Die Stadt ruft zurzeit ihre Bürger aktiv auf, einen Fragenbogen zum Thema Internetanbindung und -Geschwindigkeit auszufüllen. Grund dafür seien die wiederholten Klagen über “mangelnde Verfügbarkeit von Breitband-Internet”, so die Meldung.
Anstatt sich auf die Angaben der Internet-Anbieter zu verlassen, fragt uns also jetzt die Verwaltung, wie schnell wir so im Allgemeinen angebunden sind. Die Ergebnisse der Umfrage sollen Grundlage für Gespräche mit den Anbietern sein.
Ist doch erstmal top, und der Fragebogen ist auch weitgehend anonymisiert (Straße und Hausnummer müssen logischerweise angegeben werden). Mir ist nur aufgefallen, dass die Frage nach der genutzten DSL-Geschwindigkeit zu Irritationen führen könnte: Viele werden hier einfach die Zahl angeben, die sie bei ihrem Provider auf der Rechnung finden, denn so sind die Antwortmöglichkeiten im Dropdown-Feld auch formuliert. Die “gebuchte” Geschwindigkeit stimmt aber selten mit der überein, die tatsächlich beim Kunden ankommt.
Beispiel: Ein kleiner Test bei mir Zuhause zeigt, dass von meinem gebuchten und bezahlten DSL 6000 (Downloadgeschwindigkeit von max. 6016 kbit/s) gerade mal 2930 kbit/s übrig bleiben. Also die Hälfte.
Ich weiß, solche Fragebögen müssen kurz bleiben, damit sie auch ausgefüllt werden. Aber diese Frage, in Kombination mit einem Hier-können-Sie-selbst-mal-testen-Link hätte bestimmt spannende Fakten hervorgeholt, die auch für Verhandlungen nützlich gewesen wären.
Ich mache selten Aufrufe, aber in diesem Fall kann ich es ruhig mal riskieren: Macht mit bei der Fragebogen-Aktion der städtischen Verwaltung, auf dass wir demnächst alle schneller surfen können denn je ;o)



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