nordrhein-Westfalen zur Abwahl des Bürgermeisters kann ein Antrag auf Abwahl gestellt werden, wenn mindestens 12.250 Lippstädter diesen befürworten. Die Abwahl selber ist dann mit mindestens 17.500 Stimmen (sofern eine Mehrheit erzielt wird) möglich.

Trotz der schlechten Erfahrungen mit dem Politikinteresse der Lippstädter beim letzten Bürgerentscheid sollte diese Möglichkeit ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Und trotz der Nähe zur CDU sollte sich der Patriot jetzt als Stimme der Lippstädter eines Besseren besinnen und eine entsprechende Kampagne inszenieren.

Es gilt, mehr Schaden von unserer Stadt fernzuhalten und zu retten, was noch zu retten ist.

Do
26
Jan '12

Ich wollte 2012 nur noch Schönes schreiben, und dann das…

Sehr geehrter Herr Horstmann,

bezugnehmend auf den am heutigen Tage zur vorerst internen Verwendung in den Fraktionen vorgelegten Investitionsplan der Stadt Lippstadt bitte ich, die geplanten 340.000,00 € für die Errichtung eines Bürgerbüros bis auf Weiteres zurückzustellen.

Der Fraktionsvorsitzende der BG, Herr Marche hatte diese Position im vorläufigen Entwurf seinerzeit noch als “Platzhalter” bezeichnet. Als solcher ist dieser auch zweckmäßig, weil sinnfrei (die Position, nicht der Herr Marche).

Hingegen wünschen ich und auch einige andere Bürger kein neues Bürgerbüro, zumindest nicht für den Preis von 340.000,00 € für eine zum Konferenzraum umgebauten Feuerleitstelle, die ja überhaupt nicht das Bürgerbüro werden soll.

Wenn Sie 340.000,00 € für Ihren Konferenzraum ausgeben möchten, widmen Sie diese Ausgabe bitte zutreffend und versuchen Sie, die Unterstützung des Stadtrats für Ihr Vorhaben in redlicher Weise zu bekommen. Für das Bürgerbüro ist das Geld jedenfalls nicht vorgesehen.

Ich jedenfalls würde das Geld lieber für die Haushaltssanierung verwendet wissen. Wenn wir sukzessiv sparen würden und irgendwann ohne Neuverschuldung Konferenzräume für 340.000,00 € kaufen könnten, wäre mir Ihr Wunsch genehm.

Mit freundlichen Grüßen

Ein Steuerzahler

PS: Hintergründe zu diesem Thema gibt es hier

Fr
16
Dez '11

Mangel kann auch was Schönes sein

Laut einer Spiegelausgabe der letzten Wochen (ich komme derzeit nicht so viel zum Lesen) gab es bis 1988 in Nordrhein Westfalen recht viele inoffizielle Mitarbeiter (IM) der damaligen Staatssicherheit der DDR (Stasi), darunter jeweils einen in Paderborn, Wiedenbrück, unsere Kreishauptstadt Soest und sogar zwei in Beckum.

Die gute Nachricht: In Lippstadt hat man keinen IM gefunden. Wir waren also wohl Stasi- freie Zone.

Endlich mal ein Mangel, über den man sich freuen kann ;-)

Do
15
Dez '11

Kein Halt für Diebesbanden

Mal wieder ein Tapetenwechsel, der wohl nicht allen Lesern und Autoren dieses Blogs schmecken wird…

 

Trickdiebe und Taschendiebe sind schon seit Jahren nicht nur in Lippstadts Innenstadt unterwegs.
Diese organisierten Diebesbanden sind mal in Lippstadt, mal irgendwo anders im Kreis Soest oder gar im Ruhrgebiet unterwegs, jeden Tag woanders, damit sie nicht auffallen.
Doch in den letzten Wochen hört man vermehrt in der Presse über die „fiesen“ Machenschaften dieser Diebesbanden, gerade auch in Lippstadt.

Die einen lenken Senioren/Seniorinnen ab und andere erbeuten dann aus der Handtasche die Geldbörse oder sie versuchen unter dubiosen Vorwänden „Spenden“ zu erhaschen.

Von Taschendieben hat man in den letzten Wochen sogar sehr viel gehört, eine Rumänenbande wurde mal erwähnt, die weit über die Grenzen Lippstadts und des Kreises Soest hinaus ihr Unwesen treibt.
Eine Person lenkt das vermeintliche Opfer ab, eine weitere Person greift unauffällig in die Tasche und eine dritte Person nimmt direkt das Diebesgut an sich, damit die „beiden ersten“ Täter im Falle des Auffliegens keine Beute dabei haben.

Im Sommer laufen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Rosen in der Hand herum, verschenken diese augenscheinlich und erbetteln dann aber eine Spende für ihren kranken Bruder oder Schwester (oftmals ein Kleinkind mit einer schweren Krankheit). Diese Leute sind sehr aufdringlich und fordern dann natürlich die Rose zurück, wenn sie keine „Spende“ erhalten.

Erst heute war in der Zeitung zu lesen, dass nun mit einer neuen Masche das soziale Denken der Leute angezapft und ausgenutzt wird.
Eine Frau gibt vor, taub zu sein (stumm ist niemand, da man immer noch Laute von sich geben kann) und erbittet ebenfalls eine Spende für „Taubstumme“ (wir haben ja gelernt, „Taubstumme“ gibt es nicht, nur „Taube“.).
Während der gutherzige Mann sich in eine Spendenliste einträgt, erbeuten zwei weitere Frauen einen größeren Bargeldbetrag aus seinem Geldbeutel.
Passanten verfolgen das Trio, als sie auffliegen und können diese schließlich auch stellen, doch die Polizei musste alle drei wieder laufen lassen, da sie keine Beute dabei hatten – vermutlich hatte diese eine 4. Person bereits Sekunden nach dem Diebstahl an sich genommen.

Weihnachtszeit bedeutet Gedrängel in den Geschäften und auf Weihnachtsmärkten.
Viele Leute sind unachtsam, tragen etwa eine offene Tasche mit sich rum, in der das Portmonee liegt oder bieten anderen beim Bezahlen einblicke in das prallgefüllte Portmonee.
Und wird man einmal abgelenkt, achtet man auch gar nicht mehr so schnell auf seine Taschen und widmet sich voll und ganz dem „Ablenker“.

Trickdieb- und Taschendieb-Banden werden wohl in naher Zukunft nicht so schnell von der Bildschirmfläche verschwinden und sind auch – aufgrund ihrer ausgeklügelten Systeme – schwer „hinter Gitter zu bringen“.
Und selbst wenn mal ein Taschendieb gefasst wird – die Hintermänner bleiben immer schön unerkannt und suchen sich einfach neue Leute.
Auch wenn man deshalb nicht alle Landsleute über einen Kamm scheren kann/darf, oftmals kommen diese Personen aus Rumänien oder dem Rest Osteuropas.
Unter jeder Bevölkerungsgruppe gibt es schwarze Schafe, doch so etwas färbt sich leider schnell auf die übrigen Landsleute ab, Vorurteile werden geboren.

Ich kann nur an alle (Lippstädter) appellieren: passt auf eure Taschen auf und reagiert, wenn ihr meint, eine Diebesbande in Aktion zu sehen.

Zivilcourage ist auch in solchen Situationen gefordert!

Fr
2
Dez '11

EuroCityExpress oder was?

“Die ursprüngliche Idee einer Einkaufsgalerie müsse man sicher noch einmal überdenken, betonte der Projektentwickler und zeigte sich mit Hinweis auf das Südertor- Ost über die Aktivitäten in Lippstadt bestens im Bilde. Vielleicht müsse man andere Nutzungen für den Bereich Güterbahnhof ins Visier nehmen. Gewerbe, Wohnen oder möglicherweise auch eine städtische Nutzung, deutete der Projektentwickler […] Hintze von ECE (an.)” aus “Der Patriot”, 2.12.2011.

Also, ECE ist also der Meinung, man könne da auch was anderes hinbauen? Ja, das habe ich ja noch nie gehört! Obwohl es da mal so eine Bürgerinitiative gab, diese Verrückten hatten ähnliche Träume. Und dann so etwas vom “Marktführer”. Dabei ist ECE ja nicht gerade für Zimperlichkeiten bekannt, wenn es um den Neubau von Konsumtempeln geht. Kann natürlich sein, dass man eher eine geschlossene Mall bauen möchte, damit der Rest der Innenstadt nichts von den Konsumenten abbekommt, vielleicht ist man sich aber auch darüber klar, dass die Lippstädter inklusive des magnetischen Umlands nicht so viele Geld in diese ganzen neuen “Kaufländer” tragen können, so dass sich der Spaß lohnt. Bezieht man das Südertorkarree mit ein, sind wir hier demnächst mit Einzelhandel mehr als gut eingedeckt.

Da hätte man ja fast den Güterbahnhof stehenlassen können. Ach nee, ging ja nicht, man hat ja Geld dafür bekommen, ihn platt zumachen.

Also wenn ECE nicht käme, hätte das grässliche Lippstadt- Lied sogar plötzlich einen Sinn. Wie heißt es da so schön falsch: “An deinem Bahnhof hält kein ECE”

Apropos Gassenhauer: Mit den Sinnlosigkeiten geht’s ja im Lippstadt Lied noch weiter: “Kein Streckennetz für U- Bahnen im Untergrund”. Mal abgesehen, dass U- Bahnen meist im Untergrund fahren, wäre das nicht ein tolles Projekt? Ich persönlich träume zwar immer noch von einer Einschienenbahn, aber eine U- Bahn wäre auch klasse. Passt auch so schön zum Postpark- Flughafen (so wird er mittlerweile genannt, wegen der Landebahnbefeuerung).

Do
1
Dez '11

Welches Schweinerl hätten’s denn gern?

Als ich vor ein paar Monaten erstmalig von schiefgegangenen Spekulationsgeschäften einiger nordrhein- westfälischer Kommunen gegen den Franken gehört habe, dachte ich mir noch: “Das wäre doch auch was für Lippstadt” – Im Geldausgeben sind wir doch super.
Voilá, da haben wir den Salat: Natürlich war Lippstadt dabei! Der Kämmerer Strotmeier (“gilt über die Parteigrenzen hinweg als Finanzfachmann, allzeit bemüht um eine solide Haushaltspolitik”, Zitat aus dem Patriot vom 1. Dezember 2011) hatte dann auch mal Lust, mit “anderer Leute” Geld ins Casino zu gehen. Nun ist der Franke hoch und an den Euro gekoppelt, dumm gelaufen, konnte Herr Strotmeier nicht vorhersehen.
Hätte er wahrsagerische Fähigkeiten, hätte er bestimmt sein eigenes Erspartes verwendet. So mussten aber unsere sauer verdienten Peanuts herhalten.

Ich darf mal weiterzitieren und kommentieren, ja? “Seit dem Jahr 2004 arbeitet die Stadt beim Schulden-Management mit der Westdeutschen Landesbank (West LB) zusammen.” Die ist ja nun für solides Wirtschaften bekannt, daher auch pleite. Das ist auch schon seit Jahren bekannt, nur in Lippstadt verlässt man sich wohl noch gerne auf das Werturteil der Mitarbeiter dieses Institutes.

“Ein Geschäft, bei dem laut Stadt bisher alles gut ging. Unterm Strich konnte in den zurückliegenden Jahren sogar ein Plus erzielt wurde. “Bislang konnten rund eine Million Euro per Saldo als Vorteil erwirtschaftet werden”, heißt es in der Sitzungsvorlage.” Da hätte man dann auch aufhören sollen, denn jetzt werden 1,1 Million für den Fall der Fälle zurückgestellt. Weil die Anlage so “Relativ risikoarm abgeschlossen” wurde. Erfahrungsgemäß ist die Lücke ja dann doch größer. Per Saldo macht das aber jetzt schon mindestens 100.000,- € Verlust, So genau weiß man das aber nicht, weil berufsmäßige Zocker so etwas im Spielrausch nicht mehr im Blick behalten.

Gratuliere Herr Strotmeier! Einer Kommune, die kurz vor der Haushaltssanierung steht und sich nicht einmal mehr die sechste Bahn im Schwimmbad oder das vierte Gymnasium leisten kann, mit einer “Wette auf einen fallenden Kurs des Schweizer Franken” unter die Arme greifen zu wollen, ist eine super Idee. Hat ja auch in anderen Kommunen so gut geklappt. Was machen wir denn, wenn die Kohle futsch ist? Streichen wir den Umbau der Feuerleitstelle zum Sitzungssaal für schlappe 344.000,- €? Oder verkaufen wir das öffentliche Plumpsklo am Postpark für die 106.000,- €, um das Geld wieder reinzuholen? Oder wollen Sie einen Teil ihres Ersparten (bestimmt ein klassisches Sparbuch, maximal Bundesschatzbriefe) als Wiedergutmachung zur Verfügung stellen?

Rücktritt wäre auch schon mal ein Anfang. Damit ein potentieller Nachfolger die Möglichkeit bekommt, Aufklärung zu stiften. Sich- mal- schämen, wäre auch toll. Und die Blindgänger im Rat sollten mal überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre wenn man Schulden hat, diese zu bedienen, anstatt die Kohle zum Jahrmarkt zu tragen in der Hoffnung, sie würde sich an der Losbude vermehren (Leider verloren!).

Die Linke hat zum letzten Kommunalwahlkampf gefordert, man solle das städtische Zocken sofort unterlassen. Was haben wir damals gelacht.

Fr
18
Nov '11

Termine 2012

Die ersten Termine für das kommende Jahr stehen schon fest.
Solltet ihr noch aktuellere Daten oder ich etwas vergessen haben, meldet euch (per Kommentar, etc.).
Die Daten werden dann aktualisiert.

Feste und Veranstaltungen:

  • 25.11. – 23.12.2011: . . Weihnachtsmarkt (mit Eisbahn)
  • März 2012: . . . . . . . . . . Kneipenfestival
  • 30.03. – 01.04.2011: . . Lippstädter Lenz (mit Entenrennen)
  • 31.03. – 01.04.2012: . . Frühlingsmarkt (in Bad Waldliesborn)
  • April 2012: . . . . . . . . . . Anradeln am Hellweg (Eröffnung der Fahrrad-Saison)
  • April 2012: . . . . . . . . . . Osterkirmes
  • 17.05. – 20.05.2012: . . Altstadtfest
  • 01.06.2012: . . . . . . . . . Int. Altstadtlauf
  • Mai 2012: . . . . . . . . . . . Maifest (in Bad Waldliesborn)
  • Juli 2012: . . . . . . . . . . . Rathausplatz-Festival
  • 06.09. – 09.09.2012: . . Lippstadt Culinaire
  • 15.09. – 16.09.2012: . . Apfelfest (in Bad Waldliesborn)
  • 20.10. – 28.10.2012: . . Herbstwoche
  • November 2012: . . . . Kneipenfestival

Verkaufsoffene Sonntage:

Einkaufen von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr:

  • Sonntag, 01.04.2012  (Lippstädter Lenz)
  • Sonntag, 09.09.2012  (Lippstadt Culinaire)
  • Sonntag, 21.10.2012  (Herbstwoche)
  • Sonntag, 28.10.2012  (Herbstwoche)

Moonlight-Shopping:

Weihnachts-Moonlight-Shopping:

  • Freitag, 02.12.2011

Einkaufen bis 23:00 Uhr:

  • Freitag, 05.05.2012
  • Freitag, 28.09.2012

Schützenfeste:

  • noch nicht bekannt: . . Schützenbruderschaft “St. Hubertus” Lohe
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein Rixbeck e. V.
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein “St. Clemens” Friedhardtskirchen Herringhausen / Hellinghausen
  • noch nicht bekannt: . . Schützenfest des Geselligkeitsvereins Mondschein
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein Friedhardtskirchen e.V. Overhagen
  • noch nicht bekannt: . . Nördlicher Schützenbund e.V.
  • noch nicht bekannt: . . Lipperoder Schützenverein
  • noch nicht bekannt: . . Lippstädter Schützenverein
  • noch nicht bekannt: . . Kirchspiel-Schützenbrüderschaft Hörste-Garfeln
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein Bad Waldliesborn
  • noch nicht bekannt: . . Schützenbruderschaft “St. Antonius” Eickelborn e.V.
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein Esbeck e.V.
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein Dedinghausen
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein “St. Martin” Benninghausen e.V.
  • noch nicht bekannt: . . Südlicher Schützenbund Lippstadt e.V.
  • noch nicht bekannt: . . Cappeler Schützenverein
  • noch nicht bekannt: . . Heimatschutzverein der Gemeinde Rebbeke / Mettinghausen
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein Lipperbruch
  • noch nicht bekannt: . . Schützenverein Bökenförde
  • noch nicht bekannt: . . Kreisschützenfest Schützenverein Rixbeck e. V.

Krammärkte:

Die Krammärkte finden von April bis  Oktober von 07.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von November bis März von 08.00 Uhr bis 12.30 Uhr monatlich, jeweils Donnerstags statt.

Die Krammärkte finden – wenn nicht anders angegeben – auf dem Marktplatz, dem Rathausplatz, und in Teilen der Seitenstraßen statt.

  • 12.01.2012
  • 09.02.2012
  • 08.03.2012
  • 19.04.2012  (3. Donnerstag im Monat)
  • 10.05.2012
  • 14.06.2012
  • 12.07.2012
  • 09.08.2012
  • 13.09.2012
  • 11.10.2012
  • 08.11.2012
  • 13.12.2012  (Parkplatz Stadthaus)

Wochenmarkt:

Die Wochenmärkte finden jeden Mittwoch und Samstag von 07.00 Uhr bis 13.00 Uhr auf dem Marktplatz statt.

Fällt der Termin auf einen gesetzlichen Feiertag, verschiebt sich der Wochenmarkt um einen Tag nach vorne auf den Dienstag oder Freitag.

Der Wochenmarkt am Mittwoch der Herbstwoche fällt aus.
Der Wochenmarkt am Samstag der Herbstwoche findet nur im Bereich der Geiststraße / Ecke Ostwall statt.

Do
17
Nov '11

Die alte Leier

Heute zu lesen: Einer der Bewerber für das Güterbahnhofsgelände ist abgesprungen. Die verbliebenen sollen sich einer Kommission aus Fachleuten und Politikern stellen.
Sofern bis zum Ende des Verfahrens nur ein Bewerber übrigbleibt, bekommt er automatisch den Zuschlag.

Die Damen und Herren Lokalpolitiker lernen es wohl nicht mehr: Es ging nicht nur um die Erhaltung des Güterbahnhofs, es ging um die Innenstadtentwicklung!

Wenn ich das richtig interpretiere, ist die Konsequenz aus den Querelen der Jahre 2007- 2009 also die absolute Nichtbeteiligung der Bürger? Hauptsache ein Investor kommt und baut… was auch immer?

Wie wäre es, wenn wir die Entwürfe dann auch mal zu sehen bekämen und entscheiden dürften, ob wir das gut finden?

Es geht doch immer noch um UNSERE Stadt!

Mo
7
Nov '11

Unnötiges Opfer

In der vergangenen Woche hat sich ein 26jähriger im Bereich des Güterbahnhofs das Leben genommen; er hat sich von einem Zug überrollen lassen. Wenn jemand Suizid begehen will, kann man ihn nicht immer davon abhalten, in jedem Fall sollte man ihm die Ausführung so schwer wie möglich machen. In diesem Fall hätte dazu ein einfacher Bauzaun ausgereicht. Nachdem der Güterbahnhof abgerissen wurde hat das beauftragte Entsorgungsunternehmen die Absperrungen entfernt und seitdem ist der Bahnhof frei zugänglich; wo früher Mauern und Zäune den Zugang verwehrten, ist jetzt… nichts. Die einzige Hürde besteht aus einem Absperrzaun, der jedoch nur verhindern soll, dass Rotte oder Material bei Arbeiten am Gleiskörper in das Lichtraumprofil geraten oder von einem vorbeifahrenden Zug erfasst werden. Eine generelle Trennung vom Gleisbereich stellt diese Maßnahme nicht da, der hüfthohe Zaun lässt sich dafür zu leicht überwinden. Die Frage lautet nun wieder einmal: Konnte man das nicht voraussehen? Zwei Diskotheken, eine nördlich, eine südlich unmittelbar an der Bahnlinie, da ist das Unfallpotential doch offensichtlich. Wenn der Bahnübergang demnächst vollständig geschlossen wird, ist das Risiko von Zwischenfällen unkalkulierbar, sofern die Stadt nicht sofort handelt und den Bereich absperrt! Ein Zaun hätte das Leben dieses Mannes retten können, denn der beleuchtete und überwachte Bahnsteig ist längst nicht so attraktiv, wie der dunkle Bahnstrang westlich des Südertors. Dieser kleine Unterschied hätte ein Menschenleben retten können.

Mi
26
Okt '11

Lippstadt, die Einkaufsstadt

Mein Stammoptiker hat das Pflegemittel für die Kontaktlinsen, das ich seit 20 Jahren verwende, aus dem Programm genommen. Ich möge doch bitte zukünftig entweder eine andere Marke wählen oder die gewohnten Tabletten in ausreichender Menge bestellen und dann abholen. Mit den Monatslinsen selbst ist es schon länger so. Vielleicht bin ich ja tatsächlich der einzige Kunde, der dieses Mittel kauft, aber der Umsatz, den ich bei ihm lasse (mehrere hundert Euro allein für Brillengläser, da ich nun mal stark kurzsichtig bin) scheint die Lagerhaltung von Zubehör im Wert von ein paar Euro nicht zu rechtfertigen. Okay, kaufe ich auch diese Produkte zukünftig im Internet, genau wie so viele andere Dinge, die mir der örtliche Handel nicht mehr bietet. Und was man vor dem Kauf gerne sehen und ausprobieren möchte, gibt es in anderen Städten in größerer Auswahl zu vergleichbaren Preisen und mit besserem Service: Hamm, Bielefeld, Münster; man muss nicht einmal bis Dortmund, Essen, Düsseldorf oder Köln reisen, um sich als Kunde goutiert, beraten und aufgehoben zu fühlen. Nur in meiner Heimatstadt will das nicht mehr so recht gelingen. Sprüche wie “Das die Socken falsch ausgezeichnet sind, ist nicht meine Schuld” (interessiert mich nicht), “Wenn Sie bei uns nicht zufrieden sind, können Sie es gerne woanders probieren” (Danke, weiß ich schon) und ähnliche vertriebliche Glanzpunkte habe ich bisher noch nie in anderen Städten erleben müssen. Auch dass man sich dumm und dusselig wartet, bis sich mal jemand bequemt, sich des lästigen Kunden anzunehmen oder die Grundlagen jeglicher Erziehung (“Guten Tag”, “Bitte/Danke”, “Auf Wiedersehen”) bereits die Ausnahme anstatt der Regel darstellen, kann ich nicht so recht verstehen.

Ich weiß, es wird jetzt Kommentare hageln, in denen es lautet: “Stimmt nicht, ist doch super hier”, aber meine Einkaufserlebnisse in anderen Städten sind doch zu oft schöner in Erinnerung geblieben. Zudem weiß ich wo von ich rede: Bei Trainings und Verkaufsschulungen habe ich schon oft nachgewiesen, wie man Umsätze steigert und Kunden bindet. Das ich diese Seminare bewusst nicht in Lippstadt anbiete, hat übrigens einen einfachen Grund: Meiner Meinung nach ist der Lippstädter Einzelhandel erkenntnisresistent und so von sich überzeugt, dass der eine nach einer Brücke ruft, weil kein Kunde Umwege in Kauf nimmt, um auf der Langen Straße einzukaufen und andererseits die Verwaltung diese Blödsinnsaktionen sogar ernsthaft durchkalkuliert (da weiß man offensichtlich, warum).
Und natürlich gibt es auch Ausnahmen: Tatsächlich gilt oben Gesagtes nicht für jeden Laden in der Stadt. Und ich gehe auch gezielt dahin, wo man meinen Namen kennt, mich als Kunde schätzt und mich regelmäßig zufrieden stellt. Nur das diese Anlaufpunkte immer rarer werden.

Sie sind Händler und kennen mich nicht? Denken Sie mal drüber nach… vielleicht war ich schon einmal, also nur einmal, bei Ihnen…

Di
25
Okt '11

Heißläufer, Wutbürger, Rohrkrepierer

Die Diskussion um die Schließung des Gymnasiums Schloss Overhagen läuft öffentlich heiß, so steht es heute im Lokalblatt. Stellt sich die Frage, über was soll man noch diskutieren? Die Schließung ist längst beschlossen und ändern wird sich daran wohl nichts mehr. Wieder einmal hat unsere Stadt geräuschlos und natürlich ohne Bürgerbeteiligung Fakten geschaffen, die dem Wutbürger jetzt aufstoßen.
Interessant finde ich auch Kommentare, die Stadt würde Geld in öffentliche Toiletten und Projekte wie jenes am Güterbahnhof stecken, aber für Bildung wäre nicht genügend übrig.
Umgekehrt müsste man dann wohl aber auch feststellen, dass sich der Protest erst zu Themen regt, wenn man sich ausreichend betroffen sieht – ich habe jedenfalls keine Demonstrationen gegen das Edelstahlklo am Postpark gesehen und die Wahlbeteiligung beim Ratsbürgerentscheid gegen das Einkaufszentrum am Güterbahnhof war auch nicht gerade ein glänzendes Beispiel für den Wunsch der Bürger für mehr Beteiligung an der politischen Gestaltung.
Unabhängig von Tatsachen, wer was finanziert, ob man die Schließung verhindern konnte und wer wann  erfahren hat, was wo und warum geschlossen wird; wenn die Lippstädter sich auch weiterhin auf den bequemen Standpunkt zurückziehen, man könne sowieso nichts machen, und sich punktuell über Friesenbruch, Poller und GSO aufregen, weil sie tatsächlich mal selbst betroffen sind, wird die Zukunft stringent so verlaufen, wie die Vergangenheit. Es fehlt an einem allgemeinen Protest, das Grundsätzliche, der Wunsch nach einer Veränderung im Gesamten, auch wenn man nicht direkt darunter leidet. Wehret den Anfängen, heißt es und Niemöller hat einmal eindrucksvoll gesagt, was passiert, wenn man so lange sitzenbleibt und sich herausredet, man sei ja nicht betroffen, bis man letztendlich auch in die Schusslinie gerät.

Was ich nicht verstehe, ist die Entscheidung, die Overhagener ausgerechnet vom Ostendorf Gymnasium assimilieren zu lassen. Gerade von diesem Leerinstitut gingen in der Vergangenheit der meiste Spott und Hohn ob des kolportierten Unterschieds im Leistungsniveaus zwischen beiden Schulen aus. Da könnte man schon fast von einer feindlichen Übernahme sprechen, die ausschließlich dem Ostendorf Gymnasium  zum Vorteil gereicht. Ich würde meine Kinder jedenfalls nicht dorthin schicken, wenn sie bisher auf Overhagen zur Schule gegangen sind.

Aber zurück zur Kommunikation zwischen Herrscher und Volk: Nachdem die Informationen so freudig wie dürftig durch die Leitungen tröpfelt, fällt mir ein, dass ich neulich in einer Gesprächsrunde postulierte, dass wir 2014 den Sommer ablösen sollten. Die Folge waren spontane Ausrufe, dass dieser doch einen guten Job mache. Auf Nachfrage konnte aber keiner genauer ausführen, was denn dieses Gute sein soll! Offensichtlich reicht es da genau wie beim großen Vorbild in Berlin wohl nur für die Aussage “Besser als erwartet”. Eine tolle Disziplin, die offensichtlich in der Politik als Bewertungsbasis allgemein anerkannt ist. Wir sind wohl schon froh, wenn der Sommer bei öffentlichen Terminen nicht der Länge nach auf den Boden schlägt. An Ärgernisse und Enttäuschungen denken wir besser nicht und an Transparenz und Informationsfluss hapert es an allen Stellen.
Bleibt die Vorfreude auf die Kommunalwahlen 2014 und die Hoffnung, dass die Lippstädter doch noch rechtzeitig merken, dass die ganzen Jahrzehnte CDU nicht spurlos an der kommunalen Demokratie vorübergegangen sind?

So
9
Okt '11

Rocky Horror Picture Show

Es gibt viel Kultur in unserer Region. Als da wären zu nennen die Schützenfeste natürlich, die vielen hochkarätigen Veranstaltungen auf  dem Rathausplatz, die Schützenfeste, die vielen hochkarätigen Veranstaltungen im Stadtbunker (kein Theater, da kein Ensemble, dafür  schlechter Sound und teuer im Unterhalt), und natürlich die Schützenfeste.
Um es vorneweg zu sagen: Ich habe nichts gegen Schützenfeste. Ich muss ja nicht dahin gehen. Und dass sich mir nicht erschließt, warum man mit Gewehrattrappen und Uniformattrappen einer diffusen Tradition (bestehend aus zwei verlorenen Weltkriegen) frönt, um einen Grund für den Alkoholkonsum vorzutäuschen, spielt genauso wenig eine Rolle, wie die Brauchtumspflege beim kollektiven Alkoholmissbrauch – wenigstens eingezäunt, also unter Aufsicht.

Was ich bedenklich finde ist, dass mittlerweile so ziemlich jede Veranstaltung vom Geist des Schützenfestes durchzogen ist. Beispiel: Bei einer Lesung in einer Lippstädter Kulturenklave klatschten insbesondere die menopausierenden Zuschauer spontan wie fröhlich im Zwovierteltakt eines Hörbeispieles mit, obwohl dieser als politischer Marsch zur Verdeutlichung eines geschichtlichen Zusammenhangs angekündigt war. Danke, für so viel Verstand.

Jede Veranstaltung in dieser Region muss also am Schützenfestmaßstab gemessen werden. Meist sinkt so für Sie das Niveau. Manchmal singt einer aber auch zu viel. Am Wochenende war dafür in einer Nachbarstadt im Sinne dieser Mission eine Veranstaltung bei einem Autohändler angesetzt und als Modenschau deklariert:

Nach der Ableistung des Wegzolls in sagenhafter Höhe bei einem ehemaligen “Venue”- Türsteher, der überraschend doch über die Gabe des gesprochenen Wortes verfügte, befanden wir uns alsdann in einer Gruppe höchst provinzieller Natur.

Um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Eine Veranstaltung ist nicht vom Verständnis der Gäste für das Dargebotene abhängig, allerdings ist im Umkehrschluss auch keine Einschätzung der Qualität durch die Resonanz im Publikum sichergestellt.
Die dargebotene Mode/Frisuren/Schmuck waren nett bis uninteressant, sicherlich tragbar, die Mannequins bemühten sich, die multimediale Beigabe bestand aus einer des Öfteren abstürzenden Powerpoint- Präsentation und enthielt hauptsächlich (Eigen)Werbung. Die Getränkeliste war unvollständig, auf Nachfrage gab es dann aber doch noch mehr Auswahl, die sonst guten Cocktails bestanden diesmal überraschend hauptsächlich aus  Eis, die sonstige Verpflegung aus Kartoffelsuppe. So weit, so schlicht.

Während der Modenschau fielen penetrant zwei negative Aspekte auf: Die dröhnende, streckenweise unpassende und insgesamt nervtötende Musik sowie die moderatorähnliche Geschmacksverwirrung, die offensichtlich an einem starken Minderwertigkeitskomplex laborierte und diesen ausgerechnet auf der Bühne kompensieren musste:

Was soll es dem geneigten Zuschauer bedeuten, wenn der Moderator einer Modenschau farblich unterschiedliche Schwarzschattierungen in Hosen, Shirt und Jackett trägt? Das man Reste auch kombinieren kann? Warum ein weißes Einstecktuch im Jackett, aber einen Indoorschal anstatt einer Krawatte (im Übrigen wird das Dreieck des Einstecktuchs nicht hochkant ausgeführt, weil es dann wie eine Serviette wirkt). Warum ein ärmelloses Shirt (!!!) unter einem Blazer?

Wozu sind die beiden Kerzen links und rechts am Notenständer vor dem Moderator gut, soll dies Romantik symbolisieren? Und warum stehen dieser Ständer und sein evolutionärer Vorläufer mitten auf der Bühne und singen (lautstark und tendenziell falsch) während der Schau?

Warum muss man ein zierliches Model erst zu dritt über den Köpfen balancieren und dann anschließend durchs Mikrofon kolportieren, es wäre schwer gewesen, diese 75kg zu wuchten? Im Gegensatz zum Verbreiter dieser Beleidigung hat die junge Dame offensichtlich viel Zeit mit Sport für die positive Wirkung ihres Körpers verwendet, was man vom fleischbemützten Moderator nicht  unbedingt behaupten kann. Weitere Beleidigungen prasselten im Laufe des Abends sowohl auf Publikum als auch auf Mitarbeiter ein.

Warum muss man am Ende einer Modenschau “We are the world” singen und warum dies eine geschlagene Viertelstunde lang?

Für etwas mehr Niveau hätten sich reichliche Möglichkeiten geboten, aber wie eingangs gesagt, alles muss auf Schützenfestniveau sein. Schade, da muss man nicht mehr hin.

Mi
7
Sep '11

Meine Katze ist schlauer als die Polizei

Heute Morgen, 7 Uhr. Telefon klingelt. Nanu, so früh? Die Polizei, es geht um ein Knöllchen, dass vor einer Woche an meinem Wagen steckte. Nachdem ich mich sowieso gewundert hatte, dass die Polizei  in Lippstadt seit neuestem wieder für den ruhenden Verkehr zuständig sein soll (was sie dem Anrufer nach auch gar nicht ist, beziehungsweise sich nicht zuständig fühlt), bricht meine Vorstellung von einem Rechtsstaat bei der Begründung der Maßnahme vollständig zusammen:

Am letzten Mittwochabend, während ich joggen war, rückt die Polizei zu einem Verkehrsunfall aus. In der Kolpingstraße stellten sie dann jedoch fest, dass es keinen solchen gab, sondern ein Fahrzeug beim Einparken rückwärts dicht auf meinen aufgefahren war und die Fahrerin dieses Autos nun nicht mehr aus ihrem Parkplatz herauskommt, und das Ganze als Verkehrsunfall gemeldet hat.
Weil nun die Beamten vor Ort wohl nichts Vernünftiges aus der Sache machen konnten, haben sie “notgedrungen” nach einem passenden Opfer gesucht und mir ein Ticket zu 10,- € verpasst – für das Parken auf einem Grenzzeichen im absoluten Halteverbot. Genau genommen stand der Wagen rund 20cm auf besagter Markierung und das auch nur, weil der Bereich davor von “Nicht- Anwohnern” okkupiert war und diese noch dazu mehr als verschwenderisch mit dem verfügbaren Parkraum umgegangen waren. So etwas wird zwar unter der Woche vom Ordnungsamt kontrolliert, außerhalb der  Öffnungszeiten ist dieser Bereich dann aber offensichtlich nun eine rechtsfreie Zone, wo man machen kann, was man will. Beispielsweise Leute beschuldigen, aufgefahren zu sein (Der Wagen stand seit Sonntag so) bloß weil man selbst zu blöd zum Ein-/Ausparken ist oder, wenn man eine grüne Tracht besitzt, weil man so seine Erfolgsquote aufbessern kann. Kein Unfall, keine Anhörung und auch erst nach drei Tagen eine vollkommen andere Begründung für ein vollkommen überzogenes Knöllchen welches  “aus der Not heraus” geschrieben wurde.
“Wenn die Polizei vor Ort ist muss sie auch Maßnahmen ergreifen”, sagte der Beamte. Aha, und wenn man nichts ergreifen kann, legt man die Latte einfach tiefer?

In Lippstadt wird permanent eingebrochen, randaliert und überfallen. Die Kolpingstraße wird mit Fahrzeugen zugeparkt, die keinen Bewohnerparkausweis haben. In der Fußgängerzone sind tendenziell mehr Autos als Fußgänger unterwegs. Es gibt offensichtlich  jede Menge zu tun… Nur unsere Polizei spart sich die Untersuchung eines Verkehrsunfalls, würfelt einen glücklichen Gewinner aus und verpasst ihm ein Knöllchen für irgendwas, anstatt erst einmal zu fragen. Der Beschuldigte wird aus praktischen Erwägungen nicht angehört sondern dazu verführt, einfach zu zahlen und gut ist.

Was muss man eigentlich können, wenn man in Lippstadt Streife fahren will. Dreimal durch die Eignungsprüfung fallen? Und ist das hier noch Territorium der BRD oder sind wir schon Teil einer Bananenrepublik?

 

Originalaufnahme der Polizei

Do
25
Aug '11

De Zoch kütt

275 Tonnen Dienstgewicht (ohne Fahrgäste) und ein Bremsweg von rund 800m (Schnellbremsung aus 160 km/h)… Ich finde, dass sind gute Argumente gegen den mittlerweile extrem populären Sport, blinkende Warnlichter und geschlossene Schranken an einem Bahnübergang elegant zu über/umfahren und dann auf den Gleisen platt gefahren zu werden.

Und nichts anderes hat der Spacke mit seinem Traktor gemacht. Dass sein Gefährt mit knapp 15t Masse keine Chance gegen einen Zug hat, wird er nun wissen. Dass er rund 200 Menschen (abzüglich eines Politikers) in Lebensgefahr gebracht hat und dem Lokführer einen Schock + psychische Folgen verpasst hat (viele Lokführer sind nach solchen Unfällen länger nicht einsatzfähig, müssen psychologisch betreut werden, einige kehren niemals in den aktiven Dienst auf dem Führerstand zurück), alle diese lustigen Nebenwirkungen nimmt man in Kauf, wenn man aus Zeitgründen und purem Egoismus in voller Absicht auf einen gesperrten Bahnübergang fährt.

Über eine rote Verkehrsampel ist der Dummkopf aus Dedinghausen bisher bestimmt nie gefahren – wegen der 90 € und der 3 Punkte.

Die Mutmaßung der örtlichen Polizei, er könne ja auch seeeehr langsam gefahren sein, ist schlicht Blödsinn. Die Schranken senken sich mehrere Minuten, bevor der Zug den Übergang erreicht. So langsam fährt nicht einmal ein Trecker. Von einem Ausfall des Bahnübergangs kann man auch nicht ausgehen, die Sicherungssysteme sind mehrfach vorhanden und ein Zug kann nicht über einen defekten Bahnübergang fahren, er würde vorher per Signal zwangsläufig gestoppt werden.

Um es mal ganz klar zu sagen: Solchen Menschen gehört der Führerschein abgenommen! Eine saftige Strafe für den gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr und vorsätzlicher Körperverletzung gehört ebenfalls verhängt. Ich persönlich würde auch körperliche Züchtigung wegen fortschreitender Dummheit empfehlen.

Warum? Weil man in kaum einer Situation so einfach so viel Schaden anrichten kann. Da müsste man sich schon einen Konvoi gefüllter Reisebusse ausgucken und attackieren. Das ist aber wenig realistisch.

Das Problem ist, dass die Marotte längst zum Volkssport geworden ist. Und viele Menschen die Gefahren, Folgen und letztendlich die Kosten einer solchen Aktion nicht überblicken können und wollen, weil sie zu dumm und/oder egoistisch sind.

Mo
22
Aug '11

Mama, was macht der Mann da mit der Spritze?

Montag, 7 Uhr: Rüttelplatte. Dienstag, 7 Uhr: Steinsäge. Mittwoch, 7 Uhr: Rüttelplatte “reloaded”. Donnerstag, 7 Uhr: Steine klopfen. Freitag, 7 Uhr: Steinsäge. Samstag, 8 Uhr: Rüttelplatte – Samstag? Jep, auch samstags wird im Pennerp…, Sorry – “Postpark” heftigst gewerkelt. Damit der Park zum Ende der Draußen- Periode auch pünktlich fertig wird, rückt die Rotte auch samstags an. Natürlich möglichst früh (allerdings mit einer Stunde Karenzzeit gegenüber den sonstigen Werktagen) und natürlich auch nur so lange, bis alle Anlieger wirklich wach sind, also bis 11 Uhr. Was soll’s, ich freu mich ja auch, dass die Parkfläche (Pratriotkauderwelsch für “Park”) endlich auf Vordermann gebracht wird, außerdem ist man den Krach ja gewöhnt. Am Schönsten war’s zu Beginn der Bauarbeiten, da habe ich sogar wieder mal ein Fenster aufmachen können. Bis dato führte dies zu einer Lärmkulisse, die eher an das Öffnen einer Kneipentür erinnerte, und zwar just zu dem Zeitpunkt zu dem die Zechgelage ihren Zenit erreichten (inklusive Flaschenweitwurf und “Hau- den -Saufkumpan”).

Dem alkoholschwangeren Krawall der selbsternannten Nutzlosen folgte also der Baulärm der Firma aus “Überall- aber- nicht- aus- Lippstadt”, die örtlichen Betriebe sind wohl zu teuer oder haben beim letzten Schützenfest zu wenige Tabletts gestiftet – in Lippstadt pfeifen wir ja auf die eigenen Anbieter und holen uns lieber jemanden von Außerhalb. Zugestehen muss man dem ausführenden Unternehmen, dass sie schnell arbeiten und, wie erwähnt, sogar samstäglich anrücken. Man könnte zwar infrage stellen, dass der zunächst montierte Rollrasen dem gesäten doch einige Zentimeter voraus hat und beide Sorten sich durch unterschiedliche Farben gut unterscheiden lassen, aber erstens bin ich in dieser Sache kein Experte und das Ganze hat vielleicht einen tieferen Sinn, der sich mir nicht erschließt, und zweitens bin ich schon froh, dass die örtliche Regierung nicht angeordnet hat, das Gelände zu asphaltieren oder ein bis zwei Einkaufszentren draufzustellen.

Bleibt nun abzuwarten, wie sich Rasen und Bewohner nach Fertigstellung des Grünflecks entwickeln. Schön wäre es natürlich, wenn nicht nur den zweibeinigen Bewohnern ein Plumpsklo zur Verfügung steht (noch dazu das vermutlich teuerste Westfalens), sondern auch vierbeinigen Scheißerchen ein proklamierter Bereich zugewiesen wird, damit nicht wieder aus dem gesamten Areal ein großes Hundeklo wird und man wegen der Tretminen lieber vom Verlassen der Wege absieht. In anderen Städten… aber wir sind ja wir (seufz).

Lustig wird’s natürlich, wenn das Nebeneinander der kleinen und großen Zweibeiner im Wortsinne einsetzt: Der Aufenthaltsbereich, bisher eine Sitzgruppe mit angeschlossenem Fixerbusch, ist nun verkehrsgünstig direkt an den Spielplatz angeschlossen. Wird es bei der intravenösen Einnahme des fixen Frühstücks neben dem Spielplatz sicherlich zu interessanten Anschauungseinheiten zum Thema “Venen finden leicht gemacht” oder “Drugs and Beer go well together” kommen? Ich bin mir nicht sicher und auch in diesem Fall wiederum kein ausgewiesener Fachmann, aber wenig optimistisch, dass Spielplatz und Open- Air- Fixerstube friedlich koexistieren werden.

Na ja, warten wir mal ab…

Mo
8
Aug '11

Das war der alte Güterbahnhof Lippstadt

Bevor der alte Güterbahnhof abgerissen wurde, hab ich noch schnell ein Video über ihn gemacht, damit er uns wenigstens multimedial erhalten bleibt…

Die Ära des alten Güterbahnhofs ist zu Ende, und mit dem Abriss des Gebäudes schließt sich mehr oder weniger ein Stück Geschichte Lippstadt´s…..


 

Mo
27
Jun '11

Der Sommer ist da!

Nein, ich meine damit nicht unseren Herrn Bürgermeister, sondern vielmehr die sonnige Jahreszeit, denn endlich können wir nach den grauen Regentagen in der vergangenen Woche wieder die grünen Flecken unserer schönen Lippe-Stadt aufsuchen.
Neben der grünen Lunge Lippstadts, dem Grünen Winkel lädt auch der Badestrand an der renaturierten Lippe zum Sonnenbaden und Baden ein.

Und seit Samstagmittag wissen wir, dass auch die letzten Bedenkenträger wieder im Alberssee schwimmen und planschen können und wir haben auch die traurige Gewissheit, dass der 28-jährige Mann, der bei einer Bootstour am Pfingstmontag ins Wasser sprang und nicht wieder auftauchte, höchstwahrscheinlich tot ist.
Für die Angehörigen ist nun die Zeit der Ungewissheit vorbei, denn am Samstag fanden Segler / fand ein Segler eine leblose Person im Alberssee, Feuerwehr und DLRG bargen dann einen männlichen Leichnam, bei dem es sich wohl um den vermissten 28-jährigen handelt – Gewissheit wird aber erst eine Obduktion ergeben können.
Für die Feuerwehr und erst recht für die DLRG sind die letzten beiden Wochen Arbeit pur gewesen, wissen wir doch, dass die DLRG-Taucher trotz Einsatzende nach der erfolglosen Suche mit Leichenspürhunden, Polizeihubschrauber, etc. „auf eigene Faust“ weitergesucht haben, um sicherzustellen, dass nicht ein Badegast oder gar ein Kind die im Wasser treibende Leiche finden muss.

Trotz der traurigen Ereignisse sollten wir den Sommer genießen und uns vor allem immer wieder in den Kopf rufen, welche Gefahren beim Baden (und Sonnenbaden) lauern!

Neben dem harmlosen Sonnenbrand kann ein Hitzschlag sogar lebensgefährlich werden.
Und beim Sprung ins kühle Nass sollte erst Recht aufgepasst werden:
Nicht kopfüber ins Wasser springen, dessen Tiefe man nicht einschätzen kann.
Nicht mit überhitztem Körper ins kalte Wasser springen, denn der drastische Temperaturunterschied könnte den Kreislauf durcheinander bringen und ebenfalls lebensgefährlich werden.
Wer gar nicht oder nur schlecht schwimmen kann, sollte nur mit geeigneten Schwimmhilfen ins Wasser gehen – Schlauchboote und Luftmatratzen zählen da jedoch nicht zu.
Egal ob man alleine oder in der Gruppe unterwegs ist – man sollte immer die Badegäste in der Umgebung ein wenig im Auge behalten um so mögliche Unfälle zu minimieren.

Die restlichen Baderegeln spare ich mir jetzt mal, denn wichtig sind ja der Spaß und die gute Laune, die das Sommerwetter mit sich bringt!

Lippstadt, nimm deine Familie und deine Freunde, nimm dir ein Buch und nimm dein Fahrrad und nutze die vielfältigen Erholungsmöglichkeiten, die deine Stadt so zu bieten hat!
Wer muss da schon in umliegende Spaßbäder nach Soest oder Gütersloh? Wir haben die Natur vor der Tür und sollten sie auch nutzen!

Sa
25
Jun '11

Still und leise abgetreten

Das war es nun mit dem Güterbahnhof. Die Reste des Gebäudes werden in den nächsten Tagen verschwinden, der symbolträchtige Zankapfel im Kampf um die Art und Weise der Innenstadtentwicklung ist nun für die lächerliche Kleinigkeit von 170.000 € dem Erdboden gleichgemacht. Grund für den Abriss trotz mangelnder Ideen, was dann mit der Brache passieren soll, ist ja offiziell der unbedingte Wille, die Fördergelder für den Abriss nicht verfallen zu lassen. Wenn das Geld von woanders stammt, ist es ja nicht unseres, oder?

Inoffiziell ist der ein oder andere Entscheidungsträger sicherlich froh, dass endlich Fakten geschaffen wurden, nach dem verheerenden Votum der Wähler beim Bürgerentscheid lässt man sich aber zumindest nicht zu öffentlichen Bekundungen der Freude im Spaßmagazin hinreißen, vermutlich hat Herr Sommer mit seinen Schergen aber schon im Hinterzimmer der Macht mit lecker Schampus auf das Ende des Gebäudes und dem vermeintlichen Sieg über die Wählerschaft angestoßen. Na denn Prost!

Bleibt noch die Frage, was denn nun mit der Marslandschaft entlang der Bahn passiert. Dem Vernehmen nach hat man drei Angebote, die nun geprüft werden. Namen, Inhalte und andere Details werden wie üblich nicht genannt. Vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch nachvollziehbar wäre ich aber nicht wirklich überrascht, wenn auch im weiteren Prozess keine Transparenz geschaffen wird und man in bester Tradition am Ende verkündet, was hinter geschlossenen Türen und explizit ohne Bürgerbeteiligung beschlossen wird. Warum ich das glaube? Ganz einfach: Weil bisher nicht eine Silbe zum Thema Bürgerbeteiligung gefallen ist. Die ganze Scharade wird wieder einmal so dargestellt, als ob man hier ein Grundstück vermarktet, mit dem der Käufer anstellen kann, was er will. Es kommt offensichtlich nicht darauf an, was am Ende gebaut wird, sondern nur das überhaupt was passiert. Argumentationslinie: Da können wir ja froh sein, wenn sich in ganz Europa nur drei Investoren für die Brachfläche interessieren, also Schluss mit der Nörgelei!

Jetzt kommt “Hätte, Hätte, Fahrradkette”: Hätte man nicht zur Abwechslung und in Rückblick auf die gesammelten Erfahrungen eine aktive Bürgerbeteiligung anstreben sollen? Ideen sammeln? Vielleicht mal etwas anderes diskutieren? Nein, will man nicht. Zu aufwendig? Zu demokratisch? Zu wenig “Lippstädterisch”?

Vielleicht kommt einer der Bieter zum Zuge, vielleicht wird gebaut. Was gebaut wird? Schulterzucken – egal. Was die Bürger wollen? Noch “egaler”.

Für die Bürgerbeteiligung ist es nicht zu spät. Mal abgesehen davon, dass man ja auch hoffen darf, dass sich ein Käufer findet, der auch mal anders denkt. Die Alternative “Bürgerstiftung + PrivatePublicPartnership + Alternativkonzept” ist zwar durch den Abriss des Güterbahnhofs nicht näher gerückt, aber Möglichkeiten gibt es immer. Wenn man nur will. Aber es will keiner.

Tschüss Güterbahnhof. Du warst ein Teil von Lippstadt. Nicht der Schönste, aber irgendwann einmal wichtig. Ich hätte dir einen Neuanfang gegönnt. Einen wahren Leuchtturm, der wirklich gestrahlt hätte. Der Lippstadt einmal – nur ein einziges Mal – wieder zu etwas besonderem macht, das uns wirklich von den anderen unterscheidet. Ein neues Leben hinter alten Mauern. Ein bisschen Grün zwischen Beton und Asphalt. Du hättest es verdient, das gleiche Glück wie die historische Innenstadt, die wir so vollmundig loben, die wir so umhegen, weil sie ja zu uns gehört. Und dabei warst Du ein Teil davon, nur leider vergessen, aufgegeben, verkannt und irgendwann still und heimlich zurückgelassen, wie ein lästiger Hund zur Ferienzeit am Autobahnparkplatz. Nicht mal ein Nachruf in der Zeitung, nicht einmal eine Stimme.

Di
21
Jun '11

Neues oder altes Ärgerniss

Habe mein Auto an der Marktstrasse gegenüber des Rathausplatzes geparkt, schön vor- und zurückgesetzt, als ich endlich Eingeparkt hatte, Motor abgestellt meinte meine Mitfahrerin: Toll und wie komme ich jetzt aus dem Auto? Oh, hab garnicht gemerkt das da noch Tische und Stühle und Bäumchen stehen! Man kann garnicht aus dem Auto aussteigen.

Jrgendjemand hat doch die Genemigung dafür gegeben!

Di
7
Jun '11

Guten Morgen, Herr Sommer!

Eigentlich nichts aufregendes oder unnormales, ein netter gruß auf dem Fahrrad in der Fußgängerzone in richtung Bürgermeister!! Aber er ist nicht der einzige, sehr viele sind dieser Tage auf dem Fahrrad unterwegs, hauptsächlich in der Fußgängerzone oder auf den Bürgersteigen der Stadt.

Fr
27
Mai '11

100 Jahre sind schnell vorbei

Huch! Jetzt kommt die Unterführung? Nach knapp 100 Jahren geht auf einmal alles so schnell! Glücklicherweise fällt dem Sympathieträger der Werbegemeinschaft noch rechtzeitig auf, dass es ja auch einen Lippstädter Süden gibt, der nun von der Langen Straße abgekoppelt und somit als totes Stumpfgleis vor den Bauzäunen ebendieser Unterführungsbaustelle endet. Wenn die offensichtlich cerebral verstorbene Südbevölkerung dann hilflos an den Bauzäunen scheitert und notgedrungen in andere Städte abwandert, geht den armen Kaufläden an der Langen Straße so viel Umsatz verloren, so dass ein großes Siechtum einsetze. So steht es jedenfalls in der Akopalüpse nach Gerd, nachzulesen im besten Satiremagazin Lippstadts.

Der gleiche Endzeitprognostiker von der Werbegemeinschaft hatte zwar vor ein paar Jahren noch herumposaunt, die kaufgeile Bevölkerung würde gerne einmal rund um den Pudding zum neuen Einkaufsklotz am Güterbahnhof fahren und dann per Gewaltmarsch 200 Extrameter vom Media- Kaufland- Blödsinn bis zur Fußgängerzone an Leuchttürmen und Magneten vorbeilaufen. Jetzt hat der gleiche Scharfmacher aber plötzlich Angst, der Weg sei dann doch unzumutbar. Tja, dumm gelaufen, hätte man vielleicht schon bei der Planung des Einkaufsmysteriums am Güterbahnhof mal drüber nachdenken können. Vielleicht zur Abwechslung mal mit dem Kopf anstatt mit dem Rückenmark oder den Körperteilen weiter südlich.

Die Baustelle ist also das Ende einiger Unternehmen, deren Geschäftsmodell einzig aus der schnellen Erreichbarkeit aus dem Süden Lippstadts heraus besteht? Da brauchen wir flugs eine Brückentechnologie!
Eine Brücke soll helfen, und an der würde sich der Handel gerne beteiligen. Schöne Idee! Wie hoch soll die Beteiligung denn sein? Und von welchen Baukosten geht man denn so aus?

Mal abgesehen davon, dass die Idee doch ein wenig kurzfristig daherkommt, ist der planerische Aufwand nicht ganz so schnell abgefrühstückt wie die Dekoration in so manchem Geschäft an der Langen Straße und die Baukosten dürften letztendlich so hoch ausfallen, dass die Beteiligungsabsicht der Werbegemeinschaft sich dann als warmer Gedanke mit symbolischer Intention entpuppen wird

Man erinnere sich an die Probleme, die das Abkassieren der angeschlossenen Händler für eine Weihnachtsbeleuchtung in der Vergangenheit bereitete; was bei ein paar Glühlampen so hervorragend schiefging, soll jetzt ganze Brücken finanzieren? Mehr als ein Kletterseil wird die Werbegemeinschaft nicht beisteuern, würde ich mal mutmaßen.

Aber auch dann, wenn es tatsächlich für ein Holzkonstrukt wie seinerzeit am Bahnhof Soest reichen sollte, glaube ich kaum, dass man damit willige Konsumenten in Scharen aus dem Süden gen Zentrum locken kann – ich jedenfalls hatte damals beim Begehen der Wackelbrücke ein eher mulmiges Gefühl. Rollifahrer und Rollatorbesitzer bleiben übrigens per se außen vor.

Überdies müsste in Lippstadt ein größerer Höhenunterschied überbrückt werden als in Soest, dadurch wird die Umsetzung nicht gerade billiger. Und die Gefahren beim Einsatz von Baumaschinen unter der Brücke mit einbezogen, mutiert der gedankliche Schnellschuss ob des Restrisikos endgültig zur Schwachsinnsidee: Sollten die umworbenen Verbraucher eines Tages mehr oder weniger tot in der Baugrube liegen, ist ja auch niemanden geholfen. Wenn sich dann des Nachts mangels Überwachung und Polizeipräsenz auch noch die ersten Flatratesäufer randalierend aus der Dorfdisco am Schuhkarton auf dem Weg in die Innenstadt über die Brücke hermachen und sie kurzerhand abreißen…

Vergesst also die Brücke und konzentriert Euch lieber auf die Unterführung unter dem Bahnhof! Mehr Licht, freundlichere Gestaltung und ggf. ein paar Sicherheitskräfte, die an düsteren Winterabenden eine Art von Sicherheitsgefühl generieren sowie ein paar Hinweisschilder sind wohl eher realisierbar.

Letztendlich bliebe natürlich noch die Erkenntnis, dass kein Weg zu weit ist, wenn man einen fulminanten Service bietet. Bis der Lippstädter Einzelhandel das gelernt hat, ist die Unterführung aber natürlich längst fertig.

Warum fallen mir bei den Worten “Magnet” und “Leuchtturm” eigentlich der Schildnöck Uschaurischuum und der Halbdrache Nepomuk ein? Das war eine schöne Geschichte von und mit einem guten “Ende”. Hier geht es doch eigentlich eher um unziemlichen Blödsinn…

Do
12
Mai '11

Veranstaltungsinformation: Freitag 13. Mai 2011, Werkstatt (Blumenstraße, Lippstadt)

CENTER präsentieren am Freitag, 13. Mai in der Werkstatt… sich selbst: Mit den neuen Gesichtern Achim Stempel (Gitarre) und Nils Spiekermann (Schlagzeug) und den altbekannten Nasen von Jan Wördenweber (Keyboard), Markus Hoppe (Bass) und Frank Boneberger (Gesang, Gitarre).

Vor zwei Jahren von der Hörfläche verschwunden, ist CENTER nun wieder da, mit Songs aus einem Jahrzehnt Bandexistenz, von „Water“ bis „Nightflight“ wird weiterhin eine ungewöhnliche Mixtur aus Rock, Funk und Progressive angeboten, die einen eigenständigen Sound und somit einen interessanten Abend sicherstellen dürfte. Und weil der Lippstädter an sich ja auf Abwechslung steht, reisen zur Verstärkung KONZIS aus Paderborn/Gütersloh an, unterbrechen die Arbeit an ihrem Studioalbum und präsentieren ihre energiegeladenen Rock- und Punksongs mit deutschen Texten.

Beginn ist um 21:00 Uhr, der Eintritt ist übrigens frei!

Weitere Informationen unter:

Mehr zu CENTER: www.getcenterized.de
Mehr zu KONZIS: www.konzis.com

Mi
27
Apr '11

Ruhender Verkehr, ruhende Ordnungsmacht

Tja, ich bin es wieder… und im Moment geht mir unsere hiesige “Ordnungsmachtlos” so richtig auf die Nerven:

Vor ein paar Tagen gehe ich durch die Fußgängerzone. Ein Fahrzeug mit eingeschalteter Warnblinkanlage kommt mir verbotenerweise entgegen; das passiert öfter, was soll’s. Das jedoch in diesem Moment ein Polizeifahrzeug die Rathausstraße passiert, anhält, dann jedoch einfach weiterfährt, hat mich zunächst doch verwundert. Ich meine, da hätte man doch super kassieren können, hätte mehr gebracht als 40 km/h in einer 30er Zone, warum auf den noch dazu unverhofften warmen Regen verzichten?
Die Lösung war jedoch simpel: Es befand sich nur ein Beamter im Einsatzfahrzeug und für exekutive Darbietungen benötigt man dero zwo. Warum ein einzelner Beamter mit einem Streifenwagen herumfährt, weiß ich natürlich nicht; ich bin aber ganz fest davon überzeugt, dass es der lokalen Sicherheit und Ordnung diente.
Später am Abend. Ein Einsatzfahrzeug der hiesigen Polizei stoppt am Straßenrand der Fleischhauerstraße. Vier (!!!) Uniformierte steigen aus, einer zückt sein Funkgerät und meldet an die Zentrale “Wir sind jetzt am Objekt”. Ein Einsatz! Nahezu vor meiner Haustür! Was ist wohl passiert? Will man eine Bußladung Drogendealer, Konsumenten, Flaschenwerfer und andere liebe Zeitgenossen aus dem Postpark entfernen? Nein, nein, ganz falsch. Der Einsatz fand in der Pommesbude nebenan statt: Gyros- Pommes Majo für die ganze Schicht. Und damit ein einzelner Beamte nicht zu schwer trägt, sind sie eben zu viert angerückt. Verständlich. Wer Schutz und Sicherheit bietet, muss auch essen. Oder so ähnlich.
Heute, Mittagszeit, Lange Straße fährt ein Lieferwagen mit Warnlicht entgegen der Einbahnstraße durch die gesamte Fußgängerzone. An der Lippegalerie bummeln zwei Mitarbeiter der Stadtwacht. Sie schauen dem treiben zu, weil aber das Fahrzeug fährt, greifen sie nicht ein. Auf meinen Tipp, man könne ja einfach Kennzeichen aufschreiben, die Kollegen in nochgründemnächstblau informieren, werde ich nun für nicht zuständig erklärt und die beiden ziehen von dannen. Danke.

So, wir haben nun gelernt, dass die Polizei nicht für den ruhenden Verkehr zuständig ist, da sind Stadtwacht und Ordnungsamt für zuständig. Theoretisch kann man also in Lippstadt eine Bank überfallen, die Polizei fährt weiter, weil das Fluchtfahrzeug am Straßenrand geparkt ist. Die Stadtwacht könnte die Verfolgung aufnehmen, sobald die Täter jedoch in ein Auto steigen und losfahren, müsste die Polizei übernehmen, die aber in Solofahrt Stadtrundreisen veranstaltet oder in Hundertschaften auf Nahrungssuche sind. Oder so ähnlich.

Wenigstens gibt es in Lippstadt kein Kompetenzgerangel. Meistens fühlt sich halt niemand zuständig.

Do
21
Apr '11

Jetzt aber schnell! (Pokal gegen RW Ahlen)

Gestern ist der VVK für das im Titel erwähnte Spiel gestartet.

Nichtnur das es um den Einzug in das Finale des Westfalenpokals geht, nein viel wichtiger ist: Der Sieger qualifiziert sich automatisch für die erste DFB Pokal Hauptrunde. Und dann kann es passieren, dass man mal ein Pflichtspiel gegen Dortmund, Schalke oder Bayern in Lippstadt erleben kann.

Also Leute ab in eure Sparkasse und holt euch Karten für den 11 Mai! Die Mannschaft hat es sich redlich verdient von ALLEN Lippstädtern unterstützt zu werden.

Sa
2
Apr '11

Nur mal auf die Schnelle!

Morgen kommen die Geldlosen aus GT nach Lippstadt, um sich im ehrenhaften Wettstreit mit den Lippstädter Fußballrecken zu messen.

Der sogenannte Fußballfan aus Lippstadt, der sich eigentlich für die falschen Propheten aus dem Bundesligaland interessiert, wird sich sofort wohlfühlen. Denn es wird vor Polizei wimmeln (so wie in der Bundesliga), man wird leibesvisitiert (wie in der Bundesliga), die Fans im Stadion werden gefilmt (ja wie in der … genau) . Mit anderen Worten: Eigentlich ist nichtsmehr von der schönen friedlichen Amateurwelt übrig und man muß sich wieder mit der Inkompetenten Lippstädter Polizei und ihrer prügelwütigen Verstärkung angrenzender Hundertschaften herumärgern.

 

Aber: MORGEN IST DERBY!
15 Uhr Anstoß Im Stadion am Waldschlösschen

Di
29
Mrz '11

Allgemeines / Organisatorisches

Mir sind da gerade ein paar Sachen aufgefallen, die einerseits die Autoren betreffen und andererseits die Besucher dieses Blogs interessieren könnten.  ;-)

Liebe Autoren,
ihr müsst euch gelegentlich einloggen und prüfen, ob zu euren Beiträgen Kommentare geschrieben wurden, die noch nicht genehmigt wurden oder versehentlich als Spam eingestuft wurden.
Die Freigabe kann nur durch den jeweiligen Autor des Beitrags erfolgen.

Liebe Besucher,
die Administration/Programmierung dieses Blog unterliegt den Beitreibern von StadtBlogs.
Sämtliche Plugins etc. werden von dort aus eingepflegt.
Ich habe dort einfach mal eine Anfrage für einen “Like-/Dislike-Button” gestellt.  ;-)
Bis dahin müsst ihr euch mit der Kommentar-Funktion zufrieden geben und dort einfach posten, ob es euch gefällt oder nicht.  ;-)

Sollten weitere organisatorische oder allgemeine Fragen/Anregungen rund um den Block sein, könnt ihr dies ja per Kommentar kund geben!

Mo
28
Mrz '11

Lippstadts Schnullerbaum

Mal was für die Mütter und Interessierten unter unseren Lesern. ;-)

Leider hat man bisher vom Lippstädter Schnullerbaum nicht viel gehört, doch es gibt ihn wirklich!

Zuletzt bin ich im vergangenen Sommer während des „Parkzaubers“ dran vorbei gekommen und habe mich gewundert, dass doch so wenige Schnuller dran hängen.

Fragen kamen in mir auf:

Wird der Schnullerbaum nicht gut angenommen?
Geben die Kinder ihren Schnuller nicht freiwillig her?
Wissen überhaupt die Mütter vom Schnullerbaum?
Oder machen sich gar Vandalen dran und zerstören den Schnullerbaum?

Egal was es ist, es ist schade, dass noch nicht so viele Schnuller dran hingen bzw. dran hängen.

Dabei sind Gedanke und Ursprung des Schnullerbaumes doch eigentlich etwas Schönes:

Die ersten Schnullerbäume entstanden in Dänemark zur einfachen Schnuller-Entwöhnung von Kleinkindern.

Der erste Schnullerbaum in Deutschland „entstand“ in Münster.

Diesem Beispiel sind in Deutschland bisher nur wenige Städte gefolgt – aber auch Lippstadt gehört dazu!

Lippstadts erster Schnullerbaum ist im Grünen Winkel zu finden:

Kinder sollten diversen Empfehlungen zufolge ja bis zum 24. Lebensmonat vom Schnuller entwöhnt werden.

Grund der Empfehlung ist, dass das fortdauernde Lutschen u. a. zu Zahn-, Kiefer- und Zungenfehlstellungen sowie daraus resultierenden Sprachfehlern führen kann.

Ebenso erhöht sich durch die automatisch eintretende „Mundatmung“ das Risiko an Karies- und Erkältungskrankheiten.

Wer eigene Kinder oder zumindest welche im familiären Umfeld hat, kennt das Problem sicherlich auch: Die Trennung vom Schnuller ist für ein Kind eher problematisch, regelrecht ein Drama und bedarf einer größeren Vorbereitung, um die Sache ruhig „über die Bühne“ zu kriegen.

Der Gedanke hinterm Schnullerbaum ist, dass das Kind diese Trennung vom Schnuller mit einem positiven Erlebnis verbindet.

Das Kind kann den Schnullerbaum jederzeit besuchen und wird auf diese Weise zudem noch an die Natur herangeführt. Außerdem sieht es, dass auch andere Kinder ihren Schnuller abgegeben haben.

So ist die Trennung vom geliebten und langjährigen Wegbegleiter Schnuller nicht ganz so schlimm für das Kind.

Oft verbreitet ist hierzu auch die Schnullerfee: dazu legt das Kind – wenn es bereit für die Abgabe des Schnullers ist – den Schnuller beispielsweise unters Kopfkissen.

In der Nacht kommt die Schnullerfee, holt den Schnuller ab und lässt dem Kind als Gegenleistung ein Geschenk da.

Letztlich bleibt es den Eltern (und den Kindern) überlassen, welche Variante sie zur Schnuller-Entwöhnung wählen.  ;-)