<Bedenke, bevor Du liest: Es ist Freitag, inne Firma gab’s grade Sekt und ich hatte nix zu Mittach!>
Das Einwohnermeldeamt (da musste ich ja noch hin) hatte zu heute morgen. Nicht, weil sie vielleicht immer zu hätten freitags, sondern wegen einer internen Veranstaltung. Und weil ich mir extra 2 Stunden für die Aktion freigeschaufelt hatte (man weiß ja nie, welches Nümmerchen man so zieht), konnte ich mir mal die “subjektiven” Gehmeter durch unsere Innenstadt am lebenden Objekt verdeutlichen tun, von denen gestern Abend bei der Infoveranstaltung zur alternativen Innenstadtplanung die Rede gewesen war, also auch.
Eigentlich kann ich das ganz gut nachvollziehen. Ich arbeite im Cineplex-Klotz, kurz vor Ende des Gebäudes. Und meine Bank ist am anderen Ende der Stadt, in der Marktstraße. Den Weg mache ich. Öfters. Würde ich aber nicht, wenn da nicht halt eben meine Bank wäre. In die Stadt gehen ich und meine Kollegen trotzdem oft, essen und einkaufen. Warum ich das schreibe? Na, die Leute vom lebendigen Lippstadt meinen halt, dass die Fläche des Güterbahnhofs zu weit von der langen Straße entfernt ist, um eine “Magnetwirkung” zu bewirken.
Es würde eher eine Konkurrenzsituation entstehen, aufgrund der Entfernung - man geht also entweder in den neuen “Komplex”, oder in die Innenstadt.
Jetzt sagten einige Besucher gestern, dass Leute von Außerhalb wegen der tollen Innenstadt nach Lippstadt kämen, und wegen des Einkaufsflairs, das die vielen kleinen Läden hier verström(t)en. Andere sagten, dass Lippstädter sich aufmachen, Geld für Sprit oder Bahn ausgeben und nach Paderborn oder Soest düsen, um sich ihre Klamotten dort bei H&M, Zara oder im Mediamarkt zu holen.
So getz’ ma aufgepasst, da kommt die janz schlaue Frage:
Wenn die Einen kommen wegen der Innenstadt, die anderen bleiben weil “coole” Läden an der Bahn angesiedelt sind, und keiner das jeweils andere sieht … wegen der großen Entfernung und fehlender Magnetwirkung und so… wo genau ist das Problem? (und wie wär´s zur Abwechslung bitte mit einer unaufgeregten und sachlichen Antwort?)
Das war nicht das Einzige, was die Besucher gestern hat stutzig werden lassen. Auch das großzügige Hantieren mit den Entfernungen war ein Knackpunkt. Oder die sehr optimistische Sicht auf das Thema Finanzierung. Oder dass der obere Teil des Knochenkonzepts eher nach einem komplizierten Bruch aussieht und viel zu tief angesetzt wurde.
Ich ziehe einen integrativen Stadtplanungs-Ansatz dem Bau von Riesenklötzen persönlich vor. Andere Argumente (eigentlich die meisten) waren ja auch sehr plausibel und klangen in meinen Ohren sehr sympathisch. Und ich habe gehört, dass die Mittel, mit denen “jenseits” gefochten wird, nicht immer fair sind. Aber das heißt nicht, dass man die eigenen Argumente unsachlich werden lassen kann. Nur, um vielleicht später ein Stück v <Das interne Lektorat (sprich Hirn) hat das Weiterschreiben verboten und die Einordung der Sache unter “Privates” verordnet>
Andreas
Edit: Das hab’ ich jetzt davon. Selber schuld. Hätte mir denken können, dass wer in einem WEBLOG um sachliche Antworten bittet … zur Strafe KEINE bekommt! Es gibt eine Antwort ;o)
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