… was mal ein echter SV 08-Fan werden will: Das übliche Gebaren gegenüber Münsteraner Fans ist bei der Jugend bereits vorhanden!
Ansonsten war das gestrige Spiel, das übrigens mit einem verdienten 3:0 für die Gäste endete, aus Fansicht eher geprägt von Niedergeschlagenheit. Nicht nur auf dem Platz war Münster dominant, auch die Preußen-Fans haben ihren Verein 90 Minuten und länger durchgefeiert.
Und wo waren die Lippstädter Fans, jetzt wo ihr Verein sie so dringend brauchte? Auf dem Heimweg! Zumindest 10 Minuten vor Spielende. Da packten die Lippstädter Jungs nämlich schon Fahnen und Banner ein, nachdem sie das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit auch gerne mal mit dem Rücken zum Feld verfolgten.
Das Anfeuern der Mannschaft (oder einzelner Spieler) ließ also etwas zu Wünschen übrig. Was dagegen vorzüglich klappte, war das Beleidigen gegenerischer Spieler. Es gab harmlose Ausdrücke, aber auch solche, die ich hier besser nicht wiedergebe. Allein das im Chor gesungene und leicht langgezogene “Schwule” in Richtung der Münsteraner Spieler - wunderschön eingebettet in abwechselnde “W****er” und “H***nsohn”-Rufe - lässt darauf schließen, was unsere Fankurve so von Homosexuellen hält.
Bleibt nur zu hoffen, dass die lieben Kleinen von dieser stammtischwürdigen Parade nicht allzuviel mitbekommen haben. (Und wenn ich jetzt noch die “Reim-auf-Schmerz”-Aktion sowie die positiven, durchweg nicht beleidigenden Fangesänge der Münsteraner lobe, hänge ich morgen früh wahrscheinlich am Schlagbaum Südertor. Also lass’ ich’s besser).
Andreas



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