Ein Highlight im Dunklen

Am 25. Februar ist es wieder soweit. Die KWL lädt zum Spaziergang zur guten Nacht ein. Grund genug auf den letzten Spaziergang zur guten Nacht zurückzublicken. Auch um mal zu zeigen, dass nicht alles in Lippstadt so schlecht ist, wie es hier im Blog oft rüberkommt. Vielleicht muss man auch einfach nur mal wieder die Augen für das Schöne öffnen, auch wenn es vielleicht noch so klein scheint. Und der Spaziergang zur guten Nacht ist wirklich ein Highlight im Dunkeln.

Warum?

Zum einen ist jeder von uns sicherlich schon mal an der einen oder anderen Installation der Lichtpromenade vorbeigegangen und hat sich seine Gedanken gemacht, zum anderen führt einen diese Stadtführung der besonderen Art an Orte an denen man sonst nie ist oder schon Ewigkeiten nicht mehr war.

Knapp zwei Stunden ist man vom Rathaus aus unterwegs und die Zeit vergeht wirklich wie im Flug. Was aber auch an den Kommentaren des Stadtführers Ulrich Bökenkamp liegt dem ich selbst so eine launig-kurzweilige Kommentierung ehrlich gesagt gar nicht zugetraut hatte. 😉

Der Weg der Lichtpromenade führt von der „Arche“ am Mattenklodt-Steg aus bis hin zum „Nachtflug“ auf Höhe der Herforder Straße und lässt trotz der detaillierten Ausführungen des Stadtführers viel Platz für eigene Interpretationen. Die insgesamt zehn Installationen sind HIER näher beschrieben:

Eingehen will ich hier eher auf meine beiden Favoriten:

UNDINE von Claudia Schmacke (Wilhelmschule)

UNDINE von Claudia Schmacke

„Undine“ von Claudia Schmacke findet sich in dem toten Arm zwischen Wilhelmschule und Café im Grünen Winkel. Das Zusammenspiel zwischen Licht, Klang und der Wasserbewegung ist wirklich faszinierend und wenn man sich darauf einlässt, ist einem das unbekannte Wesen unter Wasser ganz nah. Faszinierend ist vor allen Dingen das Wechselspiel zwischen Ruhe und Bewegung und auch die Tatsache, dass man tagsüber nichtsahnend an dieser Stelle vorbeigeht. Man muss sich gerade an dieser Stelle wirklich mal die Zeit nehmen, das Wechselspiel auf sich wirken zu lassen und in Ruhe zu genießen.

DER MITTLER von Frank Schulte (Ostendorfallee/Burgmühle)

DER MITTLER von Frank Schulte

Gleiches gilt auch für meinen absoluten Favoriten unter den Installationen. „Der Mittler“ von Frank Schulte. Im Schiedsrichterturm für Kanusport an der Lippstädter Wildwasserstrecke wurde eine kombinierte Licht und Klang Installation angebracht, die jeweils zur vollen Stunde zur vollen Entfaltung kommt. Zwischendurch ruht der Mittler und gibt auch dementsprechend monotone Geräusche von sich. Doch zur vollen Stunden flackert das Licht plötzlich im Innenraum des Schiedsrichterturm, außerirdisch anmutende Klänge untermalen dieses Szenario, das in dieser Form wirklich beeindruckend und verwirrend zu gleich ist. Eben auch, weil man diesen Ort tagsüber ganz anders in Erinnerung hat.

Und so ist es als würde man sich zwischen Arche und Nachtflug auf einer ganz anderen Ebene durch unsere Stadt bewegen. Ein Erlebnis, das ich wirklich jedem nur empfehlen kann und ganz sicherlich nicht nur für Erwachsene.

P.S.: Eigentlich wollte ich den Text um die Fotos „rumlaufen“ lassen, klappte aber ebenso wenig wie eine gleichmäßige Schriftgröße. Vielleicht kann da ja ein Admin mal drüber gucken. Danke. 😉

2 Gedanken zu „Ein Highlight im Dunklen

  1. Angel112

    Wenn ich passend mit dem Rad vorbei komme, höre/schaue ich mir gerne den Mittler an.
    Beim „ersten Mal“ war ich einfach nur fasziniert von dem gruseligen Schauspiel. 😉

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