„Rock am Güter“ in einem Wort: Begeisterung!

Was im letzten Jahr als mordsmäßige Party in viel zu kleinen Räumlichkeiten begann, das hat in diesem Jahr Maßstäbe für Festivals in Lippstadt gesetzt.

Wer jetzt noch nicht weiß, wovon ich rede, der war am Samstag nicht in der Stadt, denn „Rock am Güter“ konnte man noch bis Overhagen und tief in den Lippstädter Norden hören (wenn der Wind gut stand). Richtig begeistert war ich von der lückenlosen, cleveren Planung: Zwei sich gegenüberstehende Bühnen mit straffem Zeitplan, ein Arrangement mit dem nahegelegenen Südertor-Parkhaus für Sonder-Park-Konditionen, nett gestaltete Wertmarken, perfekter Sound vor der Bühne, gemütlicher Backstagebereich dahinter (dank an Sascha für die kleine Führung) und ein Gastro-Angebot, das jeden Teil des altersmäßig breit gestreuten Publikums befriedigte – das sind nur einige der Dinge, mit denen „Rock am Güter“ zu einer runden Sache wurde.

Kommende Festivals werden sich an diesem Event messen lassen müssen. Damit hat der Lippstädter Spaßverein nicht nur seinem Namen alle Ehre gemacht, sondern auch eine klare Benchmark gesetzt.

Selbst die kleine Überheblichkeit der Security („Für die große Kamera brauchst du aber einen Presseausweis“ – WTF, sowas brauche ich nicht mal für den weltgrößten Metal-Event)  war schnell verziehen: Das Festival war für Lippstadts Verhältnisse  defintiv ’ne große Sache. Kein Problem, wenn da mal jemand in der Aufregung etwas über’s Ziel hinausschießt. Außerdem durfte die Kamera am Ende ja trotzdem auf’s Gelände. Hier eine kleine Ausbeute:

Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009

Alles in Allem ein Top-Event, bei dem der Spaß an der Sache im Vordergrund stand – und bei dem man sich gefragt hat, warum er eigentlich nicht schon seit 10 Jahren stattfindet. Der Platz ist übrigens schon für das nächste Jahr gebucht. Der Bahnhofs-Kult kann also weitergehen …

8 Gedanken zu „„Rock am Güter“ in einem Wort: Begeisterung!

  1. Ingo

    jep, war wirklich ziemlich genial 🙂 und wenn es nächstes Jahr wieder stattfindet, sind wir auch wieder dabei!

    Grüße aus Köln,

    Ingo

  2. Daniel

    Das war mit Abstand das Beste was in Lippstadt jemals angeboten wurde!

    Wurde das wirklich so professionell von einem Verein organisiert?

    Unglaublich! Ich verbeuge mich vor diesem Spaßverein.

    Weitermachen! Ihr seid die Geilsten!

    Gruß aus Erwitte

    Daniel

  3. Sichel

    Ich kann nur zustimmen: Es war GROSSARTIG, mal abgesehen von der Tatsache, dass ich kurz vor Schluss noch 20 Biermarken gekauft und jetzt noch 16 übrig habe, weil ich dann doch zwei Bier später nach Hause geschwankt bin! 😉

    Irritiert hat mich aber am heutigen Dienstag, dass im PATRIOT dreimal erwähnt worden ist, dass das Fest „friedlich“ verlaufen sei. – Was haben die denn erwartet? Marodierende Punkerhorden, brandschatzende Metaller, alternative Querulanten, die das verschnarchte Lippstadt aus dem Dornröschenschlaf wecken wollen und dabei ihre gute Kinderstube vergessen?
    Keine Angst, lieber PATRIOT, in den allerallerallermeisten Fällen sind die Hörer, die nicht dem doofdeutschen Way of Life(in Dreiviertelhose und Treckingsandalen Coverbands unterm Zeltdach vorm Rathaus lauschen und dabei über die viel zu hohen Schweinemedaillon-Preise bei den Gastroköchen meckern)entsprechen, nicht automatisch prügelgeile Schlägertypen! Die treiben sich eher auf biederen deutschen Schützenfesten rum! Vielleicht schreibt ihr demnächst ja mal, ob die auch „friedlich“ abgelaufen sind, obwohl: Schützenfestberichte lese ich eh nicht…

  4. Julia

    An Sichel:

    Ich bin übrigens diejenige, die geschrieben hat, dass das Festival friedlich abgelaufen ist. Ich bin übrigens selbst Fan von Punk- und Hardcoremusik und weiß nur allzu gut, dass Punker und Metalfreunde nicht aggressiv durch die Gegend laufen, Häuser anzünden und Schlägereien anzetteln. Aber genau das denken viele, die nichts mit Metal und Rockfestivals am Hut haben. Für die ist die Musik nur „aggressiv“ und das Pogen vor der Bühne eine wilde Schlägerei. Deshalb fand ich es gut, dass man erwähnt, dass auf diesen Events friedlich zusammen gefeiert wird. Nicht mehr…

  5. Julia

    Ich bin eben tatsächlich nochmals auf diese gleiche Thematik angesprochen worden und ich kann es nur nochmal wiederholen:
    Wie Sichel es auch schon geschrieben hat: Es ist klar, dass der größte Teil der Hörer von Metal- und Punkmusik nicht!!! prügelgeile Schlägertypen sind.
    Allerdings muss man auch ehrlich sein und sagen, dass auf Großveranstaltungen, ob nun Musikfestivals oder nicht, immer Leute austicken können und es zu Zwischenfällen kommen kann.
    Das ist bei Rock am Güter zum Glück nicht passiert und ich wiederhole wirklich gerne was ich geschrieben habe: es war ein grandioses und friedliches Rockfest! Dem Spassverein sei Dank!

  6. anna

    Oha, nun hängen sich auch Menschen, die sich vom „doofdeutschen Way of Life“ explizit abgrenzen wollen, an Einzelwörtern auf, wie es eben grade die kritisierten Kleingeister so gerne machen.

  7. anna

    @Julia….Mir hat euer Artikel sehr gut gefallen. Es ist schade, wenn aus einzelnen Wörtern,(die man übrigens bei fast jeder berichterstattung über Festivals liest) Diskussionen enstehen, die dann ebenso klein wirken wie das, was sie kritisieren.

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