Wir haben gar keine Fachhochschule …

… sondern eine Universität! Jaha, liebe Leser, Sie dürfen Ihren Augen trauen. Die Redaktion von DerWesten.de vermischt munter die Begriffe Universität, Fachhochschule, Fachuni und Hochschule. Die „Westler“ sind sich sogar so sicher, dass sie als Überschrift ihres Artikels „Durcheinander um Uni-Standort“ wählen.

Ganz so einfach ist es mit der Definition tatsächlich nicht, die Hochschullandschaft ist stark im Wandel. Durch neue Studiengänge und internationale Schulstandards verwischen langsam die Unterschiede zwischen den beiden Schulformen. Fakt ist allerdings, dass sich bis dato eine Fachhochschule zwar international „University of applied science“, aber hier in Deutschalnd nicht „Universität“ schimpfen darf. Denn sonst, glauben Sie mir, täte sie es. Die praxisorientierten Fachhochschulen haben unverständlicherweise immer noch mit dem Vorurteil der „schlechteren Uni“ zu kämpfen, die „keine echten Akademiker“ ausbildet. Allerdings gibt es Berufe, in denen ein hohes Maß an Praxiserfahrung förderlich und daher hoch erwünscht ist.

Man korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber die rein objektiven Unterschiede bestehen in den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen einerseits und der Möglichkeit zu Promovieren andererseits. Das ist es zumindest, was ich nach einer kleinen Recherche herausgefunden habe. Während „Hochschule“ also der Sammelbegriff für beide Schularten ist, gibt es eine „Fachuni“ eigentlich garnicht.

Mensch, jetzt habe ich die Berichterstattung von derwesten.de erst kürzlich andernorts gelobt, und dann sowas …