Lippstadt-Blog: Das Weblog von Lippstadtern für Lippstadter

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Mo
27
Jun '11

Der Sommer ist da!

Nein, ich meine damit nicht unseren Herrn Bürgermeister, sondern vielmehr die sonnige Jahreszeit, denn endlich können wir nach den grauen Regentagen in der vergangenen Woche wieder die grünen Flecken unserer schönen Lippe-Stadt aufsuchen.
Neben der grünen Lunge Lippstadts, dem Grünen Winkel lädt auch der Badestrand an der renaturierten Lippe zum Sonnenbaden und Baden ein.

Und seit Samstagmittag wissen wir, dass auch die letzten Bedenkenträger wieder im Alberssee schwimmen und planschen können und wir haben auch die traurige Gewissheit, dass der 28-jährige Mann, der bei einer Bootstour am Pfingstmontag ins Wasser sprang und nicht wieder auftauchte, höchstwahrscheinlich tot ist.
Für die Angehörigen ist nun die Zeit der Ungewissheit vorbei, denn am Samstag fanden Segler / fand ein Segler eine leblose Person im Alberssee, Feuerwehr und DLRG bargen dann einen männlichen Leichnam, bei dem es sich wohl um den vermissten 28-jährigen handelt – Gewissheit wird aber erst eine Obduktion ergeben können.
Für die Feuerwehr und erst recht für die DLRG sind die letzten beiden Wochen Arbeit pur gewesen, wissen wir doch, dass die DLRG-Taucher trotz Einsatzende nach der erfolglosen Suche mit Leichenspürhunden, Polizeihubschrauber, etc. „auf eigene Faust“ weitergesucht haben, um sicherzustellen, dass nicht ein Badegast oder gar ein Kind die im Wasser treibende Leiche finden muss.

Trotz der traurigen Ereignisse sollten wir den Sommer genießen und uns vor allem immer wieder in den Kopf rufen, welche Gefahren beim Baden (und Sonnenbaden) lauern!

Neben dem harmlosen Sonnenbrand kann ein Hitzschlag sogar lebensgefährlich werden.
Und beim Sprung ins kühle Nass sollte erst Recht aufgepasst werden:
Nicht kopfüber ins Wasser springen, dessen Tiefe man nicht einschätzen kann.
Nicht mit überhitztem Körper ins kalte Wasser springen, denn der drastische Temperaturunterschied könnte den Kreislauf durcheinander bringen und ebenfalls lebensgefährlich werden.
Wer gar nicht oder nur schlecht schwimmen kann, sollte nur mit geeigneten Schwimmhilfen ins Wasser gehen – Schlauchboote und Luftmatratzen zählen da jedoch nicht zu.
Egal ob man alleine oder in der Gruppe unterwegs ist – man sollte immer die Badegäste in der Umgebung ein wenig im Auge behalten um so mögliche Unfälle zu minimieren.

Die restlichen Baderegeln spare ich mir jetzt mal, denn wichtig sind ja der Spaß und die gute Laune, die das Sommerwetter mit sich bringt!

Lippstadt, nimm deine Familie und deine Freunde, nimm dir ein Buch und nimm dein Fahrrad und nutze die vielfältigen Erholungsmöglichkeiten, die deine Stadt so zu bieten hat!
Wer muss da schon in umliegende Spaßbäder nach Soest oder Gütersloh? Wir haben die Natur vor der Tür und sollten sie auch nutzen!

Sa
25
Jun '11

Still und leise abgetreten

Das war es nun mit dem Güterbahnhof. Die Reste des Gebäudes werden in den nächsten Tagen verschwinden, der symbolträchtige Zankapfel im Kampf um die Art und Weise der Innenstadtentwicklung ist nun für die lächerliche Kleinigkeit von 170.000 € dem Erdboden gleichgemacht. Grund für den Abriss trotz mangelnder Ideen, was dann mit der Brache passieren soll, ist ja offiziell der unbedingte Wille, die Fördergelder für den Abriss nicht verfallen zu lassen. Wenn das Geld von woanders stammt, ist es ja nicht unseres, oder?

Inoffiziell ist der ein oder andere Entscheidungsträger sicherlich froh, dass endlich Fakten geschaffen wurden, nach dem verheerenden Votum der Wähler beim Bürgerentscheid lässt man sich aber zumindest nicht zu öffentlichen Bekundungen der Freude im Spaßmagazin hinreißen, vermutlich hat Herr Sommer mit seinen Schergen aber schon im Hinterzimmer der Macht mit lecker Schampus auf das Ende des Gebäudes und dem vermeintlichen Sieg über die Wählerschaft angestoßen. Na denn Prost!

Bleibt noch die Frage, was denn nun mit der Marslandschaft entlang der Bahn passiert. Dem Vernehmen nach hat man drei Angebote, die nun geprüft werden. Namen, Inhalte und andere Details werden wie üblich nicht genannt. Vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch nachvollziehbar wäre ich aber nicht wirklich überrascht, wenn auch im weiteren Prozess keine Transparenz geschaffen wird und man in bester Tradition am Ende verkündet, was hinter geschlossenen Türen und explizit ohne Bürgerbeteiligung beschlossen wird. Warum ich das glaube? Ganz einfach: Weil bisher nicht eine Silbe zum Thema Bürgerbeteiligung gefallen ist. Die ganze Scharade wird wieder einmal so dargestellt, als ob man hier ein Grundstück vermarktet, mit dem der Käufer anstellen kann, was er will. Es kommt offensichtlich nicht darauf an, was am Ende gebaut wird, sondern nur das überhaupt was passiert. Argumentationslinie: Da können wir ja froh sein, wenn sich in ganz Europa nur drei Investoren für die Brachfläche interessieren, also Schluss mit der Nörgelei!

Jetzt kommt “Hätte, Hätte, Fahrradkette”: Hätte man nicht zur Abwechslung und in Rückblick auf die gesammelten Erfahrungen eine aktive Bürgerbeteiligung anstreben sollen? Ideen sammeln? Vielleicht mal etwas anderes diskutieren? Nein, will man nicht. Zu aufwendig? Zu demokratisch? Zu wenig “Lippstädterisch”?

Vielleicht kommt einer der Bieter zum Zuge, vielleicht wird gebaut. Was gebaut wird? Schulterzucken – egal. Was die Bürger wollen? Noch “egaler”.

Für die Bürgerbeteiligung ist es nicht zu spät. Mal abgesehen davon, dass man ja auch hoffen darf, dass sich ein Käufer findet, der auch mal anders denkt. Die Alternative “Bürgerstiftung + PrivatePublicPartnership + Alternativkonzept” ist zwar durch den Abriss des Güterbahnhofs nicht näher gerückt, aber Möglichkeiten gibt es immer. Wenn man nur will. Aber es will keiner.

Tschüss Güterbahnhof. Du warst ein Teil von Lippstadt. Nicht der Schönste, aber irgendwann einmal wichtig. Ich hätte dir einen Neuanfang gegönnt. Einen wahren Leuchtturm, der wirklich gestrahlt hätte. Der Lippstadt einmal – nur ein einziges Mal – wieder zu etwas besonderem macht, das uns wirklich von den anderen unterscheidet. Ein neues Leben hinter alten Mauern. Ein bisschen Grün zwischen Beton und Asphalt. Du hättest es verdient, das gleiche Glück wie die historische Innenstadt, die wir so vollmundig loben, die wir so umhegen, weil sie ja zu uns gehört. Und dabei warst Du ein Teil davon, nur leider vergessen, aufgegeben, verkannt und irgendwann still und heimlich zurückgelassen, wie ein lästiger Hund zur Ferienzeit am Autobahnparkplatz. Nicht mal ein Nachruf in der Zeitung, nicht einmal eine Stimme.

Di
21
Jun '11

Neues oder altes Ärgerniss

Habe mein Auto an der Marktstrasse gegenüber des Rathausplatzes geparkt, schön vor- und zurückgesetzt, als ich endlich Eingeparkt hatte, Motor abgestellt meinte meine Mitfahrerin: Toll und wie komme ich jetzt aus dem Auto? Oh, hab garnicht gemerkt das da noch Tische und Stühle und Bäumchen stehen! Man kann garnicht aus dem Auto aussteigen.

Jrgendjemand hat doch die Genemigung dafür gegeben!

Di
7
Jun '11

Guten Morgen, Herr Sommer!

Eigentlich nichts aufregendes oder unnormales, ein netter gruß auf dem Fahrrad in der Fußgängerzone in richtung Bürgermeister!! Aber er ist nicht der einzige, sehr viele sind dieser Tage auf dem Fahrrad unterwegs, hauptsächlich in der Fußgängerzone oder auf den Bürgersteigen der Stadt.