Wenn Deutsche fliegen

Ich spiele mit dem Gedanken, meinen Gesamteindruck von Craigs Buch „Ein Ami comes to Lippstadt“ hier zu veröffentlichen, wenn ich damit durch bin. Nur soviel vorab:

Als ich Mitte März in den Urlaub geflogen bin, konnte ich ein Phänomen beobachten – kaum, dass derBoarding-Schalter am Flughafen  geöffnet wurde, bildete sich davor sofort eine Schlange. Jeder wollte zuerst im Flugzeug sein. Alle standen und warteten! Meine Gedanken zu dieser Handlungsweise waren in etwa:

„Also gut, wir haben unsere Tickets. Unser Platz im Flugzeug ist uns sicher. Warum zur Hölle bildet sich dann da jetzt eine Schlange von Menschen?“ Die Leute haben tatsächlich bis zu einer Viertelstunde in dieser Schlange verbracht. Als gäbe es nicht genug Plätze oder als hätten sie Angst, die Druckausgleich-Bonbons könnten alle werden, bevor sie einsteigen. Mannomann!

Deshalb musste ich gestern auch ziemlich laut lachen, als ich fast denselben Wortlaut in Craigs Buch wiederfand.  Craig, Du bist nicht allein! Wir sind nicht alle so komisch. Und ganz nebenbei: Nein, ich klatsche auch nicht, wenn ein Flugzeug landet (eine Sache, die Gerüchten zufolge ebenfalls nur die Deutschen machen sollen. Siehe dazu auch den ersten Absatz hier.).

3 Gedanken zu „Wenn Deutsche fliegen

  1. Tinchen

    Zum Thema „Klatschen, wenn der Flieger (erfolgreich) gelandet ist“

    Ich klatsche auch nicht nach der Landung, weil auch niemand klatscht, wenn ich meine Arbeit abgebe (jawohl!)
    Die tun doch auch nur Ihren Job, oder? Nebenbei hören die da vorne in der Kabine gar nicht, wenn hinten jemand klatscht – darüber schon mal nachgedacht?

    Bei der Gelegenheit kommt mir die Frage in den Sinn, ob der deutsche Passagier auch „Buh“ rufen würde, wenn’s denn dann mal schief läuft beim Landen.
    Ich hoffe, dass niemand mir diese Frage beantworten kann und wird.

    Bin gespannt auf Craigs Buch!

  2. Kirsten

    Puh, ich dachte schon, ich sei die einzige, dienicht klatscht und musste mich schon anfeinden lassen. 😉

    Aber wie Tinchen schon sagt: Die machen da ihren Job, und dafür werden sie bezahlt. Also erwarte ich auch, dass die das können. Beim Busfahrer klatscht ja auch keiner. Oder eben bei mir, wenn ich einen Artikel schreibe.

  3. Felix

    @Andreas: Soooo dick ist das Buch ja nun auch nicht. 🙂 Habs schon durch und muss sagen, dass ich an einigen Stellen wirklich grinsen musste. Dass ein Abfallkalender auf einen Amerikaner sooo befremdlich wirkt, war mir im ersten Moment auch nicht klar (wobei, wenn man sich das Ding mal genauer ansieht doch verständlich!)

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