Lippstadt-Blog: Das Weblog von Lippstadtern für Lippstadter

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So
4
Jul '10

Badezimmer

Lieber leistet sich Lippstadt ein Frei- und ein Hallenbad, die jeweils halbjährlich leer stehen und gemeinsam vor sich hin verrotten und Geld kosten, als ein Kombibad mit passender Ausstattung zu bauen.

Sollen die Lippstädter doch weiterhin nach Soest fahren und dort ihr Geld im Aquafun lassen.

Wann, bitte wann, wird in Lippstadt mal umgedacht. Diese  dauernden Billiglösungen, die dann nicht umgesetzt werden sind offensichtlich nicht der richtige Weg. Man könnte fast meinen, die Entscheider in dieser Stadt haben ihr Handwerk beim Discounter gelernt – da wird auch nur auf den Preis geachtet.

In Schwerte hat eine Bürgerstiftung die alte Rohrmeisterei zu einem Kulturzentrum umfunktioniert und ist nun dabei, das örtliche Freibad zu einem modernen Kombibad auszubauen. Ich habe mir das angesehen, kein Vergleich zu Lippstadts Billiglösungen mit Supermarktbauvorhaben und Bäderchließungsvorhaben. Qualität zahlt sich wohl aus, dass hat sich nur leider nicht bis hierher herumgesprochen.

Dabei haben wir doch einen großen, großen Arbeitgeber am Ort, der sich doch auch mal für seine Heimatstadt einsetzen könnte, anstatt Grundstücke an die FH zu verkaufen (anderswo wird gestiftet). Und die örtliche Lokalpolitik könnte Bürgern den Weg zur Mitarbeit mal ebnen (anstatt sie zu denunzieren).

Irgendetwas scheint hier ganz böse schief zulaufen. Vor ein paar Tagen erst fiel in einem Gespräch mit Bekannten und Freunden der Satz “Lippstadt ist eine Monarchie”. Dem ist wohl nicht viel hinzuzufügen.

NACHTRAG

Heute (10. Juli 2010) stand in der Zeitung, das Kombibad (nicht Spaßbad, da legt Herr S. aus B.  Wert drauf) müsse ja kommen, weil man in die alte Schwimmbadtechnik der vorhandenen Bäder nicht mehr investieren könne. Es müsse daher eine adäquate Lösung gefunden werden (Übrigens ist der letzte Satz nicht als Zitat gekennzeichnet, ergo ist es kein Zitat).

Was bedeutet das für Discountstadt? Die Planungen sahen ja schon mal ein Becken vor, dass kleiner als die für Wettkämpfe vorgeschriebene Größe haben sollte. Da kann man dann noch weiter (im Wortsinne) kürzen! Und billig können wir ja ganz gut: Wir kennen die passenden Gutachter, das passende Architekturbüro… Wahrscheinlich wird es am Ende auf einen Whirlpool vom Praktiker in einer von RKW geplanten Wellblechhütte hinauslaufen. Das Projekt wird dann “nur” 7 Millionen verschlingen, anstatt der geplanten 3 Millionen und im Jahr 2047 fertig werden. Einige Frohnaturen werden es gut finden und jetzt schon mal die Badehose rauskramen und der Name steht auch schon fest: “Christof Sommer Sparbad”.

Poller und Mittelstreifen

Da kann man mal sehen, wie heiß es hergeht, wenn Themen Anlieger betreffen. Zwei Gruppen, die sich unversöhnlich ob eines großen Themas gegenüberstehen.

Ich hätte einen Vorschlag:  Die Poller fliegen raus und werden dafür auf die Straße gemalt. Das wäre zumindest salomonisch.

Und wenn wir schon beim Malen sind: Wer hat sich diese dämliche Idee einfallen lassen, dass schmale  Kreisstraßen unter 5,50m Breite keinen Mittelstreifen haben, weil sich Autofahrer fälschlicherweise in Sicherheit wiegen, weil sie glauben, dass kein entgegenkommendes Fahrzeug diese Linie überfährt? Da kann man auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen vor scharfen Kurven entfernen, damit niemand sich in Sicherheit wiegt, bei Einhaltung des Limits gesund durch die Kurve zu kommen.

Mittelstreifen weg und dann?  An der Bankette orientieren? Ich habe in der StVO nicht gelesen, dass ein Mittelstreifen eine Orientierungslinie darstellt. Er trennt die Fahrtstreifen und damit den Gegenverkehr voneinander.

Herzlich Willkommen in Schilda! Der Kreis ohne Streifen aber dafür mit Streitpollern…

Loch im Kopf? Sand gibt’s am Alberssee!

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VORBEMERKUNG:

Der folgende Text ist weder im Namen noch im Auftrag der Bürgerinitiative erstellt worden (im Klartext: Einzig und allein auf meinem Mist und ohne Kenntnis anderer Menschen gewachsen). Ich schreibe hier ausschließlich für mich persönlich und bin im Übrigen auch kein Mitglied in irgendeinem Verein (ich spiele aber mit dem Gedanken, in die FDP einzutreten, einfach nur, um mal zu sehen, wie das kommt…). Dies sei ausdrücklich gesagt, bevor hier wieder friedliebende, steuerzahlende und rechtschaffene Menschen von Stadt und Zeitung in die journalistische, politische und juristische Pfanne gehauen werden.
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Im heimischen Revolverblatt hat am Samstag einer der Hauptrevolverhelden aus einem adäquaten Sommerloch heraus gegen die Bürgerinitiative “Lebendiges Lippstadt” geschossen: Warum sich diese nicht an einem neuen Altstadtkonzept mitarbeiten würde?

Eine persönliche Gegenfrage an den Herrn P: Wurde Sie denn eingeladen? Wenn ja, stand das gar nicht im Revolverblatt! Und wenn nicht: Wieso sollte sich eine Bürgerinitiative berufen fühlen, die von namhaften Politikern der Stadt in der Vergangenheit in eben jenem Revolverblatt als Bedenkenträger, Unterschriftensammler, Lügner und Steinewerfer bezeichnet wurden? Das klingt nicht so, als würde sich jemand über eine Beteiligung der Bürgerinitiative freuen. Die Tatsache, dass solche Ausdrücke in einer seriös anmutenden Tageszeitung verwendet werden, spricht auch nicht gerade für den Kommentator.
Im übrigen hat eine pensionierte Lokalpolitikerin, ehemals Führungsstaffage der lokalen Volkspartei, Gespräche mit der Bürgerinitiative ausgeschlossen, bis diese aller Gewalt entsagen würde. Dem ist diese linksradikale Brandstiftertruppe doch bisher nicht nachgekommen, oder? Das schließt dann doch eine Beteiligung der Initiative doch aus, oder?

An Stelle der Bürgerinitiative würde ich auch auf eine Teilnahme an diesen ominösen Workshops verzichten. Einer Stadt, die in der Vergangenheit so mit konstruktiver Kritik umgegangen ist, würde ich auch nicht durch eine Teilnahme einen Persilschein ausstellen. Am Ende behauptet die Stadt, alle Entscheidungen hätten den Segen der Bürgerinitiative. Als Bürger dieser Stadt habe ich persönlich in den letzten Jahren meine Lektion gelernt: Immer schön von solchen Alibi- Veranstaltungen fernhalten. Wenn wieder der übliche Unsinn verzapft ist, vertraue ich persönlich auf eine Bürgerinitiative, die kritisiert, bedenken trägt und dafür die Prügel des Establishments einsteckt.