Archiv für den Monat: Juni 2009

1981: Teutonia spricht sich für Waldschlößchen-Verkauf und Stadion-Neubau aus

Der Lippstädter Spielverein Teutonia 08 e.V., Mutterverein des SV Lippstadt 08, hat sich jüngst in einer Vereins-Abstimmung gegen den Verkauf des Waldschlößchens zugunsten eines neuen Sportleistungszentrums am Bruchbaum entschieden. Soweit die bekannten Fakten. Warum steht im Titel oben dann etwas ganz anderes? Ganz einfach: Die Aussage ist nicht falsch, sie ist einfach nur etwas älter …
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Klares Votum pro Bruchbaum

Stand heute um 17:00 Uhr sind ’ne Menge (der teilnehmenden) Lippstädter Bürger dafür, dass am Bruchbaum ein Sportleistungszentrum für den SV Lippstadt 08 entsteht, auch wenn die Teutonia dafür das Stadion „Am Waldschlößchen“ opfern müsste:

umfrage_waldschoesschen.jpg
Quelle: derpatriot.com

Warum ich zum ersten Mal was über ’ne Patriot-Umfrage poste? Ganz einfach: So eindeutige Ergebnisse gibt’s sonst eigentlich nur bei moralisch-rethorischen Fragen. Halt irgendwas vom Kaliber „Religion“ oder „Rechtsradikale“ …

Bemerkenswert! Und wer nicht weiß, worum’s überhaupt geht, hier kann man sich durch den Blätterwald der letzten Tage wühlen.

Wer mit abstimmen will, kann das bis heute um 00:00 Uhr hier tun (rechte Leiste).

Empfehlung: Fotos und anderer kreativer Mist

Es gibt einige Fotografen und Fotowebsites, die ich online verfolge. Ab sofort ist ein Lippstädter Weblog dabei. Das vermute ich zumindest, denn ein paar Themen lassen darauf schließen.

Drauf gestoßen bin ich durch dieses Foto hier – eine Tattoo-Vorlage mit Lippstadt-Wappen (will er sich anscheinend wirklich stechen lassen):

OK, wäre nicht mein Ding, aber das Weblog hat auch einige kleine Fotoperlen zu bieten, diese hier zum Beispiel:

Wer mehr sehen will, bekommt’s hier. Und wenn klar ist, dass der Inhaber wirklich aus Lippstadt kommt, packe ich den Artikel in die Serie“Lippstädter Blogs„. In meinem RSS-Feed ist er jedenfalls jetzt schon.

Quelle aller Bilder: solldesign.wordpress.com


Nachtrag:
Chris hat mir grade geschrieben. Er ist tatsächlich in Lippstadt aufgewachsen, seine Familie wohnt hier noch. Er selbst ist in Australien geboren und lebt heute dort (Sidney. Ich schätze es geht in Ordnung, wenn ich Chris als Exil-Lippstädter bezeichne. Also ab mit ihm in die Serie der Lippstädter Blogs ;o)

Grebe und Lippstadt

Am späten Abend konnte man gestern im Fernsehen einiges lernen, z.B. in der „Anstalt“. In seinem Beitrag im üblichen Rainald- Grebe-Stil zu Ferien in Deutschland stellte Grebe fest dass durch Lippstadt die Lippe fliesst. An den Bildschirmen ein Millionenpublikum und sicherlich bald ein Touristenansturm auf Lippstadt, Rainald Grebe sei Dank!

Wir haben gar keine Fachhochschule …

… sondern eine Universität! Jaha, liebe Leser, Sie dürfen Ihren Augen trauen. Die Redaktion von DerWesten.de vermischt munter die Begriffe Universität, Fachhochschule, Fachuni und Hochschule. Die „Westler“ sind sich sogar so sicher, dass sie als Überschrift ihres Artikels „Durcheinander um Uni-Standort“ wählen.

Ganz so einfach ist es mit der Definition tatsächlich nicht, die Hochschullandschaft ist stark im Wandel. Durch neue Studiengänge und internationale Schulstandards verwischen langsam die Unterschiede zwischen den beiden Schulformen. Fakt ist allerdings, dass sich bis dato eine Fachhochschule zwar international „University of applied science“, aber hier in Deutschalnd nicht „Universität“ schimpfen darf. Denn sonst, glauben Sie mir, täte sie es. Die praxisorientierten Fachhochschulen haben unverständlicherweise immer noch mit dem Vorurteil der „schlechteren Uni“ zu kämpfen, die „keine echten Akademiker“ ausbildet. Allerdings gibt es Berufe, in denen ein hohes Maß an Praxiserfahrung förderlich und daher hoch erwünscht ist.

Man korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber die rein objektiven Unterschiede bestehen in den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen einerseits und der Möglichkeit zu Promovieren andererseits. Das ist es zumindest, was ich nach einer kleinen Recherche herausgefunden habe. Während „Hochschule“ also der Sammelbegriff für beide Schularten ist, gibt es eine „Fachuni“ eigentlich garnicht.

Mensch, jetzt habe ich die Berichterstattung von derwesten.de erst kürzlich andernorts gelobt, und dann sowas …

Das Schwein im Mond

Peter Hilbring hat kürzlich auf gelbeseiten.de eine lustige Entdeckung gemacht: Die Stadt hat eine neue Straße. Und wie verifiziert man, dass diese Straße tatsächlich existiert? Richtig, man schreibt ihren Namen in eine Suchmaschine und prüft, ob andere Branchenbücher sie auch führen. Und siehe da:

mondschwein.jpg

Immerhin ein weiterer Treffer. Was heißt das? Genau: Die Straße muss es geben.

Hat mich ein bisschen an den von Herrn Niggemeier kürzlich gelobten Qualitätsjournalismus erinnert. Wenn man jetzt nur wüsste, wer bei wem kopiert hat …

Lippstadt, ich bin enttaEUscht!

Wenn ich mittags auf die Frage „Was willst du heute Abend essen?“ mit „Ist mir doch egal“ antworte, kann ich mich hinterher kaum darüber beschweren, was auf dem Teller liegt. Und später zu sagen „Ach, die anderen suchen ja doch immer nur aus, was sie wollen“ wäre dann wohl auch ziemlich heuchlerisch.

Lippstadt, du hast es bei der gestrigen EU-Wahl auf eine Beteiligung von läppischen 34,3 Prozent gebracht. Was auch immer dir später alles im Namen der EU serviert wird: Ich wünsche guten Appetit!

Und dann war da noch …

… der Autofahrer, der vor einem Lipperoder Gastronomiebetrieb so dämlich parkte, dass Fußgänger schon ihre liebe Mühe hatten, auf dem Fußweg zu bleiben. Als ich mit meiner Großmutter im Rollstuhl und meiner Freundin samt Kinderwagen das versuchte, blieb uns nix weiter übrig, als den Radweg zu benutzen (klingt dramatisch, aber das Gespann war am Montag tatsächlich so unterwegs). Dabei war die Parkfläche ansonsten so schön frei, dass der Fahrer auch locker an einer anderen Stelle hätte stehen können, ohne das Nadelöhr zu produzieren.

Lipperoder_Nadeloehr

Gar nicht so weit entfernt von der Gaststätte befindet sich übrigens eine Einrichtung zur beruflichen und sozialen Rehabilitation von körper-, lern- und sinnesbehinderten Menschen. Das muss man als autofahrender Gast nicht unbedingt wissen, trotzdem macht es den missglückten Parkversuch besonders heikel.

„Rock am Güter“ in einem Wort: Begeisterung!

Was im letzten Jahr als mordsmäßige Party in viel zu kleinen Räumlichkeiten begann, das hat in diesem Jahr Maßstäbe für Festivals in Lippstadt gesetzt.

Wer jetzt noch nicht weiß, wovon ich rede, der war am Samstag nicht in der Stadt, denn „Rock am Güter“ konnte man noch bis Overhagen und tief in den Lippstädter Norden hören (wenn der Wind gut stand). Richtig begeistert war ich von der lückenlosen, cleveren Planung: Zwei sich gegenüberstehende Bühnen mit straffem Zeitplan, ein Arrangement mit dem nahegelegenen Südertor-Parkhaus für Sonder-Park-Konditionen, nett gestaltete Wertmarken, perfekter Sound vor der Bühne, gemütlicher Backstagebereich dahinter (dank an Sascha für die kleine Führung) und ein Gastro-Angebot, das jeden Teil des altersmäßig breit gestreuten Publikums befriedigte – das sind nur einige der Dinge, mit denen „Rock am Güter“ zu einer runden Sache wurde.

Kommende Festivals werden sich an diesem Event messen lassen müssen. Damit hat der Lippstädter Spaßverein nicht nur seinem Namen alle Ehre gemacht, sondern auch eine klare Benchmark gesetzt.

Selbst die kleine Überheblichkeit der Security („Für die große Kamera brauchst du aber einen Presseausweis“ – WTF, sowas brauche ich nicht mal für den weltgrößten Metal-Event)  war schnell verziehen: Das Festival war für Lippstadts Verhältnisse  defintiv ’ne große Sache. Kein Problem, wenn da mal jemand in der Aufregung etwas über’s Ziel hinausschießt. Außerdem durfte die Kamera am Ende ja trotzdem auf’s Gelände. Hier eine kleine Ausbeute:

Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009

Alles in Allem ein Top-Event, bei dem der Spaß an der Sache im Vordergrund stand – und bei dem man sich gefragt hat, warum er eigentlich nicht schon seit 10 Jahren stattfindet. Der Platz ist übrigens schon für das nächste Jahr gebucht. Der Bahnhofs-Kult kann also weitergehen …