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OT: Die Waffen der Bielefelder Kultur

Im benachbarten Bielefeld-Blog wird sich gerne mal lang und satt über heimische Werbung ausgelassen. Was haben sich die Bielefelder, allen voran eine gewisse Altherrenriege, beispielsweise aufgeregt im letzten Jahr über die Pommes-Rot-Weiß-Werbung zum dortigen Kultursommer-Programm. Man könnte behaupten, die Gemüter waren im Sommer 2008 so heiß wie Frittenfett! Nachzulesen hier. Wenn Ihr bitte auch das damalige Motiv ansehen wollt:

Und in diesem Jahr? Nichts! Stille! Kein Sterbenswörtchen! Dabei hätte gerade das Kultursommer-Motiv in diesem Jahr allerfeinstes Draufdresch-Potenzial – im Angesicht von Amkläufen, verschärften Waffengesetzen und anvisiertem Paintball-Verbot. Wenn Ihr auch dieses Bild bitte kurz begutachten möchtet:

Andererseits hatten Waffen ja immer schon irgendwie „kulturbildende“ Wirkung, zumindest mehr als Pommes. Trotzdem, liebe Bielefelder: Bitte wach werden, es gibt wieder Werbung zu zerfleischen!

Eine Melodie für (Sued)Westfalen

… hat sich die Südwestfalenagentur einfallen lassen. Warum wir so etwas benötigen, kann ich nicht genau sagen. Dafür ist für fast jeden Geschmack etwas dabei, es gibt eine Swing-, eine Rock-, eine Klassik- und eine Funk-Variante des Liedes (Ganz klar, da fehlt mindestens das Metal-Pendant. Das würde ich mir dann sogar als Klingelton herunterladen. Also, vielleicht …). Kann ein solches Lied helfen, die Region Südwestfalen als solche zu erkennen und sich damit zu identifizieren?

Mögen Sie Ihre Events lieber online, oder doch analog?

Mit Grauen habe ich festgestellt, dass die letzte wirkliche Meinungsverschiedenheit mit annalog eigentlich schon viel zu lange her ist. Das geht natürlich überhaupt nicht, eingedenk der zarten Töne, die unser erstes Blog-ZusammenAufeinandertreffen verursacht hat. Und Traditionen wollen eben gepflegt sein ;o)

In ihrem aktuellen Blogartikel zeigt anna sich vom Geseker Eventkalender überzeugt – und verbindet das mit einem Lob auf die Provinz. Und ich muss sagen, wenn man jetzt mal nicht das High-End-Produkt einer Weltmetropole als Messlatte heranzieht: Sie hat recht. Für einen Dorfkalender ist die Online-Darstellung inklusive PDF-Version sogar schon fast sowas wie ein Vorstoß in Web-2.0-Gefilde, Bravo! Aber anna sagt auch, dass man sich in Lippstadt davon eine Scheibe abschneiden könne. Was im Umkehrschluss heißt, der Lippstädter Online-Eventkalender sei irgendwie schlechter:

„Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter – kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist.“

Ich habe gehört – sogar gelesen – aber nicht gestaunt. Einen solchen Online-Veranstaltungskalender hat die Stadt Lippstadt doch auch. Einzig eine PDF-Version wie in Geseke gibt es nicht, und das hat IMHO zwei gute Gründe. Einerseits kann jeder spontan im Mai eine Weihnachtsfeier planen und sie trotzdem noch für Dezember hinzufügen.  Und andererseits: Schauen wir einfach mal heute am 13.05.2009 in den Lippstädter Online-Kalender, so sehen wir dort neun Einträge. Die alle in einen ausdruckbaren Kalender zu bringen, und das – zumindest potenziell – für jeden Tag, ist … hm … sportlich.
Mit anderen Worten: In Geseke kann man einen solchen Kalender in PDF-Form anbieten, da selten mehr als drei Termine pro Tag stattfinden. Und das ist für alle, die ganz a(n)nalog lieber Papier in der Hand halten/an die Wand pinnen, auch eine wunderbare Einrichtung. Im weltweit bekannten Eventparadies Lippstadt hingegen ist so etwas aufgrund des schier unerschöpflichen Veranstaltungsangebots aber leider unmöglich ;o)

Etwas Gutes hat die Sache: Die Lippstädter unter uns kennen jetzt auch den Geseker Eventkalender und drucken ihn sich vieleicht sogar aus …

Shortlinks 07.05.2009

Uns Kalle ist die „Schande von Lippstadt“?
Lese ich zum ersten Mal, hat sich aber anscheinend bereits gesetzt. Weiß jemand, wie es zu diesem Beinamen kam?

Kirsten Konradi appelliert an Werbemacher
… und spricht damit vielen aus der Seele, wie man an den Kommentaren sehen kann.

Böse Mädels kommen überall hin
Am Samstag sind sie in der „Südmeile“ (Südertor 16) und machen Musik.

Nochmal Musik: Katrin schaut vorbei
Am 22. Mai ist Katrin Wulff (wir nennen sie liebevoll den „Kanarienvogel von Cappel“) auf dem Rathausplatz zu sehen und zu hören. Mein persönlicher Tipp für’s Altstadtfest!!!

7,5 Mio Euro für Lippstadt – doch wofür?
DerWesten hat mal nachgefragt. Das Gymnasium Schloss Overhagen bleibt bei der Geldvergabe anscheinend auf der Strecke. Dabei sollen doch 65% in die Bildung gehen?!

Und zuguterletzt:
Es dauert nicht mehr lange, und ich werde 35. Der Rest des Jahres steht deshalb unter folgendem Motto:

Keep calm and carry on

Das Kreuzberg Südwestfalens

Redaktionsgespräch in der Lokalzeit Südwestfalen:

Redakteur A: „Wir müssen was zum Thema erster Mai und Saufen bringen. Die Polizei will da so’n neues Gerät zeigen.“

Redakteurin B: „OK, wo gehen wir hin? Schauen wir uns hier in Siegen mal um?“

Redakteur A: „Quatsch, ins Sauerland. Da wird doch am meisten gezecht.“

Studioleiterin: „Ihr liegt beide falsch. Wir drehen in Lippstadt. Das ist bekanntlich die Hochburg für Saufgelage am ersten Mai. Quasi das Kreuzberg Südwestfalens. Hier: Albersee – wurde schonmal geschlossen wegen Prügeleien. Oder dieser Freie Stuhl – da geht’s auf ner Wiese wohl immer richtig rund.“

So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein. Und auch, wenn die Redaktion sich von der Wahlkampf-PR der Berliner Drogenbeauftragten ordentlich in Bockshorn jagen ließ (siehe Anmoderation), der Bericht ist doch ganz nett geworden. Die meisten Tests haben allerdings ergeben, dass wir alle ganz brave Bürger sind, die nur Fruchtsaft trinken. *schulterzuck* Wären sie mal doch lieber ins Sauerland gefahren. Da ist trinktechnisch einfach mehr los …

Porsche auf der Weissenburger Straße

Dieses Bild habe ich letzten Oktober aufgenommen. Gestern bin ich dann endlich dazu gekommen, es zu bearbeiten. Auto, Allee und Herbstsonne haben da ein wunderschönes rundes Gesamtbild produziert. Dank an Gordon für’s Nummerschild-verschwinden-lassen.

Porsche Lippstadt

Dieses Tempo macht mich echt kirre!!

ERST EIN JAHR UND EINEN MONAT ist es her, dass die Unterschrift der Bahn für das (seit der Kindheit meines Vaters geplante) Umbau-Vorhaben am Südertor feierlich verkündet wurde. Schon so kurze Zeit später wird dieser Tage das Bauprojekt … angekündigt!! Start ist … bereits im AUGUST! Und im Jahr 2013 wollen die wackeren Burschen von Bau auch schon wieder fertig sein.

Mann, geht das schnell! Diese Welt nimmt echt keine Rücksicht mehr auf den Moment. Alles muss immer und sofort und gleich sein. Meine Trauer darüber muss ich direkt mal twittern …

/Ironiemodus aus/

London, Tokyo, Melbourne, Paris und – Lippstadt!

Das gibt die bisherige Höchstpunktzahl: Eigenes Video mit Regie, Schnitt und eigenem dazugedichtetem Liedtext!

Party DJ Oliver Kahn, der hier schon mit ähnlich genialen Streichen aufgefallen ist, hat sich daran gemacht, seine ganz persönliche Videoantwort auf das Lippstadt-Kinderlied zu kreieren. Und das auch, weil er damals beim Projekt selbst mitgemacht hat, wie er mir insgeheim verraten hat. Große Hilfe hat er dabei von der „The House Clique“ bekommen, die ebenfalls keine Unbekannten sind. Und hier kommt sie, die zweite Videoantwort auf das Lippstadt-Kinderlied:

Einfach nur geil!

Achtung Werbung XI

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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Ich weiß nicht, wieso. Aber als mir ein gerade neu eingerichteter Werbe-Twitter-Account über eine tolle neue Business-Branchenbuch-Netzwerk-Wasauchimmer-Website berichtete, wollte ich die einfach mal auf Tauglichkeit testen. Und gab folgendes in die Suchleiste ein:

Erleuchtung_in_Lippstadt

Mit dieser Suchanfrage war der Dienst hoffnungslos überfordert. Ich bekam keine Einträge, aber dafür: Noch mehr Werbung. Für Reiki-Kurse, Anleitungen zum Öffnen des dritten Auges (tut sowas nicht weh?) und irgendwas mit Aliens. Da sei die Frage gestattet, ob wirklich verstanden wurde, wie a) Werbung im Netz funktioniert und b) ein ordentliches Business-Portal auszusehen hat. Ich persönlich habe jetzt schon die Nase voll von diesem Dienst. Denn ich hatte Null Mehrwert – und nicht mal ein Suchergebnis.

Zugegeben, der Suchbegriff „Erleuchtung“ war etwas unfair. Allerdings bietet sich bei einer erfolgreichen Suche ein ähnlich erschreckendes Bild: Die Suchergebnisse werden schön unter einem Haufen Google-Ads und Bannerwerbung versteckt. Ich sage jetzt nicht, wie der Dienst heißt, der sich „Netzwerk“ schimpft (ohne dieses Wort geht ja heute garnichts mehr) und dem Mittelstand auf die Sprünge helfen will. Denn er ist austauschbar. Solche Seiten gibt’s leider wie Bytes auf der Festplatte.

Des Kneppers Fazit: Wer im Netz langfristig Geld verdienen will, muss keine Google-Ads zuoberst platzieren. Sondern die Wünsche des Kunden.

Shortlinks 08.04.2009


Kirsten Konradi schrub zweisprachigen Kinderkrimi

Rrreschpekt, liebe Exil-Lippstädterin!! Und mit dem Bestseller, der einschlägt wie Sau, klappts sicher auch noch irgendwann …

Jasmin Schornberg im Versicherungsvideo
Knappe vier Minuten Werbevideo zum Thema private Krankenversicherung, inklusive Paddelfrau aus Lippstadt

Hamm bringt Hochschüler in ehemaliger Kaserne unter
… wahrscheinlich, damit der westfälische Sinn für Zucht und Ordnung gleich auf die ersten Studenten übertragen wird.

Pisi warnt vor Abofalle
Vielleicht hat er aber auch einfach Angst vor dem Ergebnis des IQ-Tests. Kein Wunder, bei DER Gegnerin ;o)

die-ostwestfalen.de hat weiterhin Lippstädter Themen im Programm
Hier: Lippstädter Lenz und der Trailer zum neuen Lippstadt-Film, aber auch der Rock am Güter wird ausführlich angekündigt. Da müssen wir uns wohl mal revanchieren …

Apropos Lippstadt-Film
Der Trailer hat allein bei Youtube in 14 Tagen knapp 680 Aufrufe erzeugt, Zahl steigend. Für ein Stadtthema doch garnicht mal so schlecht …

Und zuguterletzt
Dieser LKW überholt auf Autobahnen freiwillig. Na denn …

2spurig.jpg

Von Switch parodiert werden: Erledigt!

Genau wie bei meinem ersten „Erledigt„-Eintrag geht es auch diesmal um Bauernschäfer Heinrich. Das Switch-Team hat sich daran gemacht, das Schäferlied ein wenig umzudichten (Das Video beginnt dort, wo Heinrich zum ersten Mal eingeblendet wird, in Minute 5:45 kommt er nochmal).

Geschmacklos oder gut parodiert?

Shortlinks 24.03.2009

Wenn die INI unterrichtet …
… dann MUSS das sicher nicht immer so aussehen, KANN aber anscheinend ;o)

Lippstadt, Feng Shui, Draußen schlafen und die Sache mit der Kündigungsfrist
Dieser Radiospot soll lustig sein, birgt aber so manchen logischen Fehler. Wenn Werbung mit der Brechstange gemacht wird…

Ab sofort „Echtzeitparken“ in Lippstadt
Nette Idee, aber: War das Parken nicht immer schon in „Echtzeit“?
Lippstadt-TV hat’s übrigens ausprobiert (bitte, bitte, nehmt Silverlight wieder raus ;o)

Die LIMA kommt wieder
Ihr Debüt war ein Erfolg, ich bin gespannt auf die zweite Runde! Die Men in Blech sind auch wieder dabei.

Fleischer verbünden sich …
… und gehören dait zu den Top5-Fleischerverbänden in NRW

Neue Tourismus-Broschüre erhältlich
In solchen Werken soll man ja selbst als Lippstädter noch Neues entdecken. Ging mir erst im letzten Jahr mehrfach so …

Ausstellung „Sonderzüge in den Tod“
… hat in der Stadtbücherei begonnen und endet schon wieder am 02. April!

Sundown in Lipptown

Kein Lüftchen, kaum Wolken, und gestern Abend wurde das ganze mit gülden-rosa-hellblauem Himmel eingeläutet …

Sundown in Lipptown

Boah, is dat’n kitschiga Frühlingsanfang! Ich wüad ma sagen, drittklassiga Töörner in seiner schlechtesten Phase …

Die Stadt zwitschert

Passend zu den angenehm-frühlingshaften Geräuschen, die endlich wieder an mein Ohr dringen, habe ich mich beim „Microblogging-Dienst“ Twitter umgesehen. Und einige spannende Entdeckungen gemacht.

Die Meinungen zu diesem Mini-Gezwitscher reichen von „absolut geil“ über „Ganz nett für einige Gelegenheiten“ bis hin zu „Von Spinnern für Spinner“. Und alle haben recht. Irgendwie. Fakt ist: Twitter ist eine spannende Informationsquelle und eignet sich super zum Quameln bzw. Meinungsaustausch mit Freunden oder Berufskollegen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Hier ein paar Twitterer aus der Region.

### Medien/Nachrichten ###
DIE GLOCKE verteilt mit ihren „Tweets“ (so nennt man die einzelnen Einträge) hauptsächlich Topnews. Es wäre spannend zu erfahren, wie viele zusätzliche Besucher über diesen Kanal auf der Website landen.

Schon spannender ist da das, was die REDAKTION VON DERWESTEN macht. Hier zwitschern die Journalisten aus ihrem Alltag – und sie reagieren auf Lesermeinungen! Das macht die Twitteradresse des „Westens“ interessant – mal abgesehen davon, dass der Bezug zu Lippstadt verständlicherweise eher gering ist.

Weitere Newsdienste für die Region bei Twitter sind OWLONLINE (Mix aus Presseschau und PR) und HAMMTV (Die bringen die News zur Hochschule derzeit schneller als jeder andere).

### Blogger und andere Lippstädter ###
Natürlich sind auch einige uns bekannte Blogger bei Twitter registriert, zum Beispiel der Mann, der den MILCHRAUSCH betreibt und der Schreiberling vom MARKBLICKSWEG. Der LIPPSTÄDTER SPASSVEREIN gibt ebenfalls Tweets zum Besten.

### Von Firmen und Parteien … ###
… die twittern, hört man hier und da, aber in der Regel sind das dann bekannte Marken oder Bundes- bzw. Landespolitiker. Ob so etwas auch für Lippstädter Unternehmen bzw. Parteien Sinn macht, ist stark von den Umständen abhängig. Denn immerhin wird man dann sowohl an seiner „Schlagzahl“ als auch an der Zahl der „Follower“ (Leute, die sich per ‚Abo‘ die News des Twitterers anzeigen lassen) gemessen.

Das war ein kleiner Überblick zum Gezwitscher rund um Lippstadt. Habe ich wen vergessen? Dann bitte einfach in den Kommentaren posten. Und noch ein Hinweis: Wer Twitter nicht kennt, sollte sich einfach mal kostenlos anmelden und es ausprobieren. Nur so macht der Dienst erst richtig Sinn. Und reinschnuppern tut nicht weh.

Ein paar Fragen an … Paul Cibis

Ihr habt Euch sicher auch schon häufiger gefragt, wie wohl so das Leben eines Konzertpianisten ist, oder? Sisste, wusstich! Mensch, warum habt Ihr das nicht mal früher gesagt. Für sowas haben wir doch Paul Cibis! Der Lehrer am Trinity College of Music in London und Konzertpianist ist in Lippstadt geboren und hat mir trotz Stress und chinesischer Internethindernisse (Er hat u.a. kürzlich beim Festival „Fringe Schanghai“ gespielt) freundlicherweise ein paar Fragen beantwortet.

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Zur Einstimmung:

Paul Cibis – Videobeispiel
Paul Cibis – Audiobeispiele

Paul Cibis
Quelle: paulcibis.com
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Lippstadt-Blog:
Herr Cibis, wie sieht der Job eines Konzertpianisten aus? Ist es so, wie man sich das vorstellt – das ganze Jahr in Hotels unterwegs, nach den Konzerten leckere Buffets plündern und nie schwer tragen müssen, eben wegen der wertvollen Hände?

Paul Cibis:
Schön wäre es! In Hotels übernachte ich zwar schon hin und wieder, aber das mit den Buffets stimmt leider überhaupt nicht. Nein – im Ernst – das ist leider ein viel zu romantisches Bild vom Leben als Musiker. Richtig ist in meinem Falle, dass ich sehr viel unterwegs bin. Ich wohne mittlerweile wieder in Berlin, arbeite und unterrichte aber weiterhin in London, und konzertiere darüber hinaus mehrmals im Jahr in Asien. Das klingt sehr nach Jetset und so einige Flüge kommen da im Jahr auch zusammen, aber so aufregend wie es klingt, ist das nicht. Wenn ich unterwegs bin, mache ich ja keinen Urlaub! Als ein Ein-Mann-Unternehmen, das die Abteilungen Produktion, Vertrieb, Marketing, Forschung usw. in einer Person vereinen muss, verbringe ich oft mehr als die Hälfte meiner Arbeitszeit am Computer und nicht am Klavier – unabhängig davon, wo ich bin.

Lippstadt-Blog:
Apropos Hände: Kann man sich sowas eigentlich versichern lassen?

Paul Cibis:
Das geht sicherlich, aber da kenne ich mich nicht aus, meine Hände sind nicht speziell versichert. Im Alltag spielt es für mich auch kaum eine Rolle, dass ich Pianist bin. Wissen Sie, ich weiß von einem recht berühmten Pianisten der älteren Generation, dass er sich nicht einmal sein Frühstücksbrot selber schmiert, da er unter keinen Umständen ein Messer in die Hand nehmen würde! Das halte ich dann doch für übertrieben. Ich spiele zwar zum Beispiel nicht aktiv im Volleyball-Verein mit und würde mich auch bei einigen Kampfsportarten eher zurückhalten, aber anderen Sport treibe ich deswegen nicht weniger. Und meine Koffer trage ich leider auch immer selbst!

Lippstadt-Blog:
Ihr Hauptaufenthaltsort ist London, Sie reisen zudem oft nach Asien. Sind Sie froh, der schnuckeligen Kleinstadt entkommen zu sein?

Paul Cibis:
Ich bin sehr froh, so vieles schon gesehen und erlebt zu haben. Natürlich wollte ich nach dem Abi aus Lippstadt so schnell wie möglich und so weit wie möglich weg. Nicht deswegen, weil es mir zu klein oder zu “schnuckelig” gewesen ist, sondern da ich andere Gegenden, Städte und Lebensweisen kennenlernen wollte. Hinzu kamen natürlich die beruflichen Gründe. Ich wollte Musik an einer Hochschule studieren und dann meinen Weg als freischaffender Künstler bestreiten. Ersteres ging nun mal in Lippstadt nicht, letzteres hingegen ginge dort ja immer noch!

Lippstadt-Blog:
Gibt es die Gelegenheit, Sie mal live zu sehen? Treten Sie zufällig irgendwann mal in der Nähe auf?

Paul Cibis:
Zufällig tritt man ja eigentlich nirgendwo auf. Ich würde mich aber sehr freuen, wieder einmal in Lippstadt oder in der Nähe von Lippstadt zu konzertieren und werde diese Idee an meine “Vertriebsabteilung” weiterleiten. Über Anregungen seitens Ihrer Leser würde ich mich sehr freuen. Schreiben Sie mir einfach via meiner Webseite www.paulcibis.com!

Lippstadt-Bier und la Bamba

Die erste Videoantwort auf das Kinderlied „Die schönste Stadt der Welt“ ist eingegangen, von den beiden Jungs, die bei Youtube unter „Sabotage84“ bekannt sind und die vor allem bekannte Songs covern.

Nett finde ich vor allem die Idee, vorher noch einen Schluck Lippstädter Bier zur Brust zu nehmen. Ab Minute 3:06 wird kurz „La Bamba“ eingebunden, ebenfalls klasse:

Und weil ich das richtig gut finde, starte ich hiermit den Aufruf:

1. Setzt euch vor die Web-/Digicam

2. Schnappt Euch Eure Freunde, Kinder, Kanarienvögel oder was grade in der Nähe ist

3. Singt das kleine Lippstadt-Lied auf Eure Weise

4. Postet es als Videoantwort

Bin gespannt, was Ihr Euch so einfallen lasst. Die Ergebnisse werden hier selbstverständlich regelmäßig präsentiert ;o)

Macht Euch keine Sorgen, ich komme bald nach!

… und pass auf Deine Schwester auf.“ Das sind die letzten Worte, die der 8-jährige Georg Levy Müller von seiner Mutter hört. Danach soll er sie nie wieder sehen. Wahrscheinlich ist es der Bahnhof in Lippstadt, auf dem Georg, seine kleine Schwester und die Mutter stehen. Wir schreiben das Jahr 1939. Aus Deutschland zu fliehen, ist für Juden bereits fast unmöglich. So versuchen viele jüdische Mütter in einer verzweifelten Aktion, wenigstens ihre Kinder Richtung Westen in Sicherheit zu bringen. Genau das tut Lucie Hope Levy mit Georg und Ursula …

Jahrzehnte nach diesen entsetzlichen Erlebnissen bricht der heute 78-jährige Georg sein Schweigen. Und schreibt ein Buch, das auf Drängen seiner Familie veröffentlicht wird. Hier ein Auszug aus Georgs Erlebnissen als kleiner Junge in Lippstadt, das kürzlich auf Youtube eingestellt wurde:

Auf dieser Website wird das Leben von Georg Ley Müller genauer beschrieben. Georg ist der Sohn von Max Levy, der in Lippstadt ein Manufakturwarengeschäft unterhielt. Er wurde in das KZ Oranienburg gebracht und kam Wochen später nur noch zum Sterben zurück. Seiner und der Geschichte anderer Lippstädter Juden wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Gedenkkundgebung zum Jahrestag der Reichspogromnacht gedacht.

Wir sollten uns hin und wieder an diese Zeit erinnern, sonst rennen wir einer Wiederholung entgegen.

Drei ganz heiße Eisen

Ich freue mich verkünden zu dürfen, dass ab sofort die allererste Lippstädter Musikkapelle ihren Weg in den Lippstadt-Reader gefunden hat, und das auch noch mit einem Video-Blog:

„Die heißen Eisen“ – Videoblog

Wenn ich es richtig verstehe, beglücken uns die Herren etwa einmal pro Monat mit einer „Ansage“. Die bislang geposteten Videos sind eine gesunde Mischung aus krank, pubertär und lustig. Das beschreibt die Jungs, nicht aber die Musikrichtung (naja… vielleicht doch … schon … ein bisschen). Bevor ich aber einen Versuch dazu starte, einfach selbst anhören. Wer sich Maceo Parker als Hintergrundmucke für seine Videos aussucht, hat aber zumindest schomma die richtigen Vorbilder.

Die heißen Eisen

Foto: dieheisseneisen.com

Die heißen Eisen gibt es auch auf einer eigenen Homepage und auf MySpace. Aktuell sind die Drei auf der Suche nach einem Sänger(Sagense wirklich: Sänger! Ob da Frauen auch gehen, keine Ahnung, vielleicht passen Frauen aber auch grundsätzlich nicht, wer weiß).

Wer das jetzt bis ganz unten durchgelesen hat und sich immer noch fragt: „Was ist eingentlich dieser Lippstadt-Reader?“, dem sei gesagt: Das hier ist er. Bitte einfach mal antesten, z.B. als dynamisches Lesezeichen im Browser.


Showdown im Nassraum


Kurz-Schau(er)spiel in zwei Worten.

Szenerie: heimisches Schwimmbad, Herren-Duschraum
Handelnde Personen: 3 Rentner, 1 Glatzkopf, 15 Viertklässler
Zeit: Morgens, kurz nach 8 Uhr
——

Viertklässler stürmen den Duschraum, versuchen eine der „coolen“ Duschen zu erhaschen, unterhalten sich, albern herum.

Rentner 1, 2 und 3: rollen mit den Augen
Rentner 1 nach einiger Zeit ironisch: „Lauuuter!“

Rentner 1 schaut sich grienend und applausheischend um
.

Rentner 2:
kichert
Rentner 3: hebt den Daumen in Richtung Rentner 1
Glatzkopf: wendet sich angewidert ab
Viertklässler: verstummen

Leicht aufkommendes Geflüster unter den Viertklässlern.

Ein Vierklässler ironisch: „Ruhe!“
Glatzkopf: kichert und hebt den Daumen Richtung Viertklässler
Rentner 1, 2 und 3: Wenden sich angewidert ab

Vorhang!

Ich hätte da noch ein paar …

Kennt Ihr das: Ihr beschäftigt Euch mit einer Sache etwas intensiver, und auf einmal scheint sich die ganze Welt nur noch darum zu drehen? Ich sehe im Moment zum Beispiel nur noch Eltern mit Kinderwagen, kann den Hersteller auf 20m bestimmen, die Vorteile des Modells runterbeten und schätze das Alter des Insassen bis auf wenige Wochen erschreckend genau. Wäre mir mit 18 nicht passiert, soviel ist klar. Aber zum Thema:

So in etwa geht’s mir nämlich grade mit Songs über Lippstadt. Kaum dringt ein Kinderlied an mein Ohr, das unsere Stadt kanonös beschreibt, schon sehe und höre ich an jeder Ecke Weisen über Lippstadt. Auswahl gefällig?

Weiterlesen

Shortlinks 23.02.2009

Am Aschermittwoch ist alles vorbei …   
… weiß das Presseamt der Stadt und bittet nochmals um heftigste Abstimmungsorgien, damit Aschermittwoch der Tag ist, an dem für uns alles erst richtig losgeht!

Feedomix: Milchrausch ist drin
Der „Milchrausch“ ist mir in der letzter Zeit mit einigen Meldungen zu Lippstadt aufgefallen. Deshalb packe ich Haukes Blog mal in den Reader.

Lippstadt taucht in Masterarbeit auf
Die Arbeit thematisiert die Verbindung von Schützenvereinen zum Nationalsozialismus. Der Lippstädter Schützenverein ist einer von drei Vereinen, die vom Autor untersucht wurden.

Schlechte Noten trotz hoher Begabung …
… sind ein Kreuz, kann ich ein Lied von singen ;o) Aber ich bin nicht der Einzige, am 03. März gibt es einen VHS-Vortrag zum Thema. Wird sicher voll …

Benehmt Euch in den nächsten Wochen ein wenig. Wir haben Besuch!
Fundstück im Privatblog eines Amerikaners, der hin und wieder in Lippstadt arbeitet. Also ein bisschen Zusammenreißen und mal ein paar Tage nicht mit’m Fahrrad über die Lange Straße und so … Welcome back, Austin! Have a good time ;o)

Auch wenn ein Skateborader „Lukas Beule“ heißt …
… muss er nicht unbedingt auf den Kopf fallen. Naja, zumindest nicht ständig ;o) Am Anfang des Videos ist das LTV reAktiv-Forum im Hintergrund zu sehen.

Und Zuguterletzt:
Wenn man sich von seiner Haut befreit fühlt – hat man dann Schmerzen?

Von trockener Haut befreit

ENDSPURT!

Das Stadt-TV zeigt uns nochmal, wie es vor einem Jahr bei der Aktion „WDR 2 für eine Stadt“ war. Einer meiner Kollegen hatte damals auch mit dem Handy draufgehalten und das „Eimer kippen“ im Beisein von Bürgermeister Christoph Sommer gefilmt:

Und wer bislang unverständlicherweise echt immer noch nicht abgestimmt hat, der geht jetzt erst hier wählen und dann in die Ecke zum Schämen!

Alle anderen dürfen sich den aktuellen Promofilm des WDR ansehen.

Der Türsteher als Universal-Prellbock

Ich weiß, dass Türsteher genau da Puffer spielen, wo es gelegentlich brenzlig wird. Ich weiß auch, dass man in dem Job gerne mal viel zu schnell von irgendwelchen Vollidioten Menschen angezeigt wird. Mit Vorliebe von denen, die sich beim besoffen im großen Stil Daneben benehmen empfindlich gestört fühlen. Wenn es sich dabei um Männer handelt (was es meist tut) und Frauen zum Imponieren in der Nähe sind (und das sind sie immer), kommt so ein Türsteher als dominantes Quasi-Alphamännchen mit seinen deutlich besseren Kampf-Skills denkbar ungelegen. Also macht man das, was man als Deutscher besonders gut kann: „Ey lass mich los, oder ich zeich dich an.“ Deshalb finde ich es überhaupt nicht unnatürlich, dass Türsteher der Polizei hin und wieder „bestens bekannt“ sind. Bringt die Sache leider mit sich.

Was sich diese Firma hier leistet, ist allerdings jenseits von Gut und Böse.


Es schadet denen, die eigentlich (gelegentlich auch vor sich selbst) beschützt werden sollen. Und das rückt die Kunden in ein schlechtes Licht (Die Lippstädter Disco Flash kann sich sicher Lustigeres vorstellen als in diesem Zusammenhang unschulderweise genannt zu werden). Am Ende schadet sich das Unternehmen selbst. 17-Jährige einfach in der Kälte liegen lassen, aber vorher noch fein die Kohle abziehen, HALLO!? Die Geldbörse zückt man höchstens, um die Eltern des minderjährigen Herren aus den Federn zu klingeln. Eine starke Unterkühlung zulassen und Schlimmeres in Kauf nehmen, das hat nix mit „Sicherheit“ zu tun.

Deshalb finde ich den Titel „Türsteher mit Vergangenheit“ des Westen-Artikels höchst unpassend. Türsteher sind nicht per se die schlimmen Jungs, die gerne draufhauen: Eine „Vergangenheit“ bekommt man in dem Beruf auch ohne großes Zutun und trotzdem man seinen Job gut macht.

Achtung Werbung X

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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Im Klamotten/Schuh/Skateladen „The House“ war ich seit 2006 – glaub ich – zweimal. Das wird sich ändern. Weil ich bald ’ne neue Hose brauche. Und dieses Video gesehen habe:

Am Film ist aus professioneller Sicht einiges im Argen. Das ist aber völlig egal! Denn er besticht durch seine „Selbstgemacht“-Optik, die handwerkliche Fehler (fast) verzeihen lässt. Das grenzt an „User-generated advertising“, wahrscheinlich haben sogar einige Stammkunden mitgemacht, was der Sache richtig Auftrieb gibt. Insgesamt ist der Film aber zu lang. Und ich hätte mir gewünscht, dass viel mehr von dem Schnitt und Inhalt ab Minute 3:16 gezeigt wird. Hier kommen Lifestyle und Spaß rüber und die schnellen Schnitte passen viel besser zur Zielgruppe (die noch ganz andere Abfolge-Geschwindigkeiten gewöhnt ist).

Gesamturteil: Authetisch. Nette Ideen. Gratulation an Lippstadts First Mover im Bereich kommerzielle Youtube-Werbung (soweit ich weiß, und solange man die Event-Szene mal außen vor lässt)! Jetzt heißt es nur noch: Buzz, Buzz, wir brauchen Buzz

Lippstadt in der Comedy Street – die Fortsetzung

Wie Lippstadt-Blog im Sommer 2008 exklusiv berichtete (sowas wollte ich immer schomma schreiben), hielt sich Simon Gosejohann zwecks Filmaufnahmen zur TV-Serie „Comedy Street“ letztes Jahr in Lippstadt auf. Erste Lippstadt-Sichtungen im TV konnte Pisi verzeichnen, jetzt sind endlich die Filmszenen aufgetaucht, zu denen die gemachten Fotos passen. Und wie es der Zufall will, bin ich sogar auch kurz im Bild:

Wie der Herr auf dem Fahrrad zeigt, lassen sich nicht alle Lippstädter so einfach veräppeln – aber ist das nicht eigentlich ’ne Fußgängerampel? ;o)


Support your local town – reloaded

Nein, ich bin immer noch kein WDR2-Fan. Aber es wäre doch gelacht, wenn wir nicht nochmal so viele Leute zusammenbekämen, wie im letzten Jahr und das Ding – anders als im letzten Jahr – nach Hause holten!

Und so irre praktisch für die Gäste wäre es auch noch: Sasha könnte nach seinem Gig mit anschließender After-Show-Party schön zuhause pennen und am nächsten Tag die Family besuchen. Da tun wir ihm doch wat Gutes mit.

Also: Jetzt auf diese Seite gehen (lippstadt.de) oder auf diese hier (wdr2.de) und abstimmen. Freunde und Bekannte anstiften! Haaaalllo, die Damen und Herren Exilblogger sind damit auch gemeint! Hamburg, Stuttgart, Hannover und München machen ja nicht mit, also wird mal zackich für Lipptown geklickt, wenn ich bitten darf! Stichtag ist der 25. Februar! Hopp, hopp!

WDR 2 für eine Stadt. Jetzt abstimmen und Sasha gewinnen.

Das „kleine“ Lippstadt-Lied

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als in der Xing-Gruppe „Lippstadt“ die Rede von einem „Lippstadt-Lied für Kinder“ war. Das wollte ich dann doch genauer wissen und habe mich auf die Suche danach gemacht.

Dank eines sehr geduldigen und anscheinend auch gut sortierten Teams des Kontakte Musikverlags halte ich jetzt ein Exemplar in den Händen! Und nach einigem Hin und Her bezüglich der Musikrechte gibt’s das Lied jetzt sogar zu hören (und zu sehen):

Das Lied ist Teil eines Projektes aus dem Jahr 1991, bei dem Lippstädter Kinder sich und ihre Ideen in Songs über die Stadt einbringen und diese dann auch selbst singen durften. Rolf Krenzer hat aus den Ideen Liedtexte gemacht, Reinhard Horn hat daraufhin die Musik geschrieben. Wer Reinhard Horn nicht kennt: Der Mann hat sich mit so einigen Projekten, darunter das bekannte Lippstadt-Lied (das für Erwachsene), einen Namen gemacht. Man kann mit Fug und Recht behaupten: Horn ist sowas wie der Randy Newman Lippstadts ;o)

Mir gefällt nicht jeder Song des Projekts, aber gerade dieser Lippstadt-Kanon ist ziemlich sympathisch, wie ich finde. Danke nochmal ans Kontakte-Team für die Mühe und auch danke dem Hinweisgeber aus der Lippstadt-Gruppe.


PS: Das ist mein allererster Videoschnitt! Wenn jemand meint, dass er es besser kann – ich warte gerne auf Videoantworten ;o)