Was im letzten Jahr als mordsmäßige Party in viel zu kleinen Räumlichkeiten begann, das hat in diesem Jahr Maßstäbe für Festivals in Lippstadt gesetzt.
Wer jetzt noch nicht weiß, wovon ich rede, der war am Samstag nicht in der Stadt, denn “Rock am Güter” konnte man noch bis Overhagen und tief in den Lippstädter Norden hören (wenn der Wind gut stand). Richtig begeistert war ich von der lückenlosen, cleveren Planung: Zwei sich gegenüberstehende Bühnen mit straffem Zeitplan, ein Arrangement mit dem nahegelegenen Südertor-Parkhaus für Sonder-Park-Konditionen, nett gestaltete Wertmarken, perfekter Sound vor der Bühne, gemütlicher Backstagebereich dahinter (dank an Sascha für die kleine Führung) und ein Gastro-Angebot, das jeden Teil des altersmäßig breit gestreuten Publikums befriedigte – das sind nur einige der Dinge, mit denen “Rock am Güter” zu einer runden Sache wurde.
Kommende Festivals werden sich an diesem Event messen lassen müssen. Damit hat der Lippstädter Spaßverein nicht nur seinem Namen alle Ehre gemacht, sondern auch eine klare Benchmark gesetzt.
Selbst die kleine Überheblichkeit der Security (“Für die große Kamera brauchst du aber einen Presseausweis” – WTF, sowas brauche ich nicht mal für den weltgrößten Metal-Event) war schnell verziehen: Das Festival war für Lippstadts Verhältnisse defintiv ‘ne große Sache. Kein Problem, wenn da mal jemand in der Aufregung etwas über’s Ziel hinausschießt. Außerdem durfte die Kamera am Ende ja trotzdem auf’s Gelände. Hier eine kleine Ausbeute:
Alles in Allem ein Top-Event, bei dem der Spaß an der Sache im Vordergrund stand – und bei dem man sich gefragt hat, warum er eigentlich nicht schon seit 10 Jahren stattfindet. Der Platz ist übrigens schon für das nächste Jahr gebucht. Der Bahnhofs-Kult kann also weitergehen …



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