Herzlich Willkommen, H&M!

Heute Vormittag um 11.00 Uhr war es so weit.
Der schwedische Modehersteller Hennes & Mauritz (kurz: H&M) hat heute seine Pforten für die breite Öffentlichkeit geöffnet.
Mehr als 1.800 m² Verkaufsfläche beherbergen nun etliche Kleiderstangen, Regale und Wühltische sowie Anprobe-Kabinen und Kassen.
Diese Verkaufsfläche bedeutet Großstadtniveau, was von H&M eigentlich erst bei Städten ab 100.000 Einwohnern anvisiert wird – Lippstadt hat gerade mal 70.000 Einwohner. Trotzdem hat H&M unsere Lippe-Stadt für eine „Großstadt-Filiale“ ausgewählt – welch eine Ehre!

Nachdem gestern schon der Bauzaun-Sichtschutz (mit der Model-Fotowand) abmontiert wurde, konnte man ja schon einen kleinen Blick hinein werfen. Es war noch nicht gefegt und gesaugt, wirkte aber schon sehr ansprechend.

Ich habe mich heute erst gegen 13 Uhr „ins Getümmel“ geworfen, einfach nur um mal zu sehen, wie es im alten Amtsgericht / City Centerjetzt aussieht.
Gab es extreme Sonderangebote oder Eröffnungsrabatte? Steht uns der Weltuntergang bevor?
Es war brechend voll! Schlangen vor den Kassen und Schlangen vor den Umkleidekabinen sowie Klamottenstapel auf den Armen der jungen und alten sowie männlichen und weiblichen Kunden verrieten: hier gibt’s was umsonst!
Aber, falsch gedacht. Keine Sonderangebote, keine Eröffnungsrabatte und kein Weltuntergang.
Gab es vorher keine Klamottenläden in Lippstadt? Mussten wir Jahrelang nach Soest oder Paderborn fahren, um uns eine Jeans, einen Pulli oder ein Shirt kaufen zu können? Haben die Lippstädter zu viel (Taschen-)Geld?
Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass aufgrund der heutigen mündlichen Abiturprüfungen viele Klassen der Gymnasien Schulfrei hatten und somit sicherlich einige Schüler unter den ersten Kunden waren.

10 Minuten habe ich für den Rückweg aus der hinteren Ecke des Ladens benötigt, so voll war es.
Am Ende war ich froh, wieder auf der Langen Straße zu stehen und aus dem krassen Gedränge raus zu sein.
Ich habe mir geschworen, dass ich erst 1-2 Wochen verstreichen lasse, bevor ich noch einmal einen Fuß in den Laden setze, denn in 1-2 Wochen wird der große Hype langsam verebben und NORMALE Kundenströme werden das Bekleidungsgeschäft betreten. Dabei lässte es sich dann auch angenehmer shoppen und anprobieren. 😉

7 Gedanken zu „Herzlich Willkommen, H&M!

  1. Frank Boneberger

    In einer regionalen Tageszeitung war (sinngemäß) zu lesen, dass ein Experte den neuen H&M Ableger in Lippstadt auf Großstadtniveau taxiert.
    Ich finde es toll, wenn die Lippstädter so etwas von anerkannten Experten (und um so einen muss es sich gehandelt haben, sonst stünde es nicht in der Zeitung) bestätigen lassen. Da ich den besagten Passus nur in einer einzelnen Zeitung gefunden habe, gehe ich davon aus, dass Auftraggeber des Expertise der Verlag war. Vielleicht kann man dort weiterhelfen: Ich würde gerne einen Sachverständigen für Nebensächlichkeiten beauftragen, der mein Werk begutachtet. Leider hat man in der Zeitung vergessen, den Namen des Experten anzugeben, aber ich bin mir sicher, das er/sie die Richtige ist, um alles, aber auch alles, was bisher noch nicht bewertet, vermessen und beurteilt, eingeschätzt und kategorisiert wurde endlich in eine Form zu fassen, zu normieren und so in eine Statistik zu fassen, dass es noch besser aussieht, als es ist.
    Als ob wir solche Expertisen ohne Quellenangabe benötigen würden; das sah eher nach einer journalistischen Füllübung aus. Im vorliegenden Fall „H&M“ kann wohl jede weibliche Lippstädterin als Expertin in Betracht kommen…

  2. Carsten Korte

    Ich war auch kurz in der Pause da, so um 11:00 um für meine Lippstadt-Internetseite ein Bild zu machen. Das hätt ich auch nicht erwartet, dass der Ansturm morgens so groß ist. Ich dachte, da komm so ein paar Leute hin, so mal ganz kurz um die Ecke gucken…Ich war überwältigt, wie voll es aber auch in den anderen Geschäften war…

    Mal schaun, wie die Zeit danach aussieht…

  3. Christian Lorberg

    Hallo,

    ich wollte auch den Hype um Hund M in Lippstadt miterleben. Als ich um 10.30 Uhr durch die Lange Straße ging, standen schon gefühlte drei Oberstufenklassen Lippstadts vor dem Laden. Alles ist gut und alles wird gut für die Lippstädter Innenstadt. In meiner hessischen Wohngegend gibt es nur einen Hund M für Frauen. Warum sollte es eine kritische Berichterstattung über ein Zugpferd geben? Verstehe ich nicht ganz…oder habe ich die neutrale Message falsch verstanden?

    VG
    Christian

  4. Frank Boneberger

    Also ich hier auch mal klarstellen dass ich überwältigt total war. Megacool! Jetzt haben wir auch einen H&M und können uns was Anzuziehen kaufen. Und so voll voll da! Ich war garnichtdrin. Aber als ich vorhergegangen bin, hat mir die Sonne ausm Arsch gescheint.

    Nichts gegen H&M. Aber auf welcher Pappe muss man eigentlich kleben, wenn man so naiv-vorbehaltslos sein will?

  5. Christian

    Es ist total schlüssig und unnaiv, vorbehalts- und gehaltsvolle Kommentare zu veröffentlichen.

    Aus diesem Grunde gehe ich jetzt in die Stadt und wechsle Geld gegen Stoff von H&M.

  6. Ricarda

    Also,
    ich glaube, der große Hype ist ein wenig verflogen, die Menschenmassen haben sich im Ladenlokal von H&M auch normalisiert und es geht dort zu wie in jedem anderen Modegeschäft auch.

    Einzig das Umkleidekabinen-Problem ist noch ein Manko.
    Letztens sah ich schon die ersten Kunden, die sich direkt neben den Kleiderständern die Bluse oder das Hemd zur Anprobe überzogen – die Warteschlange vor den Kabinen war wiedereinmal lang.
    8 Umkleidekabinen sind eindeutig zu wenig.

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