Archiv für den Monat: Januar 2009

Krimis

Lippstadt scheint bei Krimiautoren beliebt zu sein. Hier ein Krimi, bereits vor Jahren erschienenen, auch im Patriot besprochen und sicherlich vielen bereits bekannt: „Das Geheimnis der Madonna“, erschienen im Hanseverlag der EVA.

Verlagsmitteilung:„Die Hansestadt Lippe (Lippstadt) im Jahr 1338: Der Handel blüht und gedeiht. Ebenso das Verbrechen. Eine kriminelle Vereinigung von Ratsherren, Hansekaufleuten und Handwerkern betreibt ein schwungvolles Geschäft mit Falschgeld. Der Reichtum wächst, die Gier wächst mit. Das wird einem Mitglied der Bande zum Verhängnis.Zehn Jahre später werden in der Brüderkirche am Altar der Madonna hinter einer stümperhaft gemauerten Wand, ein Skelett und drei Münzen gefunden.Elisabeth Werringhausen, Witwe eines erfolgreichen Lipper Hansekaufmannes, und Ademar de Cluny, ihr Jugendfreund und Bursar des Augustinerklosters haben einen Verdacht: Das Opfer kann nur der verschollene Zwillingsbruder von Elisabeth sein. Als sie der Wahrheit zu nahe kommen, versetzt ein erneuter brutaler Mord die Stadt in Angst und Schrecken. Aber Elisabeth lässt sich nicht entmutigen und lüftet das Geheimnis der Madonna.“

Ein paar Fragen an … Dominic Boeer

Alle, die jetzt direkt denken „Och nöö, der Typ, der bei GZSZ völlig abgehoben ist und mit Lippstädtern nix mehr zu tun haben will.“ kann ich hiermit eines Besseren belehren. Das Thema GZSZ ist abgehakt, der Mann geht neben dem Showgeschäft sogar einer ganz normalen Arbeit nach. Als Lehrer! Doch, doch! Also bitte, Star-Allüren andichten könnt ihr wemanders!

Wer immer noch nicht weiß, um wen es geht, hier eine Gedächtnisauffrischung (Sorry, konnte nicht widerstehen ;o):

Dominic Boerr nackt in „Die Camper“ (RTL) – MyVideo

Hier Dominics Antworten auf … ein paar Fragen an ihn.

Lippstadt-Blog:
Hallo Dominic. Tageszeitungen greifen gerne mal die „Einer von uns in der großen Welt“-Story auf. Auf Dich trifft diese Aussage mal ganz klar zu: Du hast in etlichen bekannten Serien und Filmen mitgespielt, hast TV- und Radio-Shows moderiert und nicht zuletzt auch eine Weile auf der Bühne gestanden. Wie sieht Dein Leben im Moment aus? Stehen wieder Filmprojekte an?

Dominic Boeer:
In meinem Leben herrscht glücklicherweise immer noch das gewohnte Chaos. Gerade habe ich die Dreharbeiten für den ARD-Film „Woche für Woche“ abgeschlossen (Ausstrahlung am 11.3.09) und ab März werde ich dann für ein gutes halbes Jahr 20 neue Folgen für die Soko Wismar drehen. Ansonsten beginne ich jetzt auch damit, ein wenig hinter der Kamera zu arbeiten… Für 2009 plane ich die ein oder andere Polit-Dokumentation. Darüber hinaus nimmt meine Dozententätigkeit an der ISM in Dortmund sehr viel Zeit in Anspruch. Heute Abend, beispielsweise, liege ich auf meiner Couch in Berlin und korrigiere Hausarbeiten.

Lippstadt-Blog:
Schon zu Beginn Deiner Karriere konnte man ahnen, dass Du im Showbiz gut aufgehoben bist. Ich denke da an die eigene Elvis-Musicalproduktion, aus der sich dann auch noch eine Band mit vielen Auftritten in der Region „ausgekoppelt“ hat. Wie oft denkst du an die Zeit in Lippstadt zurück?

Dominic Boeer:
Sehr oft! Das war eine fantastische Zeit! Ich habe in den letzten 10 Jahren kein Projekt mehr gemacht, daß mir so viel bedeutet hat, wie das Elvis Musical… und ich war in meinem Leben ganz sicher nie wieder so aufgeregt wie am Premierenabend im Stadttheater. Genau auf diese Bühne, die eine Zeit lang mein zweites Zuhause war, möchte ich gerne eines Tages zurückkehren.
Auch wenn vieles von dem, was ich heute mache, sicher viel professioneller ist als meine ersten „Gehversuche“ auf der Bühne, fühlte sich in Lippstadt das Meiste trotzdem „echter“ an. Das wird für mich ewig unvergessen bleiben!

Lippstadt-Blog:
Der erste Schritt zu festen Buchungen bei ARD, RTL & Co. war sicherlich die WDR-Serie „Unsere Polizei“. Wieviel Handwerk hast Du von dort mitnehmen können?

Dominic Boeer:
Ich freue mich über die tolle Recherche! Viele Journalisten sehen meine Soap-Zeit bei GZSZ als Startpunkt, aber das war er ganz sicher nicht. Bei der WDR-Produktion konnte ich mich austoben, zum ersten Mal ein echtes Rollenstudium betreiben, zum ersten Mal vor laufender Kamera emotional sein, lachen, weinen, prügeln…. eben das volle Programm.
Es war für mich die richtige Serie zum richtigen Zeitpunkt, weil sie mir geholfen hat, den Sprung von der Bühne zum Film zu schaffen. Ich hätte damals nie gedacht, wie groß der Unterschied zwischen Theater und Film tatsächlich ist. Selbst wenn ich in einer Szene nur ein Glas Wasser trinken muss, mache ich das vor der Kamera völlig anders als auf der Bühne. Über diese verschiedenen Spielweisen zwischen Bühne und Film könnte ich stundenlang philosophieren …

Lippstadt-Blog:
Bist Du eigentlich zwischendurch mal wieder in der Region? Und wenn ja, was steht dann auf dem Stundenplan? Dürfen wir uns eventuell irgendwann auf einen Auftritt von „unserem“ Elvis freuen?

Dominic Boeer:
Ich komme recht häufig in die Gegend. Gerade da die Dortmunder Hochschule, an der ich doziere nur einen Steinwurf entfernt ist, bin ich relativ oft bei meinen Eltern zu Besuch. Meistens hat meine Mutter dann schon drei Kuchen gebacken und eine Pute im Ofen! Es gibt eben nichts schöneres, als nach einer Joggingrunde durch den Grünen Winkel mit meiner Familie im Garten (direkt an der Lippe) zu sitzen und stundenlang zu essen.
Ein Elvis Comeback ist sehr unwahrscheinlich. Dieses Kapitel ist abgeschlossen. Vielleicht komme ich ja als Johnny Cash oder Dean Martin wieder?

Vielen Dank an Dominic für die Zeit. War sicher ’ne ganz angenehme Abwechslung zum Klausuren korrigieren ;o) Tja, Dominic Boer als Johnny Casch – Na, das würde ich gerne mal sehen.Was sagt Fachmann Metty dazu?

Mädchen und Internet – Update

Meine Gedanken zu diesem Artikel von Rouven waren damals in etwa

„Ach was! Ausrutscher! Ganz weit weg passiert! Und außerdem: So ’ne Behauptung is politisch igittipfui!“

Heute bin ich dann auf dieses Video aus Lippstadt gestoßen:

Voll erschrocken – MyVideo

Sorry Rouven, Du hattest Recht! Wie konnte ich je an Deiner unfehlbaren Meinung zweifeln!

Einer der Suchbegriffe (die man beim Hochladen selbst eingibt) lautet übrigens „dumm“. Dem ist nicht hinzuzufügen.

Gedanke zum Wochenende

Da strampelst Du Dich ab,  in weinseligen Diskussionen mit  Großstädtern, um allen zu zeigen, wie weltoffen Deine Stadt ist. Wie elegant-modern ihre Bewohner sind, ja wie sie fast citoyengleich durch Straßen und Gassen wandeln …

… und dann schaust Du auf die Website Deiner Tageszeitung und siehst, dass der erste Platz der Top-10-Artikel des Tages belegt ist von einem durch Kältetod verstorbenen Zuchtbullen aus Benninghausen.

Weg für soziale Gerechtigkeit Etappe Lippstadt

Weg für soziale Gerechtigkeit

Weg für soziale Gerechtigkeit

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in Deutschland immer größer.

Der Sozialabbau nimmt immer menschenunwürdigere Züge an.
Der Armutsbericht spricht eine deutliche Sprache.
Kinderarmut, Armut im Alter, Hartz IV, Arm trotz Arbeit diese Themen betreffen immer mehr Menschen in unserem Land.

Wir wollen aufmerksam machen auf die Nöte die jeden schneller als je zuvor treffen können.

Die Aktion: Weg für soziale Gerechtigkeit

Am 23.03 09 diesen Jahres treten Siegfried Kurtz und L.M.A Agricola zu Fuß den Weg von Hellenthal (NRW) nach Berlin an, um auf die wachsende Armut und Not in Deutschland aufmerksam zu machen. Sie starten nicht mit leeren Händen, denn bei ihrer Ankunft werden die Beiden eine Unterschriftensammlung im Bundestag abgeben.

Eines der Etappenziele an denen übernachtet werden soll ist Lippstadt.

Derzeit gibt es in Lippstadt weder eine Anlaufstelle, noch eine gesicherte Übernachtung.

Um so mehr erfreut es mich durch einen Kommentar auf dem Blog Sozialkampf.wordpress.com den Hinweis auf Lippstadt-blog.de gefunden zu haben.
Vielleicht kann und mag jemand persönliche Vorschläge machen, wie man in Lippstadt einen Empfang veranstalten könnte.
Ich finde schon daß es auf jeder Etappe etwas zu feiern geben sollte.

Die Aktion ist so ausgelegt, daß keine Unterstützung von Parteien geduldet wird.
Wortmeldungen von mindestens einer Partei, diese Aktion zu fördern gab es schon, dies wurde jedoch abgelehnt.
Es ist eine reine und überparteiliche Aktion von Bürgern. Leider ist dementsprechend die Bordkasse leer, kennt man ja.

Vielleicht kann jemand für die, mittlerweile zwei Personen, die den Weg zurücklegen eine Übernachtungsgelegenheit in Lippstadt vorschlagen.
Die Beiden sind sogar bereit für die Durchsetzung der Aktion im Zelt zu übernachten. Hoffe mal es läßt sich besser richten.

Die Ankunft in Lippstadt ist am 02. April 2009. Würde mich freuen wenn es in Lippstadt eine gute Unterstützung durch zahlreiche Bürger gäbe.

Netter Gruß nach Lippstadt
Der Sozialkämpfer aus Schleiden (Eifel)

Es ist mir ein Anliegen …

auf diesen Vorfall hinzuweisen. Für meinen Geschmack wird viel zu oft bei schweren Unfällen im Sport einfach weiter gefahren, geradelt, gespielt – mit einem Auge auf die Sponsoren schielend, die ja irgedwie aufgrund ihrer Zahlungen ein Recht auf ACH HÖR DOCH AUF! Wenn sich beim Sport jemand lebensgefährlich verletzt oder sogar Schlimmeres passiert, dann WILL ich den Wettbewerb garnicht bis zum Ende ansehen. Weil es dann einfach Wichtigeres gibt. Und vielen Sponsoren geht es sicher auch so.

Genau deshalb möchte ich an dieser Stelle den beiden C-Junioren-Mannschaften der Vereine SV03 Geseke und SV Büren für ihre gemeinsame Entscheidung danken, auf ihr Endpiel (!) in der diesjährigen Hallenkreismeisterschaft zu verzichten!

Weil es leider eben etwas ganz Besonderes ist, das zu tun! Weiß jemand, wie es dem Spieler aus Tudorf geht?

Probleme mit der IT?

Wenn Dich Dein IT-Mensch im Büro mal wieder auf die Palme bringt, weil er

: statt einer für mitteleuropäische Verhältnisse verständlichen Antwort auf Deine Frage lieber gefühlte 5 Fachvokabeln pro Satz benutzt
: Dir stets 20 Gegenfragen stellt, die „unbedingt erst geklärt werden müssen“, die Du aber schon deshalb nicht beantworten kannst, weil Du weder ein Informatikstudium absolviert, noch je einen C64 in Rekordzeit auseinander- und wieder zusammengebaut hast
: jede konkrete Anfrage schon im Ansatz mit den folgenden Worten abblockt:“Ja also DAS geht schomma überhaupt nicht, und zwar weil …“ – mit anschließendem 10-Minütigem Fachvortrag

… dann entlarve sein oder ihr Blendfeuer demnächst mit einer Mail, in der dieses wunderbaren Filmchen steckt:


Mir passiert sowas eher selten, Tendenz nie. Bislang brauchte ich das Filmchen nicht. Aber der Clip ist stets geladen und feuerbereit! Versuchts also erst garnicht!



PS: Auch wenn man’s nicht so merkt: IT-Leute sind auch nur Menschen. Doch! Ellich! Das blitzt z. B. bei den immer mal wieder herrlich-selbstironischen Editorials der c’t durch.

Du Pisi, datgehtsonich

Also ich mein, einfach so fastfood-tv-trash gucken und das auch noch gut finden! Dat is doch überhaupt nich vollliberalerundemanzipierterakademischcoolerbloggertyp-gerecht. Du, ich glaub‘, wir müssen da mal drüber reden, echt.

Also, hättste jetzt gesagt, ja, so aus rein medialsoziologischen Gesichtspunkten is‘ das so voll total wichtig, ne, dann wär‘ das ja noch okeh gewesen, weissde. Aber so richtich in echt RTL schauen, und auch noch, weil’s Spaß macht – das ist ein absolutes no go, Du.

Ellich.

Ein paar Fragen an … Horst Bosetzky

Ich hab‘ Lust auf ’ne neue Reihe.

Ab sofort werde ich unter der Überschrift „Ein paar Fragen an …“ immer mal wieder Mini-Interviews veröffentlichen. Die Interviewpartner haben dabei immer eine besondere oder interessante Beziehung zu Lippstadt. Mein erster Interviewpartner ist Horst Bosetzky, Krimi-Autor und emeritierter Berliner Soziologie-Professor. In einer aktuellen Kurzgeschichte macht er Lippstadt zum Ziel einer Art Firmen-Butterfahrt mit Todesfolge.

Es freut mich, zum Auftakt der Reihe einen so namhaften Autoren präsentieren zu können, zumal Herr Bosetzky nach eigener Aussage ohne Privatsekretär, dafür aber mit neuem Computer derzeit organisatorisch eigentlich leicht überfordert ist. Viel Spaß!

Lippstadt-Blog:
Herr Bosetzky, in Ihrem aktuellen Krimi „Im selben Boot“ aus dem Buch „Mord-Westfalen“ sind die Hauptfiguren auf dem Weg zu einem Betriebsausflug nach Lippstadt. Lassen sich hier Mordpläne etwa besonders gut realisieren?

Horst Bosetzky:
Ich sollte in wenigen Tagen eine Kurzgeschichte schreiben, die in OWL spielt, und habe mich da an das lange zurückliegende Abenteuer eines Freundes und früheren Kollegen erinnert, der mit seiner Familie bei einem Bootsausflug auf der Lippe gekentert ist und fast ertrunken wäre. Da er aus Lippstadt kommt, war klar, daß die Geschichte wegen seiner präzisen Ortsangaben nur dort spielen konnte.

Lippstadt-Blog:
Ganz kurz und ohne zuviel zu verraten: Worum geht’s in der Geschichte?

Bosetzky:
In der Geschichte geht es um die gnadenlosen Positionskämpfe in der heutigen Arbeitswelt, wo man nur nach oben kommen kann, wenn man über Leichen geht. (Ich bin ja von Hause aus Organisationssoziologe.)

Lippstadt-Blog:
Ihr Leben und Wirken ist stark mit Berlin verwurzelt. Hegen Sie vielleicht eine versteckte Beziehung zur westfälischen Provinz, die Ihren Fans bislang verborgen blieb?

Bosetzky:
Was die „westfälische Provinz“ betrifft, da gibt es einige Berührungspunkte, angefangen von meinen Eltern, die in Bad Oeynhausen und Bad Meinberg zur Kur waren, bis hin zu meinen Vorträgen und Lesungen u.a. in Bielefeld, Gütersloh, Halle (Westfalen) und Verlagen in Herford und Bielefeld.

Lippstadt-Blog:
Hatten Sie schon Anfragen, den Krimi in Lippstadt zu lesen? Und wenn nicht: Würden Sie?

Bosetzky:
Nein, aus Lippstadt hat noch niemand angefragt, ich würde aber gern zu einer Lesung anreisen, wenn es jemand tut.


Dank an Herrn Bosetzky, dass er sich Zeit für die Antworten genommen hat.

Shortlinks 06.01.2009

Sascha Tschorn ist im Lippstadt-Feed, LP59 ist raus.
Sascha schreibt mit viel Bezug zu Lippstadt, was mir als testweise Aufnahme erstmal reicht. Dass es sich bei LP 59 mehr oder weniger um das Online-Organ einer politischen Partei handelt, habe ich erst nach der Aufnahme in den Feed gemerkt. Ein Blog von einer Partei ist mir dann aber doch irgendwie zu einseitig. Ich hoffe diesbezüglich auf Verständnis.

WinterlichIdyllische Blicke …
… liefern derzeit diverse Webcams aus der Stadt. So zum Beispiel die Cam des SV Lippstadt 08 mit einem verträumten Bolzplatz Stadion oder Lippstadt-Live, sofern man beispielsweise einen Blick auf den Wasserturm riskiert.

Boah, is dat kalt!
Die Kehrseite winterlicher Idylle: Lippstadt auf Platz 8 6 der kältesten Orte Deutschlands am 6. Januar 2009

Bestof der Hinrunden-Tore vom SV Lippstadt 08

Da ist mal ein ganz geduldiger Schnittmeister am Werk. Danke dafür!

„Spoiler“ bedanken sich für einen tollen Jahresabschluss in der Südmeile
Ich war leider nicht da – was ich bereue, wenn ich mir die Mucke so anhöre. Grüße nach Krefeld, wenn’s Euch gefallen hat, schaut doch mal wieder vorbei ;o)

Und zuguterletzt:
Wie kann man bitte das Wort „Slayer“ falsch schreiben? Unglaublich! Liebe Bayern, bitte bleibt einfach beim Bier brauen, danke!

Slayer

Auf der Suche nach dem weißen Gold

Tach zusammen. Frohes Neues! Ich habe den Jahreswechsel ja in Bielefeld  erlebt,war ne wunderschöne Auszeit. Als ich dann Sonntag zurück in Lippstadt war, begrüßte mich – ’ne Ladung Schnee! Mein Haus war das einzige in der Straße, dessen Gehweg nicht geschüppt worden war. Mit einem unverständlichen Grummeln in Richtung Nachbarn nahm ich das Räumgerät und legte los. Leider war’s zu spät, gut 2cm plattgetretener Schnee blieben liegen. Und im Keller natürlich kein Streusalz.

Die Suche nach Nachschub gestern war schwieriger als angenommen: Der Baumarkt meines Vertrauens schüttelte heftig den Kopf. „Kriegen wir nächste Woche wieder rein.“Boah, Herrschaften, am MONTAG! Da hilft dann auch kein noch so großer Rabbatt. Kollegen erzählten mir außerdem, dass es in anderen Baumärkten nicht besser aussähe (Außer dem Mann aus Warstein, der schwärmte uns ein Märchen aus Tausendundeiner Schneenacht vor, in dem sich wunderschöne Salzsäcke in Massen bis an die Decke türmten – Aber im Ernst, wer fährt schon nach Warstein, wenn’s nicht ganz unbedingt sein muss?)

In der Antike galt Salz als Geschenk der Götter. Und so sah ich mich schon fast auf den Knien, betend, flehend, an irgendeinen Gott, ganz egal welcher, Hauptsache er hat dieses verdammte Zeuch vorrätig. Zum Glück habe ich aber immer einen Gordon in der Nähe, der sich bestens in Lippstadt auskennt. Und anscheinend Salzfetischist ist. Auf jedenFall wusste er zielsicher, was zu tun war, damit ich endlich Salz auf meiner Haut unter meinen Schuhen spüren sollte. Und weil ich jetzt erstmal genug Salz habe, verrate ich Euch auch, wo ich fündig wurde: Im Lippstädter Raiffaisen-Markt.

;o)