Kategorie-Archiv: Politik

Das geplante Kombibad

… ist derzeit heiß umstritten und in den letzten Wochen recht oft in der Presse vertreten gewesen.

Bereits am 9. Februar wurde das Thema auch hier im Blog angesprochen.

Etliche Leserbriefe wurden im Patrioten veröffentlicht – und irgendwann sagte selbst der Patriot, dass es zu viele seine und das Thema deshalb im Patriot-Forum weitergeführt werden solle.
Sowohl negative als auch positive Stimmen erheben sich in der Öffentlichkeit.

Jeder sollte sich selbst mit dem Thema befassen, sich informieren und vor allem seine eigene Meinung bilden und sich nicht nur von den vielen negativen wie auch positiven Stimmen in den Medien und der Öffentlichkeit leiten lassen!

Die Pläne zum geplanten Kombibad können online bei den Stadtwerken eingesehen werden.

Im Ratsinformationssystem der Stadt können sogar die Sitzungsniederschriften (und die dazugehörigen Vorlagen) gelesen werden.

Der Rat der Stadt Lippstadt wird in seiner Sitzung am 28.03.2011 den Haushalt verabschieden – und damit fällt auch das Urteil über das Kombibad.

Ich bin gespannt, wie unsere gewählten Vertreter bei dieser Ratssitzung über das Kombibad entscheiden werden.

1800 qm in der Innenstadt

Man glaubt es kaum aber es scheint war zu sein und eben doch zu funktionieren. War nicht gerade genau das eines der Argumente für die großflächige Planung in der Südlichen Altstadt, dass man so große Flächen in der Innenstadt bzw. direkt an der Fussgängerzone nicht realisieren kann? Und es geht doch wie man sieht.

Vielleicht sollten die verantwortlichen Planer noch mal in sich gehen und unter diesem aktuellen Aspekt die Planung am Güterbahnhof durchdenken.

Immerhin ist ein Argument dafür nun hinfällig, denn schließlich hat man uns immer damit gelockt, dass im sogennaten „Leuchturm“ sich doch H&M ansiedeln könnte.

Sascha

Shortlinks 19.10.2009

Aufruf aus (fast) aktuellem Anlass
Lippstadt-Blog ist ein Mitmach-Blog! Wie ich beim Xing-Stammtisch der Lippstadt-Gruppe letzte Woche erfahren habe, wissen das aber nur Wenige. Deshalb: EINLOGGEN, LOSBLOGGEN, FROHLOGGEN (oder so)! Traut Euch!

CDU spaltet sich und anna schaut genau hin
Eine Ihrer Thesen: Die CDU wird hier nur gewählt, weil sie den Namensteil „christlich“ trägt. Wenn das stimmt, muss ich mich wohl von der Vorstellung verabschieden, die Säkularisierung sei bereits vollzogen.

Jasmin kennt den „Schef Redaktor“
Die Anonymität des Internets treibt zuweilen interessante Blüten, wie man in den Kommentaren des Dominic-Boeer-Interviews sieht. Fällt Jasmin jetzt in die Rubrik „Herr Lehrer, ich weiß was“, oder ist das die Web-2.0-Variante des guten alten Dorftratsches? Tja, keine Ahnung … bleibt zu hoffen, dass Jasmin nicht auch noch so redet, wie sie schreibt.

Störmede vermisst Fußball-Fahne
Wer klaut denn so einen Unsinn? Und warum?

Herbstwoche bei Lippstadt-TV
Wer die Eröffnungsrede verpasst hat, kann sie bei den Kollegen des Lippstadt-TV ansehen. Und das war sicher nicht der letzte Film von der Herbstwoche!

Ein Psychopat fordert Ghettoblaster statt Handys für Lippstadt
Ich will gar nicht erst versuchen zu überlegen, was besser wäre.

Und Zuguterletzt:
JETZT LOGIN BESORGEN UND HIER MITSCHREIBEN!! HOPP HOPP!!

Traumhafte Wahlbeteiligung

Die Kommunalwahl in Lippstadt am Sonntag hatte eine Beteiligung von 42,1 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Lippstädter war also des Wählens müde. Wahrscheinlich dachten sich einige Bürger, ihre Müdigkeit reiche so weit, dass sie die nächste Legislaturperiode komplett verschlafen. So gesehen hatten wir eine traumhafte Wahlbeteiligung! Ich hoffe nur, das Erwachen wird nicht ganz so schlimm.

De Facto hat am Sonntag in Lippstadt weniger als die Hälfte aller Bürger darüber entschieden, was in und mit ihrer Stadt politisch geschieht. Und wie nennt man noch gleich die Herrschaftsform, in der wenige über das bestimmen, was die Mehrheit tut?Ich komm‘ nicht drauf …

Weg für soziale Gerechtigkeit Etappe Lippstadt

Weg für soziale Gerechtigkeit

Weg für soziale Gerechtigkeit

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in Deutschland immer größer.

Der Sozialabbau nimmt immer menschenunwürdigere Züge an.
Der Armutsbericht spricht eine deutliche Sprache.
Kinderarmut, Armut im Alter, Hartz IV, Arm trotz Arbeit diese Themen betreffen immer mehr Menschen in unserem Land.

Wir wollen aufmerksam machen auf die Nöte die jeden schneller als je zuvor treffen können.

Die Aktion: Weg für soziale Gerechtigkeit

Am 23.03 09 diesen Jahres treten Siegfried Kurtz und L.M.A Agricola zu Fuß den Weg von Hellenthal (NRW) nach Berlin an, um auf die wachsende Armut und Not in Deutschland aufmerksam zu machen. Sie starten nicht mit leeren Händen, denn bei ihrer Ankunft werden die Beiden eine Unterschriftensammlung im Bundestag abgeben.

Eines der Etappenziele an denen übernachtet werden soll ist Lippstadt.

Derzeit gibt es in Lippstadt weder eine Anlaufstelle, noch eine gesicherte Übernachtung.

Um so mehr erfreut es mich durch einen Kommentar auf dem Blog Sozialkampf.wordpress.com den Hinweis auf Lippstadt-blog.de gefunden zu haben.
Vielleicht kann und mag jemand persönliche Vorschläge machen, wie man in Lippstadt einen Empfang veranstalten könnte.
Ich finde schon daß es auf jeder Etappe etwas zu feiern geben sollte.

Die Aktion ist so ausgelegt, daß keine Unterstützung von Parteien geduldet wird.
Wortmeldungen von mindestens einer Partei, diese Aktion zu fördern gab es schon, dies wurde jedoch abgelehnt.
Es ist eine reine und überparteiliche Aktion von Bürgern. Leider ist dementsprechend die Bordkasse leer, kennt man ja.

Vielleicht kann jemand für die, mittlerweile zwei Personen, die den Weg zurücklegen eine Übernachtungsgelegenheit in Lippstadt vorschlagen.
Die Beiden sind sogar bereit für die Durchsetzung der Aktion im Zelt zu übernachten. Hoffe mal es läßt sich besser richten.

Die Ankunft in Lippstadt ist am 02. April 2009. Würde mich freuen wenn es in Lippstadt eine gute Unterstützung durch zahlreiche Bürger gäbe.

Netter Gruß nach Lippstadt
Der Sozialkämpfer aus Schleiden (Eifel)

Schulden

Im Februar diesen Jahres hatte der Haushalt einen Überschuss von einer Million Euro (link).  Zehn Monate später sind es 10 Millionen Schulden (link).

Edit: Machtwort mit Symbolbedeutung?!

Christoph Barnstorf-Laumanns höchstpersönlich hat jetzt auf diesen Blogartikel von Hartmut Befeldt und auf die „Entwicklungsvorlage“ auf der Aktionsseite ja-ich-bin-dagegen.de  (siehe hier im Kommentarstrang) reagiert:

***** Der Patriot – In eigener Sache*****

Für den Patrioten – und für Herrn Barnstorf-Laumanns selbst – ist das m.E. ein Wahnsinns-Schritt! Eine Lippstädter (!) Tageszeitung antwortet öffentlich und von höchster Stelle auf Anschuldigungen eines Weblogs! Der Patriot hat sich damit soeben einen Schritt weit aus dem medialen Mittelalter (und seiner Kernkompetenz „Print“) herausgewagt. Das Thema ist nicht gerade erfreulich, zugegeben. Aber wenn das nötig war, damit der Patriot wirklich im Web ankommt und Blogger als“ernstzunehmend“ anerkennt – bitteschön. Was für zukünftige amerikanische Präsidenten* Normalität ist, musste im behüteten Lippstadt erst noch bitter gelernt werden: Das Web 2.0 hat Gewicht. Und kein geringes.

Ich hoffe, dieser Schritt bleibt kein Einzelfall. Und das nächste Mal kann man Weblogs ja auch mal positiv erwähnen ;o)

* Falls jemand irgendwann mal auf diesen Artikel stößt und nicht weiß, was der Vergleich soll: Seit heute steht Barack Obama als Präsident der USA fest  😉

EDIT 06.11.2008:
Das Thema „Altstadt“ und das zuletzt aufgetauchte Web-Dokument von Herrn Boneberger erhitzen die Gemüter (zurecht) ziemlich stark. Und deshalb, um Missverständnissen in diesem Artikel mal gleich vorzubeugen : Das Schreiben von Herrn Barnstorf-Laumanns finde ich inhaltlich komplett richtig. Dass wir dieselbe Meinung vertreten, habe ich eigentlich schon in den Shortlinks vom 29.10.2008 deutlich gemacht.

Worum es mir in dem Artikel aber eigentlich geht, ist der als sehr positiv zu bewertende  Schritt des „Patriot“, auf Inhalte eines Weblogs Bezug zu nehmen. Das ist zwar in weblogtypischem „Na endlich kommen die klassischen Medien mal in die Hufe“-Ton passiert, soll aber eher eine konstruktive Kritik an einer von mir ansonsten sehr gerne gelesenen Zeitung sein.

 

EDIT 15.12.2016:
Viele Zeit ist ins Land gezogen, fast ein Jahr lang arbeite ich nicht mehr in Lippstadt. Und ein aktueller Fall aus meiner Branche (Die Agentur Scholz&Friends stellt sich öffentlich hinter einen ihrer Mitarbeiter, obwohl er mit einer Aktion dem Unternehmen Schaden beschert, mindestens in Form von Shitstorms) erinnert mich an etwas. Hier also ein kleiner Nachtrag.

Es gab auf diesen Blogbeitrag damals einiges an Reaktionen. Dies war ja nicht der erste Artikel, der sich mit dem Patriot beschäftigt. Vielleicht deshalb, vielleicht aber auch nur aufgrund der Zeilen oben hat sich der Verfasser des Kommentars „in eigener Sache“ mit meinem damaligen Arbeitgeber in Verbindung gesetzt. Ganz unschuldig wurde, wie ich hörte, gefragt, ob meine private Meinung hier im Lippstadt-Blog denn auch gleichzeitig die meines Arbeitgebers sei. Diese Vorgehensweise eines Vertreters der Meinungsfreiheit mag jeder für sich selbst beurteilen. Die Situation, in der ich mich daraufhin damals wiederfand war jedenfalls eine andere als die des Kollegen bei Scholz&Friends. Eine. Ganz. Andere. 

Thema Altstadt: Ich habe mich entschieden

… oder: Nehmet Eure Kinder in Acht!

Gestern Abend wurden bei der Infoveranstaltung der Initiative „Lebendiges Lippstadt“ im Ostendorf-Gymnasium nochmal einige Argumente gegen das geplante Einkaufszentrum zusammmengefasst. Außerdem hatte man sich Hans Joachim Nölle M.A., Experte für Public Private Partnership Projekte, geladen, der über mögliche Finanzierungsmodelle eines Kulturzentrums referierte.

Nölle hatte in seinem Vortrag vor allem die die Möglichkeit einer Bürgerstiftung hervorgehoben, die nicht nur einen Teil der Entscheidungsprozesse an „uns alle“ zurückgibt (und steuerliche Vorteile für die Mitglieder haben soll), sondern obendrein ein Finanzierungsmodell mit Solidaritätscharakter ist.

Besonders stark und absolut wichtig für die Initiative war die Entkräfung der Aussage, die ein BEG-Mitarbeiter (bei dieser Veranstaltung) getätigt hatte. Dass die BEG nur an die Stadt verkaufe, wenn auf dem späteren Grundstück auch genau dieses geplante Einkaufszentrum stünde, konnte Referent Frank Boneberger relativ einfach widerlegen: Die BEG als Teil der zum Börsengang drängenden Bahn AG sei stark daran interessiert, das Grundstück als Altlast zu verkaufen – egal, was später damit gemacht würde. Und würde es sich kaum leisten, den Deal platzen zu lassen, nur weil später etwa ein Kulturzentrum entstünde. Warum auch, es gehört ihr dann ja auch nicht mehr. Das leuchtet mir ein. Auch wenn das Argument keine Allgemeingültigkeit hat, hier ist es angebracht.

leli1   leli2   leli3   leli4
Auch wenn ich jetzt definitiv weiß, warum ich am 09. November mit „Ja“ gegen die Planung stimme, so bleibt doch ein Wehrmutstropfen. Denn anders als bei den Argumenten gegen die Planung verfielen die Referenten allesamt bei der Präsentation ihrer Alternative in den Konjunktiv: „Hier könnte eine Hochschule stehen.“ „Man könnte das Ganze [so und so] finanzieren.“ Wer sich also gegen die Planung der Stadt stellt, muss wissen, dass eine blühende Zukunft im Süden ungewiss ist und hart erarbeitet werden muss – unter der Prämisse, dass die Stadt das Grundstück bei einer Vereitelung ihrer Pläne überhaupt kauft.

Überhaupt nicht einverstanden bin ich mit der Argumentation, die Kulturwirtschaft in Deutschland würde derzeit einen absoluten Boom erleben. Das kann ich weder aus meinem beruflichen und privaten Umfeld bestätigen, noch waren die dazu präsentierten Zahlen stichhaltig. Quellenangaben fehlten in der Präsentation komplett und mit beispielsweise der IT- und Werbe-Sparte (man fühlt sich dann ja doch ein wenig bestätigt, vielen Dank dafür) wurden zwei Wirtschaftszweige einbezogen, die bei einem zukünftigen Kulturzentrum in der Südlichen Altstadt eher einer untergeordnete Rolle spielen dürften.

Mir bleibt zu sagen schreiben, dass ich lieber den holprigen Weg gehe, als ein wunderschönes Stück Lippstädter Geschichte, mit dem ich viele schöne Erinnerungen verknüpfe, einem Einkaufszentrum preiszugeben. Und einem Verkehrschaos. Und einer Niedriglohn-Struktur. Und völlig überzogenen Erwartungen, die längst seriös widerlegt sind.

Und quasi als Mahnung an alle Besucher prankte hinter den Referenten ein Plakat mit dem einbrennenden Satz „Nehmet Eure Kinder in Acht„. Na ja, da ging es zwar um einen Geistlichen, der sechzehnhundertirgendwas die Darwin-Lehre doof fand. Aber gepasst hat es trotzdem. Denn laut Experte Nölle  „steht so ein Kaufhaus mindestens 70, 80 Jahre, bevor man darüber nachdenkt es abzureißen“. Und soll das wirklich unser Vermächtnis an künftige Generationen sein?

Nehmet Eure Kinder in Acht - etwa vor diesem Mann? ;o)

PS: Die Blog-Artikel sind grade vermehrt politiklastig. Das ändert sich aber wieder, versprochen ;o)

EDIT: Shortlinks 29.10.2008

EDIT 31.10.2008
AUS AKTUELLEM ANLASS:


Die unter dem Kneipentour-Thema beschriebenen Beiträge wurden anscheinend vom Betreiber gelöscht. Es ist lediglich noch meine Frage vorhanden, was ein gewisser „mikala“ mit dem Begriff „Hochdeutsche“ meint. Keine Ahnung, wieso das so ist …

EDIT 03.11.2008
Der Kommentarstrang ist wieder da.

Bürgermeister ergreift Partei für KWL
Und mit was? Mit Recht! Der Weihnachtsmarkt wird kleiner als sonst, und schon wird geunkt. Na, dat hammwa gerne: Erst nicht hingehen (und Geld ausgeben), aber dann über eine Verkleinerung die Nase rümpfen… phhh!

Lott ergreift Partei für Einkaufszentrum
Hartmut hat „herausgefunden“, dass Lott hinter der blauen Anzeigenkampagne im Patriot steckt. *schulterzuck* Auch wenn es besser (und auch unproblematisch) gewesen wäre, Ross und Reiter zu nennen: Daran könnte ich nur etwas Schlimmes finden, wenn die als solche kenntlich gemachte Werbung in den redaktionellen Teil überspringen würde. Und das kann ich mir bei unserem integren Patrioten nun beim besten Willen … also … nein!

Kneipentour-Leser sprechen sich gegen Übernacht aus
Die Diskussion um „Hochdeutsche“, die nicht ins Übernacht gehen können, legt den Schluss nahe, dass dort „niedrige“ Deutsche verkehren, mit denen man nichts zu tun haben mag (Stichwort „latent anachronistische Argumentation“). Ein Zeugenbericht (aktuell letzter Eintrag) zeigt aber auch, dass das Übernacht eine Mitschuld an der aktuellen Besucherstruktur treffen könnte.

Lippstadt-Blog wirbt für Infoveranstaltung
Skandal! Ein kleines, aufmüpfiges Blog stellt sich gegen die einhellige Mediensperre, die gegen „Lebendiges Lippstadt“ zu herrschen scheint. Und posaunt hinaus: Morgen Abend (30.10.2008) um 19 Uhr werden im Forum des Ostendorf-Gymnasiums nochmal alle Argumente gegen den Bau des Einkaufszentrums in der Südlichen Altstadt live vorgetragen.

Und (Achtung Wortspiel) zuguterletzt:
Lippstädter Bestatter im Test

ja, wenn nein – nein, wenn ja

Ich höre in den letzten Tagen zum Thema Ratsbürgerentscheid immer mehr Leute sagen „Ich muss Ja ankreuzen, wenn ich dagegen bin – das ist aber unlogisch. Die wollen uns damit doch nur verwirren.“

Und zu dieser Verwirrung tragen viele Beteiligte bei: Bürger Bernd Nothjung zum Beispiel nutzt das Medium „Leserbrief“ im Patriot, um der Stadt voruzwerfen, sie treibe Schindluder mit der Demokratie. Und erst letztens hat das Hellweg-Radio O-Töne „verwirrter“ Bürger aufgenommen und eine passende Kurzmeldung ins Netz gestellt – ohne aufzuklären, warum die Frage so doof gestellt wird.

Dabei kann die Stadt überhaupt nichts dafür, wie die Frage gestellt ist. Sie muss sich dabei schlicht an das NRW-Wahlrecht halten (erklärt wird das z.B. hier ganz unten, unter der Überschrift „Übrigens“).

Und ganz im Ernst: Wer sich die Frage in einer ruhigen Minute durchliest, wird sie auch so beantworten können, dass seine Meinung hinten rauskommt. Da bin ich sicher! Ach so, bevor ich es vergesse: Bitte geht am 09. November zum Ratsbürgerentscheid. Euer Wahlbüro ist bestimmt nicht weit weg ;o)

Heute schon Milch gebunkert?

Also, ich habe heute tatsächlich eine Tüte mehr als sonst eingekauft. Man weiß ja nie. Aber dass die Milchbauern sich wehren, wurde Zeit. Ich habe mich ohnehin schon gefragt, wie ein so geringer Milchpreis zustande kommen kann.

Ich (immerhin Müsli-Frühstücker) würde locker 30 Cent pro Liter mehr hinlegen, wenn dafür die Bauern ihre Position als Bittsteller für EU-Förderung verlieren (O-Ton eines Bauern: „Wir sind sowas wie Hartz IV-Empfänger, nur mit mehr Auflagen“) und von ihrem Beruf auch wieder ganz normal Leben können. Und ihr?

EDIT: Watt is dat auf eima haiß hia!

Während ich in dieser Woche eine Darmverstimmung auskuriert und zusammen mit meiner Freundin bei der Schwangerschaftsgymnastik in meine Mumu geatmet habe, ging es in Lippstadts Politik mal wieder heiß her.

Wie gut, dass das heimische Blogalarm-System einigermaßen gut funktioniert, sonst hätte ich das wohl verpennt. Und darum geht’s: Eine Dame von der Lippstädter CDU sieht sich von einer Aussage der „Initiative Lebendiges Lippstadt„, es gebe einen „heißen Sommer“ so sehr bedroht, dass sie diesen Ausspruch mit „Krawallmachen“ gleichsetzt und daher eine politische Diskussion mit „denen“ ablehnt.

M.a.W.: Die CDU will die Initiative zu einer linksalternativen bis autonomen Bewegung abstempeln. Ein logischer Schritt für eine erzkonservative Partei, die hier stand erst was ganz, ganz Dummes das politische Geschäft bestens versteht (Beispiel gefällig?). Adererseits: Wer bewusst Anleihen beim heißen Herbst macht, muss sich nicht wundern, dass ein entsprechender Winkelzug folgt.
Aber was red‘ ich, schaut einfach mal bei annalog vorbei. Sie hat die Sache aufbereitet.

Hintergrund
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann war der Stein des Anschlagstoßes ein Vorschlag der Initiative, über das geplante Projekt am Güterbahnhof doch per „Ratsbürgerentscheid“ urteilen zu lassen (via). Also eigentlich wurde hier mal wieder nur ein demokratischer Prozess vorgeschlagen. Und was genau kann man als christlich-demokratisch geprägte Partei gegen solch ein Vorgehen haben?

Eins lässt sich aber jetzt schon sagen: Ob einfach nur heiß oder geprägt von sprachlichen Anschlägen und Grabenkämpfen – DER Sommer wird auf jeden Fall interessant …


PS:
Ich würde die Äußerung von Frau Bartmann-Salmen gern im Wortlaut lesen. Hat jemand eine Quelle?

Elternwille und Provinzlogik

Das Thema „Gesamtschule in Lippstadt“ beschäftigt mich ein wenig, immerhin werde ich bald selbst Vater. Deshalb verfolge ich die Diskussion, lese über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Schulformen usw.
Denn ich würde mich später selbst nicht mehr ansehen können, wenn ich nicht wenigstens gefragt hätte „Was tut Ihr, damit mein Kind in 20 Jahren einen Job bekommt? Wie, denkt Ihr, bereitet man es am besten darauf vor? (Diese Frage stellt auch der Film hier in sehr eindrucksvoller Weise – ganz ansehen lohnt sich!)“

Aber soll ich auch entscheiden dürfen? Bin ich Experte für Schulwesen, nur weil ich Vater bin?Ich wollte an dieser Stelle Vergleiche anstellen für Situationen in denen Experten bessere Entscheider sind, als die Betroffenen – beim Finanzhaushalt, bei Angehörigen von Mordopfern, beim Rauchen in Gaststätten – sowas halt. Ich habe mich gegen eine ausführliche Behandlung des Themas entschieden, würde meinen Standpunkt vielleicht nur verwässern.

Ich gebe der CDU (die den Elternwillen „an Nummer 1“ gesetzt hat) nur soviel zu bedenken:
Was Eltern wollen und was gut ist für deren Kinder, das könnten im Zweifelsfall zwei ganz unterschiedliche Dinge sein (Ich höre immer noch die Stimme eines entfernten Verwandten schallen „Ich brauchte nicht aufs Gymnasium gehen, um Filialleiter zu werden, also geht mein Sohn auch nicht aufs Gymnasium!“. Soviel zur Qualifikation des Elternwillens – und zum Thema Verlierer und Gewinner im gegliederten Schulsystem.)

Wenn eine Gesamtschule die Antwort auf die Probleme im Bildungssytem ist, dann sollte – nein MUSS sie eingerichtet werden!! Aber dann ganz unabhängig davon, ob die Eltern das gut oder schlecht finden! Dass die INI als Initiator der Gesamtschule auf Elternzuspruch angewiesen ist und darauf hinweist, ist legitim. Denn sonst bräuchten sie garnicht erst anzufangen. Von der Politik erwarte ich allerdings den Blick für’s Ganze.

TV-Umfrage: Was Lippstadt vom Güterbahnhof-Projekt hält

Erste Erkenntnis: Es gibt ein „Lippstadt TV“. Das war mir neu.

Zweite Erkenntnis: Die Lippstädter sind geteilter Meinung zum Güterbahnhof. Und wie Hartmut ganz richtig sagt, ist die Umfrage nicht repräsentativ – insbesondere, wenn man sich die Fragestellung anhört. Die hätte ruhig etwas weniger beeinflussend und etwas mehr informierend sein können. Die Reaktionen gehen tendenziell in Richtung „Nein“ bei älteren, und „Ja“ bei jüngeren Bürgern.

Hier geht’s zum Beitrag (Unter dem Navipunkt „Filmmagazin“ ist es derzeit der zweite Eintrag)

Dritte Erkenntnis: Auf den ersten Blick sind Website und insbesondere der Funktionsumfang von Lippstadt TV ausbaufähig. Außerdem geht mein Rechner beim Aufrufen der Seite jedes Mal in die Knie. Schaut doch mal hier vorbei: da gibt’s ne Info zur Beitragslänge, TellaFriend-Funktion, Shortlink, Kommentarmöglichkeit und redaktionelle Untermalung. Was mir allerdings in Hamm genauso fehlt, ist die Möglichkeit, die einzelnen Beiträge separat zu verlinken und bei Interesse auch bei sich einzubetten. Ist ein schwieriges Thema, wenn man grade auf Hits-Fang ist, ich weiß. Aber es bringt was, glaubt mir!!

Große Islam-Debatte

Die Diskussion, zu der die WAZ-Gruppe lud (Kapitulieren wir vor dem Islam?), war in Duisburg. Ich weiß! Und die Aufregung über das Minarett auf der Moschee findet in Bielefeld-Brackwede statt. Auch klar. Irgendwie alles nicht Lippstadt. Aber irgendwie liegt das Thema in der Luft, zumal ich am Wochenende auf Phoenix ebenfalls eine passende Sendung gesehen habe (Stream zu Sendung vorhanden).

Wie seht Ihr das? Gibt es ein Problem mit muslimischen Mitbürgern? Und worin besteht es: Wollen wir nicht integrieren? Wollen einige nicht integriert werden? Liegt es an der Religion der Einen? An der sinkenden Bedeutung von Religion der Anderen? Oder am Sozialen? Flammt das Thema zufällig zum heftig geführten Wahlkampf in Hessen auf, oder gibt es einen Zusammenhang?

Und wenn wir über so etwas nicht in der heimischen Zeitung lesen, heißt das, dass hier die Integration geglückt ist?

Allen, die grade Bürgerentscheide vorbereiten …

… macht dieser Artikel von „DerWesten“ ein bisschen Mut. Hin und wieder scheint es sich nämlich doch zu lohnen, die damit verbundenen Hürden zu überwinden und den typisch deutschen Bürokratiewald zu durchqueren.

Tja, was man nicht alles der Demokratie zuliebe anstellt. Übrigens finde ich in dem Artikel ein Zitat wieder, das Hartmut Befeldt in seinem Interview zum lebendigen Lippstadt auch schon ähnlich angebracht hat: „Der kleine Mann erreicht doch eh‘ nichts.“ Herrschaften, mit eine solchen Einstellung wird der Satz ja quasi zur selbsterfüllenden Prophezeihung. Aber dann hatte man hinterher wenigstens recht mit seiner Behauptung. Das scheint vielen Leuten wichtiger zu sein als für die eigenen Interessen zu kämpfen und dabei vielleicht zu verlieren.

Altes Stadtbild behutsam ausbauen

Ein Herr mit dem wohlklingenden Namen Hermann von der Ahe hat im Patriot zum Thema südliche Altstadt das Wort ergriffen. In seinem Leserbrief erinnert er an die Attribute, die Lippstadt für externe Besucher interessant machen. Immerhin besuche man Brügge auch nicht wegen seines Media Marktes, sondern wegen der schönen Altstadt dort:

Leserbrief Hermann von der Ahe im Patriot

Ein Plädoyer für mehr erhaltenswerte Traditionbauten und weniger langweilige Blockbauweise. Auf der anderen Seite haben eben solche Blöcke viele berühmte Skylines ja erst möglich gemacht … hach, echt schwer, da als Bürger zu entscheiden ;o)

Edit: Nur der Vollständigkeit halber – Brügge hat keinen Media Markt, zumindest ist die Stadt auf der belgischen Media Markt-Website nicht aufgeführt. Ich weiß, das ist nicht der Punkt, man könnte hier jeden anderen Filialisten aufführen. Es geht darum, dass Brügge weniger deshalb zum Touristenziel wird, weil sich dort große Elektro- oder Klamottenketten ansiedeln.

Das stimmt m.E. nur halb. Am Samstag bin ich z. B. in Köln – eigentlich wegen einer Filmpremiere. Aber: Ich fahre früher hin „um zu shoppen“, nehme also durchaus das vorhandene wirtschaftliche Angebot wahr. Dabei ist es nicht hinderlich, dass Dom und Großfilialisten nah beieinander stehen. In Lippstadt ist das vielleicht etwas anderes, da in einer Großstadt wie Köln eine friedliche Koexistenz verschiedener Angebote durch die Verteilung überhaup erst stattfinden kann. Bei uns kommt mir die geplante Verteilung von Wirtschaftsriesen und schnuckeliger Altstadt eher so vor:

mach Dich schwer

Ganz klar eine politische Entscheidung

In meiner ehemaligen Paderborner Arbeitsstätte gab es ein geflügeltes Wort unter den Vertrieblern: Wenn ein Konkurrent sein Produkt aufgrund besserer Verbindungen zum Kunden verkaufte, beispielsweise durch Freundschaften oder familäre Beziehungen, dann kamen unsere Vertriebler zu dem Schluss:

„Das war ganz klar eine politische Entscheidung.“

Mit anderen Worten: Ganz gleich, wie gut unser Produkt auch war, wie sehr wir den Preis auch drückten, es half nichts. Denn die Entscheidung des Kunden stand bereits fest und war nicht logisch begründet.

Was Hartmut über den aktuellen Planungsausschuss-Termin zum Thema südliche Atstadt zu berichten hat, erinnert mich ganz stark daran. Jetzt weiß ich, wie diese Floskel irgendwann zustande gekommen sein mag, herzlichen Dank!

Neues von der Initiative

Hier mal eine, wie ich persönlich finde, gute Idee von unserem geschätzen Hartmut von der Initiative Lippstadt: http://derpatriot.com/cont/show_lokal.php?ID=292733 Wenn ich sowas sehe frage ich mich wirklich warum unsere Politiker immer alles überstürzt abhandeln möchten, nur alleine an dem Geld kann es ja wohl nicht liegen, da muss noch mehr dahinter stecken…Die Ansätze in dem Entwurf lassen der Stadt noch genügend Platz für eine ihrer Schnapsideen übrig (unter anderem auch den heiß ersehnten MediaMarkt und Kaufland, die beide immer noch in den „Ideenraum“ passen würden, wenn man wollte. Und Parkplätze kann man dann ja immer noch wie geplant auf den Dächern mit Brückenverbindung realisieren. Also liebe Stadtväter, überdenkt noch mal eure Pläne ein paar Monate bevor ihr Euch entscheidet (Das klappt doch bei den Unterführungen in der Innenstadt auch schon seit 50 Jahren…).

Hoppla, wir bekommen ja Geld!

Mit diesem Satz wollen uns die amtierenden Stadtregenten anscheinend an der Nase herumführen. Und zwar so: Wenn die Stadt für den geplanten Megabau in der südlichen Altstadt Fördermittel vom Land beantragen will (die im hohen siebenstelligen Bereich liegen), dann muss sie bis Ende Oktober einen Grundsatzbeschluss vorlegen.

[ Zukunftsbild „südliche Altstadt“ ]

Von diesem Geld – und der entsprechenden Frist – hat man sicher seit Beginn des Projektes gewusst. Doch als müsste man sich als Schutz gegen die Bürger und gegen einen ganz normalen demokratischen Prozess ein Ass in den Ärmel stecken, wurde dieser Umstand in der Diskussion bislang verschwiegen. Und genau so kommt mir das auch vor: Wie der Versuch, beim Pokern zu mogeln.

Die Städtebauer mögen sich denken „Unser Vorgehen ist zwar ziemlich durchsichtig, aber was soll’s: wir brauchen die Kohle ja unbedingt.“

Stimmt wahrscheinlich. Aber wisst Ihr, was wir nicht unbedingt brauchen? Die aktuelle Sitzeverteilung im Stadtrat. Die können wir immerhin noch ein wenig beeinflussen. Also, wir sehen uns bei der nächsten Wahl.

Via annalog und Patriot.

Willst Du einen Media Markt in Lippstadt?

Als Antwort auf diese Frage bekomme ich eigentlich fast immer ein „Ja wieso nicht? Ist doch geil, dann brauch ich nicht mehr nach <hier bitte Stadt Ihrer Wahl einsetzen> zu fahren“ zu hören.

Stimmt. Aber abgesehen davon, dass diese Städte recht nahbei sind, könnte ein Mediamarkt in Lippstadt zu vorzivilisatorischem Rudelverhalten führen, zum Ausnahmezustand, zu Verletzten, vielleicht sogar noch mehr … ich mag’s mir garnicht ausmalen!

Wie ich auf diese Idee komme? Ganz einfach: Wenn ich mir ansehe und lese, was bei der Eröffnung eines zusätzlichen Mediamarktes in der Großstadt Berlin abgeht, dann kann ich nur raten, was es bedeutet den einzigen Mediamarkt im vergleichsweise dörflichen Lippstadt zu eröffnen. Wenn man sich die Bilder aus Berlin ansieht, könnte man meinen, es gehe um die Verteilung von lebensnotwendigen Gütern.

Also Leude: Wenn er kommt, der Mediamarkt dann gaaaanz ruhig durchatmen und nicht versuchen als erster unter’m Rolltor durchzuhuschen. Die Waschmaschinen im „Drei zum Preis von einer“-Angebot sind dann vielleicht schon weg, aber dafür hat man alle seine Organe noch. Ist doch auch was!


Genau deshalb bin ich übrigens Hobbes-Fan! Weil der Mensch eben doch den Leviathan braucht, damit er sich ein bisschen benimmt.

<Klugscheißer>

Ich weiß!

Veranstaltungstipp: Angriff auf die City

Am Donnerstag, dem 13.09.2007 wird der Buchautor Dr. Holger Pump-Uhlmann in Lippstadt zu Gast sein. Er ist Mitautor des Buches „Angriff auf die City“ und folgte der Einladung der Bürgerinitiative „Lebendiges Lippstadt„, um über die geplanten Veränderungen in Lippstadts südlicher Innenstadt zu diskutieren.

Am Donnerstag wird Herr Pump-Uhlmann interessierten Bürgern im Haus Hülshoff Rede und Antwort stehen.

ORT: Der Hülshoff, an der Lipperoder Straße
DATUM: Donnerstang, 13.09.2007
ZEIT: ab 19:30Uhr

Wegbeschreibung:


Größere Kartenansicht

Exklusiv-Interview: Hartmut Befeldt und die Südstadt

Die Pläne um die südliche Altstadt Lippstadts sind nach wie vor ein heißes Thema. Kurz zusammengefasst: Die Stadt plant den Bau von Einkaufscentern (Hier das Infoblatt der Stadt, PDF, 2.5mb). Die Initiative „Lebendiges Lippstadt“ hält dagegen und spricht sich eher für eine integrative Strategie aus, die auch den Norden der Innenstadt einschließt. Vor einiger Zeit hatte mir Hartmut Befeldt von „Lebendiges Lippstadt“ auf einen Blogeintrag geantwortet. Draus geworden ist dieses Interview, exklusiv für Lippstadt-Blog. Ich danke Herrn Befeldt für die ausführliche Beantwortung meiner teils etwas scharfen Fragen.

(LB = Lippstadt-Blog / HB = Hartmut Befeldt)

LB: Hallo Hartmut, bitte umreiße ganz kurz, was die Initiative „Lebendiges Lippstadt“ ist.

HB: Lebendiges Lippstadt ist eine Initiative ganz unterschiedlicher Bürger Lippstadts, denen die Entwicklung, die diese Stadt seit einiger Zeit nimmt, nicht gefällt und für die die jetzige Planung für das Güterbahnhofsgelände mit antiquierten Einkaufscenter-Konzepten der Anlass war sich zu organisieren …
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