Kategorie-Archiv: Jenseits der Lippe

Kein Halt für Diebesbanden

Mal wieder ein Tapetenwechsel, der wohl nicht allen Lesern und Autoren dieses Blogs schmecken wird…

 

Trickdiebe und Taschendiebe sind schon seit Jahren nicht nur in Lippstadts Innenstadt unterwegs.
Diese organisierten Diebesbanden sind mal in Lippstadt, mal irgendwo anders im Kreis Soest oder gar im Ruhrgebiet unterwegs, jeden Tag woanders, damit sie nicht auffallen.
Doch in den letzten Wochen hört man vermehrt in der Presse über die „fiesen“ Machenschaften dieser Diebesbanden, gerade auch in Lippstadt.

Die einen lenken Senioren/Seniorinnen ab und andere erbeuten dann aus der Handtasche die Geldbörse oder sie versuchen unter dubiosen Vorwänden „Spenden“ zu erhaschen.

Von Taschendieben hat man in den letzten Wochen sogar sehr viel gehört, eine Rumänenbande wurde mal erwähnt, die weit über die Grenzen Lippstadts und des Kreises Soest hinaus ihr Unwesen treibt.
Eine Person lenkt das vermeintliche Opfer ab, eine weitere Person greift unauffällig in die Tasche und eine dritte Person nimmt direkt das Diebesgut an sich, damit die „beiden ersten“ Täter im Falle des Auffliegens keine Beute dabei haben.

Im Sommer laufen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Rosen in der Hand herum, verschenken diese augenscheinlich und erbetteln dann aber eine Spende für ihren kranken Bruder oder Schwester (oftmals ein Kleinkind mit einer schweren Krankheit). Diese Leute sind sehr aufdringlich und fordern dann natürlich die Rose zurück, wenn sie keine „Spende“ erhalten.

Erst heute war in der Zeitung zu lesen, dass nun mit einer neuen Masche das soziale Denken der Leute angezapft und ausgenutzt wird.
Eine Frau gibt vor, taub zu sein (stumm ist niemand, da man immer noch Laute von sich geben kann) und erbittet ebenfalls eine Spende für „Taubstumme“ (wir haben ja gelernt, „Taubstumme“ gibt es nicht, nur „Taube“.).
Während der gutherzige Mann sich in eine Spendenliste einträgt, erbeuten zwei weitere Frauen einen größeren Bargeldbetrag aus seinem Geldbeutel.
Passanten verfolgen das Trio, als sie auffliegen und können diese schließlich auch stellen, doch die Polizei musste alle drei wieder laufen lassen, da sie keine Beute dabei hatten – vermutlich hatte diese eine 4. Person bereits Sekunden nach dem Diebstahl an sich genommen.

Weihnachtszeit bedeutet Gedrängel in den Geschäften und auf Weihnachtsmärkten.
Viele Leute sind unachtsam, tragen etwa eine offene Tasche mit sich rum, in der das Portmonee liegt oder bieten anderen beim Bezahlen einblicke in das prallgefüllte Portmonee.
Und wird man einmal abgelenkt, achtet man auch gar nicht mehr so schnell auf seine Taschen und widmet sich voll und ganz dem „Ablenker“.

Trickdieb- und Taschendieb-Banden werden wohl in naher Zukunft nicht so schnell von der Bildschirmfläche verschwinden und sind auch – aufgrund ihrer ausgeklügelten Systeme – schwer „hinter Gitter zu bringen“.
Und selbst wenn mal ein Taschendieb gefasst wird – die Hintermänner bleiben immer schön unerkannt und suchen sich einfach neue Leute.
Auch wenn man deshalb nicht alle Landsleute über einen Kamm scheren kann/darf, oftmals kommen diese Personen aus Rumänien oder dem Rest Osteuropas.
Unter jeder Bevölkerungsgruppe gibt es schwarze Schafe, doch so etwas färbt sich leider schnell auf die übrigen Landsleute ab, Vorurteile werden geboren.

Ich kann nur an alle (Lippstädter) appellieren: passt auf eure Taschen auf und reagiert, wenn ihr meint, eine Diebesbande in Aktion zu sehen.

Zivilcourage ist auch in solchen Situationen gefordert!

Stadtführungen vom Profi …

… kommen in dieser Region ausgerechnet aus Ostwestfalen! Doch, doch. Is so! Is abba nich schlimm. Weil die ganz nah an der Grenze wohnen und ansonsten auch voll OK sind.

Wer aber bitte als geneigter Leser dieses Weblogs einen Blick auf die Internetpräsenz von Christane Hoffmann werfen mag, dem dürften zunächst zwei Dinge auffallen: Das reiche Angebot an Stadt- und Spezialführungen in OWL sowie Münsterland und ein schnuckeliger Webauftritt, der des Öfteren auch Lippstädter Events ankündigt (Lippstadt-Blog berichtete wiederholt).

Die Organisatorin der Führungen, Frau Hoffmann, ist für diesen Job mehr als geeignet: Die studierte Kunsthistorikerin und Historikerin sowie Inhaberin einer Kunstagentur hat sich dieses Standbein bereits vor der Landesgartenschau 88 in Rheda mit Führungen aufgebaut.

Ihr großer Vorteil sei ihr „gutes Feeling“ für ihre Gäste, so dass anstatt einer langweiligen Aneinanderreihung von Zahlen und Daten viel eher „beschwingte“ Stadtrundgänge entstünden  – und das sogar ohne Alkohol, sagt sie (mit geht aber wahrscheinlich auch). Dank ihrer persönlichen Note abseits der klassischen Stadtführung wird sie gerne für Familienfeiern und Junggesellenabschiede gebucht.

Frau Hoffmanns Angebot umfasst die ganze Region OWL, zum Beispiel eben auch Lippstadt. Wenn jemand Erfahrung mit den Führungen der Ostwestfalen hat, würde ich mich über einen entsprechenden Artikel freuen!

Ach, und übrigens: Die Ostwestfalen twittern auch!

Blinde Blog-Empfehlung: Student No.1

Er ist der erste. Hamms und Lippstadts ganz persönlicher Neo. „Patient 0“ der Hochschule. Und in dieser Funktion steckt er hoffentlich noch ganz viele Leute an …

Also gut, ich werd‘ mal konkret: Der Studentenausweis von Alexander Harbach trägt die Nummer 1. Er ist der erste eingetragene Kunde der Hochschule Hamm-Lippstadt. Und er bloggt.

„Blog-Inhaber“ ist streng genommen der Westfälische Anzeiger in Hamm. Inwiefern hier schreiberliche Freiheit gewährleistet ist, wird sich deshalb noch zeigen müssen. Zur Zeit ist auch erst ein Blogartikel online. Trotzdem empfehle ich Alexander einfach mal. Denn es lohnt sich bestimmt, hier am Ball zu bleiben und den „internen Berichten“ zu folgen. In meinem Reader ist er jedenfalls schon (bzw. der Blog. Alexens Artikel alleine kann man AFAIK leider nicht als RSS einrichten).

Vielleicht bloggt ja auch bald jemand aus der Lippstädter Studentengruppe? Übrigens: Passend zum Thema „Studienbeginn“ steht ein Film von HammTV online.

UPDATE: Oops, so schnell geht’s: Jetzt ist schon der zweite Artikel online. Wenn diese Schlagzahl gehalten wird, mache ich mir dann aber doch Sorgen ums Studium ;o)

Shortlinks 18.09.2009

Jasmin Schornberg wird geehrt
„Endlich“ möchte man hinzufügen. Die Kanufee bringt schon seit geraumer Zeit außerordentliche Leistungen. Jetzt isse Weltmeisterin, war damit schon in den größten deutschen Sportsendungen und schon wachen heimische Medien sowie Stadtobere auch schon auf. Glückwunsch auch von mir!

Kirschbierfest in der Lippstädter Brauerei
Der liebe Herr Thombansen lädt zum Kirschbierfest auf dem Brauereihof (Lange Straße 3) mit Spielmobil, Essen und natürlich trinken. Los geht es am Sonntag (20.09.209) um 11 Uhr! Nur, was er in seiner Mail mit „Für jung und alt ist gesorgt.“ meinte, darüber muss ich noch ein wenig nachdenken ;o)
Wird bestimmt lecker. Hingehen!

Die Lippstädter Holzschweine sind immer noch hochbeliebt!
Seinem Sohn allerdings so unverhohlen die Unwahrheit zu sagen („Die Schweine können nicht mehr“, das gehört sich aber nicht ;o)

Hella: Trotz Krise schwarze Zahlen
… melden neben dem Handelsblatt auch andere Medien

Chris Soll ist umgezogen
Der Lippstädter, der in Sidney lebt, fotografiert und designed, hat ne neue Website. Check it out!

Und zuguterletzt:
Wir berichteten bereits von der „Lippstadt-Conspiracy„. Jetzt geht sie weiter. Echt spannend, irgendwie …

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So kommt Lippstadt in aller Munde, zumindest von RTL-Schauern u.ä.:

http://www.welt.de/wams_print/article2939449/Ohne-Schafe-das-geht-auch-nicht.html

Arg schief?

„Das Stadtarchiv beansprucht in seiner Benutzungsordnung (PDF) Urheberechte, die es nicht hat und beschneidet damit die Grundrechte der Benutzer.“ Das sagt  – sinngemäß – Klaus Graf. Hm… die Urheberrechte liegen ja immer beim … *tusch* … Urheber (sagt der Name eigentlich schon). Das Stadtarchiv kann (und will) sich diese garnicht einverleiben. Das hat den Andi stutzig gemacht, worauf er sich (als überzeugter Vollnichtjurist) das Dokument mal ansah. Andi fragte den Grafen darauf hin unterwürfig, ob sich in seinen Text vielleicht ein Fehler eingeschlichen haben könnte.

Sowas mögen Blaublüter überhaupt nicht. Also ächzte der Graf erstmal laut hörbar, so angewidert war er von der Wortmeldung aus dem niederen Volk. Und verlas, wie es sich für Adel gehört, von oben herab eine lapidare Antwort. Der nichtswürdige Pöbel versteht seinen Gedankenfluss ohnehin nicht, wozu also die Mühe?

Mein Tipp: Kommentare Abschalten und in Herrlichkeit walten 😉

Die Lippstadt-Verschwörung

„… alle Adeligen, welche sich gegen die Herrschaft von Reinhard von Lohengramm und Prinz Lichtenade gestellt hatten, kamen im Lippstädter Wald, nahe gelegen der Stadt in der Otto von Braunschweig war, zusammen, um einen geheimen Pakt zu schließen. Sie gründeten schließlich die Lippstadt-Liga.“

Wer jetzt denkt, er hätte vielleicht ein wichtiges Stück Lippstädter Geschichte verpennt -Entwarnung! Die Textpassage stammt aus einer japanischen Anime-Serie (Legend of the Galactic Heroes), die in der Zukunft spielt und sich deutscher Adeligennamen und Städte bedient. Und eine Episode heißt halt tatsächlich „The Lippstadt Conspiracy“. Sachen gibt’s …

Wenn Deutsche fliegen

Ich spiele mit dem Gedanken, meinen Gesamteindruck von Craigs Buch „Ein Ami comes to Lippstadt“ hier zu veröffentlichen, wenn ich damit durch bin. Nur soviel vorab:

Als ich Mitte März in den Urlaub geflogen bin, konnte ich ein Phänomen beobachten – kaum, dass derBoarding-Schalter am Flughafen  geöffnet wurde, bildete sich davor sofort eine Schlange. Jeder wollte zuerst im Flugzeug sein. Alle standen und warteten! Meine Gedanken zu dieser Handlungsweise waren in etwa:

„Also gut, wir haben unsere Tickets. Unser Platz im Flugzeug ist uns sicher. Warum zur Hölle bildet sich dann da jetzt eine Schlange von Menschen?“ Die Leute haben tatsächlich bis zu einer Viertelstunde in dieser Schlange verbracht. Als gäbe es nicht genug Plätze oder als hätten sie Angst, die Druckausgleich-Bonbons könnten alle werden, bevor sie einsteigen. Mannomann!

Deshalb musste ich gestern auch ziemlich laut lachen, als ich fast denselben Wortlaut in Craigs Buch wiederfand.  Craig, Du bist nicht allein! Wir sind nicht alle so komisch. Und ganz nebenbei: Nein, ich klatsche auch nicht, wenn ein Flugzeug landet (eine Sache, die Gerüchten zufolge ebenfalls nur die Deutschen machen sollen. Siehe dazu auch den ersten Absatz hier.).

BUVISOCO mit (quasi) Lippstädter Beteiligung

Frederik Deluweit, der Lippstädtern vielleicht als Bassist Gitarrist der Band Funkproject bekannt ist, stand gestern abend in Hannover mit „Pauls Rekorder“ auf der Bühne und zitterte bei der Punktvergabe mit.

Das wollte ich eigentlich gestern schon schreiben, komme aber erst heute dazu. Abgesehen davon ist Frederik nach eigenen Angaben garnicht hier, sondern in Bremen irgendwo im Norden geboren, was ihn zum Fast-Lippstädter macht. Tja, Freddie, Strafe muss sein. Hättet ihr gewonnen, dann wärst Du selbstverständlich postwendend zum Ehrenbürger ernannt worden – aber soooh nich‘, der Herr!

😉

Gewonnen hat übrigens eine Band aus Brandenburg (ganz knapp vor ’ner Kuschelnummer eines Schweigersohnschmusebären), die meine volle Sympathie hat (und das nicht nur, weil Sie das der Welt größte Metal-Open-Air-Festival standardmäßig mit ihrem Klassiker „Julia und die Räuber“ beschließt).

Alle Songs des Songcontests gibt’s hier.