Aus Alt mach Neu?

Mit Propheten unterhält man sich am besten drei Jahre später.
Sir Peter Ustinov (1921-2004)

Gestern hatte die Stadt zum Infoabend geladen. Thema: Die Umgestaltung der südlichen Altstadt zu einem nagelneuen Einkaufszentrum. Es gab die üblichen Podiumsreden, gefolgt von einer Diskussion. Einige einleuchtende Argumente kamen vom Podium, ein Gutteil der Aussagen über die Entwicklung des Einkaufszentrums waren aber eher Hoffnungen – auch wenn sie wie Tatsachen vorgetragen wurden.

Infoabend Südliche Altstadt 1   Infoabend Südliche Altstadt 2   Infoabend Südliche Altstadt 3

Die wohl stärkste und am längsten nachhallende Wortmeldung kam indes von einem Vertreter der BEG, die (aus dem Kopf zitiert) lautete:

„Wir stecken all unsere Energie in dieses Projekt (Das Einkaufszentrum). Wenn es scheitert, sehen wir uns aber auch keine Alternative an. Glauben Sie also nicht, dass wir jeden x-beliebige Vorschlag prüfen. Wenn es dieses Projekt nicht wird, dann wird’s keins.“

Mit anderen Worten: Liebe Bürger, fresst oder sterbt. Der Frust über diesen Satz war Tenor der am Veranstaltungsende ausströmenden Besucher. „Das also ist Demokratie“, zeigte sich z. B. eine Dame sichtlich entrüstet. Ich persönlich bin noch immer unschlüssig. Bis hierher steht für mich fest:

  • Stimme ich für das Projekt (also bei der Abstimmung mit „Nein“), dann aus dem Grund, dass ich auf einen vermehrten Besucherstrom hoffe, der nicht gleich nach dem Einkauf wieder von Dannen zieht, sondern auch dem übrigen Handel und der Gastronomie ein Umsatzplus beschert. Müssen die großen Firmen aus dem Einkaufszentrum ihren Umsatz eigentlich zwingend in Lippstadt versteuern? Wenn ja, lockt zusätzlich ein Plus im Steuerbeutel, wo bislang keins zu verzeichnen ist. Ein weiterer guter Grund ist: Das Ding ist in trockenen Tüchern, sprich die Investoren sind da und die Planung ist weit fortgeschritten.
  • Stimme ich gegen das Projekt (also bei der Abtimmung mit „Ja“), dann nicht allein, weil es gegen solche Shopping Malls im Allgemeinen berechtige Bedenken gibt. Sondern vor allem deshalb, weil die Stadt zum wiederholten Male den demokratischen Entscheidungsprozess zu dem Thema vorsätzlich torpediert hat. Erst wollte die Stadt die zaghaften Versuche einer Bürgerbewegung im Keim ersticken (Gemeint ist die Initiative, ohne die wir wohl jetzt nicht mit entscheiden dürften). Dann wurde ein politisches Ass aus dem Ärmel gezogen. Und seit gestern wissen wir: Wird’s nicht dieses Projekt, wird’s halt keins. Pistole auf die Brust! Sowas stößt bei mir echt sauer auf.

Hach naja, ein paar Tage sind’s ja noch bis zur Abstimmung. Und das Hauptziel sollte ohnehin sein, überhaupt wählen zu gehen. Denn ohne eine ausreichende Wahlbeteiligung ist die Entscheidung der Wahl hinlänglich. Also: Hingehen zum Ratsbürgerentscheid am 09. November!!!

20 Gedanken zu „Aus Alt mach Neu?

  1. Pisi

    ich kann den satz des BEG vertreters ganz gut nachvollziehen. in lippstadt wurde einfach schon zu viel geblockt was solche projekte angeht. irgendwann würde ich auch daran zweifeln ob es noch sinn macht neue vorschläge auszuarbeiten. denn es wird immer leute geben die auch bei einem anderen projekt ein negativpunkt finden.

    PS: Trotzdem war es sehr unglücklich ausgedrückt.

  2. anna

    Guten Morgen,
    Diplomarbeitsbedingt bin ich ja im Moment auf Tauchstation. Aber nicht mehr lange – Montag ist Abgabe.
    Nun zum Thema: Wer sagt denn überhaupt, dass es nur einen Investor auf dieser Welt gibt? Wie leben nicht im real existenten Sozialismus. Von solche markigen Sprüchen darf man sich halt nicht ins Bockshorn jagen lassen – auch wenn gerade das ihr Ziel ist. Die BEG vermarktet lediglich das Grundstück. Wenn die Stadt nicht mit der BEG zusammenarbeiten kann oder will, muss sie sich eben was anderes ausdenken. Normal. Und mit Sicherheit gibt es andere Lösungen. Ich fionde es nach wie vor eine Frechheit, wie die Lippstädter Großkopferten mit den Bürgern umgehen: Demokratie besteht in Lippstadt darin, dass man alle Wahhljahre sein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen soll. Und wenn der Bürger mal aufmuckt und eine eigene Meinung haben möchte, dann wird gedroht, gelogen und geschoben, was geht.

    Nun zu den Steuern: Nein, diese Firmen versteuern nicht in Lippstadt, sondern da, wo sie ihren Hauptsitz haben. Lidl (Kaufland) glaube ich in Neckarsulm. Also bleibt für die Stadt nix hängen. Das gilt übrigens auch für andere Filialisten wie Kamps (Papenbreerhaus), Thalia (Lange Straße), Fielmann….naja, was ist eigentlich mit Lott? Die gehören doch zu Leffers?
    Also: Das Steuerargument zieht nicht. Unter anderem ein Grund, weswegen ich (auch als Neu-Gesekerin) immer noch den charmanten Buchändler meines Vertrauens in Lippstadt aufsuche. Think local.

  3. anna

    Was ich noch vergaß: es handelt sich in Lippstadt ja nicht um eine shopping mall nach us-amerikanischem Vorbild. Schaut euch die Pläne an: ein großer Betonklotz, wesebtlich größer als das Cineplex, in dem lediglich kaufland und mediamarkt als Mieter sitzen sollen. Die übliche Bäcker, Döner-Dinger, Schlüsselheinis inkl. Die sog. Passage zur Lange Straße ist ja noch lange nicht in trockenen Tüchern, da die Stadt immer noch nicht die betreffenden Grundstücke erwerben konnte. Also: der Klotz soll daher – von der Passage wird dann keine rede mehr sein.

  4. Andreas Knepper Artikelautor

    @Pisi: Den Frust über das Blockieren von eigenen Vorschlägen (die wie in diesem Fall mit richtig viel Arbeit verbunden sind) kann ich nachvollziehen! Kenne ich nur zu gut. Aber bitte stell‘ Dir kurz vor, jede Behörde in Deutschland würde auf sowas reagieren, wie die BEG …
    Also, wenn ich schon nur noch zum alle-paar-Jahre-Kreuze-machen da bin, ja dann lässt man es mich aber doch bitte nicht so deutlich merken, männo! Die im Fernsehen schaffen es doch auch, mir Werbung unterzujubeln, ohne dass es mich noch riesig stört.

    @anna: Du schreibst ’ne Diplomarbeit über Tauchstationen? In GESEKE!? 🙂

  5. anna

    @andreas…tauchstation in geseke, das wäre mal ne geschäftsidee. mir fallen da direkt wunderbare dinge ein: das alte betonwerk fluten und da nen freizeitpark hin…mit beleuchteter südsee-unterwasserlandschaft, heiraten unter wasser ……underwater-club….
    neee, nicht über tauchstationen, über meine therapien in sachen legasthenie (also lese-rechtschreibschwäche), diagnostik, Therapieableitung und dann fein 3 therapien mit allem zipp und zapp. macht laune…*seufz.

  6. anna

    @pisi: so wird uns das in der presse verkauft – aber das entspricht ja nicht der wahrheit.
    die stadt hat einen vertrag mit der BEG (denn die BEG will die alten bahnhöfe loswerden), die BEG stellt daher gutachter und architekten (die überall in deutschland auf den alten bahngeländen diese centren bauen), fein für die stadt (die immer recht gutgläubig ist)- google dich mal durch diesen schlamassel und du wirst sehen, dass stats dasselbe abläuft: der gutachter bescheinigt der stadt, das sie mehr verkaufsfläche in innnenstadtnähe braucht, die architekten schlagen einen klotz vor, die stadst stimmt zu…..und dann kommen mediamarkt und kaufland da rein, denn da ist es firmenpolitik gemeinsam zu „wohnen“.
    es ist zum kotzen, für wie dumm bürger da verkauft werden und unsere hemeische presse tut das ihrige dazu….

  7. Alfons

    Das Beispiel des Soester Einkaufscenters am Bahnhof kann nur abschreckend sein, weder gelungen noch von der Bevölkerung angenommen. Andererseits kann ein Laden wie „saturn“ oder „mediamarkt“ (beide ein Konzern)ein Anzeihungspunkt für Käufer und Sehleute sein. Mir ist eine lebendige Innenstadt 10x lieber als all diese langweiligen, sterilen neuen Einkaufscenter. Wie wäre es mal mit völlig neuen Ideen ein sowohl als auch, z.B. Kultur und Kommerz.

    Zu Andreas Knepper, mich stört diese oft schwachsinnige Werbung (aber auch die dazu passenden Programme) im TV nach wie vor riesig -Dank sei der Fernbedienung! Neulich hörte ich von einem Kabarettisten „zum Flachfernsehen gibt es jetzt die Flachbildschirme“.

  8. Andreas Knepper Artikelautor

    @Alfons: Deine Bemerkung mit der TV-Werbung kann ich jetzt grade in keinen vernünftigen Zusammenhang mit dem Artikel bringen?!? Aber ich gebe Dir recht: Die schwachsinnige Werbung mag ich auch nicht, mir gefällt nach wie vor nur die gut gemachte ;o)

  9. Alfons

    @Andreas
    sorry, ich hatte mich nur auf einen Satz in Deinem Kommentar bezogen, hat nix mit dem eigentlichen Thema zu tun. Natürlich gefällt allen besonders die gut gemachte Werbung einer Lippstädter Agentur!

  10. Andreas Knepper Artikelautor

    @Alfons: Ach Mensch, sorry. Mein Gedächtnis lässt nach. Wahrscheinlich habe ich meinem Sohn ein paar Zellen vermacht, wer weiß ;o)

  11. nina

    ich hoffe ja mal da genügend lippstädter bürger zur wahl gehen.
    Aber warum sollte es gerade in lippstadt anders sein? Wenn diese gebäude in anderen städten gebaut werden warum dann nicht hier?
    Ich denke auch das es ein rückschritt für lippstadt ist.
    Ich kann leider nicht persnlich wählen und hoffe das mein brief auch rechtzeitig ankommt!

  12. Alfons

    Offensichtlich hat der Staat noch immer zu viel Geld wenn er solche rein kommerziellen Projekte fördert. Wohin das führt kann man auch in Spanien sehen,Straßen etc die keiner braucht. Dort bezahlt von der EU.

  13. Alfons

    Neulich hat mich eine Meldung erschreckt die nur indirekt mit diesem Projekt zu tun hat.
    Allein in Baden-Württemberg wird monatlich(!!) eine Fläche die 15 Sportplätzen entspricht zubetoniert, geteert etc. Das wurde als Erfolg „verkauft“ da die bisher mtl. versiegelten Flächen noch größer waren.

  14. Alfons

    Im „KulturSpiegel“ 10/2008 ist ein längerer Artikel „Rosa Riesenferkelei“ über „Die Stadt in der Stadt“ erschienen. Lt. diesem Artikel sind derzeit in Deutschland 50 weitere Einkaufscenter geplant.
    Leider können wohl nur Abonnenten den Kulturspiegel lesen.

  15. anna

    es geht in lippstadt ja gar nicht um eine strahlende shopping mall, wie in dem artikel gezeichnet, sondern um eine kaufland-filiale mit media-markt-anschluss. warum kapieren die leute das nicht? das wird keine mall mit zig hochwertigen läden – das wird ein supermarkt. kein kadewe, sondern kaufland . was an kaufland ein magnetisch in hinblick auf neue kunden sein soll, verstehe ich nicht. und es konnte mir auch noch kein mensch wirklich überzeugend erklären.

  16. Hartmut

    Zum Thema Steuereinnahmen:

    Die Stadt selbst bekommt nur Gewerbesteuern aus einer solchen Ansiedlung. Die Rechnung sähe z.B. für Kaufland in etwa wie folgt aus:
    gehoffter Jahresumsatz lt. Gutachter: 25.000.000,00 €
    durchschnittliche Umsatzrendite der Branche: 1% = 250.000 €
    darauf Gewerbesteuer ca. 14% = 35.000,00 €
    Diese Steuer bekommt Lippstadt aber nicht 1:1. Denn die Steuer fällt zuallererst am Sitz der Firma an, das ist bei Kaufland Neckarsulm, wegen des dortigen geringen Gewerbesteuersatzes eine sog. „Gewerbesteueroase“. Das gesamte Gewerbesteueraufkommen der Firma wird dann nach dem Schlüssel Personalkosten wieder auf die einzelnen Gemeinden verteilt, in denen Niederlassungen bestehen. Da in diesen Niederlassungen aber regelmäßig eher die billigen und in der Zentrale eher die teuren Leute beschäftigt werden, kommt also in der Regel in den Gemeinden , z.B. Lippstadt, am Ende weniger an, als oben ausgerechnet. Davon muss man aber noch den Effekt abziehen, dass der o.g. Umsatz ja zum großen Teil durch Umverteilung innerhalb der Stadt entsteht, so dass andere Betriebe entsprechend geringere Umsätze, Gewinne und damit Steuern erwirtschaften, wenn sie es überhaupt überleben. Also: vergesst die Steuereinnahmen. Das ist ein Scheinargument, weil es im günstigsten Fall ein Nullsummenspiel wird.

  17. Hartmut

    Zum Bürgergespräch am 15.10.08:

    Hier ein Leserbrief an Patriot und LaS, der mir zugeleitet wurde, weil er bis heute nicht veröffentlich wurde. Die Schreiberin hat an dem „Bürgergespräch“ am 15.10.08 teilgenommen:

    „Hier hat man seitens der Stadtverwaltung also ein vermeintliches Expertenforum aufgeboten, das man sicherheitshalber dann auch noch gleich auf ein Podium gesetzt hat, damit niemand etwas auf den Gedanken käme, die Expertise anzuzweifeln. Auch bei der Auswahl des Moderators liess man keine Zweifel aufkommen: Hier geht es nicht um Argumentation sondern um obrigkeitliche Verkündigung, deshalb moderierte dann auch Franz-Walter Hammer, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. Dessen Hauptrolle an diesem Abend bestand im Wesentlichen darin, kritische Stimmen abzukanzeln.

    Trotzdem gelang es den „Experten“ nicht, die argumentativen Schwächen des größenwahnsinnigen Projektes „Einkaufszentrum Südliche Altstadt“ zu beseitigen.

    • RKW-Architekt Pfeiffer spricht davon, dass das Zentrum entgegen der Darstellung von „Lebendiges Lippstadt“ eben nicht in der Innenstadt liegen würde. Stadtplaner Wollesen hingegen will, dass das Zentrum so nahe wie möglich an die Fußgängerzone heranrückt und sieht das in der vorliegenden Planung verwirklicht. Fakt ist: Das Zentrum ist so weit von der Fußgängerzone entfernt und baulich so von ihr abgewandt (Architekt Pfeiffer dazu: „ Das muss so sein!“), dass es die Lange Straße und andere Lagen nicht befruchten kann. Vielmehr ist es so geplant, dass es einen neuen Konkurrenzstandort am Rande der Innenstadt eröffnen wird.
    • Fachbereichsleiter Horstmann spricht davon, dass zwei unabhängige Gutachter zu dem Ergebnis gekommen seien, dass von dem Zentrum keine negativen Verkehrsauswirkungen für die Innenstadt ausgingen, kann aber kein Gutachten vorlegen. Das soll „demnächst“ kommen, was die Stadtverwaltung bereits seit Sommer 2007 verspricht.
    • Und noch mal die „unabhängigen“ Gutachter: GMA-Einzelhandelsgutachter Berger beharrt darauf, dass Lippstadt einen zusätzlichen Bedarf von 16.500 qm Einzelhandelsfläche habe. Dabei ignoriert er, dass diese Berechnung bereits vor fast zwei Jahren als Mogelpackung entlarvt wurde, weil er nämlich davon ausgegangen ist, dass eine positive Entwicklung der Nettoeinkommen und der Konsumausgaben besteht. Tatsache ist: Die Bundesregierung hat im Januar 2008 veröffentlich, dass die Nettoeinkommen in den letzten 10 Jahren um 10% gesunken sind. Innerhalb der Nettoeinkommen sind die Konsumausgaben bereits zusätzlich seit Jahren rückläufig, weil bei den privaten Haushalten die Kosten für Energie, soziale Absicherung und Abgabenbelastung steigen. Nein, natürlich haben wir keinen Energiepreisschock erfahren, natürlich sind nicht 10% der Haushalte überschuldet, natürlich sind wir nicht auf dem Weg in eine Rezession. Dazu braucht man keine Statistik, das spürt jeder in der eigenen Kasse.
    • Mit dem Thema Besatz der neuen geplanten Geschäfte setzt man sich auch nicht gerne auseinander: Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, warum Kaufland und Media-Markt Käufer in Scharen nach Lippstadts Innenstadt locken sollen (laut GMA-Berger prognostizierter Jahresumsatz 50 Mio. €), wenn bereits das letzte Einzelhandelsgutachten aus Herbst 2007 gezeigt hat, dass an deren Sortimenten in Lippstadt gar kein Mangel herrscht. Ganz abgesehen davon gibt es diese Sortimente auch in jeder anderen Stadt, sie taugen also gar nicht dafür, Lippstadt einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Das gleiche Gutachten hat gezeigt, dass die größte Konkurrenz des lokalen Einzelhandels nicht in Geseke, Soest oder Paderborn liegt, sondern im Online-Handel.
    • Und zu guter letzt: Wenn alle Argumente nicht helfen, dann muss halt Druck gemacht werden. Diesen Part hat BEG-Chef Lennartz übernommen. Die Bahn macht beim Einkaufszentrum mit und bei sonst gar nichts, basta! Dass dieser Mann nicht für Lippstadt, sondern ausschließlich für die wirtschaftlichen Interessen der Bahn spricht muss man weiter nicht thematisieren, nicht umsonst fällt der BEG seit 10 Jahren nichts anderes ein, als im Triumvirat mit einem Investor und einem Gutachter über NRW-Städte herzufallen und ihnen einen Einkaufszentrum aufzudrücken. (Es gibt auch bereits Erfahrungen mit den Auswirkungen solcher Projekte auf die jeweiligen Städte: keiner der auf dem Podium versammelten „Experten“ konnte ein positives Beispiel nennen, bei dem dieses Konzept zugunsten einer Stadt funktioniert hätte.) Aber dass die Stadtverwaltung im Vorfeld eines Entscheides mündiger Bürger Lennartz dazu nutzt, erpresserischen Druck auf die Bürger auszuüben, ist sicherlich eine besondere Qualität Lippstädter Demokratieverständnisses. Dazu passte das Konzept dieser Veranstaltung ohne Zweifel.
    Cordula Ungruh, Lippstadt“

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