Lieber leistet sich Lippstadt ein Frei- und ein Hallenbad, die jeweils halbjährlich leer stehen und gemeinsam vor sich hin verrotten und Geld kosten, als ein Kombibad mit passender Ausstattung zu bauen.
Sollen die Lippstädter doch weiterhin nach Soest fahren und dort ihr Geld im Aquafun lassen.
Wann, bitte wann, wird in Lippstadt mal umgedacht. Diese dauernden Billiglösungen, die dann nicht umgesetzt werden sind offensichtlich nicht der richtige Weg. Man könnte fast meinen, die Entscheider in dieser Stadt haben ihr Handwerk beim Discounter gelernt – da wird auch nur auf den Preis geachtet.
In Schwerte hat eine Bürgerstiftung die alte Rohrmeisterei zu einem Kulturzentrum umfunktioniert und ist nun dabei, das örtliche Freibad zu einem modernen Kombibad auszubauen. Ich habe mir das angesehen, kein Vergleich zu Lippstadts Billiglösungen mit Supermarktbauvorhaben und Bäderchließungsvorhaben. Qualität zahlt sich wohl aus, dass hat sich nur leider nicht bis hierher herumgesprochen.
Dabei haben wir doch einen großen, großen Arbeitgeber am Ort, der sich doch auch mal für seine Heimatstadt einsetzen könnte, anstatt Grundstücke an die FH zu verkaufen (anderswo wird gestiftet). Und die örtliche Lokalpolitik könnte Bürgern den Weg zur Mitarbeit mal ebnen (anstatt sie zu denunzieren).
Irgendetwas scheint hier ganz böse schief zulaufen. Vor ein paar Tagen erst fiel in einem Gespräch mit Bekannten und Freunden der Satz “Lippstadt ist eine Monarchie”. Dem ist wohl nicht viel hinzuzufügen.
NACHTRAG
Heute (10. Juli 2010) stand in der Zeitung, das Kombibad (nicht Spaßbad, da legt Herr S. aus B. Wert drauf) müsse ja kommen, weil man in die alte Schwimmbadtechnik der vorhandenen Bäder nicht mehr investieren könne. Es müsse daher eine adäquate Lösung gefunden werden (Übrigens ist der letzte Satz nicht als Zitat gekennzeichnet, ergo ist es kein Zitat).
Was bedeutet das für Discountstadt? Die Planungen sahen ja schon mal ein Becken vor, dass kleiner als die für Wettkämpfe vorgeschriebene Größe haben sollte. Da kann man dann noch weiter (im Wortsinne) kürzen! Und billig können wir ja ganz gut: Wir kennen die passenden Gutachter, das passende Architekturbüro… Wahrscheinlich wird es am Ende auf einen Whirlpool vom Praktiker in einer von RKW geplanten Wellblechhütte hinauslaufen. Das Projekt wird dann “nur” 7 Millionen verschlingen, anstatt der geplanten 3 Millionen und im Jahr 2047 fertig werden. Einige Frohnaturen werden es gut finden und jetzt schon mal die Badehose rauskramen und der Name steht auch schon fest: “Christof Sommer Sparbad”.



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