Der angekündigte Schneesturm wurde in den Medien zum arktischen Orkan hochstilisiert und prompt gerät auch der besonnene Lippstädter in freudige Panik und deckt sich für die nächsten drei Monate mit Vorräten ein. Jedenfalls hat das Gänseblümchen „Daisy“ dem Einzelhandel heute ein unverhofftes Plus beschert: Neben Lebensmitteln gingen auch Kerzen und Batterien wie warme Semmeln.
Überhaupt reden im Moment alle (insbesondere in der Glotze) viel zu oft vom Wetter. Der Winter sei so streng und hart und das Chaos so enorm. Mal abgesehen von der Deutschen Bahn, die nun das Wetter für die Konsequenzen ihrer Sparmaßnahme in Verantwortung nimmt, kann ich nicht wirklich den Unterschied zu vergangenen Wintern erkennen; Die Zahl der Unvernünftigen, die mit Sommerreifen über die Straßen schleudern nimmt eher ab, mein Wasseranschluss in der Küche ist dieses Jahr erst einmal eingefroren und die Rüsselseuche ist dieses Jahr auch nicht weiter verbreitet als sonst. Wenn die RWE ihre Strommasten festzurrt und die Damen die warmen Leggins anziehen wird schon nicht so viel schiefgehen. Im schlimmsten Falle spielen wir bei Kerzenschein Mensch- ärgere- dich- nicht und verzichten ein paar Tage auf TV und Internet. So what?



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