Zweckentfremdung der Kunst oder wie gewonnen so zerronnen!

Man kann ja über das Kulturangebot in Lippstadt geteilter Meinung sein. Entgegen der häufig aufkommenden Kritik auch hier im Blog finde ich das Angebot überwiegend richtig gut. Aber auch ich trat die Kultur in Lippstadt mit Füßen und das kam so:

Beim Wochen-Tip hatte ich zwei Karten für „Pygmalion“, eine Aufführung in englischer Sprache vom TNT Theatre Berlin gewonnen und holte mir die Karten bereits einen Tag vor der Aufführung bei den charmanten Damen der Kulturinformation ab.

Nun ergab es sich aber zu dieser Zeit, dass ich just an diesem Dienstag auch noch einen Auftritt als Statist beim Tatort Münster mit dem Titel „Sansibar“ hatte und mich so also mit den Theater-Karten in der Sakko-Tasche auf den Weg nach Münster machte.

Das Unheil nahm also seinen Lauf. Für die Theaterkarten, nicht für mich. Die Szene einer Preisverleihung an Professor Börne an der ich als Gast teilnahm und dabei endlich auch mal wieder den Anzug meiner Hochzeit tragen konnte, wurde aus zwei Perspektiven gedreht und während einer Umbaupause hatte ich mit ein paar anderen Komparsen Gelegenheit mit Jan-Josef Liefers und ChrisTine Urspruch („Alberich“) zu plaudern.

Als sich einer der anderen Komparsen mit einem Edding und einem Collage-Block an JJL pirschte, sah ich überraschenderweise doch noch die Chance, unserem Luka und seiner Patentante Ulrike ihren Wunsch nach zwei Autogrammen zu erfüllen. Nur: Den Edding hätte ich mir ausleihen können, den Collage-Block wohl eher nicht.

„Was tun“, sprach Zeus? Woher sollte ich im Friedenssaal zu Münster an Papier für zwei Autogramme finden können? Wie hätte ich zu Hause erklären können, dass ich sooooo dran war, ein Autogramm zu bekommen, es aber nichts Schlimmeres gibt als kein Papier zu haben. Der geneigte und findige Leser wird wissen, dass dann kam, was kommen musste.

Mittwochs habe ich mir dann gespart, noch zu „Pygmalion“ zu gehen. Ich hätte zu Hause wohl kaum erklären können, warum das Autogramm von Jan-Josef Liefers von einem Kartenabreißer des Stadttheaters durch Abriss entweiht wurde.

Ein Gedanke zu „Zweckentfremdung der Kunst oder wie gewonnen so zerronnen!

  1. Ricarda

    Murphys Gesetzt. 😉
    Aber eine tolle Story, die sich beim nächsten Besuch des Stadttheaters hoffentlich nicht wiederholt! 😉

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