Lippstadt-Blog: Das Weblog von Lippstadtern für Lippstadter

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Jan '11

2011 – fühlt sich an wie 2010

Auch im neuen Jahr ist das Lästermaul wieder da! Freut Euch oder auch nicht, das schert mich…

…. genauso wenig wie Umweltaspekte die Stadtverwaltung beim nachhaltigen Roden des raumübergreifenden Großgrüns (Vulgo: Bäume) interessieren. Erst hat man die Seenplatte an den Jahnparkflächen (Vulgo: Parkplatz) von den nervigen Schattenspendern befreit, jetzt muss die Pappelplantage in Lipperbruch dran glauben. Zusammen mit den Brachflächen in der Innenstadt und ihrer Peripherie können sind wir bald nicht mehr nur als Venedig “Westfalens”, sondern auch als “Hellweg Heide” bezeichnen! Bei den Bäumen an der Mastholter Straße handelt es sich um 60 Jahre alte Wirtschaftsflächen, die der Stadt in Form von Hackschnitzel (Vulgo: Brennstoff) frisches Geld in die Kassen bringen. Zusammen mit den unvorhergesehenen Schlüsselzuweisungen vom Land reicht es vielleicht für die von mir so innig ersehnte Monorail (vulgo: Einschienenbahn), die Lippstadt exakt so dringend benötigt, wie eine für viel Geld aufgebrachte Asphaltdecke, die das Parken am Jahnplatz komfortabler macht. Immerhin ist das Areal jetzt bei Regen kein Schlammloch mehr, was die Mehrheit der Lippstädter, die ebendiesen extrem oft benutzen, sehr freuen wird. Und wenn das Geld vom Bund kommt, ist es für uns kostenlos oder? Also zumindest, wenn man davon absieht, dass die Bundesmittel aus Steuereinnahmen stammen und die Stadt rund 13% der Gesamtkosten (also schlappe 50.000 €) aus der eigenen, notorisch leeren Tasche bezahlen muss. Über 400.000 € unseres sauer verdienten Geldes für einen Parkplatz am AdW. Danke!

Von dem Geld hätte man einen schönen Vorschlaghammer kaufen können und damit das leicht verdrehte Weltbild unsers Fachhochschulenaußenstellenvordenkers geraderichten können: Trotz großer Bedenken hat er vorerst von der Schnapsidee eines Numerus Clausus Abstand genommen. Er behält sich aber vor, einen solchen jederzeit aus dem Schreckenskabinett der Bildungsbeschränkung herauszukramen, wenn sich doch Millionen von Studenten zu uns verirren. Als Soforthilfe würde ich dann eher die Wirtschaftsförderung abschaffen und die freiwerdende Etage im Cartec als zusätzlichen Raum für den visuellen Computerdingsbumsstudiengang verwenden. Was die Aufgabe der Wirtschaftsförderung ist? In Lippstadt versenden Sie hauptsächlich sinnlose E-Mails an Unternehmen, die darum nicht gebeten haben. In anderen Städten kann eine Wirtschaftsförderung auch andere Dinge außer Spam versenden, aber da hat man dann wirklich fähige und fleißige Leute am Ruder.

Wesentlich fleißiger sind da schon die Nachtarbeiter im eigenen Auftrag unterwegs. Ein Einbruch folgt dem Nächsten, das Ganze scheint sich zum Volkssport auszuweiten. An dieser Stelle möchte ich dazu die Bürotelefonnummer unserer Landrätin “Evtl. Irrweg” empfehlen: Unter (0 29 21) 30 – 22 22 können sich interessierte Bürger beschweren und um mehr Polizeipräsenz bitten, dafür ist die Dame nämlich zuständig. Man könnte Sie auch fragen, ob die drei bis vier Streifen für 70.000 Einwohner vielleicht doch etwas knapp kalkuliert sind. Also wenn ich als Einbrecher in Lippstadt unterwegs wäre, würde ich warten, bis eine Streife an mir vorbeifährt (Tipp: Decken und Vorräte mitbringen, das kann dauern). Bis zum nächsten Widersehen ist dann richtig viel Zeit um sich an fremder Leut’ Eigentum zu bereichern. Am Wochenende lohnt es sich besonders, da sind unsere Freunde und Helfer hauptsächlich damit beschäftigt, betrunkene Autofahrer zu bestrafen. Achten Sie aber darauf, dass das Objekt der Begierde nicht schon von einem Kollegen besucht wurde!
Seltsam in diesem Zusammenhang ist, dass in der Lippstädter Tageszeitung nie mehr steht, als im offiziellen Polizeiticker. Ich dachte doch glatt, der Patriot recherchiert da selbst. Offensichtlich doch nicht. Im Ticker steht jedenfalls vieles nicht drin und wenn die Kriminalstatistik des Kreises Soest auf dem Ticker aufbaut, erklärt das zumindest die gefühlte Diskrepanz zwischen den offiziellen Werten und der offensichtlichen Wahrheit…

Tja, eines steht für 2011 schon jetzt fest: Die Themen gehen mir leider nicht aus und die Abwärtsfahrt dieser Stadt geht aufgrund der UNFÄHIGKEIT IHRER FÜHRUNG munter weiter. Der Großteil dieses Dauerblödsinns wird mittlerweile hinter verschlossenen Türen beschlossen; König Sommer nebst Hofnarren und Hofberichterstatter haben Transparenz zusammen mit Verstand und Demokratieverständnis längst an die Straße gekarrt, und wenn der neue Entsorger irgendwann in diesem Jahrzehnt doch noch in die Hufe kommt, wird der, in den Augen des Stadtrats nutzlose Plunder abgeholt…

Am 2014 sind Kommunal- und Bürgermeisterwahlen. Geht noch mal hin, vielleicht ist es das letzte Mal!