Archiv für den Monat: Oktober 2009

Scharfe Ladies. Cherry Cherry! Hot Hot Hot!

Wahrscheinlich hast du auf diesen Artikel geklickt, weil du auf der Suche nach scharfen Ladies bist. Da kann ich helfen, und zwar noch bis Sonntag nachmittag! Auf der Herbstwoche in Lippstadt gibt es sie zu kaufen, sogar mit einer sehr interessanten Zutat:

Scharfe Lady mit Cherry

🙂

Auch was sonst auf Lippstadts Traditionskirmes so geboten wird, verdient das Prädikat „Heiß“. Da wäre zum einen das Wetter: Herbstwoche bei 10 Grad Plus? Bei der Hitze schmeckt einem doch das kühle Bier überhaupt nicht …

Aber im Ernst: Die Fahrgeschäfte sind vom allerfeinsten, der Besuch aus Sylt gibt uns allen das gute Gefühl, zu den oberen zehntausend Städten Deutschlands zu gehören, das Thombansen-Bier wird jedes Jahr leckerer und die Party in den Zelten ist ausgelassen-fröhlich wie immer (by the way: spinne ich, oder hat sich der „Kuhstall“ in etwa vervierfacht?).

Was hier auf hohem Niveau geboten wird, steht leider im Gegensatz zum Publikumsstrom. Am Donnerstag ( traditionellerweise DER Firmentag schlechthin) war die Besuchermenge – sagen wir mal – OK. Es war nicht leer. Aber so voll wie in den letzten Jahren war es auch nicht.

Der Beweis: Ich habe am Kuhmarkt – ohne mich mit einer Truppe besoffener Kegelschwestern drum kloppen zu müssen – sofort ein Taxi bekommen. Schade! Denn um die Qualität der Kirmes ist es definitiv nach wie vor bestens bestellt.

Shortlinks 19.10.2009

Aufruf aus (fast) aktuellem Anlass
Lippstadt-Blog ist ein Mitmach-Blog! Wie ich beim Xing-Stammtisch der Lippstadt-Gruppe letzte Woche erfahren habe, wissen das aber nur Wenige. Deshalb: EINLOGGEN, LOSBLOGGEN, FROHLOGGEN (oder so)! Traut Euch!

CDU spaltet sich und anna schaut genau hin
Eine Ihrer Thesen: Die CDU wird hier nur gewählt, weil sie den Namensteil „christlich“ trägt. Wenn das stimmt, muss ich mich wohl von der Vorstellung verabschieden, die Säkularisierung sei bereits vollzogen.

Jasmin kennt den „Schef Redaktor“
Die Anonymität des Internets treibt zuweilen interessante Blüten, wie man in den Kommentaren des Dominic-Boeer-Interviews sieht. Fällt Jasmin jetzt in die Rubrik „Herr Lehrer, ich weiß was“, oder ist das die Web-2.0-Variante des guten alten Dorftratsches? Tja, keine Ahnung … bleibt zu hoffen, dass Jasmin nicht auch noch so redet, wie sie schreibt.

Störmede vermisst Fußball-Fahne
Wer klaut denn so einen Unsinn? Und warum?

Herbstwoche bei Lippstadt-TV
Wer die Eröffnungsrede verpasst hat, kann sie bei den Kollegen des Lippstadt-TV ansehen. Und das war sicher nicht der letzte Film von der Herbstwoche!

Ein Psychopat fordert Ghettoblaster statt Handys für Lippstadt
Ich will gar nicht erst versuchen zu überlegen, was besser wäre.

Und Zuguterletzt:
JETZT LOGIN BESORGEN UND HIER MITSCHREIBEN!! HOPP HOPP!!

Das Lippstadt-Tagebuch

Was für eine tolle Idee! Ja, na gut, vielleicht springt man auf solche Aktionen eher an, wenn man selbst viel schreibt. Trotzdem: Im Jahr 2010 ensteht in Lippstadt ein „Stadt-Tagebuch“ anlässlich des 825-jährigen Bestehens, und das tolle daran ist: Jeder Lippstädter Bürger darf sich dafür bewerben, einen der 365 Tage selbst zu gestalten – mit Text und Bild.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular findet Ihr hier:
Lippstadt 2010 – Das Tagebuch-Projekt

Ich werde mir die Aktion zurückgelehnt und mit Freude ansehen und -lesen. Denn weil ich ja seit ein paar Wochen kein Lippstädter Bürger mehr bin, bin ich wohl fein raus aus der Sache.  Das Orga-Team der Stadt hat jetzt sicher auch eine Sorge weniger: Der Knepper von diesem Blogdings macht nicht mit – Puuuhhh ;o)

Lippstadt-Trivia in Buchform: Wussten Sie eigentlich, dass …

… weltberühmte Modedesigner einst in Lippstadt Station machten? Dass der Nachtclub „Cartoon“, von dem mein Vater noch heute ganz aufgeregt und mit glasigen Augen erzählt, Gäste aus ganz Westfalen anzog?

Vielleicht ja, vielleicht nein. Aber in jedem Fall lohnt es sich, diese und weitere Anekdoten im gerade erschienenen Sammelwerk „Mit Albert groß in Mode“ nachzulesen. Die beiden Patriot-Redakteure Ingo Salmen und Christoh Motoq haben die Geschichten zusammengetragen und ihnen mit liebevollen Texten neues Leben eingehaucht. Christoph Motoq ist vielen aus dem Blicker bekannt. Da wundert es auch nicht, wenn einige der Storys aus dem Buch bereits im Blicker erschienen sind. Ich finde das nicht weiter schlimm, denn gerade das „Konservieren“ solcher Ereignisse gelingt erst in Buchform so richtig gut.

Vom Streik in der Lampenfabrik über die friedliche Besetzung Lippstadts zum Kriegsende bis zum brennenen KU gelingt es den Autoren, viele verschiedene Facetten unserer Stadt in ein Buch zu bannen. Was mir allerdings nicht so gut gefällt, ist das Thema Titelgebung. Die Autoren haben sich viel Mühe gegeben, jeden Text geheimnisvoll und mit wirklich tollen Einleitungen beginnen zu lassen. Um was es sich genau handelt, findet man erst im Leseprozess heraus. Wer die enthaltenen Themen auf einen Blick erfassen möchte, der sucht aufgrund fehlender Dachzeile (bzw. einer kurzen Themendarstellung) etwas länger.

Ansonsten kann ich das Buch sehr empfehlen, zum, Beispiel als Weihnachtsgeschenk . Am besten eignet sich der zweite Band aus der Reihe „Geschichten und Anekdoten aus Lippstadt“ schätzungsweise für alle Lippstädter ab 35 aufwärts  – quasi als Erinnerungs-Fundgrube. Und mit 11 Euronen ist das Werk auch noch höchst erschwinglich.

Buch „Mit Albert groß in Mode“ beim Wartberg-Verlag

Lippstadt in der Weltliteratur

In diesem Jahr ist eine Übersetzung  der Abenteuer des Simplicissimus vom  Teutschen des 17. Jahrhunderts ins Deutsche unserer Zeit erschienen und damit leichter zu lesen. Auch Lippstadt ist in dem Abenteuerroman aus der Zeit des 30jährigen Krieges einer der Kriegsschauplätze. Grimmelshausen schreibt z.B. „Bei diesem Feldzug widerfuhr  mir sonst nichts Bemerkenswertes. Als ich aber nach Soest zurückkam, hatten die Hessen aus Lippstadt den Knecht gefangen, den ich bei meinem Gepäck im Quartier zurückgelassen hatte, und ein Pferd von der Weide dazu.“                                             Das Buch ist im Eichborn Verlag erschienen und kostet ca. 50€.