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Meine wundersame Wandlung zum Exilblogger oder wie ich ganz zum Schluss meinen bislang längsten Blogartikel-Titel schrieb

Machiavelli soll einst, als ihn der Priester auf dem Sterbebett anhielt, dem Teufel und dessen Lehren abzuschwören, gesagt haben: „Dies, Monsignore, ist nicht die Zeit, sich neue Feinde zu machen.“

Auch ich werde nichts abschwören, schon gar nicht dem Bloggen. Nur im Lippstadt-Blog werde nicht weiter mitschreiben.

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Stadtführungen vom Profi …

… kommen in dieser Region ausgerechnet aus Ostwestfalen! Doch, doch. Is so! Is abba nich schlimm. Weil die ganz nah an der Grenze wohnen und ansonsten auch voll OK sind.

Wer aber bitte als geneigter Leser dieses Weblogs einen Blick auf die Internetpräsenz von Christane Hoffmann werfen mag, dem dürften zunächst zwei Dinge auffallen: Das reiche Angebot an Stadt- und Spezialführungen in OWL sowie Münsterland und ein schnuckeliger Webauftritt, der des Öfteren auch Lippstädter Events ankündigt (Lippstadt-Blog berichtete wiederholt).

Die Organisatorin der Führungen, Frau Hoffmann, ist für diesen Job mehr als geeignet: Die studierte Kunsthistorikerin und Historikerin sowie Inhaberin einer Kunstagentur hat sich dieses Standbein bereits vor der Landesgartenschau 88 in Rheda mit Führungen aufgebaut.

Ihr großer Vorteil sei ihr „gutes Feeling“ für ihre Gäste, so dass anstatt einer langweiligen Aneinanderreihung von Zahlen und Daten viel eher „beschwingte“ Stadtrundgänge entstünden  – und das sogar ohne Alkohol, sagt sie (mit geht aber wahrscheinlich auch). Dank ihrer persönlichen Note abseits der klassischen Stadtführung wird sie gerne für Familienfeiern und Junggesellenabschiede gebucht.

Frau Hoffmanns Angebot umfasst die ganze Region OWL, zum Beispiel eben auch Lippstadt. Wenn jemand Erfahrung mit den Führungen der Ostwestfalen hat, würde ich mich über einen entsprechenden Artikel freuen!

Ach, und übrigens: Die Ostwestfalen twittern auch!

Shortlinks 11.11.2009

Sorry, im Moment ist einfach keine Zeit für ausführlichere Artikel.

Sheepkeeper’s Merchandise
Hast du Heinrich auf der Tasse, schmeckt der Kaffee doppelt klasse

Alter Schwede
H&M kommt nach Lippstadt – und zieht doch nicht in den Güterbahnhof ein.

Polizei gibt Fehler zu
… und sagt, sie hätte ein „Gerücht“ erreicht. Nach meinem Wissen war das eher ein gezielter Hinweis von Vereinsseite, dem man ohne Weiteres hätte nachgehen können.

Der kleine Bruder vom Feedomix
*räusper* Naja, so ähnlich: Es ist eine Twitterliste von Leuten aus Lippstadt – oder welchen die dort lange gelebt haben

Das Hellweg Radio twittert auch
Wenige Einträge bisher, aber immerhin: Sie sind dabei!

Die Nacht der Nächte
… hat nix mit Heiraten zu tun, sondern mit Feiern. Am Samstag rocken wieder mehrere Bands die Innenstadt

Und Zuguterletzt:
Auch ein Fan des FC Gütersloh wünscht sich, dass mehr gegen Gewalt im Fußball getan wird. Dieses Video kommentiert er mit dem Satz „Wenn sowas mal [beim Spiel] gegen Lippstadt im Vorfeld gemacht worden wäre!!!!!!!!!

Shortlinks 02.11.2009

Hella: keine betriebsbedingten Kündigungen
Ein positives Signal, das mich sehr freut. Aber da bin ich sicher nicht der Einzige.

Bock zum Gärtner gemacht
Ein Feuerwehrmann aus Lippstadt hat mehrere Brände gelegt.

Wird anna zum CDU-Watchblog?
Sie selbst nennt es „Kriegsberichterstattung“. Aber der Menge der cdu-lastigen Posts gemäß würde sich ein Watchblog wirklich langsam lohnen …

Noch’n Gedicht Lippstadt-Lied
Carsti K. warnt uns im Titel schon vor: Noch so’n Song über diese eine Stadt da …

#Superfuse bedanken sich
… und zwar für den tollen Gig im Don. Muss ja echt gut gewesen sein.

Alle Weihnachtsmärkte rund um Lippstadt
… hat Stadt-TV Lippstadt aufgelistet. Ist ja auch bald wieder so weit.

Und zuguterletzt
Irgendwas stimmt mit Feedomix nicht, es werden nicht alle Blogposts angezeigt. Ich kümmere mich darum. Hoffentlich läuft bald alles wieder.

Scharfe Ladies. Cherry Cherry! Hot Hot Hot!

Wahrscheinlich hast du auf diesen Artikel geklickt, weil du auf der Suche nach scharfen Ladies bist. Da kann ich helfen, und zwar noch bis Sonntag nachmittag! Auf der Herbstwoche in Lippstadt gibt es sie zu kaufen, sogar mit einer sehr interessanten Zutat:

Scharfe Lady mit Cherry

🙂

Auch was sonst auf Lippstadts Traditionskirmes so geboten wird, verdient das Prädikat „Heiß“. Da wäre zum einen das Wetter: Herbstwoche bei 10 Grad Plus? Bei der Hitze schmeckt einem doch das kühle Bier überhaupt nicht …

Aber im Ernst: Die Fahrgeschäfte sind vom allerfeinsten, der Besuch aus Sylt gibt uns allen das gute Gefühl, zu den oberen zehntausend Städten Deutschlands zu gehören, das Thombansen-Bier wird jedes Jahr leckerer und die Party in den Zelten ist ausgelassen-fröhlich wie immer (by the way: spinne ich, oder hat sich der „Kuhstall“ in etwa vervierfacht?).

Was hier auf hohem Niveau geboten wird, steht leider im Gegensatz zum Publikumsstrom. Am Donnerstag ( traditionellerweise DER Firmentag schlechthin) war die Besuchermenge – sagen wir mal – OK. Es war nicht leer. Aber so voll wie in den letzten Jahren war es auch nicht.

Der Beweis: Ich habe am Kuhmarkt – ohne mich mit einer Truppe besoffener Kegelschwestern drum kloppen zu müssen – sofort ein Taxi bekommen. Schade! Denn um die Qualität der Kirmes ist es definitiv nach wie vor bestens bestellt.

Shortlinks 19.10.2009

Aufruf aus (fast) aktuellem Anlass
Lippstadt-Blog ist ein Mitmach-Blog! Wie ich beim Xing-Stammtisch der Lippstadt-Gruppe letzte Woche erfahren habe, wissen das aber nur Wenige. Deshalb: EINLOGGEN, LOSBLOGGEN, FROHLOGGEN (oder so)! Traut Euch!

CDU spaltet sich und anna schaut genau hin
Eine Ihrer Thesen: Die CDU wird hier nur gewählt, weil sie den Namensteil „christlich“ trägt. Wenn das stimmt, muss ich mich wohl von der Vorstellung verabschieden, die Säkularisierung sei bereits vollzogen.

Jasmin kennt den „Schef Redaktor“
Die Anonymität des Internets treibt zuweilen interessante Blüten, wie man in den Kommentaren des Dominic-Boeer-Interviews sieht. Fällt Jasmin jetzt in die Rubrik „Herr Lehrer, ich weiß was“, oder ist das die Web-2.0-Variante des guten alten Dorftratsches? Tja, keine Ahnung … bleibt zu hoffen, dass Jasmin nicht auch noch so redet, wie sie schreibt.

Störmede vermisst Fußball-Fahne
Wer klaut denn so einen Unsinn? Und warum?

Herbstwoche bei Lippstadt-TV
Wer die Eröffnungsrede verpasst hat, kann sie bei den Kollegen des Lippstadt-TV ansehen. Und das war sicher nicht der letzte Film von der Herbstwoche!

Ein Psychopat fordert Ghettoblaster statt Handys für Lippstadt
Ich will gar nicht erst versuchen zu überlegen, was besser wäre.

Und Zuguterletzt:
JETZT LOGIN BESORGEN UND HIER MITSCHREIBEN!! HOPP HOPP!!

Das Lippstadt-Tagebuch

Was für eine tolle Idee! Ja, na gut, vielleicht springt man auf solche Aktionen eher an, wenn man selbst viel schreibt. Trotzdem: Im Jahr 2010 ensteht in Lippstadt ein „Stadt-Tagebuch“ anlässlich des 825-jährigen Bestehens, und das tolle daran ist: Jeder Lippstädter Bürger darf sich dafür bewerben, einen der 365 Tage selbst zu gestalten – mit Text und Bild.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular findet Ihr hier:
Lippstadt 2010 – Das Tagebuch-Projekt

Ich werde mir die Aktion zurückgelehnt und mit Freude ansehen und -lesen. Denn weil ich ja seit ein paar Wochen kein Lippstädter Bürger mehr bin, bin ich wohl fein raus aus der Sache.  Das Orga-Team der Stadt hat jetzt sicher auch eine Sorge weniger: Der Knepper von diesem Blogdings macht nicht mit – Puuuhhh ;o)

Lippstadt-Trivia in Buchform: Wussten Sie eigentlich, dass …

… weltberühmte Modedesigner einst in Lippstadt Station machten? Dass der Nachtclub „Cartoon“, von dem mein Vater noch heute ganz aufgeregt und mit glasigen Augen erzählt, Gäste aus ganz Westfalen anzog?

Vielleicht ja, vielleicht nein. Aber in jedem Fall lohnt es sich, diese und weitere Anekdoten im gerade erschienenen Sammelwerk „Mit Albert groß in Mode“ nachzulesen. Die beiden Patriot-Redakteure Ingo Salmen und Christoh Motoq haben die Geschichten zusammengetragen und ihnen mit liebevollen Texten neues Leben eingehaucht. Christoph Motoq ist vielen aus dem Blicker bekannt. Da wundert es auch nicht, wenn einige der Storys aus dem Buch bereits im Blicker erschienen sind. Ich finde das nicht weiter schlimm, denn gerade das „Konservieren“ solcher Ereignisse gelingt erst in Buchform so richtig gut.

Vom Streik in der Lampenfabrik über die friedliche Besetzung Lippstadts zum Kriegsende bis zum brennenen KU gelingt es den Autoren, viele verschiedene Facetten unserer Stadt in ein Buch zu bannen. Was mir allerdings nicht so gut gefällt, ist das Thema Titelgebung. Die Autoren haben sich viel Mühe gegeben, jeden Text geheimnisvoll und mit wirklich tollen Einleitungen beginnen zu lassen. Um was es sich genau handelt, findet man erst im Leseprozess heraus. Wer die enthaltenen Themen auf einen Blick erfassen möchte, der sucht aufgrund fehlender Dachzeile (bzw. einer kurzen Themendarstellung) etwas länger.

Ansonsten kann ich das Buch sehr empfehlen, zum, Beispiel als Weihnachtsgeschenk . Am besten eignet sich der zweite Band aus der Reihe „Geschichten und Anekdoten aus Lippstadt“ schätzungsweise für alle Lippstädter ab 35 aufwärts  – quasi als Erinnerungs-Fundgrube. Und mit 11 Euronen ist das Werk auch noch höchst erschwinglich.

Buch „Mit Albert groß in Mode“ beim Wartberg-Verlag

Blinde Blog-Empfehlung: Student No.1

Er ist der erste. Hamms und Lippstadts ganz persönlicher Neo. „Patient 0“ der Hochschule. Und in dieser Funktion steckt er hoffentlich noch ganz viele Leute an …

Also gut, ich werd‘ mal konkret: Der Studentenausweis von Alexander Harbach trägt die Nummer 1. Er ist der erste eingetragene Kunde der Hochschule Hamm-Lippstadt. Und er bloggt.

„Blog-Inhaber“ ist streng genommen der Westfälische Anzeiger in Hamm. Inwiefern hier schreiberliche Freiheit gewährleistet ist, wird sich deshalb noch zeigen müssen. Zur Zeit ist auch erst ein Blogartikel online. Trotzdem empfehle ich Alexander einfach mal. Denn es lohnt sich bestimmt, hier am Ball zu bleiben und den „internen Berichten“ zu folgen. In meinem Reader ist er jedenfalls schon (bzw. der Blog. Alexens Artikel alleine kann man AFAIK leider nicht als RSS einrichten).

Vielleicht bloggt ja auch bald jemand aus der Lippstädter Studentengruppe? Übrigens: Passend zum Thema „Studienbeginn“ steht ein Film von HammTV online.

UPDATE: Oops, so schnell geht’s: Jetzt ist schon der zweite Artikel online. Wenn diese Schlagzahl gehalten wird, mache ich mir dann aber doch Sorgen ums Studium ;o)

Shortlinks 18.09.2009

Jasmin Schornberg wird geehrt
„Endlich“ möchte man hinzufügen. Die Kanufee bringt schon seit geraumer Zeit außerordentliche Leistungen. Jetzt isse Weltmeisterin, war damit schon in den größten deutschen Sportsendungen und schon wachen heimische Medien sowie Stadtobere auch schon auf. Glückwunsch auch von mir!

Kirschbierfest in der Lippstädter Brauerei
Der liebe Herr Thombansen lädt zum Kirschbierfest auf dem Brauereihof (Lange Straße 3) mit Spielmobil, Essen und natürlich trinken. Los geht es am Sonntag (20.09.209) um 11 Uhr! Nur, was er in seiner Mail mit „Für jung und alt ist gesorgt.“ meinte, darüber muss ich noch ein wenig nachdenken ;o)
Wird bestimmt lecker. Hingehen!

Die Lippstädter Holzschweine sind immer noch hochbeliebt!
Seinem Sohn allerdings so unverhohlen die Unwahrheit zu sagen („Die Schweine können nicht mehr“, das gehört sich aber nicht ;o)

Hella: Trotz Krise schwarze Zahlen
… melden neben dem Handelsblatt auch andere Medien

Chris Soll ist umgezogen
Der Lippstädter, der in Sidney lebt, fotografiert und designed, hat ne neue Website. Check it out!

Und zuguterletzt:
Wir berichteten bereits von der „Lippstadt-Conspiracy„. Jetzt geht sie weiter. Echt spannend, irgendwie …

Traumhafte Wahlbeteiligung

Die Kommunalwahl in Lippstadt am Sonntag hatte eine Beteiligung von 42,1 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Lippstädter war also des Wählens müde. Wahrscheinlich dachten sich einige Bürger, ihre Müdigkeit reiche so weit, dass sie die nächste Legislaturperiode komplett verschlafen. So gesehen hatten wir eine traumhafte Wahlbeteiligung! Ich hoffe nur, das Erwachen wird nicht ganz so schlimm.

De Facto hat am Sonntag in Lippstadt weniger als die Hälfte aller Bürger darüber entschieden, was in und mit ihrer Stadt politisch geschieht. Und wie nennt man noch gleich die Herrschaftsform, in der wenige über das bestimmen, was die Mehrheit tut?Ich komm‘ nicht drauf …

Tausche Bruch(baum)stadion gegen …

Irgendjemand hat seinen Wunsch nach einem neuen Stadion am Bruchbaum für den SV Lippstadt 08 in gut sichtbare Worte gepackt:

Tausche Alt gegen Neu

Wortlaut: Tausche Alt gegen neu. Für die Jugend. Für die Stadt. Für die Fans.

Ich verteile hiermit ’ne Eins mit Sternchen im Fach Zeichen setzen!

Jasmin Schornberg im TV, die Zweite

Unsere kleine Kanufee  *gnihihi* aus Lippstadt hat beim letzten TV-Spot der Hanse Merkur wohl ordentlich Eindruck hinterlassen, denn:
Im neuen Spot ist sie ebenfalls zu sehen. Allerdings deutet im aktuellen TV-Spot (siehe 2/2009) noch weniger darauf hin, dass es sich bei der gezeigten Dame um eine sehr erfolgreiche Kanutin handelt. Was ich schade finde. Denn wenn man schon mit einem Endorsement arbeitet, dann sollte man es auch dazuschreiben.

Der Spot selbst ist eine Mischung aus Bacardi-Feeling und Veltins-Dünen. Was meint ihr: Ob man so Versicherungen verkauft?

Cappel und Wacken – ein Vergleich

Cappel feierte Schützenfest. Ich war nicht da. Aber weil ich seit einigen Wochen Familie in Cappel habe, dachte ich mir, ein Blick auf die Nachberichterstattung würde nicht schaden.

Falsch gedacht. Die Polizeimeldung zum Fest liest sich wie das Drehbuch zu einem brutalen Actionfilm: „…aus nichtigem Grund geschlagen und getreten.“ „… von einem 27-jährigen Mann durch einen Faustschlag und einen Kopfstoß im Gesicht verletzt.“ „… musste nach der Erstversorgung ins Krankenhaus eingeliefert werden.“ „… Strafverfahren wegen Gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.“ Positiv zu berichten wäre, dass die Polizei alle gemeldeten Fälle von Gewalt an Menschen und Autos aufgeklärt hat.

—-

Noch ein Wochenende zuvor weilte meine Wenigkeit wieder einmal im beschaulichen Dorf Wacken und lauschte zusammen mit 77.000 (!!)  anderen Sympathisanten heiterer Gitarrenmusik (unter anderem) der Feuerwehrkapelle des Dorfes ;o)

Der Polizeibericht von diesem mehrtätigen Event liest sich laut „Zeit“ folgendermaßen: „Sonst keine besonderen Vorfälle, versichert die Polizei. (Anm.: Siehe Seite 2)“

Was für eine verrückte Welt …

Echte Fans

Echte Fans des SV Lippstadt 08
Kurz bevor ich das Foto gemacht habe, waren die Herren fleißig damit beschäftigt, ein Fahrrad mit SV Lippstadt 08-Aufklebern zu bestücken.

Bielefeld-Blog flog soeben aus meiner RSS-Liste

Zwei Dinge: Erstens darf jeder im Netz soviel nörgeln wie er/sie will. Dafür bekommen wir aus Politik und Wirtschaft genügend Schelte und so lustige Beinamen wie z. B. „Klowände des Internets“. Nicht selten verfasse ich auch Artikel mit dem Prädikat „Dagegen“. Ich hoffe nur, dass bei mir nicht einfach schlicht beleidigende Wortkreationen und falsche Behauptungen vermischt und lauwarm serviert werden.

Zweitens haben die Stadtblogs Regeln für solche aufgestellt, die sich als Stadtblogger versuchen möchten. Eine dieser Regeln besagt, dass man gerne mal über den Tellerrand schauen darf, aber ansonsten über die eigene Stadt schreiben sollte. Das klingt ja auch ganz plausibel, wozu brauche ich ein Lippstadt-Blog, wenn ich die ganze Zeit über Bundespolitik schwadronieren will?

In beiden Bereichen benimmt sich das Bielefeld-Blog seit einiger Zeit ganz schön unanständig – ohne jeden Offtopic-Hinweis und bei Zitaten und Fotos ganz oft ohne Quellenangabe. Böse, Bielefeld-Blog, ohne Abendessen ins Bett!  Auf diese Punkte mal kritisch angesprochen, reagierte der Autor heute ziemlich aggressiv, in etwa mit den Worten: „Wenns dir nicht passt, dann lies das hier einfach nicht.“ Im laut gepriesenen Demokratiemedium Weblog scheint der Diskurs nicht immer erwünscht. So wie mein Interesse an Artikeln des Bielefeld-Blogs.

Na ja, bleib ich halt wech.

Brunnenwäsche

Sach ma, was war das denn eigentlich am Wochenende? Der Bürgerbrunnen, in feinsten Schaum gehüllt … vielleicht ’ne Aktion der Stadt: Ab sofort kann man sich am Marktplatz auch die Hände waschen?!

Buergerbrunnen Lippstadt  Buergerbrunnen Lippstadt

Das Netz kommt in der Lokalpresse an

Das Rumgeschreibsel vereinzelter Spinner „in diesem Internet da“ hat die Verlagswelt vor einigen Jahren noch ziemlich kalt gelassen. Später haben sie den Hobbytextern mit starken Tendenzen zur Anarchie einfach mangelnde Objektivität und wenig Recherchevermögen vorgeworfen. Irgendwann, als man merkte, dass das garnicht immer stimmen musste und man – sogar als Qualitätsmedium – auch selbst mal Fehler macht, begann die Umwälzung. Ganz leise wurde damit begonnen, Blog-Quellen ordnungsgemäß zu verlinken, es folgten wohlwollende Artikel über die Blogosphäre. Schlussendlich installierten die großen Verlage selbst Blogs, wie z. B. die Welt, Handelsblatt, DerWesten und andere.

Sogar in unseren Gefilden ist das Netz auf dem Vormarsch. So habe ich unlängst darauf hingewiesen, dass die Glocke einen Twitter-Account hat, über den sie ihre Top-Artikel verschleudert verlinkt. Wahnsinn!! Und jetzt das:

Die Neue Westfälische hat ab sofort ein Weblog!

Auch wenn mir das Selbstlob des Autors auf seinem Privatblog etwas seltsam vorkommt *räusper* – ich bin wie immer eher geneigt „Endlich“ zu sagen als „Viel zu spät“. Ein solcher Schritt bedeutet immerhin, dass man Redakteurs- und IT-Zeit bindet- also Geld. Eventuell – je nach Organisation – gibt man sogar ein Stück Kontrolle über die Inhalte ab. Das alles ist abzuwägen und nicht „mal eben“ beschlossen. Trotzdem wird es eng für solche (auch lokalen) Verlage, die heute den Einsatz von Blogs und Social-Media-Tools nicht mindestens auf ihre Zweckmäßigkeit hin überprüfen.

Ich wünsche Rouven Ridder von der NW viel Erfolg und jede Menge Spaß bei seinem Projekt! Und warte ab sofort mit noch mehr Spannung auf den angekündigten Relaunch von derpatriot.de.

1981: Teutonia spricht sich für Waldschlößchen-Verkauf und Stadion-Neubau aus

Der Lippstädter Spielverein Teutonia 08 e.V., Mutterverein des SV Lippstadt 08, hat sich jüngst in einer Vereins-Abstimmung gegen den Verkauf des Waldschlößchens zugunsten eines neuen Sportleistungszentrums am Bruchbaum entschieden. Soweit die bekannten Fakten. Warum steht im Titel oben dann etwas ganz anderes? Ganz einfach: Die Aussage ist nicht falsch, sie ist einfach nur etwas älter …
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Klares Votum pro Bruchbaum

Stand heute um 17:00 Uhr sind ’ne Menge (der teilnehmenden) Lippstädter Bürger dafür, dass am Bruchbaum ein Sportleistungszentrum für den SV Lippstadt 08 entsteht, auch wenn die Teutonia dafür das Stadion „Am Waldschlößchen“ opfern müsste:

umfrage_waldschoesschen.jpg
Quelle: derpatriot.com

Warum ich zum ersten Mal was über ’ne Patriot-Umfrage poste? Ganz einfach: So eindeutige Ergebnisse gibt’s sonst eigentlich nur bei moralisch-rethorischen Fragen. Halt irgendwas vom Kaliber „Religion“ oder „Rechtsradikale“ …

Bemerkenswert! Und wer nicht weiß, worum’s überhaupt geht, hier kann man sich durch den Blätterwald der letzten Tage wühlen.

Wer mit abstimmen will, kann das bis heute um 00:00 Uhr hier tun (rechte Leiste).

Empfehlung: Fotos und anderer kreativer Mist

Es gibt einige Fotografen und Fotowebsites, die ich online verfolge. Ab sofort ist ein Lippstädter Weblog dabei. Das vermute ich zumindest, denn ein paar Themen lassen darauf schließen.

Drauf gestoßen bin ich durch dieses Foto hier – eine Tattoo-Vorlage mit Lippstadt-Wappen (will er sich anscheinend wirklich stechen lassen):

OK, wäre nicht mein Ding, aber das Weblog hat auch einige kleine Fotoperlen zu bieten, diese hier zum Beispiel:

Wer mehr sehen will, bekommt’s hier. Und wenn klar ist, dass der Inhaber wirklich aus Lippstadt kommt, packe ich den Artikel in die Serie“Lippstädter Blogs„. In meinem RSS-Feed ist er jedenfalls jetzt schon.

Quelle aller Bilder: solldesign.wordpress.com


Nachtrag:
Chris hat mir grade geschrieben. Er ist tatsächlich in Lippstadt aufgewachsen, seine Familie wohnt hier noch. Er selbst ist in Australien geboren und lebt heute dort (Sidney. Ich schätze es geht in Ordnung, wenn ich Chris als Exil-Lippstädter bezeichne. Also ab mit ihm in die Serie der Lippstädter Blogs ;o)

Wir haben gar keine Fachhochschule …

… sondern eine Universität! Jaha, liebe Leser, Sie dürfen Ihren Augen trauen. Die Redaktion von DerWesten.de vermischt munter die Begriffe Universität, Fachhochschule, Fachuni und Hochschule. Die „Westler“ sind sich sogar so sicher, dass sie als Überschrift ihres Artikels „Durcheinander um Uni-Standort“ wählen.

Ganz so einfach ist es mit der Definition tatsächlich nicht, die Hochschullandschaft ist stark im Wandel. Durch neue Studiengänge und internationale Schulstandards verwischen langsam die Unterschiede zwischen den beiden Schulformen. Fakt ist allerdings, dass sich bis dato eine Fachhochschule zwar international „University of applied science“, aber hier in Deutschalnd nicht „Universität“ schimpfen darf. Denn sonst, glauben Sie mir, täte sie es. Die praxisorientierten Fachhochschulen haben unverständlicherweise immer noch mit dem Vorurteil der „schlechteren Uni“ zu kämpfen, die „keine echten Akademiker“ ausbildet. Allerdings gibt es Berufe, in denen ein hohes Maß an Praxiserfahrung förderlich und daher hoch erwünscht ist.

Man korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber die rein objektiven Unterschiede bestehen in den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen einerseits und der Möglichkeit zu Promovieren andererseits. Das ist es zumindest, was ich nach einer kleinen Recherche herausgefunden habe. Während „Hochschule“ also der Sammelbegriff für beide Schularten ist, gibt es eine „Fachuni“ eigentlich garnicht.

Mensch, jetzt habe ich die Berichterstattung von derwesten.de erst kürzlich andernorts gelobt, und dann sowas …

Das Schwein im Mond

Peter Hilbring hat kürzlich auf gelbeseiten.de eine lustige Entdeckung gemacht: Die Stadt hat eine neue Straße. Und wie verifiziert man, dass diese Straße tatsächlich existiert? Richtig, man schreibt ihren Namen in eine Suchmaschine und prüft, ob andere Branchenbücher sie auch führen. Und siehe da:

mondschwein.jpg

Immerhin ein weiterer Treffer. Was heißt das? Genau: Die Straße muss es geben.

Hat mich ein bisschen an den von Herrn Niggemeier kürzlich gelobten Qualitätsjournalismus erinnert. Wenn man jetzt nur wüsste, wer bei wem kopiert hat …

Lippstadt, ich bin enttaEUscht!

Wenn ich mittags auf die Frage „Was willst du heute Abend essen?“ mit „Ist mir doch egal“ antworte, kann ich mich hinterher kaum darüber beschweren, was auf dem Teller liegt. Und später zu sagen „Ach, die anderen suchen ja doch immer nur aus, was sie wollen“ wäre dann wohl auch ziemlich heuchlerisch.

Lippstadt, du hast es bei der gestrigen EU-Wahl auf eine Beteiligung von läppischen 34,3 Prozent gebracht. Was auch immer dir später alles im Namen der EU serviert wird: Ich wünsche guten Appetit!

Und dann war da noch …

… der Autofahrer, der vor einem Lipperoder Gastronomiebetrieb so dämlich parkte, dass Fußgänger schon ihre liebe Mühe hatten, auf dem Fußweg zu bleiben. Als ich mit meiner Großmutter im Rollstuhl und meiner Freundin samt Kinderwagen das versuchte, blieb uns nix weiter übrig, als den Radweg zu benutzen (klingt dramatisch, aber das Gespann war am Montag tatsächlich so unterwegs). Dabei war die Parkfläche ansonsten so schön frei, dass der Fahrer auch locker an einer anderen Stelle hätte stehen können, ohne das Nadelöhr zu produzieren.

Lipperoder_Nadeloehr

Gar nicht so weit entfernt von der Gaststätte befindet sich übrigens eine Einrichtung zur beruflichen und sozialen Rehabilitation von körper-, lern- und sinnesbehinderten Menschen. Das muss man als autofahrender Gast nicht unbedingt wissen, trotzdem macht es den missglückten Parkversuch besonders heikel.

„Rock am Güter“ in einem Wort: Begeisterung!

Was im letzten Jahr als mordsmäßige Party in viel zu kleinen Räumlichkeiten begann, das hat in diesem Jahr Maßstäbe für Festivals in Lippstadt gesetzt.

Wer jetzt noch nicht weiß, wovon ich rede, der war am Samstag nicht in der Stadt, denn „Rock am Güter“ konnte man noch bis Overhagen und tief in den Lippstädter Norden hören (wenn der Wind gut stand). Richtig begeistert war ich von der lückenlosen, cleveren Planung: Zwei sich gegenüberstehende Bühnen mit straffem Zeitplan, ein Arrangement mit dem nahegelegenen Südertor-Parkhaus für Sonder-Park-Konditionen, nett gestaltete Wertmarken, perfekter Sound vor der Bühne, gemütlicher Backstagebereich dahinter (dank an Sascha für die kleine Führung) und ein Gastro-Angebot, das jeden Teil des altersmäßig breit gestreuten Publikums befriedigte – das sind nur einige der Dinge, mit denen „Rock am Güter“ zu einer runden Sache wurde.

Kommende Festivals werden sich an diesem Event messen lassen müssen. Damit hat der Lippstädter Spaßverein nicht nur seinem Namen alle Ehre gemacht, sondern auch eine klare Benchmark gesetzt.

Selbst die kleine Überheblichkeit der Security („Für die große Kamera brauchst du aber einen Presseausweis“ – WTF, sowas brauche ich nicht mal für den weltgrößten Metal-Event)  war schnell verziehen: Das Festival war für Lippstadts Verhältnisse  defintiv ’ne große Sache. Kein Problem, wenn da mal jemand in der Aufregung etwas über’s Ziel hinausschießt. Außerdem durfte die Kamera am Ende ja trotzdem auf’s Gelände. Hier eine kleine Ausbeute:

Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009   Rock am Güter 2009

Alles in Allem ein Top-Event, bei dem der Spaß an der Sache im Vordergrund stand – und bei dem man sich gefragt hat, warum er eigentlich nicht schon seit 10 Jahren stattfindet. Der Platz ist übrigens schon für das nächste Jahr gebucht. Der Bahnhofs-Kult kann also weitergehen …

Werbung für ausverkauften Güter-Rock

Die wahrscheinlich letzte Möglichkeit, an Karten für das „Rock am Güter„-Festival zu kommen, hatten diese Mädels, die gegen DJ Olliver Kahn im Armdrücken antreten und eine Karte gewinnen konnten. Das Konzert ist nämlich ratzekahl ausverkauft. Glückwunsch an die Veranstalter, so ein Event hat aber den Erfolg auch verdient.

Wie klingt Lippstadt?

Irgendwie dreht sich alles in letzter Zeit um das Thema Musik (und hört auch so bald nicht wieder auf). Im weitesten Sinne hat dieses schnuckelige Fundstück auch damit zu tun.

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Also, wie klingt Lippstadt? Naja, doofe Frage, oder? Weiß ich doch, wohne ja schließlich hier. Und jemand, der nicht hier wohnt? Ist es für den vielleicht mal spannend, sich durch Lippstadts „Klangwelten“ zu navigieren?

Entscheidet selbst! Das Projekt „radio aporee“ verbindet Soundaufnahmen mit Google Maps und verleiht so Orten eine Akustik. Hier ein paar Beispiele:

:: Friedrichschleuse
:: Entengeschnatter nähe Jahnplatz
:: Skater am Jahnplatz

    Um alle bisherigen Lippstädter Sounds zu hören, muss man folgendens tun:

    1. Website aufrufen
    2. Auf den Navipunkt „search +“ gehen und „::: maps“ auswählen
    3. „Lippstadt“ eingeben

      Fertig. Ein Sound ist übrigens falsch zugeordnet. Oder liege ich falsch und der Turm des Ostendorf-Gymnasiums beherbergt tatsächlich Kirchenglocken?

      Etikettenschwindel der musikalischen Art

      Ich habe noch nie eine Palme bestiegen, was ein Fuchsteufel ist weiß ich nur aus Erzählungen, meine Hutschnur ist aus Titan, kurz:  Ich bin eher einer dieser ruhigen, geduldigen Menschen. Das hat sich allerdings gestern kurzzeitig geändert, als ich das Lied „Der Lippstädter“ des Liedermachers Simon Titz gehört habe.

      Was der heimische Barde sich für dieses Lied zusammengedichtet hat (hier nachzuhören als kleiner Ausschnitt, mp3), ist Meilen entfernt von der Beschreibung eines typischen Lippstädters. Laut Herrn Titz liegen wir Lippstädter nämlich z. B. „in jedem Urlaubsland gern am Strand„, und das „trotz Hartz 4„. Mal abgesehen davon, dass Lippstädter demnach nie in Binnenstaaten Urlaub machen – am Strand liegen noch ganz viele andere Leute gern, die nicht unbedingt Lippstädter sind. Es kommt noch besser: Ich persönlich liege eher ungern am Strand, obwohl ich Lippstädter bin.

      Der Songtext würde genauso gut oder schlecht auf jede andere Stadt und ihre Bewohner passen. Das hat Herr Titz aber auch schon bemerkt: Das selbe Lied gibt es nochmal, nur dass er statt „Lippstädter“ jedesmal „Deutschländer“ singt (hier wieder ein Ausschnitt, mp3).

      Wie ich’s auch wende, ich werde aus dem Song nicht schlau und fühle mich irgendwie nicht wirklich repräsentiert. Ich finde, wenn man ein Lied über“den Lippstädter“ macht, sollte der auch irgendwie charakterisiert werden. Das ist garnicht so leicht. Aber wenn man es nicht hinbekommt sollte man es besser lassen, und keinen Etikettenschwinkel betreiben.

      Und wer zur Hölle ist eigentlich dieser „Zieh aus dem Eis“?

      Erste Liedtexte fuer Suedwestfalen-Melodie

      Ich glaube, da müssen die heimischen Bands mal ran. Wie erwartet, kommt derzeit beim Liedtexten für die Südwestfalen-Melodie viel … Romantisches an. Das muss nicht schlecht sein, aber ich persönlich hätte es gern etwas moderner.

      Also dann, Party DJ Olli Kahn, nopedosesmackballz, Ground Level Control, Saviors of Soul, Herr Horn, Habanera, Flint&Kras oder wer auch immer hier grade nicht steht (nicht böse sein, die Reihenfolge ist übrigens auch zufällig): TUT WAS DAGEGEN!!!