Kategorie-Archiv: Allgemeines und Sonstiges

Wir haben gar keine Fachhochschule …

… sondern eine Universität! Jaha, liebe Leser, Sie dürfen Ihren Augen trauen. Die Redaktion von DerWesten.de vermischt munter die Begriffe Universität, Fachhochschule, Fachuni und Hochschule. Die „Westler“ sind sich sogar so sicher, dass sie als Überschrift ihres Artikels „Durcheinander um Uni-Standort“ wählen.

Ganz so einfach ist es mit der Definition tatsächlich nicht, die Hochschullandschaft ist stark im Wandel. Durch neue Studiengänge und internationale Schulstandards verwischen langsam die Unterschiede zwischen den beiden Schulformen. Fakt ist allerdings, dass sich bis dato eine Fachhochschule zwar international „University of applied science“, aber hier in Deutschalnd nicht „Universität“ schimpfen darf. Denn sonst, glauben Sie mir, täte sie es. Die praxisorientierten Fachhochschulen haben unverständlicherweise immer noch mit dem Vorurteil der „schlechteren Uni“ zu kämpfen, die „keine echten Akademiker“ ausbildet. Allerdings gibt es Berufe, in denen ein hohes Maß an Praxiserfahrung förderlich und daher hoch erwünscht ist.

Man korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber die rein objektiven Unterschiede bestehen in den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen einerseits und der Möglichkeit zu Promovieren andererseits. Das ist es zumindest, was ich nach einer kleinen Recherche herausgefunden habe. Während „Hochschule“ also der Sammelbegriff für beide Schularten ist, gibt es eine „Fachuni“ eigentlich garnicht.

Mensch, jetzt habe ich die Berichterstattung von derwesten.de erst kürzlich andernorts gelobt, und dann sowas …

Das Schwein im Mond

Peter Hilbring hat kürzlich auf gelbeseiten.de eine lustige Entdeckung gemacht: Die Stadt hat eine neue Straße. Und wie verifiziert man, dass diese Straße tatsächlich existiert? Richtig, man schreibt ihren Namen in eine Suchmaschine und prüft, ob andere Branchenbücher sie auch führen. Und siehe da:

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Immerhin ein weiterer Treffer. Was heißt das? Genau: Die Straße muss es geben.

Hat mich ein bisschen an den von Herrn Niggemeier kürzlich gelobten Qualitätsjournalismus erinnert. Wenn man jetzt nur wüsste, wer bei wem kopiert hat …

Lippstadt, ich bin enttaEUscht!

Wenn ich mittags auf die Frage „Was willst du heute Abend essen?“ mit „Ist mir doch egal“ antworte, kann ich mich hinterher kaum darüber beschweren, was auf dem Teller liegt. Und später zu sagen „Ach, die anderen suchen ja doch immer nur aus, was sie wollen“ wäre dann wohl auch ziemlich heuchlerisch.

Lippstadt, du hast es bei der gestrigen EU-Wahl auf eine Beteiligung von läppischen 34,3 Prozent gebracht. Was auch immer dir später alles im Namen der EU serviert wird: Ich wünsche guten Appetit!

Und dann war da noch …

… der Autofahrer, der vor einem Lipperoder Gastronomiebetrieb so dämlich parkte, dass Fußgänger schon ihre liebe Mühe hatten, auf dem Fußweg zu bleiben. Als ich mit meiner Großmutter im Rollstuhl und meiner Freundin samt Kinderwagen das versuchte, blieb uns nix weiter übrig, als den Radweg zu benutzen (klingt dramatisch, aber das Gespann war am Montag tatsächlich so unterwegs). Dabei war die Parkfläche ansonsten so schön frei, dass der Fahrer auch locker an einer anderen Stelle hätte stehen können, ohne das Nadelöhr zu produzieren.

Lipperoder_Nadeloehr

Gar nicht so weit entfernt von der Gaststätte befindet sich übrigens eine Einrichtung zur beruflichen und sozialen Rehabilitation von körper-, lern- und sinnesbehinderten Menschen. Das muss man als autofahrender Gast nicht unbedingt wissen, trotzdem macht es den missglückten Parkversuch besonders heikel.

Etikettenschwindel der musikalischen Art

Ich habe noch nie eine Palme bestiegen, was ein Fuchsteufel ist weiß ich nur aus Erzählungen, meine Hutschnur ist aus Titan, kurz:  Ich bin eher einer dieser ruhigen, geduldigen Menschen. Das hat sich allerdings gestern kurzzeitig geändert, als ich das Lied „Der Lippstädter“ des Liedermachers Simon Titz gehört habe.

Was der heimische Barde sich für dieses Lied zusammengedichtet hat (hier nachzuhören als kleiner Ausschnitt, mp3), ist Meilen entfernt von der Beschreibung eines typischen Lippstädters. Laut Herrn Titz liegen wir Lippstädter nämlich z. B. „in jedem Urlaubsland gern am Strand„, und das „trotz Hartz 4„. Mal abgesehen davon, dass Lippstädter demnach nie in Binnenstaaten Urlaub machen – am Strand liegen noch ganz viele andere Leute gern, die nicht unbedingt Lippstädter sind. Es kommt noch besser: Ich persönlich liege eher ungern am Strand, obwohl ich Lippstädter bin.

Der Songtext würde genauso gut oder schlecht auf jede andere Stadt und ihre Bewohner passen. Das hat Herr Titz aber auch schon bemerkt: Das selbe Lied gibt es nochmal, nur dass er statt „Lippstädter“ jedesmal „Deutschländer“ singt (hier wieder ein Ausschnitt, mp3).

Wie ich’s auch wende, ich werde aus dem Song nicht schlau und fühle mich irgendwie nicht wirklich repräsentiert. Ich finde, wenn man ein Lied über“den Lippstädter“ macht, sollte der auch irgendwie charakterisiert werden. Das ist garnicht so leicht. Aber wenn man es nicht hinbekommt sollte man es besser lassen, und keinen Etikettenschwinkel betreiben.

Und wer zur Hölle ist eigentlich dieser „Zieh aus dem Eis“?

Erste Liedtexte fuer Suedwestfalen-Melodie

Ich glaube, da müssen die heimischen Bands mal ran. Wie erwartet, kommt derzeit beim Liedtexten für die Südwestfalen-Melodie viel … Romantisches an. Das muss nicht schlecht sein, aber ich persönlich hätte es gern etwas moderner.

Also dann, Party DJ Olli Kahn, nopedosesmackballz, Ground Level Control, Saviors of Soul, Herr Horn, Habanera, Flint&Kras oder wer auch immer hier grade nicht steht (nicht böse sein, die Reihenfolge ist übrigens auch zufällig): TUT WAS DAGEGEN!!! 

OT: Die Waffen der Bielefelder Kultur

Im benachbarten Bielefeld-Blog wird sich gerne mal lang und satt über heimische Werbung ausgelassen. Was haben sich die Bielefelder, allen voran eine gewisse Altherrenriege, beispielsweise aufgeregt im letzten Jahr über die Pommes-Rot-Weiß-Werbung zum dortigen Kultursommer-Programm. Man könnte behaupten, die Gemüter waren im Sommer 2008 so heiß wie Frittenfett! Nachzulesen hier. Wenn Ihr bitte auch das damalige Motiv ansehen wollt:

Und in diesem Jahr? Nichts! Stille! Kein Sterbenswörtchen! Dabei hätte gerade das Kultursommer-Motiv in diesem Jahr allerfeinstes Draufdresch-Potenzial – im Angesicht von Amkläufen, verschärften Waffengesetzen und anvisiertem Paintball-Verbot. Wenn Ihr auch dieses Bild bitte kurz begutachten möchtet:

Andererseits hatten Waffen ja immer schon irgendwie „kulturbildende“ Wirkung, zumindest mehr als Pommes. Trotzdem, liebe Bielefelder: Bitte wach werden, es gibt wieder Werbung zu zerfleischen!

Eine Melodie für (Sued)Westfalen

… hat sich die Südwestfalenagentur einfallen lassen. Warum wir so etwas benötigen, kann ich nicht genau sagen. Dafür ist für fast jeden Geschmack etwas dabei, es gibt eine Swing-, eine Rock-, eine Klassik- und eine Funk-Variante des Liedes (Ganz klar, da fehlt mindestens das Metal-Pendant. Das würde ich mir dann sogar als Klingelton herunterladen. Also, vielleicht …). Kann ein solches Lied helfen, die Region Südwestfalen als solche zu erkennen und sich damit zu identifizieren?

Mögen Sie Ihre Events lieber online, oder doch analog?

Mit Grauen habe ich festgestellt, dass die letzte wirkliche Meinungsverschiedenheit mit annalog eigentlich schon viel zu lange her ist. Das geht natürlich überhaupt nicht, eingedenk der zarten Töne, die unser erstes Blog-ZusammenAufeinandertreffen verursacht hat. Und Traditionen wollen eben gepflegt sein ;o)

In ihrem aktuellen Blogartikel zeigt anna sich vom Geseker Eventkalender überzeugt – und verbindet das mit einem Lob auf die Provinz. Und ich muss sagen, wenn man jetzt mal nicht das High-End-Produkt einer Weltmetropole als Messlatte heranzieht: Sie hat recht. Für einen Dorfkalender ist die Online-Darstellung inklusive PDF-Version sogar schon fast sowas wie ein Vorstoß in Web-2.0-Gefilde, Bravo! Aber anna sagt auch, dass man sich in Lippstadt davon eine Scheibe abschneiden könne. Was im Umkehrschluss heißt, der Lippstädter Online-Eventkalender sei irgendwie schlechter:

„Man höre und staune (und damit meine ich besonders die Lippstädter – kann manchmal nicht schaden): Es gibt in Geseke sogar einen Veranstaltungskalender, in dem wunderfein für jeden Tag des Jahres jedwede Veranstaltung aufgelistet ist.“

Ich habe gehört – sogar gelesen – aber nicht gestaunt. Einen solchen Online-Veranstaltungskalender hat die Stadt Lippstadt doch auch. Einzig eine PDF-Version wie in Geseke gibt es nicht, und das hat IMHO zwei gute Gründe. Einerseits kann jeder spontan im Mai eine Weihnachtsfeier planen und sie trotzdem noch für Dezember hinzufügen.  Und andererseits: Schauen wir einfach mal heute am 13.05.2009 in den Lippstädter Online-Kalender, so sehen wir dort neun Einträge. Die alle in einen ausdruckbaren Kalender zu bringen, und das – zumindest potenziell – für jeden Tag, ist … hm … sportlich.
Mit anderen Worten: In Geseke kann man einen solchen Kalender in PDF-Form anbieten, da selten mehr als drei Termine pro Tag stattfinden. Und das ist für alle, die ganz a(n)nalog lieber Papier in der Hand halten/an die Wand pinnen, auch eine wunderbare Einrichtung. Im weltweit bekannten Eventparadies Lippstadt hingegen ist so etwas aufgrund des schier unerschöpflichen Veranstaltungsangebots aber leider unmöglich ;o)

Etwas Gutes hat die Sache: Die Lippstädter unter uns kennen jetzt auch den Geseker Eventkalender und drucken ihn sich vieleicht sogar aus …

Shortlinks 07.05.2009

Uns Kalle ist die „Schande von Lippstadt“?
Lese ich zum ersten Mal, hat sich aber anscheinend bereits gesetzt. Weiß jemand, wie es zu diesem Beinamen kam?

Kirsten Konradi appelliert an Werbemacher
… und spricht damit vielen aus der Seele, wie man an den Kommentaren sehen kann.

Böse Mädels kommen überall hin
Am Samstag sind sie in der „Südmeile“ (Südertor 16) und machen Musik.

Nochmal Musik: Katrin schaut vorbei
Am 22. Mai ist Katrin Wulff (wir nennen sie liebevoll den „Kanarienvogel von Cappel“) auf dem Rathausplatz zu sehen und zu hören. Mein persönlicher Tipp für’s Altstadtfest!!!

7,5 Mio Euro für Lippstadt – doch wofür?
DerWesten hat mal nachgefragt. Das Gymnasium Schloss Overhagen bleibt bei der Geldvergabe anscheinend auf der Strecke. Dabei sollen doch 65% in die Bildung gehen?!

Und zuguterletzt:
Es dauert nicht mehr lange, und ich werde 35. Der Rest des Jahres steht deshalb unter folgendem Motto:

Keep calm and carry on

nochmal Ostendorf-Gymnasium

Ein anderer berühmter Schüler des Ostendorf-Gymnasiums war Friedrich Simon Archenhold. Archenhold war später als  Astronom Leiter einer Sternwarte in Berlin im heutigen Treptower Park. Während seiner Zeit hielt Albert Einstein, beide waren befreundet, seinen ersten öffentlichen Vortrag zur Relativitätstheorie an der besagten Sternwarte. Später übernahm der Sohn Archenholds die Leitung der Sternwarte, mußte dann aber aus Deutschland fliehen um sein Leben zu retten.

Shortlinks 08.04.2009


Kirsten Konradi schrub zweisprachigen Kinderkrimi

Rrreschpekt, liebe Exil-Lippstädterin!! Und mit dem Bestseller, der einschlägt wie Sau, klappts sicher auch noch irgendwann …

Jasmin Schornberg im Versicherungsvideo
Knappe vier Minuten Werbevideo zum Thema private Krankenversicherung, inklusive Paddelfrau aus Lippstadt

Hamm bringt Hochschüler in ehemaliger Kaserne unter
… wahrscheinlich, damit der westfälische Sinn für Zucht und Ordnung gleich auf die ersten Studenten übertragen wird.

Pisi warnt vor Abofalle
Vielleicht hat er aber auch einfach Angst vor dem Ergebnis des IQ-Tests. Kein Wunder, bei DER Gegnerin ;o)

die-ostwestfalen.de hat weiterhin Lippstädter Themen im Programm
Hier: Lippstädter Lenz und der Trailer zum neuen Lippstadt-Film, aber auch der Rock am Güter wird ausführlich angekündigt. Da müssen wir uns wohl mal revanchieren …

Apropos Lippstadt-Film
Der Trailer hat allein bei Youtube in 14 Tagen knapp 680 Aufrufe erzeugt, Zahl steigend. Für ein Stadtthema doch garnicht mal so schlecht …

Und zuguterletzt
Dieser LKW überholt auf Autobahnen freiwillig. Na denn …

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Frühlingserscheinung

Als ich gestern gemütlich durch die Stadt schlenderte, um das herrliche Frühlingswetter in vollen Zügen genießen zu können, wurde ich Zeuge eines wohl weltweit einmaligen Naturschauspiels. Jedes Jahr sieht man sie in einer großen Gruppe über die Lippe schwimmen und jedes Jahr sehen ihnen dabei hunderte Menschen gespannt zu. Doch diesmal war es anders. War doch der Platz wo ich Sie dieses Jahr erblickte auf den Bäumen in der Blumenstraße! Wovon ich rede? Von Enten natürlich 😉 Und wer jetzt denkt – „Ey, der hat doch ’n Rad ab, Enten auf Bäumen gibt es nicht“ – der sei nun eines besseren belehrt:

p4038073.JPG Entenbaum2

Und die Moral von der Geschicht? Enten auf Bäumen gibt es nicht wohl!

RRX

 Aus einer aktuellen Veröffentlichung des Kreises Soest:

„Alles in allem sei es wünschenswert, dass der Kreis Soest mit leistungsfähigen Nahverkehrsangeboten im kommenden Jahrzehnt einen Platz im geplanten RRX-System (Rhein-Ruhr-Express) finde, das im Rheinland und Ruhrgebiet als Premiumangebot des Regionalverkehrs mit gehobener Ausstattung zwischen Regional-Express und IC/ICE angesiedelt sein soll. Wutschka: „Wir wollen die Mitte-Deutschland-Verbindung nicht kaputt reden. Aber es zeichnet sich deutlich ab, dass es noch einmal zu einer verschärften Kostenbetrachtung kommen wird, wenn die Deutsche Bahn 2015 im Fernverkehr einen neuen Fahrzeugpark erhält. Deshalb müssen wir gewappnet sein und für den Fall der Fälle fertige Konzepte in der Schublade haben.“

Hoffentlich denkt man nicht nur an die Kreisstadt sondern auch an die größte Stadt im Kreis Soest -und nicht erst 2015!

Lippstadt – Der Film

Lippstadts Film-Visitenkarte ist nach einem Jahr harter Arbeit endlich fertig geworden. In 45 Minuten beleuchtet er die verschiedenen Facetten unserer Stadt in Bild und Ton.

Den Trailer dazu gibt es hier:

Die DVD ist gegen eine geringe Schutzgebühr bei der Kulturinformation im Rathaus erhältlich.

Sundown in Lipptown

Kein Lüftchen, kaum Wolken, und gestern Abend wurde das ganze mit gülden-rosa-hellblauem Himmel eingeläutet …

Sundown in Lipptown

Boah, is dat’n kitschiga Frühlingsanfang! Ich wüad ma sagen, drittklassiga Töörner in seiner schlechtesten Phase …

Neulich im Patriot…

Die Wirtschaftskrise scheint nun auch beim Patrioten zu buche zu schlagen. Anders lässt sich die Tatsache dieser wirklich dreisten Abschreibaktion wohl nicht erklären. Am vergangenen Freitag bediente sich unsere bisher geschätzte Heimatzeitung in der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Biografie Pastor Niemöllers wurde eins zu eins übernommen. Dafür hat es der Patriot nun mal erreicht in diversen Blogs Beachtung zu finden 😉 Das Thema wird im Marblicksweg sehr schön angeführt, weshalb ich es hier nicht versäumen möchte diese Quelle zu zitieren! Na hoffentlich kommt unsere Zeitung nicht auf die Idee demnächst noch die Bildzeitung zu kopieren…

Macht Euch keine Sorgen, ich komme bald nach!

… und pass auf Deine Schwester auf.“ Das sind die letzten Worte, die der 8-jährige Georg Levy Müller von seiner Mutter hört. Danach soll er sie nie wieder sehen. Wahrscheinlich ist es der Bahnhof in Lippstadt, auf dem Georg, seine kleine Schwester und die Mutter stehen. Wir schreiben das Jahr 1939. Aus Deutschland zu fliehen, ist für Juden bereits fast unmöglich. So versuchen viele jüdische Mütter in einer verzweifelten Aktion, wenigstens ihre Kinder Richtung Westen in Sicherheit zu bringen. Genau das tut Lucie Hope Levy mit Georg und Ursula …

Jahrzehnte nach diesen entsetzlichen Erlebnissen bricht der heute 78-jährige Georg sein Schweigen. Und schreibt ein Buch, das auf Drängen seiner Familie veröffentlicht wird. Hier ein Auszug aus Georgs Erlebnissen als kleiner Junge in Lippstadt, das kürzlich auf Youtube eingestellt wurde:

Auf dieser Website wird das Leben von Georg Ley Müller genauer beschrieben. Georg ist der Sohn von Max Levy, der in Lippstadt ein Manufakturwarengeschäft unterhielt. Er wurde in das KZ Oranienburg gebracht und kam Wochen später nur noch zum Sterben zurück. Seiner und der Geschichte anderer Lippstädter Juden wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Gedenkkundgebung zum Jahrestag der Reichspogromnacht gedacht.

Wir sollten uns hin und wieder an diese Zeit erinnern, sonst rennen wir einer Wiederholung entgegen.

Shortlinks 23.02.2009

Am Aschermittwoch ist alles vorbei …   
… weiß das Presseamt der Stadt und bittet nochmals um heftigste Abstimmungsorgien, damit Aschermittwoch der Tag ist, an dem für uns alles erst richtig losgeht!

Feedomix: Milchrausch ist drin
Der „Milchrausch“ ist mir in der letzter Zeit mit einigen Meldungen zu Lippstadt aufgefallen. Deshalb packe ich Haukes Blog mal in den Reader.

Lippstadt taucht in Masterarbeit auf
Die Arbeit thematisiert die Verbindung von Schützenvereinen zum Nationalsozialismus. Der Lippstädter Schützenverein ist einer von drei Vereinen, die vom Autor untersucht wurden.

Schlechte Noten trotz hoher Begabung …
… sind ein Kreuz, kann ich ein Lied von singen ;o) Aber ich bin nicht der Einzige, am 03. März gibt es einen VHS-Vortrag zum Thema. Wird sicher voll …

Benehmt Euch in den nächsten Wochen ein wenig. Wir haben Besuch!
Fundstück im Privatblog eines Amerikaners, der hin und wieder in Lippstadt arbeitet. Also ein bisschen Zusammenreißen und mal ein paar Tage nicht mit’m Fahrrad über die Lange Straße und so … Welcome back, Austin! Have a good time ;o)

Auch wenn ein Skateborader „Lukas Beule“ heißt …
… muss er nicht unbedingt auf den Kopf fallen. Naja, zumindest nicht ständig ;o) Am Anfang des Videos ist das LTV reAktiv-Forum im Hintergrund zu sehen.

Und Zuguterletzt:
Wenn man sich von seiner Haut befreit fühlt – hat man dann Schmerzen?

Von trockener Haut befreit

Mädchen und Internet – Update

Meine Gedanken zu diesem Artikel von Rouven waren damals in etwa

„Ach was! Ausrutscher! Ganz weit weg passiert! Und außerdem: So ’ne Behauptung is politisch igittipfui!“

Heute bin ich dann auf dieses Video aus Lippstadt gestoßen:

Voll erschrocken – MyVideo

Sorry Rouven, Du hattest Recht! Wie konnte ich je an Deiner unfehlbaren Meinung zweifeln!

Einer der Suchbegriffe (die man beim Hochladen selbst eingibt) lautet übrigens „dumm“. Dem ist nicht hinzuzufügen.

Probleme mit der IT?

Wenn Dich Dein IT-Mensch im Büro mal wieder auf die Palme bringt, weil er

: statt einer für mitteleuropäische Verhältnisse verständlichen Antwort auf Deine Frage lieber gefühlte 5 Fachvokabeln pro Satz benutzt
: Dir stets 20 Gegenfragen stellt, die „unbedingt erst geklärt werden müssen“, die Du aber schon deshalb nicht beantworten kannst, weil Du weder ein Informatikstudium absolviert, noch je einen C64 in Rekordzeit auseinander- und wieder zusammengebaut hast
: jede konkrete Anfrage schon im Ansatz mit den folgenden Worten abblockt:“Ja also DAS geht schomma überhaupt nicht, und zwar weil …“ – mit anschließendem 10-Minütigem Fachvortrag

… dann entlarve sein oder ihr Blendfeuer demnächst mit einer Mail, in der dieses wunderbaren Filmchen steckt:


Mir passiert sowas eher selten, Tendenz nie. Bislang brauchte ich das Filmchen nicht. Aber der Clip ist stets geladen und feuerbereit! Versuchts also erst garnicht!



PS: Auch wenn man’s nicht so merkt: IT-Leute sind auch nur Menschen. Doch! Ellich! Das blitzt z. B. bei den immer mal wieder herrlich-selbstironischen Editorials der c’t durch.

Mit dem breiten Band der Verfügbarkeit

Die Stadt ruft zurzeit ihre Bürger aktiv auf, einen Fragenbogen zum Thema Internetanbindung und -Geschwindigkeit auszufüllen. Grund dafür seien die wiederholten Klagen über „mangelnde Verfügbarkeit von Breitband-Internet“, so die Meldung.

Anstatt sich auf die Angaben der Internet-Anbieter zu verlassen,  fragt uns also jetzt die Verwaltung, wie schnell wir so im Allgemeinen angebunden sind. Die Ergebnisse der Umfrage sollen Grundlage für Gespräche mit den Anbietern sein.

Ist doch erstmal top, und der Fragebogen ist auch weitgehend anonymisiert (Straße und Hausnummer müssen logischerweise angegeben werden). Mir ist nur aufgefallen, dass die Frage nach der genutzten DSL-Geschwindigkeit zu Irritationen führen könnte: Viele werden hier einfach die Zahl angeben, die sie bei ihrem Provider auf der Rechnung finden, denn so sind die Antwortmöglichkeiten im Dropdown-Feld auch formuliert. Die „gebuchte“ Geschwindigkeit stimmt aber selten mit der überein, die tatsächlich beim Kunden ankommt.

Beispiel: Ein kleiner Test bei mir Zuhause zeigt, dass von meinem gebuchten  und bezahlten DSL 6000 (Downloadgeschwindigkeit von max. 6016 kbit/s) gerade mal 2930 kbit/s übrig bleiben. Also die Hälfte.

Ich weiß, solche Fragebögen müssen kurz bleiben, damit sie auch ausgefüllt werden. Aber diese Frage, in Kombination mit einem Hier-können-Sie-selbst-mal-testen-Link hätte bestimmt spannende Fakten hervorgeholt, die auch für Verhandlungen nützlich gewesen wären.

Ich mache selten Aufrufe, aber in diesem Fall kann ich es ruhig mal riskieren: Macht mit bei der Fragebogen-Aktion der städtischen Verwaltung, auf dass wir demnächst alle schneller surfen können denn je ;o)

Und danach?

Morgen wird gewählt. Der erste Ratsbürgerentscheid in Lippstadt. Auf Grund der begrenzten Möglichkeiten wie diese Wahl ausgehen kann (Ja oder Nein), entstehen zwei Varianten, wie es weiter gehen kann, mit der südlichen Altstadt.

 

Variante 1

Wenn sich die BürgerInnen der Stadt Lippstadt gegen den Ratsbeschluss entscheiden, sind die Verantwortlichen der Stadt einmal mehr aufgefordert sich mit den durchaus realistischen Alternativen auseinander zu setzen.
Sie können sich weder trotzig stellen noch eine leicht modifizierte Variante umsetzten.

Dann heißt es, es muss neu Überlegt werden. Es bedeutet aber nicht, dass nichts passieren wird. Es war nie das Ansinnen der Bürgerinitiative, dass auf dem Güterbahnhofgelände nichts verändert wird. Es sollte lediglich verträglich für Lippstadt entwickelt werden. Wer immer noch meint, dass dies nicht möglich ist, der hat sich leider in den letzten 1 ½ Jahren nicht mit den erarbeiteten Inhalten der Bürgerinitiative auseinander gesetzt.

 

Variante 2
Die BürgerInnen bekräftigen den Ratsbeschluss. Dann heißt es für die Stadt, dass dieser auch wie Beschlossen umzusetzen ist, damit er seine Gültigkeit behält.
Der Ratsbeschluss ist mit einigen Zwangspunkten behaftet. Erst wenn diese auch alle erfüllt sind, hat der Ratsbeschluss eine rechtkräftige Wirkung und kann durchgeführt werden.

 

 

Wir sehen also, dass auch nach dem 09. November noch nicht alles entschieden sein muss. Aber viel wichtiger als das ist doch die Tatsache, dass die BürgerInnen der Stadt Lippstadt selbst und direkt an dieser Entscheidung mitwirken konnten. Das allein sollte doch den Verantwortlichen gezeigt haben, wie wichtig uns (den BürgerInnen) unsere Heimat ist.

EDIT: Shortlinks 29.10.2008

EDIT 31.10.2008
AUS AKTUELLEM ANLASS:


Die unter dem Kneipentour-Thema beschriebenen Beiträge wurden anscheinend vom Betreiber gelöscht. Es ist lediglich noch meine Frage vorhanden, was ein gewisser „mikala“ mit dem Begriff „Hochdeutsche“ meint. Keine Ahnung, wieso das so ist …

EDIT 03.11.2008
Der Kommentarstrang ist wieder da.

Bürgermeister ergreift Partei für KWL
Und mit was? Mit Recht! Der Weihnachtsmarkt wird kleiner als sonst, und schon wird geunkt. Na, dat hammwa gerne: Erst nicht hingehen (und Geld ausgeben), aber dann über eine Verkleinerung die Nase rümpfen… phhh!

Lott ergreift Partei für Einkaufszentrum
Hartmut hat „herausgefunden“, dass Lott hinter der blauen Anzeigenkampagne im Patriot steckt. *schulterzuck* Auch wenn es besser (und auch unproblematisch) gewesen wäre, Ross und Reiter zu nennen: Daran könnte ich nur etwas Schlimmes finden, wenn die als solche kenntlich gemachte Werbung in den redaktionellen Teil überspringen würde. Und das kann ich mir bei unserem integren Patrioten nun beim besten Willen … also … nein!

Kneipentour-Leser sprechen sich gegen Übernacht aus
Die Diskussion um „Hochdeutsche“, die nicht ins Übernacht gehen können, legt den Schluss nahe, dass dort „niedrige“ Deutsche verkehren, mit denen man nichts zu tun haben mag (Stichwort „latent anachronistische Argumentation“). Ein Zeugenbericht (aktuell letzter Eintrag) zeigt aber auch, dass das Übernacht eine Mitschuld an der aktuellen Besucherstruktur treffen könnte.

Lippstadt-Blog wirbt für Infoveranstaltung
Skandal! Ein kleines, aufmüpfiges Blog stellt sich gegen die einhellige Mediensperre, die gegen „Lebendiges Lippstadt“ zu herrschen scheint. Und posaunt hinaus: Morgen Abend (30.10.2008) um 19 Uhr werden im Forum des Ostendorf-Gymnasiums nochmal alle Argumente gegen den Bau des Einkaufszentrums in der Südlichen Altstadt live vorgetragen.

Und (Achtung Wortspiel) zuguterletzt:
Lippstädter Bestatter im Test

Wordle?

Also, ich habe grade erst davon gehört: mit Wordle kann man einen beliebigen Text, den Inhalt einer Website oder eines del.icio.us-Accounts per Knopfdruck in eine Textwolke verwandeln. Mit einer „Random“-Funktion wechseln dann Aussehen und Farbe der Wolke. Kunst auf Knopfdruck? Bald vergessene Spielerei? Überlassen wir kreative Prozesse demnächst dem Rechner?


Hier die Lippstadt-Blog-Wordle-Wolke von heute:

Lippstadt-Wordle