Sonntag, 18. Juli 2010: Bahnfahrt von Lippstadt via Hamm nach Essen zum A40- Stilleben. Ab Hbf Hamm kommt ein Ersatzzug zum Einsatz, da der planmäßige ICE keine Zwischenhalte im Ruhrgebiet einlegt. Dafür hat die Bahn ein absolutes Premiumprodukt bereitgestellt: Eine E10 mit Bügelfalte und einen Satz Silberlinge, alle Fahrzeuge stammen noch aus der Prä- Wirtschaftswunderzeit, also den 1950er Jahren.
Eine schöne Fahrt. Zwar schlingern die alten Waggons und es gibt keine Klimaanlage, dafür kann man die Fenster öffnen und sich an bakterienfreier Luft erfreuen. Der Lärmpegel nicht auf dem Stand der Technik, dafür hält die schiebende Schnellzuglok, die zum Beginn ihrer Betriebszeit noch die hochwertigen TEE Garnituren ziehen durfte, tapfer durch und erreicht den Bahnhof Essen pünktlich und ohne Störungen.
In der Sonntagszeitung ist zu lesen, dass Bahn und Hersteller sich derzeit die Schuld für regelmäßig ausfallende Klimaanlagen zuschieben. Dabei ist das nur die Spitze des Eisbergs: Wer sich einmal mit einem Bahnmitarbeiter unterhalten hat, hört im Zusammenhang mit dem Namen “ICE 3″ sehr häufig Bewertungen wie “Kernschrott”. Kein Wunder: Hersteller des Superpannenzuges ist die Firma Siemens, die seit Jahren nur noch nicht ausgereiftes und stark fehlerbehaftetes Fahrzeugmaterial auf deutsche Schienen bringt. Demnächst steht die vierte Generation des ICE aus der Velaro- Serie zur Auslieferung an. Dann wird es richtig lustig.
Fakt ist, dass die Bahn seit Beginn der Privatisierung von der bewährten Taktik der Konsortialbildung abgerückt ist: Wer eine ältere Lokomotive mit Originalbeschriftung unter die Lupe nimmt, wird die Namen sämtlicher namhaften Hersteller (BBC, ABB, KrausMaffei, Henschel, etc.) auf dem Hauptrahmen finden. Auf diese Weise hat man nach dem Krieg die besten Unternehmen zusammenarbeiten lassen, damit dabei die optimalen Produkte herauskommen.
Heutzutage wird anhand der Ausschreibungsunterlagen entschieden, hauptsächlich zählt der Preis, daneben die Drohung, Arbeitsplätze abzubauen, wenn man nicht zum Zuge kommt.. Wäre dem nicht so, hätte sich die Bahn für die Produkte von Alstom entscheiden müssen: Deren TGV fährt seit Jahren (übrigens auch auf deutschen Gleisen) weitgehend störungsresistent, sicher und sogar doppelstöckig durch Frankreich, Italien, Argentinien, Marokko, Schweiz, Großbritannien, Spanien, Korea, Australien… eigentlich überall, außer in Siemensland. Auch Bombardier oder Stadler haben qualitativ hochwertige Züge. Aber bei der Bahn kauft man lieber bei Siemens. Übrigens nicht nur Züge, sondern auch Bahntechnik; prinzipiell alles, was im europäischen Ausland von anderen Herstellern gebaut wird und dort wesentlich zuverlässiger funktioniert. Schon komisch, solche Ausschreibungen. Ein Franzose würde sich jedenfalls nicht wie eine Sardine in eine Büchse mit Niedriggarungstemperatur hineinstopfen lassen (200% Auslastung bei 50°C!!!); aber für die Franzosen ist Deutschland bahntechnisch ein Dritte- Welt- Land.
Übrigens sind die Ausfälle der Klimaanlagen ganz klar kein Herstellerproblem: Die Anlangen werden seit 15 Jahren im ICE 2, zu dem auch der Hochtemperaturzug gehörte, der in Bielefeld strandete, verwendet. Dass diese Anlagen jetzt ausfallen, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der schlechten Wartung zu verdanken (siehe auch: S- Bahn Berlin).
So eine Privatisierung mit anschließendem Börsengang hat interessante Effekte: Im Bahnhofsbereich Lippstadt wurde vor zwei Jahren eine Weiche ausgetauscht, die bereits 5 Jahre lang defekt war und nicht mehr geschaltet werden konnte. Warum es bis zum Austausch so lange gedauert hat? Wenn man Gleisanlagen saniert, schlägt sich dass durch die Abschreibung der Sanierungen auf die Aktiva der Konzernbilanz nieder und mindert den Börsenwert. Lustigerweise ist also eine marode Bahn für die Analysten attraktiver!
Auf der Rückfahrt saßen wir am Abend übrigens dann in einem modernen DoSto (= Doppelstockzug); ein Zusatzzug übrigens. Den planmäßigen Zug, vollkommen überfüllt, haben wir in Dortmund Kurl dann eingeholt: Er war mit Lokschaden auf freier Strecke stehengeblieben und dann in den Bahnhof geschleppt worden. Per Ansage wurden wir gebeten “ein wenig zusammenzurücken, um die Fahrgäste des anderen Zuges aufnehmen zu können” (O- Ton Zugchef), Den Rest der Strecke ging es dann, gezogen von einer Baureihe 143 (hergestellt in den späten 1980er Jahren in der damaligen DDR) gen Hamm. Während der Vorbeifahrt an der krepierten Galeere vorbei konnte ich noch die Baureihe der abgerauchten Zuglok erkennen, made by… ![]()
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Es gab Zeiten, als man dem Lippstädtern noch erzählen konnte, man hätte mit Ankermietern Verträge abgeschlossen und Verträge dürften ja nicht gebrochen werden. So etwas klingt vertrauenerweckend.
Dann kam die Zeit, als man erzählte, man habe Ankermieter, deren Namen aber nicht preisgeben wolle. Das klingt nicht so vertrauenerweckend.
Jetzt gibt man zu, man habe gar keinen Ankermieter, man stünde nur noch mit dem Mediamarkt in Verhandlung (So stand es heute in einer lokalen Tageszeitung).
Wer ist hier eigentlich dreister: Die Politiker, die ihren Untertanen immer mal wieder eine neue Story erzählen oder das Gesindel von Investoren, dass vollkommen ungeniert den Politikern die Vorlagen für die Märchen liefert?
Merkt hier eigentlich niemand, wenn er angelogen wird? Die Drei- Buchstaben- Gang (HLG) hat bereits mit dem Schuhkarton am Südertor schon einen Beweis der Vertrauenswürdigkeit geliefert, der sich (nicht) sehen lassen kann; ich sage nur “Fassade”. Dann erzählten die selben Spaßvögel etwas von Verträgen die offensichtlich nicht existieren, und jetzt macht man sich nicht mal mehr die Mühe, die eigenen Lügen zu vertuschen.
Herzlichen Dank auch, dass die Stadt schon mal nicht vorhandenes Geld in den Ankauf des Bahngeländes versenkt hat (Warum muss man so ein Gelände eigentlich kaufen? Die Steuerzahler, die den Kauf finanzieren haben zuvor doch schon Steuern bezahlt, damit das ehemalige Staatsunternehmen Bahn gefüttert wird. Sind wir eigentlich alle total bescheuert?).
Auf welchem Niveau sich die konsequente Verarsche der Lippstädter bewegt, kann man hier nachvollziehen. Wir sind wirklich eine Stadt mit zuviel Grundstücken und keiner Ahnung, was man damit anfangen soll.
Zu früheren Zeiten wäre das Pack aus der Stadt getrieben worden und wenn es nicht schnell genug davonlief, hat man mit der Mistgabel nachgeholfen.
“So ein schöner Park mitten in der Stadt und dann lässt man ihn so verwahrlosen…”
Der Passant hat recht. Und wenn man das zweifelhafte Vergnügen hat, das gesamte Tagesprogramm des Postparks zu erleben, bleibt einem glatt die Spucke weg:
8:00 Uhr: Benutzer lassen die Hinterlassenschaften der vierbeinigen Freunde als Tretminen auf den Gehwegen zurück.
9:00 Uhr: Die fliegenden Verkäufer treten auf. Im Angebot alles, was den Blick verdreht. Das mittlerweile anwesende Publikum nimmt die Ware dankbar ab und konsumiert intravenös im Beet an einer Mauer.
10:00 Uhr: Der Kontaktbereichsbeamte der Ordnungsbehörde prüft, ob jemand zu viel konsumiert hat.
11:00 Uhr: Beginn des Krachkonzertes mit Flaschenwerfen und Prügelei.
14:00 Uhr: Sonderveranstaltung: Ein Anwohner ruft beim Ordnungsamt an, weil ihm der Lärm zu viel wird. Er moniert auch, dass der Park zur Fixerstube umfunktioniert wurde. Der Anwohner weiß, dass sein Protest verhallen wird, weil die Stadt den Park als Auffangbecken für diejenigen nutzt, die man in der guten Stube (= Rathausplatz) nicht sehen möchte.
18:00 Uhr: Feierabend an der Parkbank.
21:00 Uhr: Bei besagten Anwohner klingelt es an der Tür. Zu Besuch kommt die Drogenfahndung und bringt ein Fotoalbum mit. Es wird erklärt, dass man nicht in der Lage sei, die Händler dingfest zu machen, weil der Dienst erst abends um 19 Uhr beginnt (!!!)
Epilog:
Der Park ist ein Saustall und der geplante Umbau zum Pennerpark “Deluxe” ein Witz! Offensichtlich geht man davon aus, dass bis dahin keinerlei Wartung mehr ausführen muss, und wenn tatsächlich im Frühjahr ein Trupp zur Rasenaussaat anrückt kann man davon ausgehen, dass ein befreundetes Team ein paar Tage später mit dem Sprinter ein paar Runden über den feuchten Boden dreht und “Kornkreise” zieht.
Fazit:
Lasst die Blutbuche in Ruhe, spart das Geld für den Umbau, richtet den Park einfach mal ordentlich her und zieht die Dealer aus dem Verkehr. Wofür zahle ich eigentlich Steuern?
Groß muss die Not sein, Eklatant der Mangel an ahnungslosem Fachpersonal und die Größe des Sommerlochs wird jedes Jahr aufs neue unterschätzt:
Nessie ist wieder aufgetaucht, diesmal im schwarzen Umhang der Spalter aber gewohnt feuerspeiend. Da fliegen im ganzen Umland Bahnhöfe in die Luft. Wäre nicht nötig gewesen.
Das lässt schlimmes Befürchten. Müssen wir demnächst auch mit der Wiedergeburt der Zahnfee rechnen? Wäre nicht nötig.
… Stillstand am Güterbahnhof … Anwohner sauer … Europaweite Ausschreibung nun doch erforderlich … Augustinerhof vollkommen verwahrlost…
Sieht ein bisschen aus wie der “Breaking News Ticker” auf n-tv und ist auch genauso schlecht. Und hat seinen Ursprung im Lippstädter Lokalblatt.
Der Kommentarticker könnte wie folgt aussehen:
… Was habt Ihr denn gedacht? … Politisch vertretbarer Rückzug auf Raten … Das kommt davon, wenn man auf das falsche Pferd setzt … Das falsche Pferd heißt Stadtrat … Augustinerhof schon seit Jahren verwahrlost … … da wohnt doch eh keiner, wozu dann jetzt die Aufregung … kein gutes Geschäft für Anwohner … ach wie schade …
Oder kürzer:
… alles wie gehabt …
Die Forderung, das Rüthener SPD- Mitglied Eickhoff möge sich für seine Äußerung zu den Ansiedlungsplänen der INI in Rüthen entschuldigen, nehme ich mal zum Anlass, die INI etwas näher zu betrachten:
Die Website (www.ini.de) enthält zusammengefasst folgende Eigendarstellung der INI:
Das INIversum besteht aus Unternehmen, im INI- Jargon Integrationsbetriebe genannt, die als Wirtschaftsbetriebe, die marktorientiert produzieren oder Dienstleistungen erbringen, dargestellt werden.
Diese rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen erhalten nach Darstellung der INI nicht mehr und nicht weniger laufende Unterstützung als andere Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes.
Die Zahl dieser Integrationsbetriebe ist nicht gerade klein: Kasino, Gutshof Warstein, Der Kaufladen, Bioladen-Südstraße, Der Blumenladen, Cafeteria, Schulkiosk, Schulverpflegung, carekauf- Lebensmittelmarkt (Ab 15. Juli 2010).
So weit, so gut. An sich ist die Idee der Integration von körperlich benachteiligten Menschen und jugendlichen Arbeitslosen ja auch eine gute Sache.
Aber ist das die ganze Wahrheit?
Zunächst einmal ist die INI eine gemeinnützige GmbH (die meisten Unternehmen sind das nicht). Das bringt schon mal eine Menge steuerlicher Vorteile.
Zweitens wird sie von verschiedenen Stellen zusätzlich gefördert (LWL, Aktion Mensch, etc.). Auch die Stadt und damit die Steuerzahler legen zusätzlich etwas drauf. Und diese Geldmittel setzt die INI auch sehr kapitalistisch ein, beispielweise in Immobilien. Wie viele sich davon im Besitz der INI befinden, darüber schweigt sich die INI auf der Website aus, auch andere Wirtschaftsdaten zum „Unternehmen“ werden nicht genannt. Der „Reichtum“ der INI dürfte aber durchaus stattlich sein.
Mag ja sein, dass Besitz und Vermögen der INI erstmal niemanden stören müssten, aber die Sache hat zwei Haken:
Die INI nutzt ihre günstige Kostensituation zum Nachteil der „echten“ Wirtschaftsunternehmen aus. Auf der einen Seite kassiert sie Unterstützung (auch von der Arbeitsagentur und damit von allen Steuerzahlern) und hält damit die Personalkosten niedrig, andererseits bietet sie Leistungen und Waren mitunter zu aggressiven Preisen an und führt die von ihr gepriesene Marktwirtschaftlichkeit ins Absurde: Fragen Sie mal einen örtlichen Handwerker nach seiner Meinung zur INI: kein selbständiger Handwerker kann bei den INI- Angeboten mithalten und der Grund dafür liegt in Dumpingpreisen, die durch Förderungen gegenfinanziert werden!
Um es klar zu sagen: Die Förderung von Arbeitslosen mit Benachteiligung ist gut und richtig. Die konsequente Benachteiligung von selbständigen Unternehmen mit Hilfe der Kommune und Steuergeldern hat aber mit dem Zweck der INI nichts zu tun. Sie schadet im Endeffekt jedem, da fehlende Umsätze bei anderen Wirtschaftsunternehmen zu einer Verminderung der Steuereinnahmen führen und langfristig Arbeitsplätze gefährden.
Diese Art der Wirtschaftssubvention verzerrt den Wettbewerb und wäre einfach zu vermeiden: Wenn die INI nicht mit Dumpingpreisen arbeiten dürfte und damit faire Bedingungen herrschen würden.
Lieber leistet sich Lippstadt ein Frei- und ein Hallenbad, die jeweils halbjährlich leer stehen und gemeinsam vor sich hin verrotten und Geld kosten, als ein Kombibad mit passender Ausstattung zu bauen.
Sollen die Lippstädter doch weiterhin nach Soest fahren und dort ihr Geld im Aquafun lassen.
Wann, bitte wann, wird in Lippstadt mal umgedacht. Diese dauernden Billiglösungen, die dann nicht umgesetzt werden sind offensichtlich nicht der richtige Weg. Man könnte fast meinen, die Entscheider in dieser Stadt haben ihr Handwerk beim Discounter gelernt - da wird auch nur auf den Preis geachtet.
In Schwerte hat eine Bürgerstiftung die alte Rohrmeisterei zu einem Kulturzentrum umfunktioniert und ist nun dabei, das örtliche Freibad zu einem modernen Kombibad auszubauen. Ich habe mir das angesehen, kein Vergleich zu Lippstadts Billiglösungen mit Supermarktbauvorhaben und Bäderchließungsvorhaben. Qualität zahlt sich wohl aus, dass hat sich nur leider nicht bis hierher herumgesprochen.
Dabei haben wir doch einen großen, großen Arbeitgeber am Ort, der sich doch auch mal für seine Heimatstadt einsetzen könnte, anstatt Grundstücke an die FH zu verkaufen (anderswo wird gestiftet). Und die örtliche Lokalpolitik könnte Bürgern den Weg zur Mitarbeit mal ebnen (anstatt sie zu denunzieren).
Irgendetwas scheint hier ganz böse schief zulaufen. Vor ein paar Tagen erst fiel in einem Gespräch mit Bekannten und Freunden der Satz “Lippstadt ist eine Monarchie”. Dem ist wohl nicht viel hinzuzufügen.
NACHTRAG
Heute (10. Juli 2010) stand in der Zeitung, das Kombibad (nicht Spaßbad, da legt Herr S. aus B. Wert drauf) müsse ja kommen, weil man in die alte Schwimmbadtechnik der vorhandenen Bäder nicht mehr investieren könne. Es müsse daher eine adäquate Lösung gefunden werden (Übrigens ist der letzte Satz nicht als Zitat gekennzeichnet, ergo ist es kein Zitat).
Was bedeutet das für Discountstadt? Die Planungen sahen ja schon mal ein Becken vor, dass kleiner als die für Wettkämpfe vorgeschriebene Größe haben sollte. Da kann man dann noch weiter (im Wortsinne) kürzen! Und billig können wir ja ganz gut: Wir kennen die passenden Gutachter, das passende Architekturbüro… Wahrscheinlich wird es am Ende auf einen Whirlpool vom Praktiker in einer von RKW geplanten Wellblechhütte hinauslaufen. Das Projekt wird dann “nur” 7 Millionen verschlingen, anstatt der geplanten 3 Millionen und im Jahr 2047 fertig werden. Einige Frohnaturen werden es gut finden und jetzt schon mal die Badehose rauskramen und der Name steht auch schon fest: “Christof Sommer Sparbad”.
Da kann man mal sehen, wie heiß es hergeht, wenn Themen Anlieger betreffen. Zwei Gruppen, die sich unversöhnlich ob eines großen Themas gegenüberstehen.
Ich hätte einen Vorschlag: Die Poller fliegen raus und werden dafür auf die Straße gemalt. Das wäre zumindest salomonisch.
Und wenn wir schon beim Malen sind: Wer hat sich diese dämliche Idee einfallen lassen, dass schmale Kreisstraßen unter 5,50m Breite keinen Mittelstreifen haben, weil sich Autofahrer fälschlicherweise in Sicherheit wiegen, weil sie glauben, dass kein entgegenkommendes Fahrzeug diese Linie überfährt? Da kann man auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen vor scharfen Kurven entfernen, damit niemand sich in Sicherheit wiegt, bei Einhaltung des Limits gesund durch die Kurve zu kommen.
Mittelstreifen weg und dann? An der Bankette orientieren? Ich habe in der StVO nicht gelesen, dass ein Mittelstreifen eine Orientierungslinie darstellt. Er trennt die Fahrtstreifen und damit den Gegenverkehr voneinander.
Herzlich Willkommen in Schilda! Der Kreis ohne Streifen aber dafür mit Streitpollern…
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VORBEMERKUNG:
Der folgende Text ist weder im Namen noch im Auftrag der Bürgerinitiative erstellt worden (im Klartext: Einzig und allein auf meinem Mist und ohne Kenntnis anderer Menschen gewachsen). Ich schreibe hier ausschließlich für mich persönlich und bin im Übrigen auch kein Mitglied in irgendeinem Verein (ich spiele aber mit dem Gedanken, in die FDP einzutreten, einfach nur, um mal zu sehen, wie das kommt…). Dies sei ausdrücklich gesagt, bevor hier wieder friedliebende, steuerzahlende und rechtschaffene Menschen von Stadt und Zeitung in die journalistische, politische und juristische Pfanne gehauen werden.
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Im heimischen Revolverblatt hat am Samstag einer der Hauptrevolverhelden aus einem adäquaten Sommerloch heraus gegen die Bürgerinitiative “Lebendiges Lippstadt” geschossen: Warum sich diese nicht an einem neuen Altstadtkonzept mitarbeiten würde?
Eine persönliche Gegenfrage an den Herrn P: Wurde Sie denn eingeladen? Wenn ja, stand das gar nicht im Revolverblatt! Und wenn nicht: Wieso sollte sich eine Bürgerinitiative berufen fühlen, die von namhaften Politikern der Stadt in der Vergangenheit in eben jenem Revolverblatt als Bedenkenträger, Unterschriftensammler, Lügner und Steinewerfer bezeichnet wurden? Das klingt nicht so, als würde sich jemand über eine Beteiligung der Bürgerinitiative freuen. Die Tatsache, dass solche Ausdrücke in einer seriös anmutenden Tageszeitung verwendet werden, spricht auch nicht gerade für den Kommentator.
Im übrigen hat eine pensionierte Lokalpolitikerin, ehemals Führungsstaffage der lokalen Volkspartei, Gespräche mit der Bürgerinitiative ausgeschlossen, bis diese aller Gewalt entsagen würde. Dem ist diese linksradikale Brandstiftertruppe doch bisher nicht nachgekommen, oder? Das schließt dann doch eine Beteiligung der Initiative doch aus, oder?
An Stelle der Bürgerinitiative würde ich auch auf eine Teilnahme an diesen ominösen Workshops verzichten. Einer Stadt, die in der Vergangenheit so mit konstruktiver Kritik umgegangen ist, würde ich auch nicht durch eine Teilnahme einen Persilschein ausstellen. Am Ende behauptet die Stadt, alle Entscheidungen hätten den Segen der Bürgerinitiative. Als Bürger dieser Stadt habe ich persönlich in den letzten Jahren meine Lektion gelernt: Immer schön von solchen Alibi- Veranstaltungen fernhalten. Wenn wieder der übliche Unsinn verzapft ist, vertraue ich persönlich auf eine Bürgerinitiative, die kritisiert, bedenken trägt und dafür die Prügel des Establishments einsteckt.


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