Kategorie-Archiv: Serie

Empfehlung: Fotos und anderer kreativer Mist

Es gibt einige Fotografen und Fotowebsites, die ich online verfolge. Ab sofort ist ein Lippstädter Weblog dabei. Das vermute ich zumindest, denn ein paar Themen lassen darauf schließen.

Drauf gestoßen bin ich durch dieses Foto hier – eine Tattoo-Vorlage mit Lippstadt-Wappen (will er sich anscheinend wirklich stechen lassen):

OK, wäre nicht mein Ding, aber das Weblog hat auch einige kleine Fotoperlen zu bieten, diese hier zum Beispiel:

Wer mehr sehen will, bekommt’s hier. Und wenn klar ist, dass der Inhaber wirklich aus Lippstadt kommt, packe ich den Artikel in die Serie“Lippstädter Blogs„. In meinem RSS-Feed ist er jedenfalls jetzt schon.

Quelle aller Bilder: solldesign.wordpress.com


Nachtrag:
Chris hat mir grade geschrieben. Er ist tatsächlich in Lippstadt aufgewachsen, seine Familie wohnt hier noch. Er selbst ist in Australien geboren und lebt heute dort (Sidney. Ich schätze es geht in Ordnung, wenn ich Chris als Exil-Lippstädter bezeichne. Also ab mit ihm in die Serie der Lippstädter Blogs ;o)

Achtung Werbung XI

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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Ich weiß nicht, wieso. Aber als mir ein gerade neu eingerichteter Werbe-Twitter-Account über eine tolle neue Business-Branchenbuch-Netzwerk-Wasauchimmer-Website berichtete, wollte ich die einfach mal auf Tauglichkeit testen. Und gab folgendes in die Suchleiste ein:

Erleuchtung_in_Lippstadt

Mit dieser Suchanfrage war der Dienst hoffnungslos überfordert. Ich bekam keine Einträge, aber dafür: Noch mehr Werbung. Für Reiki-Kurse, Anleitungen zum Öffnen des dritten Auges (tut sowas nicht weh?) und irgendwas mit Aliens. Da sei die Frage gestattet, ob wirklich verstanden wurde, wie a) Werbung im Netz funktioniert und b) ein ordentliches Business-Portal auszusehen hat. Ich persönlich habe jetzt schon die Nase voll von diesem Dienst. Denn ich hatte Null Mehrwert – und nicht mal ein Suchergebnis.

Zugegeben, der Suchbegriff „Erleuchtung“ war etwas unfair. Allerdings bietet sich bei einer erfolgreichen Suche ein ähnlich erschreckendes Bild: Die Suchergebnisse werden schön unter einem Haufen Google-Ads und Bannerwerbung versteckt. Ich sage jetzt nicht, wie der Dienst heißt, der sich „Netzwerk“ schimpft (ohne dieses Wort geht ja heute garnichts mehr) und dem Mittelstand auf die Sprünge helfen will. Denn er ist austauschbar. Solche Seiten gibt’s leider wie Bytes auf der Festplatte.

Des Kneppers Fazit: Wer im Netz langfristig Geld verdienen will, muss keine Google-Ads zuoberst platzieren. Sondern die Wünsche des Kunden.

Achtung Werbung X

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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Im Klamotten/Schuh/Skateladen „The House“ war ich seit 2006 – glaub ich – zweimal. Das wird sich ändern. Weil ich bald ’ne neue Hose brauche. Und dieses Video gesehen habe:

Am Film ist aus professioneller Sicht einiges im Argen. Das ist aber völlig egal! Denn er besticht durch seine „Selbstgemacht“-Optik, die handwerkliche Fehler (fast) verzeihen lässt. Das grenzt an „User-generated advertising“, wahrscheinlich haben sogar einige Stammkunden mitgemacht, was der Sache richtig Auftrieb gibt. Insgesamt ist der Film aber zu lang. Und ich hätte mir gewünscht, dass viel mehr von dem Schnitt und Inhalt ab Minute 3:16 gezeigt wird. Hier kommen Lifestyle und Spaß rüber und die schnellen Schnitte passen viel besser zur Zielgruppe (die noch ganz andere Abfolge-Geschwindigkeiten gewöhnt ist).

Gesamturteil: Authetisch. Nette Ideen. Gratulation an Lippstadts First Mover im Bereich kommerzielle Youtube-Werbung (soweit ich weiß, und solange man die Event-Szene mal außen vor lässt)! Jetzt heißt es nur noch: Buzz, Buzz, wir brauchen Buzz

Ein paar Fragen an … Dominic Boeer

Alle, die jetzt direkt denken „Och nöö, der Typ, der bei GZSZ völlig abgehoben ist und mit Lippstädtern nix mehr zu tun haben will.“ kann ich hiermit eines Besseren belehren. Das Thema GZSZ ist abgehakt, der Mann geht neben dem Showgeschäft sogar einer ganz normalen Arbeit nach. Als Lehrer! Doch, doch! Also bitte, Star-Allüren andichten könnt ihr wemanders!

Wer immer noch nicht weiß, um wen es geht, hier eine Gedächtnisauffrischung (Sorry, konnte nicht widerstehen ;o):

Dominic Boerr nackt in „Die Camper“ (RTL) – MyVideo

Hier Dominics Antworten auf … ein paar Fragen an ihn.

Lippstadt-Blog:
Hallo Dominic. Tageszeitungen greifen gerne mal die „Einer von uns in der großen Welt“-Story auf. Auf Dich trifft diese Aussage mal ganz klar zu: Du hast in etlichen bekannten Serien und Filmen mitgespielt, hast TV- und Radio-Shows moderiert und nicht zuletzt auch eine Weile auf der Bühne gestanden. Wie sieht Dein Leben im Moment aus? Stehen wieder Filmprojekte an?

Dominic Boeer:
In meinem Leben herrscht glücklicherweise immer noch das gewohnte Chaos. Gerade habe ich die Dreharbeiten für den ARD-Film „Woche für Woche“ abgeschlossen (Ausstrahlung am 11.3.09) und ab März werde ich dann für ein gutes halbes Jahr 20 neue Folgen für die Soko Wismar drehen. Ansonsten beginne ich jetzt auch damit, ein wenig hinter der Kamera zu arbeiten… Für 2009 plane ich die ein oder andere Polit-Dokumentation. Darüber hinaus nimmt meine Dozententätigkeit an der ISM in Dortmund sehr viel Zeit in Anspruch. Heute Abend, beispielsweise, liege ich auf meiner Couch in Berlin und korrigiere Hausarbeiten.

Lippstadt-Blog:
Schon zu Beginn Deiner Karriere konnte man ahnen, dass Du im Showbiz gut aufgehoben bist. Ich denke da an die eigene Elvis-Musicalproduktion, aus der sich dann auch noch eine Band mit vielen Auftritten in der Region „ausgekoppelt“ hat. Wie oft denkst du an die Zeit in Lippstadt zurück?

Dominic Boeer:
Sehr oft! Das war eine fantastische Zeit! Ich habe in den letzten 10 Jahren kein Projekt mehr gemacht, daß mir so viel bedeutet hat, wie das Elvis Musical… und ich war in meinem Leben ganz sicher nie wieder so aufgeregt wie am Premierenabend im Stadttheater. Genau auf diese Bühne, die eine Zeit lang mein zweites Zuhause war, möchte ich gerne eines Tages zurückkehren.
Auch wenn vieles von dem, was ich heute mache, sicher viel professioneller ist als meine ersten „Gehversuche“ auf der Bühne, fühlte sich in Lippstadt das Meiste trotzdem „echter“ an. Das wird für mich ewig unvergessen bleiben!

Lippstadt-Blog:
Der erste Schritt zu festen Buchungen bei ARD, RTL & Co. war sicherlich die WDR-Serie „Unsere Polizei“. Wieviel Handwerk hast Du von dort mitnehmen können?

Dominic Boeer:
Ich freue mich über die tolle Recherche! Viele Journalisten sehen meine Soap-Zeit bei GZSZ als Startpunkt, aber das war er ganz sicher nicht. Bei der WDR-Produktion konnte ich mich austoben, zum ersten Mal ein echtes Rollenstudium betreiben, zum ersten Mal vor laufender Kamera emotional sein, lachen, weinen, prügeln…. eben das volle Programm.
Es war für mich die richtige Serie zum richtigen Zeitpunkt, weil sie mir geholfen hat, den Sprung von der Bühne zum Film zu schaffen. Ich hätte damals nie gedacht, wie groß der Unterschied zwischen Theater und Film tatsächlich ist. Selbst wenn ich in einer Szene nur ein Glas Wasser trinken muss, mache ich das vor der Kamera völlig anders als auf der Bühne. Über diese verschiedenen Spielweisen zwischen Bühne und Film könnte ich stundenlang philosophieren …

Lippstadt-Blog:
Bist Du eigentlich zwischendurch mal wieder in der Region? Und wenn ja, was steht dann auf dem Stundenplan? Dürfen wir uns eventuell irgendwann auf einen Auftritt von „unserem“ Elvis freuen?

Dominic Boeer:
Ich komme recht häufig in die Gegend. Gerade da die Dortmunder Hochschule, an der ich doziere nur einen Steinwurf entfernt ist, bin ich relativ oft bei meinen Eltern zu Besuch. Meistens hat meine Mutter dann schon drei Kuchen gebacken und eine Pute im Ofen! Es gibt eben nichts schöneres, als nach einer Joggingrunde durch den Grünen Winkel mit meiner Familie im Garten (direkt an der Lippe) zu sitzen und stundenlang zu essen.
Ein Elvis Comeback ist sehr unwahrscheinlich. Dieses Kapitel ist abgeschlossen. Vielleicht komme ich ja als Johnny Cash oder Dean Martin wieder?

Vielen Dank an Dominic für die Zeit. War sicher ’ne ganz angenehme Abwechslung zum Klausuren korrigieren ;o) Tja, Dominic Boer als Johnny Casch – Na, das würde ich gerne mal sehen.Was sagt Fachmann Metty dazu?

Ein paar Fragen an … Horst Bosetzky

Ich hab‘ Lust auf ’ne neue Reihe.

Ab sofort werde ich unter der Überschrift „Ein paar Fragen an …“ immer mal wieder Mini-Interviews veröffentlichen. Die Interviewpartner haben dabei immer eine besondere oder interessante Beziehung zu Lippstadt. Mein erster Interviewpartner ist Horst Bosetzky, Krimi-Autor und emeritierter Berliner Soziologie-Professor. In einer aktuellen Kurzgeschichte macht er Lippstadt zum Ziel einer Art Firmen-Butterfahrt mit Todesfolge.

Es freut mich, zum Auftakt der Reihe einen so namhaften Autoren präsentieren zu können, zumal Herr Bosetzky nach eigener Aussage ohne Privatsekretär, dafür aber mit neuem Computer derzeit organisatorisch eigentlich leicht überfordert ist. Viel Spaß!

Lippstadt-Blog:
Herr Bosetzky, in Ihrem aktuellen Krimi „Im selben Boot“ aus dem Buch „Mord-Westfalen“ sind die Hauptfiguren auf dem Weg zu einem Betriebsausflug nach Lippstadt. Lassen sich hier Mordpläne etwa besonders gut realisieren?

Horst Bosetzky:
Ich sollte in wenigen Tagen eine Kurzgeschichte schreiben, die in OWL spielt, und habe mich da an das lange zurückliegende Abenteuer eines Freundes und früheren Kollegen erinnert, der mit seiner Familie bei einem Bootsausflug auf der Lippe gekentert ist und fast ertrunken wäre. Da er aus Lippstadt kommt, war klar, daß die Geschichte wegen seiner präzisen Ortsangaben nur dort spielen konnte.

Lippstadt-Blog:
Ganz kurz und ohne zuviel zu verraten: Worum geht’s in der Geschichte?

Bosetzky:
In der Geschichte geht es um die gnadenlosen Positionskämpfe in der heutigen Arbeitswelt, wo man nur nach oben kommen kann, wenn man über Leichen geht. (Ich bin ja von Hause aus Organisationssoziologe.)

Lippstadt-Blog:
Ihr Leben und Wirken ist stark mit Berlin verwurzelt. Hegen Sie vielleicht eine versteckte Beziehung zur westfälischen Provinz, die Ihren Fans bislang verborgen blieb?

Bosetzky:
Was die „westfälische Provinz“ betrifft, da gibt es einige Berührungspunkte, angefangen von meinen Eltern, die in Bad Oeynhausen und Bad Meinberg zur Kur waren, bis hin zu meinen Vorträgen und Lesungen u.a. in Bielefeld, Gütersloh, Halle (Westfalen) und Verlagen in Herford und Bielefeld.

Lippstadt-Blog:
Hatten Sie schon Anfragen, den Krimi in Lippstadt zu lesen? Und wenn nicht: Würden Sie?

Bosetzky:
Nein, aus Lippstadt hat noch niemand angefragt, ich würde aber gern zu einer Lesung anreisen, wenn es jemand tut.


Dank an Herrn Bosetzky, dass er sich Zeit für die Antworten genommen hat.

Achtung Werbung IX: Ein Feed sie alle zu lesen!

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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Ich bin Feedomix-Beta-Tester. Gewesen. Endlich. Denn nachdem ich den Feedreader „Lippstadt bloggt“ zu Testzwecken eingerichtet hatte, kamen immer wieder fragen, wo man das Ding denn herbekommen und für sich privat nutzen kann. Der Service war aber im Beta-Stadium und ich hatte (als Mitglied einer handverlesenen Gruppe mit knallhartem Vorab-Casting) die Ehre ihn zu nutzen. Das ist vorbei. Beta ist Geschichte!

Jetzt ist Feedomix für alle da (für mehr Info Bild anklicken):

feedomix
Quelle: feedomix.com

… und kommt – für einen privat hergestellten Dienst ohne (zumindest im Moment) finanzielle Interessen – ganz schön knuffig cool daher: Als Maskottchen dient eine Art tragikomischer Superheld, der im Körper eines viel zu kleinen Hundes gefangen ist (ich sehe die erste erfolgreiche Comic-Auskopplung schon vor meinem geistigen Auge ablaufen). Dabei hat sich der Erfinder wohl den Umstand zunutze gemacht, dass der Wortteil „Feedo“ ein Homograph zum Hundenamen „Fido“ ist.

Der geistige Vater von Feedomix ist zufällig auch Fan von „Herr der Ringe“, was den Slogan „One feed to read them all!“ erklärt (er soll aber überhaupt nix mit dem Fim den Tolkien-Büchern zu tun haben … nee, ist klaa Micha ;o). Ab sofort könnt Ihr also Euren eigenen Feedomix basteln. Viel Spaß dabei. Demnächst soll übrigens passend zur Jahreszeit ein „Advents-Feedo“ die Besucher anwedeln.

PS: Dem Lippstadt bloggt-Reader habe ich der Anna ihr sein annalog hinzugefügt.

Achtung Werbung VII

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
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Da hört man ganz ahnungslos Hellweg-Radio, eigentlich so nebenbei, als plötzlich eine sehr eindringliche Stimme sagt: „Guten Tach, hier ist Heinrich der singende Schäfer …“. Wenn Ihr mal hören wollt:

Bauer Heinrich – Der Spot

Bauer Heinrich – Der Reminder

Mein erster Gedanke war „Das kann nicht dieser Bauer von RTL sein, oder?!“ Er ist es. Und hat mich dazu gebracht, einen Werbespot des Hellweg-Radios von vorne bis hinten anzuhören. Das Wichtige aber ist: Ich habe ihn erkannt, dabei schaue ich das RTL-Format „Bauer sucht Frau“ überhaupt nicht. Ich mag es nicht mal.

Und genau darin wird auch der Erfolg des Spots liegen: Die Serie hat eine hohe (boulevard)gesellschaftliche Bekanntheit, durch fast alle Schichten hinweg. Und deshalb hat ein heimischer Bauer mit „echten Zügen“ in einem Radiospot nicht nur regionalen Bezug, sondern auch auf einmal das, was man im Werbedeutsch „Impact“ und „hohe Recognition“ nennt. Will sagen: Die Werbung hat eine starke Wirkung auf den Hörer und wenn der Spot den ganzen Monat lang gelaufen ist, werden ihn hinterher überdurchschnittlich viele Leute (wiederer)kennen.

Das Verkaufsteam des Hellweg-Radios hat mir übrigens verraten, dass von der Idee über den Besuch bei Bauer Heinrich bis zum fertigen Funkspot gerade einmal 15 Stunden ins Land zogen. Gute Idee, prompt durchgezogen, zur richtigen Zeit gesendet. Top!

Die Spots durfte ich mit freundlicher Genehmigung des Hellweg-Radios hier einbinden, dafür an dieser Stelle vielen Dank!