Kategorie-Archiv: Privates und persönliches

Weil kürzlich das Thema „Provinz Lippstadt“ aufkam …

…, und zwar durch den Sandmann, kommt hier mal ein Beitrag von Hartmut zur politischen Landschaft. Im Großen und Ganzen teile ich Hartmuts Meinung zur Behandlung der Bürger durch die heimische Politik, abgesehen von Details.

Eines aber aus technischer Sicht: 16.000 bzw. 9.000 Visits sind nicht genauso viele unterschiedliche Besucher. Nur mal so, weil es ja auch um Statistiken ging ;o) Die Zahlen sind dennoch beeindruckend. Ich hätte gerne mal Vergleichszahlen von den Websites der einzelnen Ortsparteien gesehen.

Fazit: Lippstädter Bürger engagieren sich für ihre Stadt! Und das sogar über die üblichen „Keine Mülldeponie in <Stadtteil Deiner Wahl einsetzen>“-Aktionen hinaus! Da sind wir alles andere als provinziell!

Jugend in Lippstadt – unvollständiger Statusreport

Alles kümmert sich dieser Tage um den Nachwuchs. Von „Du Bist Deutschland“ bis Roland Koch gibt es die verschiedensten Ansätze, um für adäquaten Nachwuchs zu sorgen. Ein kurzer Blick auf Youtube zeigt, was die holde Adoleszenz bei uns so treibt.

Während die einen ihren Scooter pimpen, auf gerader Strecke im Wohnbezirk ausprobieren und das ganze mit Rennspielmusik unterlegen (vermutlich ohne die Gema zu bemühen) …

… erzählen mir die anderen von einem Mord in meiner Gegend, der bald passieren könnte.

Wer jetzt meint, Lippstadts Jugend sein hoffnungslos verloren, der irrt. Wir haben damals unsere Roller frisiert und die Songtexte diverser Bands in denen ich spielen durfte, waren oft reine Provokation – beides fand vor 15-20 Jahren statt. Das heißt nicht, dass man nicht hinsehen und eventuell Konsequenzen ziehen sollte. Immerhin handelt es sich hier teilweise um Ordungswidrigeiten. Ich will nur sagen:

Der Unterschied zu heute liegt überhaupt nicht in den Ausmaßen, sondern in der Verbreitung! Oder anders: Er liegt in der öffentlich-medialen Kommunikation, die unter anderem durchs Internet ermöglicht wird. Youtube&Co. sind Selbstdarstellungsportale (daher auch der passende Youtube-Claim „Broadcast yourself“). Was früher auf dem Schulhof oder der Straße stattfand und auch dort blieb, kann jetzt von der ganzen Welt bewundert werden. Das ist alles.

OK, oft wird hierbei nicht bedacht, dass sich schon heute mit ein bisschen Recherche umfassende Personenprofile erstellen lassen, die – Google und Waybackmachine sei Dank – nie wieder gelöscht werden können. Personaler schauen sich bereits im Netz um, bevor sie einen Bewerber zum Gespräch laden. Und dann kann ein Roller-Pimp genauso zum Stolperstein werden, wie die Mitgliedschaft im StudiVZ-Spaßforum „F****n für den Weltfrieden“.

Aber wat willste machen. Zum einen Ohr rein …

Und zudem gibt es zum Suchbegriff „Lippstadt“ eine Unmenge an Youtube-Einträgen von Jugendlichen. Lustige, nachdenkliche, sportliche, Angeberei, Belagloses, Gesang und natürlich das Webthema schlechthin: Katzen! Na bitte, dann ist ja alles in Ordnung ;o)

Andreas

Kürzlich in Bad Westernkotten

Sonntag. Die Wintersonne steht tief und golden über den Feldern. Du bist mit dem Hund raus. Luft schnappen. Die heimischen Sorgen hinter Dir lassen und die Zeit bis zum nächsten Arbeitstag ein bisschen hinauszögern.

Hier stimmt alles. Keiner stört. Der Zwist mit Deiner Frau, das letzte Gespräch mit der Bank wegen der roten Zahlen, der Chef der Dich nicht Ernst nimmt (kurz: Dein Leben) – das alles ist gerade so angenehm weit weg. Dein treuer Gefährte bringt brav das geworfene Stöcken unermüdlich zurück, immerhin. Doch was ist das? Ein Wagen fährt die kleine Anliegerstraße entlang, die direkt am Feld liegt, und die Du so gerne entlangläufst. Du spürst, Deine Stunde ist gekommen.

Erst wirst Du ganz langsam vor dem Auto hertrotten, als hättest du es überhaupt nicht bemerkt, dann lächelnd zum Fenster gehen und warten bis es sich öffnet. Was glauben Sie, wer hier fahren darf, hörst Du Dich selbstgefällig in ruhigem Ton sagen. Du schaust in ein verdutztes Gesicht. Hier dürfen nur Anlieger und landwirtschaftlicher Verkehr. Nur damit Sie es wissen. Für’s nächste Mal.

„Für’s nächste Mal“ … Du kicherst innerlich und gleichzeitig spürst Du, wie Dich das bisschen Macht beflügelt, das Du gerade hattest. Der Wagen fährt langsam weiter. Bielefelder Kennzeichen. Wahrscheinlich verfahren. Egal, der Typ hat Dir den Tag gerettet. Ach was, die ganze Woche!

Zufriedener als sonst trottest Du weiter. Der untergehenden Sonne, Deinem Zuhause und dem unvermeidlichen Montag entgegen. Du wirfst noch einmal das Stöckchen …

Lippstadt hat kein Drogenproblem…

… denn es ist genug für alle da! Jaaaahh! Ich hab‘ Spaß inne Backen (bei dem Wetter das Beste was man tun kann)! Diese Leuchtreklame, die seit etwa 150 Jahren hier hängen muss, hatte ich fast vergessen. Ich kann mich seit jüngster Kindheit dran erinnern. Und obwohl die Pubertät schon ’ne Weile her ist, muss ich immer wieder schmunzeln, wenn ich sie sehe.

Drogen frei käuflich in Lippstadt

Ich bin gespannt, wie viele Besuche wir jetzt von BKA-Domains erhalten ;o)

Sandkuchenrezepte

Die Fans des SV Lippstadt 08 haben mich gebeten, auf Lippstadt-Blog ein paar Sandkuchenrezepte einzustellen. Nichts leichter als das, ich lieeebe Sandkuchen ;o)

Dann mal los:

  1. Chefkoch.de hat insgesamt 44 Rezepte verzeichnet. Mir gefällt am besten die Variante mit Mohn (schlesische Wurzeln, machste nix dran)
  2. Kochmix.de vergräbt ein Rezept unter jeder Menge Werbung
  3. jungekueche.de lässt den Klassiker springen
  4. Marion (wer auch immer das ist) packt Orangen mit rein
  5. Und gofeminin.de zeigt, was das Geschlecht drauf hat und fügt Kirschgeist hinzu (mjam!)

So, das reicht glaub ich erstmal, um ’ne ganze Weile Sandkuchen zu backen. Mit diesem Artikel ist es übrigens genauso wie mit meiner Meinung zu Gewaltbereitschaft und Einschüchterungsversuchen im Fußball: Ich bin kein Koch und auch kein Fan von einem bestimmten, aber ich kann essen! Wie ein Großer! Und wenn das Gericht schlechte Zutaten enthält, beschwere ich mich eben. Genauso lobe ich ja auch, wenn alles stimmt.Guten Appetit!

Watt is en ECE?!

… da stelle mer uns janz dumm und frachen die Schreiberlinge vons Lippstadt-Lied! Da kommt der ECE nämlisch drinne vor. Hörste jannz deutlisch raus, und zwa hier:

Lippstadt-Lied, ECE (Quelle: Kontakte-Musikverlag)

Isch kannte wohl den Ihh Zeh Eh, datt issen Intercity-Express, abba EEEH Zeh Eh? Noch nie jehört.Und auf Anfrache sacht mir nun getz der Kontakte Musikverlach folchendes:

„Im Lippstadt Lied ist es tatsächlich der besungene ECE (EuroCity-Express) – denn der ICE, der hält ja seit einiger Zeit nahe Deiner Arbeitstür.“

Datt klingt doch ma nach ’ne loggische Erklärung! Dann frach ich mich getz nur noch, warum im Notenblatt zum Liedschen trotzdem der ICE steht. Und watt sagen die Herren Liedschenschreiber, wenn Lippstadt essma inne Bundesli … ach, äh… schon gut!

😉

Und bald is‘ auch schon wieder Zeit für leckere Feuerzangenbowle!

Hoppla, wir bekommen ja Geld!

Mit diesem Satz wollen uns die amtierenden Stadtregenten anscheinend an der Nase herumführen. Und zwar so: Wenn die Stadt für den geplanten Megabau in der südlichen Altstadt Fördermittel vom Land beantragen will (die im hohen siebenstelligen Bereich liegen), dann muss sie bis Ende Oktober einen Grundsatzbeschluss vorlegen.

[ Zukunftsbild „südliche Altstadt“ ]

Von diesem Geld – und der entsprechenden Frist – hat man sicher seit Beginn des Projektes gewusst. Doch als müsste man sich als Schutz gegen die Bürger und gegen einen ganz normalen demokratischen Prozess ein Ass in den Ärmel stecken, wurde dieser Umstand in der Diskussion bislang verschwiegen. Und genau so kommt mir das auch vor: Wie der Versuch, beim Pokern zu mogeln.

Die Städtebauer mögen sich denken „Unser Vorgehen ist zwar ziemlich durchsichtig, aber was soll’s: wir brauchen die Kohle ja unbedingt.“

Stimmt wahrscheinlich. Aber wisst Ihr, was wir nicht unbedingt brauchen? Die aktuelle Sitzeverteilung im Stadtrat. Die können wir immerhin noch ein wenig beeinflussen. Also, wir sehen uns bei der nächsten Wahl.

Via annalog und Patriot.