Ich hatte mich eigentlich darauf eingerichtet, den gestrigen Abend im Brauhaus zu verbringen und mir die Diskussion zum Thema “Stadtmarketing auf dem Prüfstand” anzusehen. Kurz bevor ich dorthin aufbrach, ereilte mich aber der Anruf von Pisi. Er sei mal wieder in der Stadt und wolle jetzt auch unbedingt ganz schnell seinen Tütengras-Gewinn abholen (Achtung, überspitzte Darstellung).
Ich bin also schnell zum Brauhaus gefahren, habe mir die Eingangsplädoyers von selbsternannter SPD-Richterlichkeit und der Verteidigung angehört und habe ein paar Fotos geschossen. Diese wenigen Minuten im gut gefüllten Raum bestätigten meinen vorab gewonnenen Eindruck von der Veranstaltung:
Eine Oppositionspartei sucht sich einen möglichst angreifbaren Teil des laufenden Stadtbetriebes aus (Marketing ist ja so wunderschön schwammig, da kann jeder was zu sagen) und kloppt der öffentlichen Aufmerksamkeit wegen mal ordentlich drauf rum.
Ich kann leider nicht sagen, wie die Disskussion ausging, aber wenn sich nach den Anfangsplädoyers nicht viel getan hat, dann bleibt festzuhalten: Das Lippstadt-Marketing ist notorisch knapp bei Kasse. Was das Team trotzdem alles mit großem Einsatz auf die Beine stellt, ist teilweise preisverdächtig, mindestens aber mehr als lobenswert. Und dass es immer etwas zu verbessern gibt: Oh Wunder und siehe da, das wusste das Stadtmarketing-Team auch schon, bevor die SPD es drauf stieß. Nein, wer hätte das nur gedacht!
Ich mache aus meiner politischen Ausrichtung ja keinen Hehl, aber DAS ist eine Stadt-SPD, in die ich nicht eintreten wollte. Auch wenn es sich bei solchen Veranstaltungen anscheinend um städtisches Tagesgeschäft und das bekannte “Klappern zum Handwerk” handeln mag: Wer sich in Boulevardblatt-Manier reisserische Themen der Aufmerksamkeit wegen auf die Fahnen schreibt, hat schlicht weniger Zeit für das, wofür er im Amt und Würden ist: Politik.*
Und deshalb habe ich es kein bisschen bereut, dass ich verfrüht abgereist bin um mich mit Pisi und seiner Freundin zu treffen. Wir haben uns über die Stadt, die aktuelle Politik, die Partyszene, aber auch über private Dinge sehr nett bei einer Tasse Kaffee (Herr Thombansen kann nicht nur verzüglich Bier brauen) unterhalten. Ganz zum Schluss kam das Thema “Bloggertreffen in Lippstadt” auf. Es braut sich da was zusammen, lange kann’s nicht mehr dauern ;o)
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Im Gegensatz zu gestern erwarte ich für die Veranstaltung heute Abend richtig viele spannende Wortgefechte. Und das schöne ist: Das EVG ist nur einen Katzernsprung entfernt von Zuhause ;o)
* Der Fairness halber sei nochmal erwähnt, dass ich nur einen kleinen Teil mitbekommen habe. Bin gespannt, was der Patriot über den Ausgang berichtet.



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