Archiv für den Monat: Februar 2008

Warum wird kostenlose Werbung nicht genutzt?

Der heimischen Kultubranche geht es wohl zu gut im Moment. Aber von vorne: In diesem lb-Eintrag hatte sich Sandmann (der schonmal zum Thema Verkehrsanbindung geschrieben hatte)  zu Wort gemeldet und angemahnt, dass Lippstadt nicht in der „Kulturregion Südwestfalen“ des NRW-Kulturservers auftaucht.

Also habe ich denen mal geschrieben:

Hallo liebe NRW-Kulturler,
im Lippstadt-Blog gibt es seit geraumer Zeit immer wieder mal Diskussionen zum Thema „Kultur und unsere Stadt“.
Aktuell ist einem aufmerksamen Leser aufgefallen, dass Lippstadt nicht auf Ihrer Kulturregion-Karte „Südwestfalen“ vertreten ist.
Trotz meiner Trauer über diesen Versuch, Lippstadt von der kulturellen Landkarte zu tilgen, bringe ich es über’s Herz Ihnen zu schreiben. Eine Stellungnahme (per E-Mail oder im Blog direkt) würde meinem jetzt tristen Dienstag womöglich ein wenig Hoffnung zurückgeben:
http://lippstadt-blog.de/13.02.2008/lippstadt-lied-jetzt-auch-als-video/#comments
;o)
Vielen Dank!
Andreas Knepper

Hier die Antwort von Arp Hinrichs aus dem Kulturserver-Team (Hervorhebungen und Verlinkungen von mir):


Sehr geehrter Andreas Knepper!
Von der Redaktion des Kulturservers bekam ich Ihre Anregung bzw. Kritk weitergeleitet.  Herzlichen Dank !
Die Bestrebungen, Mittelwestfalen dem Land hinter den tausend Bergen zuzuordnen, sind vor allem im letzten Jahr stärker in den Fokus geraten – vor allem aus touristischer Sicht  wurden hier neue Allianzen geschmiedet.  Die KulturRegionen des Kulturservers sind etwas älter.  Lippstadt wird – genausowenig wie Soest – ausgeschlossen: Es gehört zur KulturRegion Hellweg.

Das zugehörige KulturPortal heißt www.hellweg.org; seit der www.Kulturserver-suedwestfalen.de [Die URL dazu heißt http://www.kulturregion-swf.de]  dazu gekommen ist, gibt es einen Austausch.  Von Möhnesee aus haben wir im Terminkalender einen Dauerlink nach Südwestfalen gelegt.
Beide Portale beziehen sich auf die Mutter www.kulturserver-nrw.de und da findet man alle(s) – in der HellwegRegion auch Lippstadt.

Viel tragischer ist, dass Lippstadt bzw. die Lippstädter kaum Termine eintragen. „Alle Termine ab heute sind lapidare 43. (Allein Möhnesee schaffte 253; aber es gibt noch andere meldefaule Kommunen).  Wenn Sie für den Kulturserver werben möchten, gebe ich Ihnen gerne Schützenhilfe: Z.B. jeder Veranstalter kann seine Termine als eigenen Kalender auf seine Homepage sezten u.v.m.  – einmal eintragen – vielfacher Nutzen.

Viel Freude weiterhin mit Kultur in der (Kultur)Region !

Schöne Grüße aus Soest
Arp Hinrichs

Dann mal aufgewacht,  liebe Musik- und Kneipenszene, liebe Veranstalter, liebe Galeristen, liebes PR-Team der Stadt Lippstadt, liebe Marketing-Abteilungen von Sponsoren und Kulturföderern, liebe Lippstädter. Tut es dem Stadttheater gleich und investiert ein paar Minuten in kostenlose Werbung! Denn seit geraumer Zeit könnt Ihr Kultur-Termine auf den genannten Webseiten eintragen. Wenn ich es richtig verstanden habe, muss man dazu nicht mal der Veranstalter selbst sein, kann sich also ganz allgemien für die Kultur in der Region engagieren (*Zwinkern in Richtung Sandmann*).

Es geht voran…

Unionstraße3  Unionstraße2  Unionstraße1

Langsam aber sicher nehmen die Bauarbeiten an der Unionstraße gestalt an. Erstaunlich finde ich persönlich immer wieder wie die Jungs und Mädels von der Baufirma mit ihren tonnenschweren Gerätschaften durch den metertiefen Schlamm in der Baugrube fahren.

Durch die Anbindung an die Rixbecker Straße quält sich der ganze Verkehr jetzt über die Woldemei, Geiststraße und Steinstraße (inclusive Busse und LKWs). Einige Autofahrer wissen anscheinend nicht wie breit ihr Auto ist und fahren dann auch schon mal gerne halb auf der falschen Fahrbahnseite. Deswegen mein Tipp, großräumig umfahren oder gleich aufs Rad umsteigen 😉

Shortlinks 19.02.2008

Stadtführungen im März
Wie immer der Aufruf: So gehet hin und lernet Eure Stadt kennen! An der „Frauenführung“ dürfen übrigens auch Männer teilnehmen. Der so verkürzt irreführende Titel *kopfschüttel* bezieht sich auf eine Führung zum Thema „Frauen in Lippstadts Geschichte und Gegenwart“.

Wir sind in der Spitzengruppe
Und zwar bei der WDR-Wahl! Abstimmen geht auch in der Stadtbücherei. Oder hier.

Das Ostendorf bereitet sich auf Amokläufe vor
Wieso das Ostendorf? Ist diese Schule etwa besonders gefährdet? Wie auch immer, wenn unsere Lehrerinnen und Lehrer in allen beruflichen Bereichen so kräftig Weiterbildung betreiben würden, wäre ich erfreut. Aber hey, solange man in Schulduellen gegen Realschulen noch die Nase vorn hat, ist ja eigentlich alles in Butter …

Die SPD ist auf Mitgliedersuche
… mit einem Programm, das sich „Pep“ nennt. Klingt voll hip! Die Suche nach „Talenten“ könnte man allerdings auch ins Internet übertragen und die Website der Partei mal mit einem Aufruf bestücken (mindestens).

Martin kippt ab
Sach‘ nochma‘ einer, bei uns wäre nix los!

Und zuguterletzt:
Was kann man eigentlich gegen Killerkanickel in den eigenen vier Wänden tun?

Killerkanickel

Der Blick in Nachbars Garten …

… ist zwar nicht der Hauptzweck des Lippstädter Geodaten-Projektes, aber als Landschaftsgärtner oder Dachdecker könnte man damit wunderbar Kundenakquise betreiben. Die eigens erstellte „Stadtdokumentation von oben“ hat zwar ihre Vorteile (Unabhängigkeit von fremden Angeboten und doofen Community-Einträgen, gezieltes „Befüllen“ des Stadtplans mit interessanten Daten etc.), aber oft rechtfertigen die Kosten für eine solche Software selten den Nutzen.

Denn: Stadt-Infos lassen sich auch bei Google Maps, Geocaster & Co. super einfügen (und damit weltweit in Suchmaschinen finden!), teils inklusive Routenplanung. Und einige Stichproben meinerseits haben ergeben, dass sich Lippstädter Nachbargärten mit Google Maps viel näher heranzoomen lassen als die Software, die auf lippstadt.de zum Einsatz kommt. Außerdem ist der kostenlose Google-Service etwa 20x schneller.

Wer mehr über das Geo-Informationssystem der Stadt erfahren will (und arbeitslos, Rentner oder extrem flexibel ist), der kann sich übermorgen, am Mittwoch dem 20. Februar 2008 um 14 Uhr über das Projekt informieren.

BUVISOCO mit (quasi) Lippstädter Beteiligung

Frederik Deluweit, der Lippstädtern vielleicht als Bassist Gitarrist der Band Funkproject bekannt ist, stand gestern abend in Hannover mit „Pauls Rekorder“ auf der Bühne und zitterte bei der Punktvergabe mit.

Das wollte ich eigentlich gestern schon schreiben, komme aber erst heute dazu. Abgesehen davon ist Frederik nach eigenen Angaben garnicht hier, sondern in Bremen irgendwo im Norden geboren, was ihn zum Fast-Lippstädter macht. Tja, Freddie, Strafe muss sein. Hättet ihr gewonnen, dann wärst Du selbstverständlich postwendend zum Ehrenbürger ernannt worden – aber soooh nich‘, der Herr!

😉

Gewonnen hat übrigens eine Band aus Brandenburg (ganz knapp vor ’ner Kuschelnummer eines Schweigersohnschmusebären), die meine volle Sympathie hat (und das nicht nur, weil Sie das der Welt größte Metal-Open-Air-Festival standardmäßig mit ihrem Klassiker „Julia und die Räuber“ beschließt).

Alle Songs des Songcontests gibt’s hier.

TV-Umfrage: Was Lippstadt vom Güterbahnhof-Projekt hält

Erste Erkenntnis: Es gibt ein „Lippstadt TV“. Das war mir neu.

Zweite Erkenntnis: Die Lippstädter sind geteilter Meinung zum Güterbahnhof. Und wie Hartmut ganz richtig sagt, ist die Umfrage nicht repräsentativ – insbesondere, wenn man sich die Fragestellung anhört. Die hätte ruhig etwas weniger beeinflussend und etwas mehr informierend sein können. Die Reaktionen gehen tendenziell in Richtung „Nein“ bei älteren, und „Ja“ bei jüngeren Bürgern.

Hier geht’s zum Beitrag (Unter dem Navipunkt „Filmmagazin“ ist es derzeit der zweite Eintrag)

Dritte Erkenntnis: Auf den ersten Blick sind Website und insbesondere der Funktionsumfang von Lippstadt TV ausbaufähig. Außerdem geht mein Rechner beim Aufrufen der Seite jedes Mal in die Knie. Schaut doch mal hier vorbei: da gibt’s ne Info zur Beitragslänge, TellaFriend-Funktion, Shortlink, Kommentarmöglichkeit und redaktionelle Untermalung. Was mir allerdings in Hamm genauso fehlt, ist die Möglichkeit, die einzelnen Beiträge separat zu verlinken und bei Interesse auch bei sich einzubetten. Ist ein schwieriges Thema, wenn man grade auf Hits-Fang ist, ich weiß. Aber es bringt was, glaubt mir!!

Shortlinks 13.02.2008

 Wir sind fett im Plus!
Eine Million Euronen sind im Geldsäckel! Ich beantrage,  mit diesem Geld erstmal das allernotwendigste anzuschaffen: 5 Rollen Gelbe Säcke pro Haushalt und Jahr – ab sofort!

Die Bands freuen sich schon auf’s Kneipenfestival
Wie hier zum Beispiel Joaquin von „The Big easy„. Klingt, als würde das ein Hammerfest. Aber: Handschuhe einpacken, könnte kalt werden.

Sylvia Griffin vollführt im Patriot eine delikate Balance …
… indem sie ein  heißes Thema anspricht, dann aber Allgemeinplätze als Lösung präsentiert: „Sie [Die Integration] verlangt beiden Seiten etwas ab.“
Ganz ehrlich? Das wusste ich schon …

Drei „Jugend musiziert“-Gewinner kommen aus Lippstadt
Wundert mich nicht. Musikalische Ausbildung wurde hier schon immer  außergewöhnlich gut gefördert (außer mit Proberäumen für Death-Metal-Bands, da mussten wir schon etwas suchen). Glückwunsch!

Und zuguterletzt:
Wie war das noch? Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten? Von wegen … aus ist’s mit der Agentur-Terassen-Weitsicht :

Mauer

FH Lippstadt

http://www.derwesten.de/nachrichten/campus-und-karriere/2008/2/8/news-22051354/detail.html

Eine FH würde Lippstadt sicherlich gut tun. Wie sieht die Planung aus?

Weil kürzlich das Thema „Provinz Lippstadt“ aufkam …

…, und zwar durch den Sandmann, kommt hier mal ein Beitrag von Hartmut zur politischen Landschaft. Im Großen und Ganzen teile ich Hartmuts Meinung zur Behandlung der Bürger durch die heimische Politik, abgesehen von Details.

Eines aber aus technischer Sicht: 16.000 bzw. 9.000 Visits sind nicht genauso viele unterschiedliche Besucher. Nur mal so, weil es ja auch um Statistiken ging ;o) Die Zahlen sind dennoch beeindruckend. Ich hätte gerne mal Vergleichszahlen von den Websites der einzelnen Ortsparteien gesehen.

Fazit: Lippstädter Bürger engagieren sich für ihre Stadt! Und das sogar über die üblichen „Keine Mülldeponie in <Stadtteil Deiner Wahl einsetzen>“-Aktionen hinaus! Da sind wir alles andere als provinziell!

Verkehrsanbindung

Lippstadt ist inzwischen tiefste Provinz, nicht mehr ICE-Halt und vom Ruhrgebiet (Dortmund) nur noch stündliche Direktverbindung, ansonsten heisst es in Hamm oder Soest umsteigen! Hat da jemand (oder mehrere) geschlafen? Immerhin gibt es kleinere Städte als Lippstadt die durch den ICE einen Boom erleben. Immerhin, der Lippstädter Bahnhof passt zu den Verbindungen.