“So ein schöner Park mitten in der Stadt und dann lässt man ihn so verwahrlosen…”
Der Passant hat recht. Und wenn man das zweifelhafte Vergnügen hat, das gesamte Tagesprogramm des Postparks zu erleben, bleibt einem glatt die Spucke weg:
8:00 Uhr: Benutzer lassen die Hinterlassenschaften der vierbeinigen Freunde als Tretminen auf den Gehwegen zurück.
9:00 Uhr: Die fliegenden Verkäufer treten auf. Im Angebot alles, was den Blick verdreht. Das mittlerweile anwesende Publikum nimmt die Ware dankbar ab und konsumiert intravenös im Beet an einer Mauer.
10:00 Uhr: Der Kontaktbereichsbeamte der Ordnungsbehörde prüft, ob jemand zu viel konsumiert hat.
11:00 Uhr: Beginn des Krachkonzertes mit Flaschenwerfen und Prügelei.
14:00 Uhr: Sonderveranstaltung: Ein Anwohner ruft beim Ordnungsamt an, weil ihm der Lärm zu viel wird. Er moniert auch, dass der Park zur Fixerstube umfunktioniert wurde. Der Anwohner weiß, dass sein Protest verhallen wird, weil die Stadt den Park als Auffangbecken für diejenigen nutzt, die man in der guten Stube (= Rathausplatz) nicht sehen möchte.
18:00 Uhr: Feierabend an der Parkbank.
21:00 Uhr: Bei besagten Anwohner klingelt es an der Tür. Zu Besuch kommt die Drogenfahndung und bringt ein Fotoalbum mit. Es wird erklärt, dass man nicht in der Lage sei, die Händler dingfest zu machen, weil der Dienst erst abends um 19 Uhr beginnt (!!!)
Epilog:
Der Park ist ein Saustall und der geplante Umbau zum Pennerpark “Deluxe” ein Witz! Offensichtlich geht man davon aus, dass bis dahin keinerlei Wartung mehr ausführen muss, und wenn tatsächlich im Frühjahr ein Trupp zur Rasenaussaat anrückt kann man davon ausgehen, dass ein befreundetes Team ein paar Tage später mit dem Sprinter ein paar Runden über den feuchten Boden dreht und “Kornkreise” zieht.
Fazit:
Lasst die Blutbuche in Ruhe, spart das Geld für den Umbau, richtet den Park einfach mal ordentlich her und zieht die Dealer aus dem Verkehr. Wofür zahle ich eigentlich Steuern?



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