Archiv für den Monat: September 2008

FORELLE?!

Als er das las, war der Andi platt wie ’ne Flunder: Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Soest gibt ein Magazin mit dem Namen „FORELLE“ heraus (auf dieser Seite weiter unten als PDF). Der Andi kam ins Grübeln, was dieser wohlschmeckende Fisch wohl mit der Gleichstellung der Geschlechter zu tun haben könnte und ist einfach nicht drauf gekommen.

Bis es ihm wie Schuppen von den Augen fiel: Das Blatt soll „For Elle“ heißen, also eine anglo-französische Textkreation, die übersetzt genauso heißt, wie eine sehr bekannte Frauenzeitschrift aus dem Boulevarddschungel. Wenn er sich den Inhalt ansieht, findet Andi dort sehr gute Artikel, die hin und wieder auch den Mann in den Mittelpunkt rücken, aber: Der Titel kommt ihm trotzdem irgendwie bedenklich vor.

Weil Frauen noch immer in Gesellschaft und Arbeitsleben öfter benachteiligt sind als Männer (erst kürzlich gab es z. B. eine EU-Studie zum Thema Gehalt und Geschlechter), geht der Titel wahrscheinlich in Ordnung. Auf lange Sicht findet Andi ihn allerdings etwas einseitig – weshalb er für eine sofortige Umbenennung des Magazins in „HIMELLE“ ist, auf dass das Zusammenleben zwischen Mann und Frau ein ebensolcher auf Erden werde!

Aber vielleicht sieht der Andi das alles zu eng und hat mal wieder nur unbedeutende Blubberbläschen produziert. Die Ausstellung „Politeia“ im Rathaus (das eigentliche Thema des anstoßgebenden Artikels) schaut er sich trotzdem sehr gerne an. Mehr noch: Er empfiehlt sie sogar ausdrücklich.

„Lippstadt bloggt“-Reader auf aktuellem Stand

Micha hat (ein bisschen angestoßen durch mein Nöckeln) den Apostroph-Bug aus der Software entfernt. Das habe ich zum Anlass genommen, folgende Änderungen durchzuführen:

: Marblicksweg ist wieder sichtbar (seine Feed-Adresse hatte sich geändert)
: Craig ist raus (Sorry, zuviel SAP-Content für einen Lippstadt-Reader, no hard feelings, ich hoffe Du verstehst das)
: Kneipentour ist drin (bot sich an, da der Relaunch im Weblog-Stil erfolgte)

Wie immer gilt: Wer rein oder raus will, bitte bei mir melden!

Schönes Wochenende!

Ach näää, watt’n schööööner Ab’nd!

Nein, mit den Apostrophen im Titel will ich nicht die Bugs in Michas Feedomix sichtbar machen (auch wenn er mir dazu heute Morgen allen Grund gibt, grrr). Sondern einfach mal widda’n Pfund Lokaalromanntik in die Sache hier reinbringen tun *schnieef*:

Hach nää, watt schön - Lippstadt, Herbstabend am Hellinghäuser Weg
Aufgenommen gestern Abend am Hellinghäuser Weg (mit mein‘ neuen Kameragehäuse).

Um solche (und andere) wunderbare Momente auch in Zukunft nicht zu verpassen, nehmen Sie bitte den Feedomix-Reader „lippstadt bloggt“ in Ihre Browserleiste auf. Informationen zum Reader erhalten Sie hier. Vielen Dank ;o)

EDIT: Lippstadt auf Abwegen, zweites Wochenende

Wochenende. Das Schwesterchen kommt aus Berlin. „Lippstadt auf Abwegen“ neigt sich seinem Ende entgegen. Also wie immer den Kleinen geschnappt und los zur Parkour-Vorführung. Auf dem Weg dahin ist uns Rene auf seinem Bierfahrrad begegenet, im Schlepptau die „Aufräumer“ der EinWEGverpackungen-Aktion. Die hatten ’ne Menge Spaß, und das lag nicht nur am Inhalt von Renes Fahrrad, sondern auch an der sehr guten Musikbegleitung.

Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen

Jezt aber zum Parkour: Es schien eine bunte Truppe zu sein, ich habe verschiedene Sprachen und Dialekte unter den Akteuren gehört. Uns was die auf dem Volksbank-Parkplatz auf Knepper-Müllcontainern gezeigt hat, war recht imposant, vor allem für jemanden wie mich der sich mit Ach und Krach geradeaus bewegen kann:

Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen

Danach sind wir noch der Aufräumtruppe in den Nicolaiweg gefolgt. Die Anwohner dort haben Einblicke in ihre Gärten gewährt, über den Nicolaiweg und seine Geschichte informiert und die Gelegenheit genutzt, mithilfe eines Flohmarkts die eigene Rümpelkammer etwas zu leeren. Wir haben die nette Atmosphäre genutzt, um etwas Lippstädter Kaffee zu trinken.

Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen   Lippstadt auf Abwegen

Die Stadt hat im Rahmen der Aktion „Lippstadt auf Abwegen“ jede Menge spannende Aktionen auf die Beine gestellt, viele davon konnte ich mir leider nicht ansehen. Wie bei jeder Aktion gab es auch hier Unkenrufe (teilweise auch politisch motiviert). Wir sind da anders, die Autoren des Lippstadt-Blogs haben eher Verbesserungsvorschläge gegeben, Pisi hat sich sogar hingestzt und eine Alternative für die Aktions-Website zusammengezimmert. So soll es sein, denn auch als Westfale muss man ja nicht gleich immer alles schlechtreden, nur weil’s aus der eigenen Stadt kommt. Ich fand das Angebot jedenfalls spannend, und die Stadt war wieder mal richtig voll. Hat Spaß gemacht, gerne wieder ;o)

Apropos Unkenrufe: Wenn man selbst nix hinkriegt, kommt natürlich Neid auf. Und der entlädt sich ab und zu nicht nur in Meckereien, sondern auch in unschönen Taten. Darüber kann ich dann nur den Kopf schütteln:

Lippstadt auf Abwegen


Edit 26.09.2008:

Chr1s berichtet bei der kneipentour, dass die Anwohner am Samstag um 20 Uhr die Polizei gerufen haben. Die Nachtsichten-Aktion war ihnen zu laut. Ja Leute, dann ruft doch am besten in zwei Wochen schon nachmittags die Ordnungshüter, weil das Kinderkarussel zu sehr bimmelt. Wer in der Innenstadt wohnt, rechnet doch wohl mit solchen Aktionen. Hier wünsche ich mir etwas mehr Toleranz für neue Ideen. Mit Haltestellen-Partys auf Zimmerlautstärke kann man sich zumindest schlecht brüsten *kopfschüttel*

Edit: Auf Abwegen, musikalisch

Kennt Ihr das auch, wenn jemand ’ne super Leistung hinlegt, die er dann aber mit einer anderen Handlung wieder selbst zerstört? Habt Ihr dann auch schonmal sowas gedacht wie „Das hätte doch jetzt echt nicht sein müssen!“? Sowas in der Art ist mir in dieser Woche passiert, als ich auf der Website von Chistian Schwede vorbeischaute.

Aber erstmal zum angenehmen Teil: Christian Schwede hat gestern Abend im Q-Park und im Rahmen der Aktion „Lippstadt auf Abwegen“ musiziert. Erst allein bzw. zusammen mit Kindern, dann mit einem Kollegen als die Band „Ground Level Control„. Man hörte und sah einen interessanten Mix aus melancholisch-nachdenklichen Stücken, experimenteller Musik und Videoinstallationen.

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Dazu gab es selbstgebruzzelte Würstchen und Getränke. Die Musik kam beim Publikum gut an, die Laune war hervorragend. Was also sollte diesen Abend für mich trüben?

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Lippstadt auf Abwegen, erstes Wochenende

Wir hatten am Wochenende wenige feste Termine. Also haben wir uns den Kleinen geschnappt und uns angesehen, was so in der Stadt los war. Es lockten die Aktionen „Lippstadt auf Abwegen“ und „Lippstadt Culinaire„.

Orangene Verpackungen
Es gibt einige Kunstformen, die ich nicht verstehe. Da ich in den vergangenen Jahren mehrmals ernsthaft versucht habe das zu ändern, kann ich sagen: Das Problem liegt definitiv bei mir. Insofern betrachte ich die eingehüllten öffentlichen Gegenstände in der Stadt ganz wertneutral.
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Oder anders ausgedrückt: Der Kunstverein hat es initiiert, also muss es Kunst sein ;o)
Es gibt allerdings auch ausgereifte Meinungen von Leuten, die ausgewiesenermaßen mehr Kunstverständnis haben als ich. Nur soviel vielleicht: Die Einweg-Verpackungen haben einen definierten Zweck, nämlich eine gewisse Wanderstrecke durch die Stadt sichtbar zu machen. Insofern hinkt ein Vergleich zu Christo oder Steinbrener/Dempf, bezüglich der Objektwahl und der Zweckfreiheit, die Kunst ja immer für sich in Anspruch nimmt. Für mich war es eher sowas wie das Veranstaltungs-Branding.

Theremin-Workshop
Lange konnten wir uns in der Jacobikirche nicht aufhalten, Sohnemann schaute bei den Sphärenklängen ab und zu schon etwas verdutzt aus der Wäsche. Teils war es auch zu laut für ihn. Aber spannend sind die Geräte allemal. Die Gruppe probierte gerade ein Lied mit Klavierbegleitung. Ich war froh dagewesen zu sein, sowas hört und sieht man nicht alle Tage. Ich glaube da gibt es nochFolgeveranstaltungen. Gehe ich hin wenn ich es schaffe. Echt empfehlenswert!

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Couchen
Eine weitere nette Idee sind die (vielleicht etwas harten) Couchen. Gut, ich saß jetzt auf keiner drauf, aber es macht irgendwie einen gemütlichen Eindruck: ne Stadt mit Sesseln überall, das habe ich zuletzt in Barcelona und Berlin gesehen. Können ruhig stehen bleiben.

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Ohr-Erinnerung
Die Idee finde ich grandios, so werden Orte in einen historischen Kontext gestellt (hier das Exemplar am Stadttheater). Die Lautsprecher der OhrErinnerungen waren aber allesamt zu leise eingestellt- da tönt so manches Handys lauter.

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Parkour

Will ich mir diese Woche unbedingt ansehen!! Vor allem, nach dem Presseerferent Baumgarn galant-sportlich am Rathausplatz gezeigt hat, was Parkour überhaupt ist ;o)

Baumgarn beim Absprung

Kunst im Q-Parkhaus
Wie gesagt: Andi und Kunst, da gibt es kaum Überschneidungspunte. Vielleicht haben mir deshalb die Comic-Bilder am besten gefallen. Kunst an ausgefallenen Orten zu zeigen, ist jedenfalls eine gute Methode um Muffel wie mich anzulocken. Klasse fand ich, dass einer der Künstler direkt vort Ort ein Bild erstellt hat. Quasi zum Anfassen.

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Lippstadt Culinaire

Kurz gesagt: Mjam! Wir haben zwei Gerichte probiert und beide waren sehr gut. Der absolute Renner war wohl ein Gulasch an Birne. Was soll ich sagen, der Bauer isst halt am liebsten, was er kennt (OK, ich hätte es auch fast genommen ;o)

t.b.c.

Kunununuhhh…

Kununu, das ist kein neuer Kinderladen und auch kein indisches Herbstfest. Kununu, das ist eine Plattform, auf der man seinen perfekten Arbeitgeber finden kann, weil die dortigen Arbeitnehmer ihn ganz unabhängig bewerten. Soviel zur Theorie. Jetzt zur Praxis: Deutschland ist im Bewertungswahn. Alles lässt sich bewerten und kommentieren –  vom pefekten Abendessen über verschiedene Talent(frei)shows im TV bis zum Internet, wo man zu Lehrern, Nachbarn, Ebay-Verkäufer, ja eigentlich allem Stellung nehmen kann. Und jetzt sind eben auch die Arbeitgeber dran. Du bist Deutschland Jury!
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Wordle?

Also, ich habe grade erst davon gehört: mit Wordle kann man einen beliebigen Text, den Inhalt einer Website oder eines del.icio.us-Accounts per Knopfdruck in eine Textwolke verwandeln. Mit einer „Random“-Funktion wechseln dann Aussehen und Farbe der Wolke. Kunst auf Knopfdruck? Bald vergessene Spielerei? Überlassen wir kreative Prozesse demnächst dem Rechner?


Hier die Lippstadt-Blog-Wordle-Wolke von heute:

Lippstadt-Wordle

Shortlinks 02.09.2008

Für Dumme steht’s jetzt auch dran – Lippstadt ist betafelt
Tolle Sache, die ich aus anderen Städten kennen und schätzen gelernt habe.

Jasmin bald im Fernsehen
Aufatmen: Ab sofort braucht man nicht mehr heimlich FHM blättern. Wofür sie wohl wirbt?

INI will Gesamtschule im Alleingang anbieten
Genügend Eltern mit eigenem Willen haben sie ja zusammen

Neue Filmproduktion mit Veronika Ferres dreht auch in Lippstadt
Titel: „Unter Bauern“. Na, herzlichen Dank auch ;o)

Lippstadt gewinnt gegen Dornberg!
Ob glücklich oder nicht, wir haben die Punkte! Sorry Tina, aber das musste erwähnt werden ;o)

Der Patriot hat Sommerloch
Eisverkäufer liest Horoskop aus dem Hörnchen? WTF!

Und zuguterletzt:
Immer schön locker bleiben! Fotoaufnahmen „Loose Jaws“ mit Lippstädtern.

Lippstadt auf Abwegen! Teil 2

Wie ich vor ein paar Tagen berichtet hatte, war ich mit dem Erscheinungsbild der Aktionsseite „Lippstadt auf Abwegen“ nicht sonderlich zufrieden. Weil ich aber nicht nur mosern sondern auch tätig werden wollte, habe ich eine eigene Seite gebaut und dem Stadtmarketing den Vorschlag gemacht, meine Seite einfach in einem 100% Frame in ihre Domain einzubinden. Ich bin gespannt ob der Vorschlag angenommen wird. Hier gehts zu meinem Ergebnis »