Und wieder eine Woche voller Ärgernisse überstanden! Kurz vor Ladenschluss vom Regen ohne Umweg über die Traufe in die Sch…
Sind Lippstädter dumm?
Bei einer spontanen Befragung von neun Passanten in der Innenstadt im Rahmen einer Wette wussten vier nicht, warum wir Weihnachten feiern. Zugegeben nicht repräsentativ, vermute ich jedoch, das Ergebnis wäre auch bei größerer Probenmenge nicht signifikant anders. Die Wette habe ich jedenfalls gewonnen…
Patriot vs. DER SPIEGEL
Heute geht es im Lokalteil um Parkflächen. Das sind in der Regel Grünanlagen, der Patriot meint aber “Parkplätze”. Klingt nicht besser, ist aber dafür falsch. Die schönsten Sprachschludereien des Patriots finden sich übrigens regelmäßig im “Hohlspiegel”, den man wohl vollständig mit Inhalten aus unserem Lokalblatt (be-)füllen könnte…
Ruhender Verkehr I
Am vorigen Montag machte sich eine Politesse die Mühe, mein schneebedecktes Auto zur Hälfte auszubuddeln, um mir dann ein Knöllchen zu verpassen (Okay, für 5 Euro kann ich wohl nicht erwarten, dass sie die Arbeit gewissenhaft zu Ende führt und das ganze Auto vom Schnee befreit). Der Grund für mein “Falschparken” war, dass sich in der benachbarten Anwohnerparkzone Weihnachtsbesucher von Auswärts ohne Parkausweis breitgemacht hatten, die offensichtlich wussten, dass während der Feiertage nicht kontrolliert wird und sich die Polizei sowieso nicht “für den ruhenden Verkehr” zuständig fühlt.
Ich habe mein Fahrzeug also vorschriftsmäßig umgeparkt, um am nächsten Tag festzustellen, dass der Bauhof beim Schneeräumen der Kolpingstraße mein Auto begraben hat. Der Wagen steckt nun seit zwei Tagen im Schnee, zuständig ist wieder niemand. Ich könnte den Wagen ja selbst freischaufeln, aber ich hab einfach keine Lust, sage meine Termine ab und bleibe zu Hause. Auf der linken (Einbahn-)Straßenseite hätte der Schnee übrigens niemanden behindert, aber dafür hätte man ja das Räumschild umdrehen müssen; zuviel verlangt in Lippstadt…
Ruhender Verkehr II
Der SUV einer bekannten Industriellen aus Lippstadt, die diesen strategisch günstig in der Nähe ihres Kosmetikstudios platziert hatte und dann zur Totalrenovierung eilte, legt die Innenstadt lahm, indem er, direkt an einer Kreuzung geparkt, den Schnellbus daran hindert, eben diese zu passieren und der Verkehr sich darauf hin in der gesamten Innenstadt staute. Gut gemacht!
Den Vogel haben dann zwei hiesige Polizisten abgeschossen: Nach rund einer Dreiviertelstunde trafen diese traurigen Vertreter der Ordnungsmacht ein nur um festzustellen, für den ruhenden Verkehr seien sie nicht zuständig. Der stockende Verkehr floss mittlerweile verbotenerweise über den Gehweg ab, direkt an den untätigen Beamten vorbei. Auf die Frage, ob man den Wagen nicht abschleppen sollte, beteuerte das Dream- Team, man wisse nicht, wie. Das anwesende Publikum tat seinen Unmut kund, daraufhin wurden die Beamten endlich aktiv und drohten dem Plebs für den Fall weiterer Renitenz mit sanktionierenden Maßnahmen. Eine Politesse demonstrierte währenddessen einen Rest von Handlungsfähigkeit und verpasste dem Falschparker ein Knöllchen. …
Brachland
Bei der Stadt sorgt man sich, dass weitere Gebäude in der Innenstadt abgerissen werden könnten. Mal abgesehen, dass die Stadt selbst die größten Abrisspläne am Güterbahnhof hegt ohne zu wissen, was darauf irgendwann einmal entstehen könnte, wären die vorhandenen Baulücken durchaus zu füllen. Die Meßlatte für Investoren liegt aber recht hoch, zu hoch für Menschen mit fremd klingenden Namen. Einige haben in der Vergangenheit darauf hingewiesen, man könne sich Investoren nicht aussuchen, sondern müsse sich freuen, wenn überhaupt jemand in Lippstadt investieren will. Für mich ist dieses Schmierentheater “Ärgernis des Jahres 2010″. Jeder Lippstädter sollte sich daran erinnern, wenn er die regelmäßigen Frechheiten, die über das linientreue Parteiblatt hinausposaunt werden, liest.
Frohes stumpfes Jahr!



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