Archiv für den Monat: Februar 2009

Showdown im Nassraum


Kurz-Schau(er)spiel in zwei Worten.

Szenerie: heimisches Schwimmbad, Herren-Duschraum
Handelnde Personen: 3 Rentner, 1 Glatzkopf, 15 Viertklässler
Zeit: Morgens, kurz nach 8 Uhr
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Viertklässler stürmen den Duschraum, versuchen eine der „coolen“ Duschen zu erhaschen, unterhalten sich, albern herum.

Rentner 1, 2 und 3: rollen mit den Augen
Rentner 1 nach einiger Zeit ironisch: „Lauuuter!“

Rentner 1 schaut sich grienend und applausheischend um
.

Rentner 2:
kichert
Rentner 3: hebt den Daumen in Richtung Rentner 1
Glatzkopf: wendet sich angewidert ab
Viertklässler: verstummen

Leicht aufkommendes Geflüster unter den Viertklässlern.

Ein Vierklässler ironisch: „Ruhe!“
Glatzkopf: kichert und hebt den Daumen Richtung Viertklässler
Rentner 1, 2 und 3: Wenden sich angewidert ab

Vorhang!

Ich hätte da noch ein paar …

Kennt Ihr das: Ihr beschäftigt Euch mit einer Sache etwas intensiver, und auf einmal scheint sich die ganze Welt nur noch darum zu drehen? Ich sehe im Moment zum Beispiel nur noch Eltern mit Kinderwagen, kann den Hersteller auf 20m bestimmen, die Vorteile des Modells runterbeten und schätze das Alter des Insassen bis auf wenige Wochen erschreckend genau. Wäre mir mit 18 nicht passiert, soviel ist klar. Aber zum Thema:

So in etwa geht’s mir nämlich grade mit Songs über Lippstadt. Kaum dringt ein Kinderlied an mein Ohr, das unsere Stadt kanonös beschreibt, schon sehe und höre ich an jeder Ecke Weisen über Lippstadt. Auswahl gefällig?

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Shortlinks 23.02.2009

Am Aschermittwoch ist alles vorbei …   
… weiß das Presseamt der Stadt und bittet nochmals um heftigste Abstimmungsorgien, damit Aschermittwoch der Tag ist, an dem für uns alles erst richtig losgeht!

Feedomix: Milchrausch ist drin
Der „Milchrausch“ ist mir in der letzter Zeit mit einigen Meldungen zu Lippstadt aufgefallen. Deshalb packe ich Haukes Blog mal in den Reader.

Lippstadt taucht in Masterarbeit auf
Die Arbeit thematisiert die Verbindung von Schützenvereinen zum Nationalsozialismus. Der Lippstädter Schützenverein ist einer von drei Vereinen, die vom Autor untersucht wurden.

Schlechte Noten trotz hoher Begabung …
… sind ein Kreuz, kann ich ein Lied von singen ;o) Aber ich bin nicht der Einzige, am 03. März gibt es einen VHS-Vortrag zum Thema. Wird sicher voll …

Benehmt Euch in den nächsten Wochen ein wenig. Wir haben Besuch!
Fundstück im Privatblog eines Amerikaners, der hin und wieder in Lippstadt arbeitet. Also ein bisschen Zusammenreißen und mal ein paar Tage nicht mit’m Fahrrad über die Lange Straße und so … Welcome back, Austin! Have a good time ;o)

Auch wenn ein Skateborader „Lukas Beule“ heißt …
… muss er nicht unbedingt auf den Kopf fallen. Naja, zumindest nicht ständig ;o) Am Anfang des Videos ist das LTV reAktiv-Forum im Hintergrund zu sehen.

Und Zuguterletzt:
Wenn man sich von seiner Haut befreit fühlt – hat man dann Schmerzen?

Von trockener Haut befreit

ENDSPURT!

Das Stadt-TV zeigt uns nochmal, wie es vor einem Jahr bei der Aktion „WDR 2 für eine Stadt“ war. Einer meiner Kollegen hatte damals auch mit dem Handy draufgehalten und das „Eimer kippen“ im Beisein von Bürgermeister Christoph Sommer gefilmt:

Und wer bislang unverständlicherweise echt immer noch nicht abgestimmt hat, der geht jetzt erst hier wählen und dann in die Ecke zum Schämen!

Alle anderen dürfen sich den aktuellen Promofilm des WDR ansehen.

Der Türsteher als Universal-Prellbock

Ich weiß, dass Türsteher genau da Puffer spielen, wo es gelegentlich brenzlig wird. Ich weiß auch, dass man in dem Job gerne mal viel zu schnell von irgendwelchen Vollidioten Menschen angezeigt wird. Mit Vorliebe von denen, die sich beim besoffen im großen Stil Daneben benehmen empfindlich gestört fühlen. Wenn es sich dabei um Männer handelt (was es meist tut) und Frauen zum Imponieren in der Nähe sind (und das sind sie immer), kommt so ein Türsteher als dominantes Quasi-Alphamännchen mit seinen deutlich besseren Kampf-Skills denkbar ungelegen. Also macht man das, was man als Deutscher besonders gut kann: „Ey lass mich los, oder ich zeich dich an.“ Deshalb finde ich es überhaupt nicht unnatürlich, dass Türsteher der Polizei hin und wieder „bestens bekannt“ sind. Bringt die Sache leider mit sich.

Was sich diese Firma hier leistet, ist allerdings jenseits von Gut und Böse.


Es schadet denen, die eigentlich (gelegentlich auch vor sich selbst) beschützt werden sollen. Und das rückt die Kunden in ein schlechtes Licht (Die Lippstädter Disco Flash kann sich sicher Lustigeres vorstellen als in diesem Zusammenhang unschulderweise genannt zu werden). Am Ende schadet sich das Unternehmen selbst. 17-Jährige einfach in der Kälte liegen lassen, aber vorher noch fein die Kohle abziehen, HALLO!? Die Geldbörse zückt man höchstens, um die Eltern des minderjährigen Herren aus den Federn zu klingeln. Eine starke Unterkühlung zulassen und Schlimmeres in Kauf nehmen, das hat nix mit „Sicherheit“ zu tun.

Deshalb finde ich den Titel „Türsteher mit Vergangenheit“ des Westen-Artikels höchst unpassend. Türsteher sind nicht per se die schlimmen Jungs, die gerne draufhauen: Eine „Vergangenheit“ bekommt man in dem Beruf auch ohne großes Zutun und trotzdem man seinen Job gut macht.

Achtung Werbung X

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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Im Klamotten/Schuh/Skateladen „The House“ war ich seit 2006 – glaub ich – zweimal. Das wird sich ändern. Weil ich bald ’ne neue Hose brauche. Und dieses Video gesehen habe:

Am Film ist aus professioneller Sicht einiges im Argen. Das ist aber völlig egal! Denn er besticht durch seine „Selbstgemacht“-Optik, die handwerkliche Fehler (fast) verzeihen lässt. Das grenzt an „User-generated advertising“, wahrscheinlich haben sogar einige Stammkunden mitgemacht, was der Sache richtig Auftrieb gibt. Insgesamt ist der Film aber zu lang. Und ich hätte mir gewünscht, dass viel mehr von dem Schnitt und Inhalt ab Minute 3:16 gezeigt wird. Hier kommen Lifestyle und Spaß rüber und die schnellen Schnitte passen viel besser zur Zielgruppe (die noch ganz andere Abfolge-Geschwindigkeiten gewöhnt ist).

Gesamturteil: Authetisch. Nette Ideen. Gratulation an Lippstadts First Mover im Bereich kommerzielle Youtube-Werbung (soweit ich weiß, und solange man die Event-Szene mal außen vor lässt)! Jetzt heißt es nur noch: Buzz, Buzz, wir brauchen Buzz

Lippstadt in der Comedy Street – die Fortsetzung

Wie Lippstadt-Blog im Sommer 2008 exklusiv berichtete (sowas wollte ich immer schomma schreiben), hielt sich Simon Gosejohann zwecks Filmaufnahmen zur TV-Serie „Comedy Street“ letztes Jahr in Lippstadt auf. Erste Lippstadt-Sichtungen im TV konnte Pisi verzeichnen, jetzt sind endlich die Filmszenen aufgetaucht, zu denen die gemachten Fotos passen. Und wie es der Zufall will, bin ich sogar auch kurz im Bild:

Wie der Herr auf dem Fahrrad zeigt, lassen sich nicht alle Lippstädter so einfach veräppeln – aber ist das nicht eigentlich ’ne Fußgängerampel? ;o)


Support your local town – reloaded

Nein, ich bin immer noch kein WDR2-Fan. Aber es wäre doch gelacht, wenn wir nicht nochmal so viele Leute zusammenbekämen, wie im letzten Jahr und das Ding – anders als im letzten Jahr – nach Hause holten!

Und so irre praktisch für die Gäste wäre es auch noch: Sasha könnte nach seinem Gig mit anschließender After-Show-Party schön zuhause pennen und am nächsten Tag die Family besuchen. Da tun wir ihm doch wat Gutes mit.

Also: Jetzt auf diese Seite gehen (lippstadt.de) oder auf diese hier (wdr2.de) und abstimmen. Freunde und Bekannte anstiften! Haaaalllo, die Damen und Herren Exilblogger sind damit auch gemeint! Hamburg, Stuttgart, Hannover und München machen ja nicht mit, also wird mal zackich für Lipptown geklickt, wenn ich bitten darf! Stichtag ist der 25. Februar! Hopp, hopp!

WDR 2 für eine Stadt. Jetzt abstimmen und Sasha gewinnen.

Das „kleine“ Lippstadt-Lied

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als in der Xing-Gruppe „Lippstadt“ die Rede von einem „Lippstadt-Lied für Kinder“ war. Das wollte ich dann doch genauer wissen und habe mich auf die Suche danach gemacht.

Dank eines sehr geduldigen und anscheinend auch gut sortierten Teams des Kontakte Musikverlags halte ich jetzt ein Exemplar in den Händen! Und nach einigem Hin und Her bezüglich der Musikrechte gibt’s das Lied jetzt sogar zu hören (und zu sehen):

Das Lied ist Teil eines Projektes aus dem Jahr 1991, bei dem Lippstädter Kinder sich und ihre Ideen in Songs über die Stadt einbringen und diese dann auch selbst singen durften. Rolf Krenzer hat aus den Ideen Liedtexte gemacht, Reinhard Horn hat daraufhin die Musik geschrieben. Wer Reinhard Horn nicht kennt: Der Mann hat sich mit so einigen Projekten, darunter das bekannte Lippstadt-Lied (das für Erwachsene), einen Namen gemacht. Man kann mit Fug und Recht behaupten: Horn ist sowas wie der Randy Newman Lippstadts ;o)

Mir gefällt nicht jeder Song des Projekts, aber gerade dieser Lippstadt-Kanon ist ziemlich sympathisch, wie ich finde. Danke nochmal ans Kontakte-Team für die Mühe und auch danke dem Hinweisgeber aus der Lippstadt-Gruppe.


PS: Das ist mein allererster Videoschnitt! Wenn jemand meint, dass er es besser kann – ich warte gerne auf Videoantworten ;o)